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Zahlen aus den USA

Umsatzplus von 21%: Abo-Apps machen Milliarden

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Verbraucher in den Vereinigten Staaten haben im vergangenen Jahr über 4,6 Milliarden US-Dollar für In-App-Abonnements in den 100 populärsten Applikationen außerhalb der Spiele-Kategorie ausgegeben.

Top Abo Apps

Zu diesem Ergebnis kommen die App Store-Analytiker von Sensor Tower, die grundsätzliche eine gut Akzeptanz der Abo-Anwendungen ausmachen. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Umsätze durch wiederkehrende Zahlungen um 21 Prozent gewachsen – 2018 wurden durch die 100 populärsten Abo-Anwendungen nur 3,8 Milliarden Dollar Umsatz generiert.

Interessant: Der Umsatz dieser Apps zeichnet für 19% des gesamten Marktes verantwortlich. Und: Unter den 100 umsatzstärksten Anwendungen bieten nur vier keine Abo-Option an.

Größter Umsatzbringer in den USA (iOS und Android kombiniert) war die Dating-Applikation Tinder. Das Tinder Gold- und das Tinder Plus-Abo zu $15 bzw. $10 sorgten dafür, dass jeder 10. Dollar, den Anwender für ein Abo in einer der hundert beliebtesten Abo-Apps investierten, bei der Facebook-Tochter landete.

Unsere Daten zeigen, dass das Abonnementmodell in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat und sich zu einem immer beliebteren Mittel zur Monetarisierung einer Vielzahl von bislang auf In-App-Käufe angewiesenen Apps entwickelt hat. Dies ist zum Teil auf die automatische Rechnungsstellung bei Abonnements zurückzuführen, die eine bequeme Möglichkeit bieten, indem sie wöchentlich, monatlich oder jährlich verlängert werden, ohne dass die Benutzererfahrung des Anwenders beim Einsatz der App unterbrochen wird. […]

Annual Spending Top 100 United States Subscription Apps By Platform

Dienstag, 28. Jan 2020, 10:33 Uhr — Nicolas
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  • Tja… und so denkt dann auch irgendwann der „letzte“ Retroprogrammierer: Hey, wenn die Masse es so will, dann ich jetzt auch nur noch MIT Abo

    • Die merken alleine schon an ihrem Geldbeutel, dass es ohne Abo einfach nicht mehr geht. Der Markt hat sich halt verändert und ist auch zunehmend gesättigt.

      Um von einer 0,99€-App halbwegs gut leben zu können, muss ein Einzelentwickler ca. 100.000 Lizenzen pro Jahr verkaufen – und darin sind noch nicht mal Marketingkosten, Hardware und Bürokosten berücksichtigt. Das ist eine irre hohe Zahl für einen Einzelentwickler.

      • Und davon bekommt Apple erst mal 30.000 € ab ;D

      • Junge, Junge! …MUSS…100.000?! Halbwegs gut leben?! Rechne diese Rechnung nochmal einer Pflegekraft vor oder eine Friseurin, oder, oder. Wo lebst du denn?

      • Ja, Apple 30%. Vom Rest dann der deutsche Staat 42,5%.
        Danach finde ich es, rudi, tatsächlich nicht so sehr übertrieben — oder was meinst Du?

      • ü 3.000€ monatliches Nettoeinkommen ist für euch „halbwegs gut leben“? Harter Tobak!

      • Wie ist diese Aussage zu verstehen? – Verdienst du mehr oder weniger? ;-)

      • Er verdient mehr aber bekommt weniger ;-)

      • Ein guter Entwickler sollte ja auch nicht nur eine App im Angebot haben. Und es ist im Allgemeinen ein Unterschied ob Amazon Music von mir 5,99€ im Monat will oder die App, die mir zeigt wie ich eine Krawatte binde.

      • Davon musst du aber noch etwas für die Rente zurücklegen und dann Krankenversicherung. Da bleibt am Ende nicht viel. Das es immer noch jemanden gibt der noch weniger verdient ist auch klar.

      • Lieber Rudi, Du vergisst, dass von 100.000€ ja nicht alles beim Entwickler ankommt.

        Apple zahlt von den 100.000€ nach Abzug von Umsatzsteuer und dem 30%-Anteil noch 58.800€ aus. Und davon muss der Entwickler alle Kosten zahlen (Hardware, Werbung, Hosting, Lizenzen, Buchhaltung, Büro etc. ) – und man darf nicht vergessen, dass er den Arbeitgeberanteil bei den Sozialversicherungen selber zahlen muss.

        Da bleiben dann netto vielleicht noch 2000€ übrig – und man arbeitet deutlich mehr als 40 Stunden und trägt das volle wirtschaftliche Risiko. Sprich: Man muss auch noch was zur Seite legen, damit man nicht in ein Loch fällt, wenn mal die Verkäufe einbrechen.

