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Von Facebook und Instagram initiiert

Take It Down: Meta-Dienst entfernt Nacktfotos von Minderjährigen

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11 Kommentare 11

Das soziale Netzwerk Facebook und der ebenfalls von Meta betriebene Foto-Sharing-Dienst Instagram haben einen neuen Online-Dienst ins Leben gerufen, der aktiv gegen die Verbreitung von Nacktbildern und intimer Aufnahmen Minderjähriger vorgehen soll.

Der neue Online-Dienst trägt die Bezeichnung Take It Down und richtet sich sowohl an Minderjährige als auch an Erziehungsberechtigte die für ihre Kinder aktiv werden.

Gemeldete Fotos werden aktiv entfernt

Take It Down will dabei helfen, ungewollt im Netz verbreitete Video- und Fotoaufnahmen automatisch zu entfernen und setzt dabei auf ein Fingerprinting-System bei dem Betroffene nicht die eigentlichen Fotos an die beiden Meta-Töchter übermitteln, sondern einen so genannten Hash-Wert, der sich auf der Webseite takeitdown.ncmec.org erzeugen und direkt in den Katalog der zu entfernenden Bilder übernehmen lässt.

Sind die Hash-Werte übermittelt suchen Facebook, Instagram und alle anderen Partner der Initiative nach den Bildern und entfernen diese von ihren Seiten. Unter andere, gehören auch PornHub und der Webdienst OnlyFans, auf dem Foto- und Videoinhalte zum Kauf angeboten werden, zu den Gründungspartnern der Initiative.

Take It Down App

Nach Angaben des Meta-Konzerns können sich sowohl betroffene Minderjährige, deren volljährige, gesetzliche Vertreter oder Erwachsene an den Dienst wenden, wenn Fotos oder Videos aus dem Netz entfernt werden sollen, die noch vor dem Erreichen der Volljährigkeit entstanden sind.

Der Dienst wird in Kooperation mit dem „National Center for Missing & Exploited Children“ (NCMEC) angeboten, der seinerseits eine umfangreiche Datenbank mit Fingerabdrücken von Fotos pflegt, auf denen sexualisierte Gewalt gegen Kinder zu sehen ist.

Apple plante lokalen Foto-Scan

Apple hatte eigentlich geplant auf Grundlage der NCMEC-Datenbank den Inhalt der iCloud-Fotobibliothek auf den Geräten seiner Nutzer zu scannen, hatte das Vorhaben nach massiver Kritik von Datenschützern, Anwendern und Sicherheitsexperten aber vorerst auf Eis gelegt.

08. Mrz 2023 um 15:11 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    11 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Sieht ja interessant aus dann könnte man theoretisch ja auch andere Fotos entfernen lassen…

    • Hmm, wirklich spannend, könnte dementsprechend als Waffe gegen contentcreators genutzt werden…
      Oder die Datenbank kann so zugemüllt werden, dass sie keinen wert mehr hat

      Hoffe ich hab was falsch verstanden

  • Schön wenn es dann auch so funktioniert wie beschrieben

  • Es ist natürlich im Prinzip richtig & wichtig, dass von den Betroffenen (bzw. den Erziehungsberechtigten) nicht die Nackt-Fotos sondern lediglich die Hashwerte übermittelt werden.
    Wie aber wird verhindert, dass dieses Konzept missbräuchlich genutzt wird, um (aus Spaß oder aus Kalkül) beliebige Fotos Dritter zu versenden … mit dem Ziel, diese Personen aus den sozialen Netzwerken entfernen zu lassen?

    • Diese Bedenken sind zwar berechtigt. Man sollte aber wohl den Schutz minderjähriger höher bewerten als „den Schutz“ vor ein paar scherzkeksen

      • Hier geht es nicht um den Schutz von ein paar Scherzkeksen, sonder um deren Opfer! Ich finde die Idee und die Skizzierte Umsetzung echt gut! Leider kann sowas auch immer anders genutzt werden!

      • Es geht hier ja nicht nur um ein „paar Scherzkekse“ sondern beispielsweise auch um ein potentielles Werkzeug um politisch nicht genehme Personen (bzw. Ihre Fotos) aus sozialen Netzwerken zu entfernen

    • Genau das war auch mein erster Gedanke!!
      Ich sehe da auch Missbrauchspotenzial, zB um politisch missliebige Zeitgenossen mundtot zu machen oder einfach um Unruhe zu stiften.
      Ich könnte mir aber denken – bzw. hoffe – dass im Fall von solch missbräuchlichen Löschungsangriffen die unbeteiligten Dritten anhand der betroffenen Fotos nachweisen können, dass es sich bei ihren Inhalten mitnichten um kinderpornographisches Material handelt.

    • Dann würde ich wenn ich ein Politiker wäre davon ein Video drehen wie ich etwas nicht hochladen kann bzw. es automatisch gelöscht wird und dann wäre klar das die Funktion gegen mich verwendet wird. Problem gelöst.

      des Weiteren könnte man die Bilder analysieren ob es normale Fotos sind oder Kinderporno …

      easy. Aber man kann sich auf Probleme konzentrieren.

      • Ne, Problem leider nicht verstanden:

        Bilder können nicht analysiert werden, da sie ja gerade nicht versendet werden sondern nur der Hash-Wert

      • Es geht darum, dass es grundsätzlich möglich ist, auf die Weise alle deine Fotos auf deinen Sozialen Netzwerken löschen zu lassen. Somit im Prinzip auch Posts, die du z. B. gewerblich nutzt. Damit entstünde dir ein großer Schaden.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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