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Rote Linie überschritten

Verbraucherzentrale mahnt WhatsApp ab: Unterlassungserklärung bis Mittwoch

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und die Facebook-Tochter WhatsApp werden sich voraussichtlich erneut vor Gericht treffen. Nachdem die Verbraucherschützer die Anbieter des Kurznachrichtendienstes erst im Mai erfolgreich wegen ihrer bis dato nur in englischer Sprache verfügbaren AGB abgemahnt haben, stehen jetzt die kürzlich geänderten Nutzungsbedingungen der Facebook-Tochter im Visier der VZBV.

whatsapp-500-shutterstock

Diese hat ihr Marktwächter-Team in die Spur geschickt und kritisiert vor allem die Weitergabe persönlicher Daten wie etwa die Nutzer-Telefonnummern an den WhatsApp-Mutterkonzern Facebook.

Bis zum 25. September will sich WhatsApp das OK der Nutzer zu den geänderten Bestimmungen einholen. Da die Änderungen auch Verbraucher betreffen, die WhatsApp nicht benutzen – etwa die im Telefonbuch aktiver Anwender gelisteten Freunde – und deren Daten so ohne Einwilligung der Betroffenen an die Facebook-Unternehmensgruppe weitergegeben werden, fordert der VZBV jetzt die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung bis zum 21. September.

Bis zum 21. September 2016 hat der Betreiber des Messenger-Dienstes Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben und die abgemahnten Verstöße einzustellen. Passiert das nicht, prüfen die Marktwächterexperten eine Klage. Möglich ist das durch das erweiterte Verbandsklagerecht, das der vzbv Anfang diesen Jahres erkämpft hat: Dadurch können die Verbraucherschützer eingreifen, wenn Unternehmen von Verbrauchern widerrechtlich Daten sammeln, speichern oder nicht wieder löschen.

Klaus Müller, Vorstand des VZBV kommentiert die WhatsApp-Abmahnung:

Bei der Übernahme 2014 von WhatsApp hat Facebook öffentlich bekundet, dass der Dienst von WhatsApp unabhängig bleiben solle. Verbraucher vertrauten also darauf, dass ihre Daten allein bei WhatsApp bleiben und kein Datentransfer zu Facebook erfolgt. Ihr Vertrauen wurde enttäuscht. Der vzbv hatte bereits in seiner Abmahnung von Facebook Anfang 2015 erste Anzeichen für einen Datenaustausch kritisiert. Mit großer Sorge beobachten wir einen schleichenden Trend: Verbraucher verlieren nach und nach die Hoheit über ihre Daten. Ihre Privatsphäre gerät in Gefahr. Dieses Beispiel zeigt nicht zuletzt, dass die erweiterte Verbandsklagebefugnis für Verbraucherverbände ein wichtiges Instrument ist, um Verbraucher und Daten zu schützen.

Montag, 19. Sep 2016, 12:31 Uhr — Nicolas
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  • tja, was wirds bringen? ich nutze geänderte AGBs oft für einen vorzeitigen Vertragsausstieg. so wirds wohl auch hier sein. wer nicht zufrieden ist kann ja gehen. den meisten wirds wohl reichlich egal sein

    • Nicht ganz. Es geht hier um Telefonnummern die FB erhält auch wenn derjenige gar nicht WA benutzt. An sich ist es schon fragwürdig, dass WA das ganze Adressbuch bekommt ohne Einverständnis der jeweiligen Personen.

      • Tja, jahrelange Auswirkung durch die „Masse“ an Leuten, die sich das gefallen lassen und stattdessen lieber „fun“ haben…

      • Genau! Echt cool, dass wir hier wenigstens eine aufrechte Gurke unter der „Masse“ von Mickymäusen haben!

        ___

        Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie WA auf die (berechtigte) Klage reagieren wird, zumal die Thematik _prinzipiell_ ja auch andere Messenger betrifft.

    • Da hast du wohl leider recht :(
      Die meisten Kommentare die ich höre sind, Payback speichert auch Daten ist mir egal was die damit machen ich verschicke nichts privates :D
      Ich werde mich trotzdem dort löschen!!!!

  • Zu spät, es haben schon genug zugestimmt und Facebook hat genug Daten synchronisiert.

    Selbst wenn nächste Woche alles zurück genommen wird, glaubt ihr ernsthaft dass die die bereits übermittelten Daten wieder löschen?

    Datenschutz ist eine Illusion.