      • @JB: Man kann aber nur begrenzt viele Apps nachhaltig pflegen. Und ob man 100.000 Lizenzen mit einer oder mit 10 Apps verkaufen muss, ist da schon fast unerheblich. Mit zwei oder drei Apps hat man natürlich etwas weniger Risiko. Dafür aber auch mehr Aufwand, wenn man bspw. die Kompatibilität mit einer neuen iOS-Version herstellen muss.

      • Danke, daß du es einmal für all die Menschen erklärt hast, die scheinbar immer denken, daß Umsatz mit (Netto-) Einkommen gleichzusetzen ist ….

  • Tja, wenn die Menschen sich alles gefallen lassen…….

    • Ja, echt unerhört dass man anderen Menschen Geld für ihre Leistung zahlen muss. Wo kämen wir denn da hin, wenn das jeder machen würde.

      • Ja, wo kämen wir denn da hin? Schonmal eine Pflegekraft in Anspruch genommen? Und auch fair bezahlt? Wieviel kostet dein Haarschnitt? Rechnest du das dann bitte auch mal vor mit Ausstattung, Angestellten usw.? Hattest du bei der letzten Inspektion auch ein strahlendes Gesicht beim Blick auf die Rechnung? Gehst du nur in 5 Sterne-Häuser essen, denn schlieslich bekommst du nur dort wirklich hochwertige Produkte und tust auch noch was für die Wirtschaft. Oder ist es am Ende doch der Grieche um die Ecke, mit den TK Pommes auf dem Teller?!

      • Gell, Bendr, und eine absolute Frechheit, daß Leute nicht bereit sind, das zu kaufende Produkt mehrfach/rentenartig zu bezahlen. Der arme Produzent muß unbedingt von uns Verbrauchern gemästet werden, sonst ists nix mit Schloß und Rolls Royce!

      • @Rudi: Mein Haarschnitt kostet 40€. Daran sollte meine Friseurin gut verdienen.

      • @Steve: Software muss aber nachhaltig gepflegt werden. Und die Kunden verlangen ja auch Support. Von daher wird ja auch laufend eine Leistung erbracht.

  • ich hab früher sehr viele apps gekauft. bei mir hat diese abo welle dazu geführt das ich kaum noch aps kaufe.

  • 7 von 10 sind streaming services. für mich keine klassischen abo apps und damit nicht der beweis dafür dass abo apps bei der mehrheit der leute angekommen sind.
    und naja, die anderen beiden speziellen apps … wenn man notgeil ist ist man halt notgeil ;)

  • Anscheinend stört es die Mehrheit doch nicht so wirklich, dass man nun für jeden „Sch***“ ein Abo benötigt. Die Zahlen sprechen leider für Abos, also warum sollten die Entwickler nun was daran ändern :(

  • Meist sind die Abos direkt bei den Herstellern günstiger. Apple kassiert ja auch 30%, was es wiederum teurer macht.

  • Für mich kommt es ehrlich gesagt stark auf den Preis an. Wenn eine App z.B. in Einmalkauf 10€ kostet und dann die nächste Major-Version wieder mit 10€ oder einer hohen Upgrade-Gebühr aufwartet, dann kann ich auch mit z.B. einer monatlichen Subscription von 1-2€ leben. Dafür habe ich dann immer die neueste Version und wenn ich die App einmal nicht brauche, kann ich die Subscription einfach beenden und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Ich habe nicht sooo viele Subscriptions abgesehen von Streamingdiensten wie Spotify und Netflix aber es ist für mich absolut kein Ausschlusskriterium, wenn die Preise fair sind. Ein paar Dinge die ich regelmäßig abonniere sind z.B. Infuse, WetterOnline, TomTom Go, n-tv werbefrei, Toshl, 1Password. Ehrlich gesagt ist mir davon nur 1Password mit ca. 4€ pro Monat zu teuer, beim Rest überwiegen für mich die Vorteile gegenüber der Kosten. Bei Apps wie Infuse sehe ich wie gesagt den großen Vorteil darin, dass ich nicht immer Upgrades für Major-Releases kaufen muss sondern einfach immer das aktuellste Produkt nutzen kann und das Pricing ist fair. Aber muss natürlich jeder für sich wissen.

    • Welche App, die du kennst hat denn so eine Berechnung? Das Beispiel das du beschreibst würden wahrscheinlich viele so abschließen.
      Wahrscheinlicher ist es doch aber das vorher 10€ Einzelpreis und Abo dann mit 4-5€ monatlich veranschlagen werden.

      • 1Password ist als Abo günstiger geworden – wenn man halt mehrere Geräte hat.

        Und gerade bei sicherheitskritischer Software will ich ja möglichst gute Pflege und zeitnahe Updates.

  • Und ich werde mich auch weiterhin nicht daran beteiligen :)

  • „Das Tinder Gold- und das Tinder Plus-Abo zu $15 bzw. $10 sorgten dafür, dass jeder 10. Dollar, den Anwender für ein Abo in einer der hundert beliebtesten Abo-Apps investierten, bei der Facebook-Tochter landete.“

    seit wann ist Tinder eine Facebook-Tochter? Tinder gehört doch Match.com

  • Wird es für eure iFun-App auch bald ein Abo geben? Alle paar Monate den In-App-Kauf zu tätigen nervt jetzt echt. Könnt doch die gleichen Preise beim Abo aufrufen und beides anbieten, oder? Mir wäre es eben lieber, wenn das automatisch verlängert, da ich hier eh täglich dabei bin.

