OpenStreetMap und Apple-Karten
Trinkwasser Finder für iOS: Neue iPhone-App zeigt Wasserstellen
Mit Watrify hatten wir Anfang des Jahres bereits eine Anwendung vorgestellt, die öffentliche Trinkwasserstellen in Europa sichtbar macht und dabei auf offene Datenquellen setzt. Nun ist mit dem Trinkwasser Finder eine weitere iOS-App verfügbar, die ein ähnliches Ziel verfolgt, jedoch andere Schwerpunkte setzt.
Trinkbrunnen (und Foto) der Berliner Wasserbetriebe
Spielt neue Daten wieder zurück
Auch hier basiert die Datengrundlage auf frei zugänglichen Karteninformationen. Die neue Anwendung aus Essen greift auf Daten aus OpenStreetMap zurück und integriert diese direkt in eine weltweite Kartenansicht. Nutzer können vorhandene Einträge ergänzen oder neue Trinkwasserstellen anlegen.
Ergänzte Inhalte wie Fotos oder Hinweise werden geprüft und anschließend wieder in die offene Datenbank zurückgespielt. Damit versteht sich die App als Teil eines kollaborativen Systems, das von den Beiträgen der Nutzer lebt.
Fokus auf gute Apple-Integration
Während Watrify unter anderem mit einer reduzierten Datenerhebung und Offline-Funktionen arbeitet, legt Trinkwasser Finder einen stärkeren Fokus auf die Einbindung von Apple-Diensten. So nutzt die App Funktionen aus Apple Maps, darunter die „Umsehen“-Ansicht. Diese erlaubt es, sich bereits vor dem Besuch eines Standorts ein Bild von der Umgebung zu machen und den genauen Standort eines Trinkwasserbrunnens besser einzuordnen.
Ergänzt wird dies durch die Anzeige von Nutzerfotos, die zusätzliche Orientierung bieten sollen. Auch die Navigation erfolgt direkt über Apples Kartenanwendung. Die Oberfläche ist an das aktuelle Design von iOS angepasst, funktioniert laut Entwickler aber auch auf älteren Systemversionen.
Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit Nutzerdaten. Der Trinkwasser Finder kommt ohne Registrierung aus und verzichtet auf die Erhebung personenbezogener Informationen. Auch das Melden oder Ergänzen von Brunnen erfolgt anonym. Ziel ist es, eine möglichst einfache Nutzung ohne zusätzliche Hürden zu ermöglichen und gleichzeitig bestehende Kartendaten zu verbessern.
Ihr könnt bedenkenlos bei beiden Apps zugreifen und selbst vergleichen, die heißen Tage kommen bestimmt.