    • Das ist nur zum Teil richtig. Klar, die Kontaktdaten sind inzwischen an FB weitergegangen, aber: FB nutzt diese Daten ja, um Kontakt-Netzwerke zu erstellen. Konkret also: wer tritt wann mit wem in Kontakt. Je mehr also aussteigen, desto mehr Puzzleteile fehlen. Die Dimensionen dieser ganzen Datenweiterhabe sind so dermaßen riesengroß und auf den ersten Blick gar nicht zu erfassen, dass die meisten schon aufgeben, bevor sie sich überhaupt erst mal die Mühe gemacht haben, das in Ansätzen zu begreifen.
      Jeder hat die Verantwortung für die Daten seiner Kontakte in seinem Handy und schon allein aus dieser Verantwortung heraus müsste eigentlich jeder, der dieser Verantwortung gerecht werden möchte, sofort seinen whatsapp-Account umgehend löschen.
      Es gibt keinen hundertprozentigen Datenschutz, so viel ist jedem klar. Aber es kann und darf einfach nicht sein, dass whatsoever mit dieser dreisten Tour einfach so durch kommt.
      Wem immer noch nicht klar ist, welches Ausmaß das hat, der sollte sich mal überlegen, ob er tatsächlich seine Handynummer und die seiner Kontakte überall gut sichtbar mit sich herumträgt: Heckscheibe am Auto, als Info an der Pinnwand im Supermarkt, Kärtchen mit der Nummer überall verteilen…

      • So weit denkt nur leider immer keiner. „Ich hab nix zu verbergen“ oder „ist doch egal“ kommt dann immer. Aber auf die Frage „kann ich mal Deine Nachrichten lesen“ oder „..dein Handy durchsuchen“ hört man immer: „geht Dich nichts an“. Aber die Verknüpfung im Kopf zwischen Datenschutz, oder offene, für alle sichtbare Adressbücher etc. und dem „geht Dich nix an“ findet nicht statt. Und die Frage was mit den Daten alles passiert interessiert nicht. Schade.

      • letzte Woche alle WA Kontakte informiert, Account & App, soweit möglich kpl. gelöscht.
        Wer nicht aus den dargelegten Gründen mitzieht, hat halt Pech. Wer dennoch mit mir in Kontakt bleiben möchte, kann ja SMS oder iMessage nutzen.

  • Juckt keinen, weil 99% der verblödeten deutschen Bevölkerung WhatsApp trotzdem nutzt, aber bei anderen technologischen Fortschritten immer die ersten sind, die nach Datenschutz schreien.

  • Das wird facebook/WhatsApp ja auch so sehr interessieren wenn sich eine lächerliche deutsche Verbraucherzentrale über die Nutzungsbedingungen aufregt.

  • Die glauben das in so Kurzer Zeit sich da was tut?

    Da wird es wohl eher Vorgericht gehen und dann wird Monate lang gestritten und in der Zeit wird fleißig Daten gesammelt.

  • Bei der erneuten Installation von WhatsApp auf dem neuen iPhone gibt es gar keine Option mehr, dass die Daten nicht an Facebook weitergegeben werden, obwohl es das selbe Konto ist, ein Witz!

    • Ist logisch, du hast ja schon Ihnen diese Erlaubnis verweigert. Das wird sich ja wohl nicht geändert haben nur weil du ein neues iPhone hast oder?

      Und du schreibst es ja selbst, es ist das selbe Konto. Entsprechend ist das so hinterlegt bei dir.

      • Also da würde ich jetzt mal nicht von ausgehen.
        Die zeigen Dir die AGB bei einer Neuinstallation, die man abnicken muss.
        Damit ist die Sache geregelt, ich glaube nicht, dass die dann noch deine frühere Aussage interessiert.
        Das ist Facebook! Die interessieren einen Sch*** für deine vorherige Aussage:-)

    • Bei einer Neuinstallation gibt es lediglich die zusätzliche Option nicht mehr, in der man widersprechen konnte, dass die eigenen Daten zu Werbezwecken weitergegeben werden. Der Datenweitergabe sämtlicher eurer Telefonbuchkontakte stimmt jeder aber bereits beim Akzeptieren der AGB zu.
      Aber: wer liest die schon (obwohl sie mittlerweile auch endlich in deutscher Sprache zu lesen sind und whatsapp jetzt sogar ab 13 Jahre genutzt werden kann, statt wie bislang erst ab 16!)?
      Stimmt man diesen AGB von vornherein NICHT zu, dann kann man whatsapp nämlich gar nicht nutzen! Hier macht sich whatsapp genau das zunutze, was seit Beginn der ewigen Zustimmmungen zu sämtlichen AGB bei allem, was man so installiert – die Bequemlichkeit der User, die ungelesen allem zustimmen.