  • Kein Wunder, das der Umsatz nach oben geht ! DA Abo Modell ist ja mal knapp ein Jahr offiziell in Betrieb und viele App Entwickler werden doch mehr oder weniger gepushed die App in ein Abo Modell umzuwandeln !!
    Ich bin auf solch eine Geld-Druck-Maschine wirklich neidisch ! Warum ist mir so etwas bloß nicht eingefallen !!!
    Für mich als User finde ich Abo – Modelle wirklich doof ! Kann natürlich auch die Programmierer verstehen, die ihre Arbeit bezahlt haben wollen ! Würde ich ja wahrscheinlich auch so machen……

  • Tinder ist übrigens keine Facebook-Tochter sondern sie gehören zu Match.

    • Richtig, so sieht’s aus. Tinder nutzt Facebook nur zum registrieren. Ok, irgendwann im April (spätestens ab Mai) geht auch ANMELDEN MIT APPLE, ansonsten würde Tinder aus dem App-Store verschwinden (was ich nicht glaube).

  • Diese Abo-Blase wird früher oder später platzen! Ich bin mir da recht sicher.

    Auch ich gucke überhaupt nicht mehr gerne in den App-Store (Abo-Store ;-) ), weil eben gefühlt alles nur noch mit teuren Abos nutzbar ist.

    Bin ich nicht bereit zu und basta! Freu mich auf das Geheule der Entwickler, wenn denen das alles dann auf die Füße fällt, weil der eine oder andere Abonnent mal die Taschenrechner-App auf seinem Gerät nutzt…

    • Welche Blase?

      Den App-Entwicklern fällt eher ihr altes Geschäftsmodell auf die Füße. Früher oder später müssen fast alle Entwickler auf ein Abo-Modell wechseln. Der Markt ist praktisch gesättigt und man kann die Weiterentwicklung von Software nicht mehr über Neuverkäufe querfinanzieren.

  • Solche Meldungen sind in der heutigen Zeit „taktische Spielchen“, die sogar ihre Wirkung tun. Man offeriert der Masse etwas, damit es als gegeben hingenommen wird.
    Preiserhöhungen (egal wo, Obst, Gemüse, Enrgie) … nur eine Woche lang zuvor in den Medien kommunizieren, dann gehen die ohne Gemecker (als gegeben) durch – funktioniert (siehe auch letzte Strompreiserhöhung).

  • Von wegen immer beliebter! Keiner schließt freiwillig gerne Abos ab. Man hat oft keine andere Wahl. Die Entwickler/ Anbieter wissen schon genau, wo sie Abo einführen können. Oft sind es Geschäftskunden, die die Apps benötigen und keine andere Wahl haben. Privat kann ich gut darauf verzichten. Für Spiele bin ich nicht bereit hohe und sinnfreie Summen für In-app-Käufe auszugeben. Das gilt auch für meine Kinder! Sie bekommen keine In-Apps.
    Ich sehe ein, dass die auch Geld verdienen müssen, aber in der Regel kriegen die den Hals nicht voll und versuchen abzuzocken wo es geht.

    • omnipraesent, ergänzend zu Deinen treffenden Bemerkungen möchte ich noch anfügen, daß ich konsequent auf jegliche Abo-App von vorneherein verzichte. Alternativen gibt es immer, und sei es diejenige, nur auf bereits gekaufte/installierte Einzelkaufapps zurückzugreifen. Auch hatte ich, Gott sei Dank, bereits lange vor dem Abowahn mein iPad als „Schweizer Taschenmesser“ konfiguriert, von A bis Z.

      Wollen App-Autoren an mir Geld verdienen, sehen sie einen -vernünftigen!!- Einmalkauf zwingend vor. Niemand muß müssen: der App-Hersteller nicht – aber auch ich als Verbraucher nicht. Herstellerseitig muß jeder selber entscheiden, ob er Umsatz machen möchte, oder eben nicht. …

  • Egal welche App. Es ging früher ohne Abo und geht auch heute. Dann verzichte ich halt auf solche Apps Punkt

  • Halte die Abomodelle nach wie vor für die Pest des digitalen Zeitalters.

  • Und das Beste an der ABO-Strategie: man kann so etwas nicht über die Familienfreigabe teilen. Genauso wie mit In-App Käufen, welche (die aktuell vom aussterben bedrohten) Apps in PRO-Versionen verwandeln.

    Damals gab es noch eine Lite (zum ausprobieren) und eine ohne „Lite“ bzw. mit „Pro“ im Namen. Wenn man die EINMALIG erworben hatte, konnte man seinen anderen Apple-Familienmitgliedern eine Freude machen.

  • Ich frage mich, ob alle, die hier so vehement gegen Abos sind, ihre Bezüge auch nur einmalig erhalten?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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