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Vorinstallierte Apps: Millionenstrafe gegen Google

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56 Kommentare 56

Das Urteil erinnert an den Streit zwischen Microsoft und der Europäischen Kommission um die Integration des Internet Explorers in Microsofts Windows-Betriebssystem – diesmal steht jedoch eine mobile Plattform im Fokus.

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So haben russische Regulierungsbehörden den Suchmaschinen-Anbieter Google jetzt dafür abgestraft, seine Hausapplikationen in das Android-Betriebssystem einzubetten. 6,8 Millionen US-Dollar soll Google dafür zahlen müssen, seine Anwendungen denen von konkurrierenden Alternativ-Anbietern vorgezogen zu haben.

Dem Urteil ging eine Beschwerde des russischen Software-Unternehmens Yandex voraus. Dieses bietet nicht nur einen eigenen Browser sondern auch zahlreiche Android-Anwendungen wie etwa einen Kalender, eine Kartenapplikation und einen E-Mail-Dienst an.

Wie die New York Times berichtet, habe die russische Regulierungsbehörde in einer Stellungnahme zum Fall explizit darauf hingewiesen, dass ihre Wettbewerbsregeln für alle im russischen Markt vertretenen Anbieter gelten würden, „including foreign ones“.

Google selbst ist sich derweil keiner Schuld bewusst. Es stehe Drittanbietern von Android-Telefonen frei, so das Unternehmen, eigene Dienste in das Betriebssystem zu integrieren.

Freitag, 12. Aug 2016, 8:29 Uhr — Nicolas
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  • Hm. Meiner Meinung nach hat das auch seine Richtigkeit. Microsoft wurde abgemahnt und musste reagieren. Warum dürfen Google und Apple ihre eigenen Programme einbetten?

    Entweder alle oder keiner.

    • Nur war der IE so tief im System verankert, dass ein Löschen (fast) unmöglich war.

      • Können doch ab iOS 10 sowieso gelöscht werden, also nicht mehr der Rede wert.

      • Ich dachte man kann sie nur ausblenden über die Einstellungen? Wenn sogar löschen, wärs wunderbar!

      • gar nix kann man löschen, da sie bestandteil des systems sind

      • NOCHMAL…ab iOS 10 können vorinstallierte Apps wie z.B. Aktien, iBooks, Kompass, Notizen, Kalender, Erinnerungen etc. gelöscht werden.
        Diese werden auch nicht ausgeblendet, sondern können bei Bedarf wieder aus den App Store geladen werden.

        @der mann
        einfach mal die Klappe halten, wenn man keine Ahnung hat!

      • @BeardMan
        Leichter FALSCH,

        Es werden nur Nutzerdaten und evtl. „Hooks“ Gelöscht. Der Rest bleibt in der „hardware“ wegen Echtheitszertifizierung. Kannst gerne Nachgoogeln. Aber ich erspare dir das: http://www.macrumors.com/2016/.....-siri-api/

        das ist eine Aussage von Craig Federighi. Und DER sollte es Wissen!

        Das mt keiner Ahnung haben und so geht dann wohl zurück!

    • Googel bettet die Applikationen aber nicht ein, sondern die Smartphone-Herstellen. Android ansich enthält keine GApps. Der einzige Punkt, den man Google hier ggf. vorwerfen kann ist, dass Sie die Bedingung stellen, dass die GApps drauf sind, wenn der PlayStore vorinstalliert sein soll.

      • Dann müssten die Smartphone-Hersteller zur Kasse gebeten werden, wenn sie sobequem sind, das System selber zu konfigurieren.

      • Dann bleibt ja eh keine Alternative, also zwingt Google die Hersteller doch eine Art die Apps zu installieren.

    • Apple darf seine eigenen Programme einbetten, weil es iOS ausschließlich für Apple-Devices gibt. Durch dieses geschlossene System ist es Apple möglich, dass Apple selbst bestimmen darf, was auf die iPhones, iPads usw. aus dem eigenen Hause kommt ebenso wie Apple dadurch bestimmt, anderen den Zutritt zu versagen. Diese Insellösung war vielen von Anfang an ein Dorn im Auge, aber für die Kunden letztlich doch die komfortabelste Lösung, denn man weiß was man bekommt, wenn man ein iPhone, iPad etc. kauft.

