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Ab 1. Dezember

TKG-Novelle: Automatische Vertragsverlängerungen und teure Altverträge werden Geschichte

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Die am 1. Dezember in Kraft tretende Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) bringt aus Verbrauchersicht eine ganze Reihe von wichtigen Verbesserungen. Neben dem Minderungs- und Kündigungsrecht bei zu geringer Bandbreite sind hier besonders auch die Neuerungen mit Blick auf die Laufzeit von Mobilfunk- und Festnetzverträgen zu erwähnen. Gegen den Widerstand von Anbieter-Lobby und CDU wurde nun endlich durchgesetzt, dass sich solche Verträge nach der anfänglichen Laufzeit nicht mehr automatisch über größere Zeiträume hinweg verlängern dürfen.

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Bild: John Schnobrich

Unterm Strich kommt ihr in Zukunft somit immer mit einer maximal einmonatigen Kündigungsfrist aus laufenden Verträgen heraus, wenn deren ursprüngliche Laufzeit abgegolten ist. Ihr müsst hier nicht mehr wie in der Vergangenheit nötig irgendwelche Fristen beachten, um nicht für ein weiteres Jahr gebunden zu sein. Diese automatischen Vertragsverlängerungen sind fortan tabu. Die Regelung gilt erfreulicherweise nicht nur für künftig abgeschlossene, sondern für alle und damit auch bereits laufende Verträge.

Anbieter müssen ihre Konditionen anpassen

Dies vor Augen, solltet ihr euch somit nicht von aktuellen Ankündigungen der Mobilfunk- und Festnetzanbieter ins Bockshorn jagen lassen. Beispielsweise rühmt sich O2 im Zusammenhang mit der aktuellen Überarbeitung seiner Laufzeittarife als Anbieter mit einem „besonders fairen und flexiblen Vertragsangebot“ und erweckt den Eindruck, man habe die Änderungen bei den Laufzeitverträgen durchweg aus freien Stücken vorgenommen.

Ebenfalls ab Dezember verlängern sich bestehende Laufzeitverträge nach Ende der regulären Vertragslaufzeit automatisch nur noch im Monatsrhythmus. Damit schafft O2 defacto die bisher übliche automatische Vertragsverlängerung von 12 Monaten ab

Automatische Info bei besseren Tarifen

Eine weitere willkommene Neuerung im Rahmen der TKG-Überarbeitung ist die Tatsache, dass Anbieter ihre Kunden künftig einmal jährlich über den für sie optimalen Tarif informieren müssen. Damit soll der Praxis, dass Kunden oft weiter für mittlerweile nicht mehr zeitgemäße und überteuerte Tarife bezahlen, weil sich niemand um die Optimierung kümmert, ein Riegel vorgeschoben werden.

Von Dezember man müssen die Anbieter ihre Kunden einmal im Jahr über den für sie auf Basis ihrer vertraglichen Nutzung optimalen Tarif und die entsprechenden Wechselmöglichkeiten informieren.

Eine übersichtliche Zusammenfassung all der im Rahmen der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) am 1. Dezember 2021 in Kraft tretenden Änderungen hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen veröffentlicht.

11. Nov 2021 um 10:42 Uhr von chris Fehler gefunden?


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