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Video: Vorhängeschloss Noke Padlock im Test

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Das 80 Euro teure Noke Padlock haben wir euch zu seinem Deutschland-Start Anfang Dezember vorgestellt. 14 Tage sind seitdem vergangenen. Ein Zeitraum, den wir zur Order des Bluetooth-Vorhängeschlosses genutzt haben und inzwischen ausreichend lange mit einem eigenen Exemplar des Noke experimentieren konnten.

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Also nutzen wir den Wochenanfang, um euch euch heute einen ersten Video-Eindruck des iPhone-gesteuerten Sicherheits-Accessoires zu präsentieren. Vorneweg: Das Schloss hat uns nicht überzeugt.

Zwar macht das Vorhängeschloss einen soliden Eindruck und liegt gut in der Hand, verglichen mit den 12 Euro teuren Zahlenschlössern von ABUS, die ebenfalls ohne Schlüssel auskommen, bietet uns das Noke aber keinen Mehrwert, der die Investition des siebenfachen Preises rechtfertigen würde.

Was stört?

Zum einen lässt die App, die zum Einsatz des Noke vorausgesetzt wird, jegliche Liebe fürs Detail (und darum wohl auch die Screenshots im App Store) vermissen. Die deutsche Oberfläche ist schlecht übersetzt, eingetragen Schlösser tauchen stellenweise doppelt auf (entfernt man eins, vergisst die App einfach beide) und als zuverlässig würden wir die iOS-Applikation auch an unseren tolerantesten Tagen nicht beschreiben.

Abgesehen davon, dass zum Einsatz des Noke die Erstellung eines Online-Accounts beim Hersteller zwingend vorausgesetzt wird, reagiert die App im Systemhintergrund stellenweise einfach nicht auf unseren Öffnungswunsch. Hier kann man zwar das iPhone entsperren und die App noch mal von Hand starten – dann klappt auch die Öffnung – dies dürfte aber nicht im Sinne des Erfinders sein.

Wie wird geöffnet?

Funktioniert die App, dann lässt sich das Noke mit einem Druck auf den Schlossbügel öffnen. Leicht zusammengedrückt, sucht das Schloss nach einem zuvor gekoppelten iPhone und entsperrt sich, sobald ein Gerät in der Umgebung gefunden wurde. Wer will kann die zweistufige Autorisierung aktivieren und erhält eine zusätzliche Push-Mitteilung, die zur Öffnung gesondert bestätigt werden muss.

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Ist eurem iPhone der Saft ausgegangen, lässt sich das Noke alternativ auch mit einem frei konfigurierbaren Morsecode öffnen. Wichtig ist nur: Die Batterie muss noch in Schuss sein. Sobald die im Noke verbaute Knopfzelle ihren Geist aufgegeben hat (der Stromspender soll mindestens ein Jahr durchhalten) benötigt ihr zum Öffnen des Schlosses eine Ersatz-Zelle. Eine manuelle Öffnung ist nicht vorgesehen.

Die App

Die Noke-App bietet euch eine Verlaufs-History und eine Nutzer-Verwaltung an, versteht sich auf das Zusammenspiel mit mehreren Schlössern und besteht auf einen Account. Der App-Aufbau ist verwirrend, die Anwendung selbst wenig elegant gestaltet.

Das Fazit

ABUS Vorhängeschlösser gibt es für unter 9€, die schlüsselfreie Zahlenschloss-Variante für unter 15€. Wenn wir das nächste Mal vor der Wahl stehen, dann greifen wir hier zu und definitiv nicht zum 80€ teuren Noke, das in Deutschland vorerst exklusiv von Gravis vertrieben wird.

Noke im Video

Montag, 21. Dez 2015, 13:47 Uhr — Nicolas
14 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Ich sehe potenzial wenn es denn gut gemacht wäre.
    Mir pers. fehlt a) Homekit b) will ich eine perfekt funktionierende App die NICHT im Launcher geöffnet sein muss.

  • Den Account muss man wohl anlegen damit man Freunden die Berechtigung geben kann das sie das Schloss ebenfalls öffnen können.