      Google hingegen stellt sein Android OS den verschiedenen Hardware-Herstellern zur Verfügung und bringt zu dem, was nötig ist, Google-eigene Apps gleich inclusive. Die Hersteller selbst sparen sich die Arbeit und das Geld und übernehmen alles, was Android mitbringt. Maximal ergänzen sie das OS noch um ein paar hauseigene Apps, aber präsentieren ihren Kunden dann am Ende Hardware, die von Haus aus schon überladen ist.
      Inzwischen aber denken auch einige Smartphonehersteller wie Samsung und Huawei laut über eigene OS als Insellösung auf ihren Geräten nach, so wie Google indes künftig eigene Smartphones anbieten möchte.

      • Sorry aber das ist unfug. Die ganzen Custom-Roms kommen standardmäßig ohne die Google Apps. Sie lassen sich problemlos deinstallieren.
        Was die Abmahnung bzgl des Internet Explorers betrifft, war diese vor allem aufgrund des riesigen Marktanteiles von Windows.
        Hätte iOS auch einen so großen Marktanteil, gäbs auch Ärger. Ganz egal ob das System „geschlossen“ oder nicht ist.

    • Wie meine Antworten an völlig falschen Kommentaren auftauchen

      • Ein Doppel-Tipp auf den Kommentar deiner Wahl öffnet das Antwortfenster. Nach dem Tipp auf „fertig“ erscheint oben noch mal ein Teil des besagten Kommentars, dann tippst du nur noch auf…ja, was ist das eigentlich – ein Papierflieger?… und schon landet die Antwort dort, wo du sie haben magst ;-)

  • Haha wegen 6,8 Mio $ das ist Google doch egal da werden die nichts ändern.

  • Gerade bei Android ist so ein Urteil Schwachsinn. Man kann für fast alle vorinstallierten Apps alternative Standard-Apps einrichten

    • „Es geht darum, dass Google Handyherstellern VORSCHREIBT, die Google-Apps prominent auf dem Startbildschirm zu platzieren. “ Zitat Hotshot von weiter unten

      • Ok DAS lässt die Sache in einem anderen Licht erscheinen. Ohne diese Vorschrift könnten die Hersteller also flexibler ihre Apps anbieten oder?

  • Da macht sich Google schon den Aufwand und entwickelt ein ganzes Betriebssystem und implementiert löschbare Software vorab und schon kommen alle Trittbrettfahrer und wollen ihren Stehplatz verbessern.

  • Ich sehe kein Grund warum Google das nicht machen sollte. Apple macht es doch genauso. Wenn ich mir etwas kaufe, möchte ich es auch sofort benutzen können und mir nicht noch zig Apps runterladen müssen. Habe es schon bei Windows gehasst, das man kein PDF öffnen konnte ohne vorher ein Programm zu installieren. Bei OSX ging es einfach.
    Wenn ich mir ein Auto kaufe, ist auch alles dabei was ich brauche und muss mir nicht noch das Radio, Felgen usw. noch besorgen, weil die anderen Hersteller auch etwas verkaufen wollen.

  • Schlimmer ist es ja noch beim Tablet .
    Da sind noch mehr Apps vorinstalliert .

  • Das ist ja frech. Also gerade bei Android ist man ja in der Lage jede Systemapp auszutauschen.

    Was sollen die denn laut dem Gericht machen? Handy mit keiner App außer dem AppStore ausliefern?!

    • Es geht darum, dass Google Handyherstellern VORSCHREIBT, die Google-Apps prominent auf dem Startbildschirm zu platzieren. Es gibt eine Regel nach der die Apps nicht tiefer als eine bestimmte Navigationsebene im Auslieferungszustand stehen dürfen. Hält sich ein Hersteller nicht daran, dann darf er das Handy nicht mit den Google-Libraries ausliefern und damit läuft ein Grossteil der Android-Apps nicht. Deshalb braucht es bspw. für die Amazon-Tablets eigene Anwendungen. Amazon platziert die Google-Apps nicht wie von Google gewünscht, daher darf Fire-OS gar keine Google-Libs einbinden. Somit gehen Dinge wie Chromecast, Google-Maps, etc. nicht. Apps die den Chromcast-Support selbst eingebaut hatten, also die Google-Lib integriert (wie Plex), mussten dies auf Druck von Google für die Fire-OS-Verson wieder entfernen. Da versteht Google so gar keinen Spaß.

