App-Store-Regeln und neue Entwicklungswerkzeuge
Vibe Coding: Apple bremst KI-Apps zur Programmierung aus
Apple geht gegen eine neue Kategorie von Anwendungen vor, die mithilfe künstlicher Intelligenz Programme per Texteingabe erstellen. Mehrere Anbieter berichten, dass ihre sogenannten „Vibe Coding“-Apps derzeit keine Updates im App Store veröffentlichen können, solange bestimmte Funktionen nicht angepasst werden.
Diese Anwendungen richten sich auch an Nutzer ohne Programmiererfahrung. Sie ermöglichen es, einfache Apps oder Spiele allein durch Beschreibungen zu generieren. Die resultierenden Programme werden direkt innerhalb der Anwendung angezeigt und getestet. Genau an diesem Punkt stört sich Apple offenbar.
Der Konzern verweist nach Angaben des Fachmagazins „The Information“ auf bestehende Richtlinien, die es Apps untersagen, nach der Prüfung durch den App Store eigenständig Code auszuführen oder ihre Funktion zu verändern. Diese Regel soll sicherstellen, dass jede Anwendung in der freigegebenen Form bleibt und keine unkontrollierten Erweiterungen nachlädt.
Anpassungen bei Replit und Vibecode erwartet
Betroffen sind unter anderem Anwendungen wie Replit und die nur in den USA erhältliche Vibecode-App. Beide müssen nach Angaben aus Entwicklerkreisen Änderungen vornehmen, um wieder Updates veröffentlichen zu können. Diskutiert wird etwa, generierte Apps nicht mehr innerhalb der Anwendung anzuzeigen, sondern stattdessen in einem externen Browser zu öffnen.
In einzelnen Fällen soll auch verlangt worden sein, Funktionen zur Erstellung von Software für Apple-Plattformen zu entfernen. Hintergrund ist die Sorge, dass solche Werkzeuge Anwendungen hervorbringen, die außerhalb des App Stores genutzt werden und damit an Apples Vertriebsmodell vorbeigehen.
Gleichzeitig betont Apple, dass es sich nicht um neue Vorgaben handelt. Vielmehr würden bestehende Regeln konsequent angewendet. Dennoch sehen einige Entwickler darin eine Einschränkung für neue Formen der Softwareentwicklung, die sich zunehmend auf automatisierte Prozesse stützen.
Parallel dazu baut Apple ähnliche Funktionen in die eigene Entwicklungsumgebung aus und hat mit Xcode 26.3 erst kürzlich KI-gestützte Coding-Agenten integriert, die eigenständig Projektaufgaben übernehmen können.

Gefährlicher Trend. Gab schon Unternehmen wo die Entwickler gar keine Ahnung mehr vom Code hatten und dann Sicherheitslücken hoch 10 drinn waren. Wenn man nicht in der Lage ist den Code zu 100% zu verstehen sollte man das nur privat und lokal laufen lassen. Gab auch schon Story wo sich Claude Code entschied alles zu löschen inklusive Backups. Am Agent lags nicht. Der Entwickler hätte verweigern müssen. Immerhin gibt es ein Haufen Arbeit für die Leute die aufräumen müssen.
+1 stimme dir voll und ganz zu! Komme fachlich nicht aus der Entwicklungsschiene, aber kann durch Vibe Coding Gedöns mittlerweile auch schon einiges umsetzen. Kann ich deshalb entwicklen? Keines Wegs! Zumindest nicht mehr als ich vorher auch konnte. Würde nie auf die Idee kommen Projekte, die ich jetzt so privat umgesetzt habe Live oder öffentlich zur Verfügung zu stellen.
Ist finde ich ein gefährlicher Trend. Aber auch wir merken das immer mehr im Arbeitsumfeld…