  • Stinchen hat völlig Recht ! Ich hab mein WA-Konto auch gelöscht ! Zuviel ist zuviel !

  • Ich habe noch nicht zugestimmt, aber meine Daten scheinen trotzdem schon bei Facebook gelandet zu sein. Mir werden auf einmal Leute vorgeschlagen, dessen Nummer ich nur in meinem Telefon habe und nie irgendwie mit Facebook in Verbindung gebracht.

    • Ist doch logisch, dass das so ist: du bist ja auch bei deinen Kontakten irgendwo in den Kontakten usw. und so ist auch deine Nummer bei FB gelandet. Jetzt ergründet FB für dich, mit wem du noch so in Kontakt bist und und unterbreitet dir entsprechende Vorschläge…

  • Könntet Ihr bitte mal Sachlich bleiben! Ich würde nur gerne Wissen ob es den meisten wirklich egal ist was mit Ihren Daten passiert und es deshalb akzeptieren? Es fällt mir schwer das zu glauben, also muss es da wohl noch andere Gründe geben die neuen AGBs von Whatsapp zu akzeptieren

    • Auf den ersten Blick ist es den Leuten ja offensichtlich doch nicht egal, denn sonst würden sie ja nicht unter irgendwelchen Nicknames in diversen Foren posten. Das größte Problem ist wohl der Gruppenzwang, die Angst, seine Kontakte nicht mehr zu erreichen, aus Gruppen ausgeschlossen zu sein. Da siegt dann die Bequemlichkeit und die Macht der Gewohnheit über den gesunden Menschenverstand. Das eigenständige Nachdenken ist somit nicht mehr nötig…

    • Ganz ehrlich, mir ist das total egal was die mit meinen persönlichen Daten (Geburtsdatum, Wohnort etc.) machen. Lieber bekomme ich auf mich zugeschnittene Werbung als irgendeine Zufallseinblendung. Dass plötzlich auch noch das komplette Telefonbuch synchronisiert wird finde ich schon ne andere Schiene. Hier müsste meiner Meinung nach eine Art Opt-In für jede einzelne Telefonnummer seitens des jeweiligen Benutzers stattfinden.

      • Und genau da fängt Verantwortung nämlich an! Theoretisch könnte jeder deiner Kontakte, der nicht möchte, dass seine Nummer aus deinem Telefonbuch an FB gesendet wird, dich anzeigen und verklagen! Denn: WhatsApp schreibt dazu nämlich auch in diesen AGB, dass du die Zustimmung deiner Kontakte zu dieser Weitergabe ihrer Daten vorher auch eingeholt hast!

    • Ganz einfach, bequemlichkeit.

      Nein ich bin nicht bei WA, habe mich dort vor 3 Jahren gelöscht. Konnte jedoch kaum einen im meinem Freundeskreis dazu bringen nachzudenken. Ja denen ist es nicht ganz scheiß egal was mit ihren Daten passiert. Aber dann kommt sofort das Argument „Was soll damit schon passieren. Hauptsache ich kann mich mit meinen „Freunden“ unterhalten.“.

      Sehr sehr schade ist es nur darum, dass die Menschen teilweise so blind und dumm sind, dass die anders kaum noch kommunizieren können, ohne Smileys und Selfies etc. Fast mein ganzer Freundeskreis hat sich von mir unbewusst abgewandt, weil sich einfach keiner mehr meldete. Denn es wurde ja alles in der WA-Gruppe beredet und vereinbart, alle wissen doch bescheid… Ein Telefonat zu führen ist ja so 2012.

      Genug des Selbstmitleids. WA und FB verändern unsere art der Kommunikation, ohne Rücksicht auf Verluste. Und bedient sich an der Dummheit der Masse.

      • Ich war ja lange dagegen aber vielleicht sollte der Gesetzgeber hier einschreiten und Messanger wie WA als Telekommonikationsanbieter einstufen und nicht als Telemedienanbieter. Damit wird sich einiges ändern allerdings fallen Messanger dann auch unter Vorratsdatenspeicherung. Alles nicht so prickelnd aber irgendwas muss sich ändern.