  • Sowas sollte die EU mal anstreben. Aber für iOS!

    • Die Info, dass mit iOS 10 die vorinstallierten Apps gelöscht werden können, scheint an dir vorbei gegangen zu sein?

      • Und das bringt was? Meinst du jetzt kann man einen alternativen Browser als Standard nutzen? Eben nicht, daher kommt der Vorschlag völlig zurecht. Man löscht nur die Icons, die App an sich ist nicht zu löschen.

      • @BeardMan
        Die Info, das die vorinstallierten Apps lediglich ausgeblendet werden ist an dir vorbei gegangen, oder? Es gibt auch keine Aktualisierung über den AppStore. Ganz zu schweigen von alternativen Standard-Apps.

      • An dir ist wohl auch eine Info vorbei gegangen bezüglich vorinstallierte Apps „löschen“?

      • NOCHMAL…ab iOS 10 können vorinstallierte Apps wie z.B. Aktien, iBooks, Kompass, Notizen, Kalender, Erinnerungen etc. gelöscht werden.
        Diese werden auch nicht ausgeblendet, sondern können bei Bedarf wieder aus den App Store geladen werden.

        Wer es nicht glaubt, darf sich gerne für das Beta-Programm anmelden und es selbst ausprobieren.

      • Nochmal, die Apps werden nicht gelöscht, das ist die offizielle Aussage von Apple. Die „Apps“ im AppStore sind lediglich Trigger um die ausgeblendete App wieder anzuzeigen. Manche Leute sollten wohl die Finger von der beta lassen wenn sie keine Ahnung haben.

    • Ihr habt das System nicht verstanden.
      Google ist kein Hardware Hersteller. Google stelle, genau wie Microsoft, die Software zur Verfügung. Somit ist es nicht im Sinne des Hardware Hersteller, dass sich die Software hier nicht der Hardware fügt. Siehe Amazon.
      Bei Apple liegt die Sachlage anders.
      Sie sind sowohl Hardware als auch Software Hersteller. Es gibt kein weiteres Gerät, außer die Hauseigenen, die die Software bekommen. Wenn Apple anfangen müsste, Drittanbieter solche Türen einbauen zu müssen, dann ist dieses ein Präzedenz Fall und würde Wellen schlagen bis hin zur Automobil Industrie. In der dann auch noch dort die Hardware und Software nur von einem Hersteller kommen.
      Wobei dieser Gedanke doch scharmant wäre… Mercedes draußen, BMW innen…

    • @N_O: Womit sollte die EU das denn begründen? Apple ist der Hersteller und der OS-Anbieter gleichzeitig und jeder der etwas von Apple kauft, weiß von vornherein, was er bekommt. iOS ist das Betriebssystem, welches ausschließlich auf Geräten von Apple installiert ist – Hard- und Software aus einer Hand. Und jetzt überleg mal, wo da der Unterschied zu Googles Android ist…

    • Und dann? iOS ist ein Inselsystem was in sich geschlossen ist da das OS eben nur mal auf iOS Geräten läuft kann Apple machen was sie wollen.

      Da ist nichts mit offen für Fremdhersteller.

  • Ich halte das Urteil für falsch, denn erstens verdient Google nur über diese Apps an
    Android und nimmt daher für Android keine Lizenzgebühren und zweiten sind unter Android beliebige Apps als Standard einstellbar, soweit ich weiß.

    Apple hätte mit diesem Urteil ein Problem, da dort die Standard Apps festgelegt sind.

    • Apple trifft diese Thematik überhaupt nicht, da iOS und die Hardware zusammen aus einer Hand kommen. Es gibt hier schlicht keine Konkurrenzsituation mit Anbietern von Dritt-Apps, weil es keine werksseitige Vorinstallation von Dritt-Apps gibt.

      Google hingegen liefert eine offene Plattform, die von Dritten (den Hardware-Produzenten) in eigene Hardware implementiert wird. Hier ist es natürlich strittig, ob Google da vorschreiben kann, welche Software in welcher Form dort mit verbreitet werden muss. Wobei Google den Herstellern das ja freistellt. Wer die Gapps haben will (die ausdrücklich ja nicht Bestandteil von Android sind), muss sich an Googles Regeln halten. Wem das nicht gefällt, der muss halt plain Android ausliefern.