    Würde einfach nochmal abwarten. Die App bekommt sicherlich noch paar Updates. Einfach schon jetzt ne schlechte Bewertung abzugeben ist schon unfair! Finde das Konzept echt gut!

    • Naja, wenn die App momentan nicht zuverlässig funktioniert und grundsätzlich einen schlechten Eindruck macht, dann sollte man die App auch jetzt schon schlecht bewerten.

      Ich hätte mich – ohne solche Hinweise – nach dem Kauf sicherlich sehr geärgert wenn ich erst auf ein etwaiges Update warten müsste damit das Produkt zuverlässig funktioniert!
      (und falls noch mal ein Update kommt, spricht ja nichts dagegen die neue Version nochmals zu bewerten)

      Ferner sollte der Benutzer-Account optional sein – warum muss man sich registrieren wenn man das Ding alleine nutzen will? Wer anderen eine Berechtigung zum öffnen geben will kann sich ja gerne freiwillig registrieren, aber warum der Account-Zwang?

  • Die Applikation wird sicherlich noch Updates bekommen, aber mal ganz ehrlich. Ich kaufe ein Schloss zu 80€, dann kann ich doch wohl erwarten das zumindest alles Reibungslos funktioniert und ich nicht erst auf einen Bugfix oder sonstiges warten muss.
    Was passiert eigentlich wenn das Schloss ein Flopp wird und es keine Updates mehr gibt? Der Hersteller die Server abschaltet?

  • Die App gehört doch bei diesem Produkt zweifelsfrei mit dazu um das volle Erlebnis zu haben.
    Wenn man das so angeht wie die Entwickler, also eine App raus bringt die am Anfang noch nicht gut ist, schlägt sich das halt auf die Wertung des kompletten Produktes nieder.
    Ich hatte das gleiche Problem erst letztens mit einer Waage. Zuerst eine von Ade gekauft.
    Diese ist mittlerweile wieder zurück zu Amazon, da die zugehörige App einfach nichts taugt. Man hat auch einfach das Release von iOS9 verschlafen und die Kunden zwei Monate auf ein funktionierendes Release warten lassen. Das ist eine Frechheit wenn man überlegt, dass viele Funktionen an der App hängen.
    Ich habe mir jetzt eine Withings zugelegt. Hier ist das einfach besser gelöst.

  • Für die meisten Anwender eines Schlosses gibt es ja gerade mal eine einzige zentrale Funktion, die so einfach wie möglich funktionieren muss. Wenn ein Produkt das nicht erledigt, dann ist es zum Scheitern verurteilt, die Bereitschaft sich mit Fehlern rumzuschlagen, ist da ja gleich null.
    Und wenn ich als einfacher Anwender daran denke, dass mein Zahlenschloss keine iOS 9 Unterstützung braucht…keine Bugs hat…es günstig ist…und auch in 150 Jahren noch funktioniert, dann bleibe ich vorerst doch liebend gern dabei.

    • … dass mein Zahlenschloss keine iOS 9 Unterstützung braucht…

      Allerdings lassen sich die meisten von denen ohne Spuren binnen weniger Sekunden öffnen!
      Trotzdem überzeugt mich dieses Schloss für 80€ nicht- ich sehe da keine Verwendung!
      Da nehme ich lieber für ein paar Euro ein Standard-Schloss mit Schlüssel!

  • „Du gesperrt Schloss“ … Wie geil ist das denn bitte? Von wegen ohne Liebe zum Detail.

  • Meiner Meinung nach sieht das Schloss in etwa aus, wie im Text von ifun beschrieben.

  • Wir wollten uns eigentlich einige Schlösser für unsere Betriebe holen, um mehreren Mitarbeitern zu bestimmten Lagern Zugang verschaffen zu können und gleichzeitig wüssten, wer wann im Lager war.
    Das lassen wir dann lieber erstmal…
    Der Test hat uns auf jeden Fall einige hundert Euro erspart – vielen Dank, iFun!

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