      • Ich habe weder Facebook noch Whatsapp je genutzt und habe trotzdem den Kontakt zu meinem sozialen Netz nicht verloren. Wem das widerfährt, weil er sich bei FB oder Whatsapp ausklinkt, bei dem stimmt etwas mit dem Freundeskreis nicht! Es gibt so viele gute Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben..

        Leider laufe ich jetzt Gefahr, durch Freunde, die den unsäglichen Messenger immer noch benutzen unfreiwillig mit meinen Daten bei Facebook aufzuschlagen. Das kotzt mich echt an!

  • Meine Daten haben sie nicht und das bleibt auch so. War. Ich nie bei Facebook oder anderen sozialen Diensten angemeldet und seit es FaceTime gibt können andere Menschen mich nur noch darüber erreichen oder müssen mir eine E-Mail senden welche ich ab und an eh immer mal wechsele. Das gab bis jetzt nur einmal etwas Peobleme mit dem Amt da ich mal 3 ‚Image arbeitssuchend gemeldet war und die unbedingt meine Nummer haben wollten – Gubt es aber nicht. Die Nummer ist überhaupt nur vorhanden weil sie zur SIM gehört. Ohne ist es unterwegs schwer online zu gehen da es leider kein flächendeckendes WLAN gibt. Dann hätte ich aber wohl auch einen iPod Touch und kein iPhone. Ach und Jupp, alle die ich kenne haben ein iPhone. Drum brauche ich nicht mal Skype. Wenn wer Daten von mir hat, dann Apple. Und Apple ist nicht Facebook.

    • Deine Daten sind längst bei Facebook und zwar durch deine Kontakte! Wenn die wiederum whatsapp nutzen, dann haben deine Freunde den neuen AGB auch zugestimmt. Sobald etwas von dir in ihren Telefonkontakten gespeichert ist, wird es auch weitergereicht, auch wenn du noch so sehr darauf bedacht bist, unerkannt zu bleiben – du bist es für Facebook jedenfalls nicht.

  • Wenn das so ist, können Sie auch gleich eine Unterlassungserklärung an Facebook direkt schicken. Da war es ja schon von Anfang an so, dass zumindest Email-Adressen aus den Kontaktbüchern der Nutzer verwendet wurden. Also auch Adressen, von Nicht-Nutzern, die eben in den Adressbüchern der Nutzer stehen.

  • Ich wünsche sie würden es in Gemany verbieten. Innerhalb einer Woche hätten wir einen neuen Favoriten!!

  • top! Find ich super, die instanz/das instrument. Mal schauen, was die schaffen..

    • Computerschmied

      Sorry.
      Threema nimmt es mit dem Datenschutz auch nicht sooo genau.
      Sobald ich meine Telefon-Nr. verknüpfe, kann ich sehen, wer in meinem Adressbuch noch Threema hat (und umgekehrt). Da war so manch unliebsamer Kontakt dabei.
      Also habe ich die Verknüpfung wieder gelöscht, und eine gesonderte E-Mail-Adresse dafür angelegt.

      • Du weißt aber schon, dass man das nicht so pauschalisieren kann, wie du es gerade tust. Dass die Threema-App deine Kontaktliste abgleicht, damit du diejenigen, die auch Threema nutzen, angezeigt bekommst, bedeutet lediglich, dass es die App auf deinem Smartphone Zugriff hat, jedoch nicht, dass die Kontaktdaten an Threema gesendet und weiterverwendet werden! Genau das nämlich garantiert Threema seinen Nutzern, dass die Kontaktdaten nicht auf den Servern von Threema gespeichert werden!
        Man kann als Nutzer auch unterbinden, dass man auf diese Weise von anderen gefunden wird. Dann muss man sich bei den anderen bemerkbar machen, dass man Threema nutzt und muss noch nicht mal seine Telefonnummer freigeben, sondern kann das mit einem Code erledigen. Für die meisten aber ist das „zu umständlich“ weshalb sie sich aber bei Threema trotzdem keine Sorgen um den Datenschutz machen müssen. Hier hilft ein Blick in die AGB.
        Willst du gänzlich auf den Zugriff aufs Telefonbuch verzichten, dann schau‘ dir mal Hoccer an – da gibt es diesen Abgleich von vornherein nicht.
        Es ist schon erstaunlich, was den Leuten alles einfällt, um ja nicht auf whatsapp zu verzichten, bzw. die Mitbewerber niedermachen, anstatt sich mal mit den Einzelheiten auseinanderzusetzen.

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