  • Und dann doch wohl lieber keiner. Wo ist die Grenze? Wird Philips auch bald dafür abgemahnt, dass sie nur ihre eigene Software auf ihren Fernsehern installieren?

    • Genau darin liegt ja der kleine aber feine der Unterschied: solange Philips seine eigene Software auf den eigenen Fernsehern installiert, geht das keinen was an. Wenn aber ein anderer Hersteller die Software von Philips nutzt und gleichzeitig eigene Anwendungen dem anderen Herstellern aufzwingt, dann erst ist die Grenze überschritten.
      Ist Google ein Hardwareanbieter? Nein. Es stellt lediglich ein Betriebssystem für andere Hersteller zur Verfügung….

  • Dann sollte man Apple auch mal dafür belangen, dass man z. B. keinen alternativen Browser oder Mailclient als „Standard“ festlegen kann ;)

    • Nee, ist ganz gut so. Offene Schnittstelle verwirren User und richten Schaden an. Wo Gutes machbar ist, wirkt auch das Böse. Du kannst ja Dein alternatives Mailprogramm dennoch nutzen. Alle anderen von uns 98% brauchen das nicht…

    • Alternativer Mailclient? Unter Windows bräuchte ich Outlook aber unter OSX habe ich alles aus einer Hand und in meinen Augen ist Apple Mail für mich persönlich der Beste Mail Client.

      Habe schon Thunderbird getestet und co. aber das ist natürlich auch Geschmacksfrage.

  • So ändern sich die Zeiten. Gegen MS hat das Urteil damals jeder verstanden und alle
    haben geschimpft. Dabei war der IE Browser austauschbar.
    Heute dürfen Apple und Google viel mehr… es wurde Zeit für dieses Urteil.
    Vielleicht sollte Apple mal etwas flexibler und offener werden, könnte den
    iPhone Absturz bremsen.

    • Welcher Absturz? Neueste News nicht gelesen? Die iPhone-Verkäufe in USA und EU steigen sogar. Dass in bestimmten Absatzmärkten (z.B. China, weil dort Huawei ganz gross ist und vor allem diese Geräte günstiger sind) weniger iPhones verkauft wurden als erwartet, lässt noch lange nicht auf einen Absturz schliessen.
      Und dass Apple erstmals die eigenen iPhone-Verkaufszahlen nicht wie die Jahre zuvor getoppt hat, davon geht weder Apple, noch die Welt unter.

    • Gerade jetzt haben endlich auch andere Hersteller erkannt, dass eine Insellösung wie bei Apple doch gar nicht mal so schlecht ist, wie man in der Vergangenheit immer behauptet hat. Deshalb will Samsung sein eigenes OS „Tizen“ auf seine Geräte bringen. Damit fällt der Zwang von Google weg und die Hersteller müssen sich, wie Apple von Beginn an, intensiv um ihre Software und damit auch um Updates selbst kümmern. Und da Konkurrenz ja bekanntlich das Geschäft belebt, wäre es sicher auch mittelfristig von Vorteil für alle Kunden, denn es wäre eine direkte Vergleichbarkeit gegeben.

  • Oh mein Gott, wie können sie es wagen, ihre eigene Software auf ihr eigenes Betriebssystem zu installieren?

    • genau – vielleicht solltest du mal den unterschied software und betriebssystem googlen, das könnte beim verstehen helfen.

      mit software sind applikationen gemeint, diesen tipp gebe ich dir noch

  • Beschäftige dich doch erstmal mit der Thematik.
    1) war der IE alles andere, als einfach zu Entfernen, da er tief im System integriert war.
    2) spielte die Marktposition eine wesentliche Rolle (90% – Stichwort Quasimonopol)

    Apple ist weit davon entfernt, den Markt zu dominieren. Google nimmt da schon eher Microsofts damalige Position ein (85%(+/-) Android).

  • Yandex hat schon vor längerer Zeit eine eigene Androidversion angekündigt und vorgestellt. Wird wohl im Zusammenhang mit der Klage stehen ;) Nur mal so nebenbei zur Diskussion ob Apples und Googles Apps sich nun löschen lassen oder nicht xD

    Einfach mal Yandex.Kit in Google eingeben

    http://m.heise.de/newsticker/m.....27691.html

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