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"Schutz der Privatsphäre"

Streit um Schnüffel-App: Apple entzieht Facebook Beta-Lizenz

35 Kommentare 35

Heute früh haben wir über die mehr als zweifelhaften Methoden Facebooks berichtet, Nutzer für einen in Sachen Privatsphäre höchst zweifelhaften App-Beta-Test zu gewinnen. Angesichts der Tatsache, dass Facebook Apples Entwicklerplattform für diese Zwecke genutzt hat, haben wir eine baldige Reaktion des iPhone-Herstellers bereits vorausgesehen. Diese kommt nun sogar schneller als gedacht. Apple hat Facebook die für die Installation der App auf iOS-Geräten benötigten Berechtigungen entzogen.

Onavo Protect App

Bild: Ehemalige Facebook-App „Onavo“

Kurz zum Auffrischen: Facebook hat eine mir der im vergangenen Jahr von Apple aus dem App Store geworfenen Schnüffel-App Onavo vergleichbare Anwendung über Apples Entwicklerportal für Unternehmen zum Beta-Test bereitgestellt und soll teils sogar Geld für die Installation der App geboten haben.

Apple blockiert Facebook-Test

Gegenüber dem US-Magazin Recode hat ein Apple-Sprecher nun bestätigt, dass Facebook damit gegen die Richtlinien des „Enterprise Developer Program“ verstoßen habe und man Facebook die für die Bereitstellung und Installation der App benötigten Zertifikate zum Schutz von Nutzern und deren Privatsphäre entzogen habe.

Facebook hatte sich allerdings davor schon dem öffentlichen Druck gebeugt und mitgeteilt, dass man sich entschieden habe, das Angebot für iOS einzustellen. Der Zuckerberg-Konzern fühlt sich allerdings einmal mehr falsch verstanden und ließ verlauten, dass es sich keinesfalls um eine „Spionage-App“ handle und auch nichts im Zusammenhang mit der Anwendung geheim sei. Nutzer hätten den im Rahmen der Nutzung erfolgten Auswertungen im Rahmen der Installation der App und auf eindeutige Abfrage hin zugestimmt. Zudem wehrt sich das Unternehmen gegen die Kritik, man habe gezielt Jugendliche mit Geldprämien geködert. Weniger als fünf Prozent der Teilnehmer seien in entsprechendem Alter gewesen und die hätten allesamt elterliche Einverständniserklärungen vorgelegt.

Mittwoch, 30. Jan 2019, 16:35 Uhr — chris
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  • Und warum entzieht Apple FB nicht den Entwickler Account? Haben doch klar gegen die Regeln verstoßen, oder? Oder gelten diese Regeln nicht für alle?

    • Weil Apple eben auch nicht am Ast sägen kann, auf dem sie sitzen.

      • Auf welchem Ast? Apple sitzt auf keinem Ast. Apple ist der Ast und nicht Facebook.

      • Du weißt ja nicht, was Facebook an Apple zahlt, um ihre App im Store präsenter zu haben.
        Oder, was Facebook im Gegenzug für Sanktionen gegenüber iOS/macOS machen kann und damit Apple schadet. Daher kann man hier keine voreiligen Kanonen abfeuern.

  • … und die Erde ist eine Scheibe.

  • Knapp 5 %, das ist doch eine tolle Quote!
    Man bedenke nur, wie viel Millionen und Milliarden Spam Mails verschickt werden müssen, bis auf diesem Weg die gewünschten Daten erhalten werden.

    Nicht ganz 5 %… Das hört sich doch gar nicht so schlimm an.
    Intern wird die Aussage so sein:
    Hey Leute, voller Erfolg! Von 1 Million nutzen haben wir es geschafft 50.000 auszuspähen.

    Ist alles Ansichtssache.

  • Ich denke zwar jeder soll installieren was er will aber die meist ahnungslosen Nutzer sind die gelackmeierten. Richtig so Apple und mal richtig schnell .

    • Wenn Apple schnell gewesen wäre hätten sie es vorher gemerkt und nicht erst nachdem mal wieder alles in den Medien breit getreten wurde!

      • Die App damals im App-Store hätte man vorher prüfen müssen. Da hat Apple gezeigt, was die Kontrolle wirklich bringt.
        Aber in diesem Fall ist Apple nicht verantwortlich. Apple kann die Apps nicht prüfen. Das ist ja dafür gemacht, dass Unternehmen eigene Apps verteilen können, die nicht durch Apples Zulassungskontrolle müssen.
        Die Nutzer haben dem ja auch ausdrücklich zugestimmt und wurden dafür bezahlt.

  • Ach, bei der Gelegenheit könnte Apple der Facebook App auch gleich die Lizenz entziehen… ^^

    • Bin ich auch für am besten schaffen wir diesen Haufen Mist ab und gegen alle nach Twitter

      • Warum Twitter? Twitter ist jetzt keine so gute Alternative. Da dürfen Nazis offen andere Menschen belästigen und beleidigen.

      • Genauso ist es….ach ja vergaß …die Antifa sind ja die Guten und nur um das Wohl der Menschen besorgt. Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.

      • Bin kein Anhänger der Antifa und sage trotzdem, dass Nazis generell keine Plattform haben sollten auf denen sie ihren Dünnpfiff verbreiten können ;)

      • @Melvin:

        Zum Glück sind dort nicht überwiegend Nazis, Faschisten und anderes Ungeziefer. Die haben ihr eigenes Asozialnetzwerk genannt gab[.]ai.

        .

        @Jürgen: Antifa ist keine Gruppe, sondern Gesinnung. Normale Menschen sollten gegen Faschisten sein. Die werden als Antifa diskriminiert, obwohl doch jeder normale Mensch ein Antifa sein sollte und somit dies als Diffamierung missbraucht wird.

  • Als Denkzettel hätte man umgehend die Facebook App aus dem Store schmeißen sollen. Jeder andere Entwickler wäre schon 10 mal gesperrt worden -.-

    • Bei der Gelegenheit würde ich gerne noch mal an den Audio trick von vor ein paar Jahren erinnern. Da hatte die Facebug App doch angeblich diesen „Bug“. Da wurde im Hintergrund quasi ein nicht hörbares Geräusch/Rauschen abgespielt, damit die App vom Betriebssystem nicht gekillt wurde. Im Hintergrund konnte die Facebook App also unbegrenzt laufen, da die „Audiowiedergabe“ ja nicht von OS unterbrochen werden sollte. Aufgefallen ist das nur, durch den extrem hohen Akkuverbrauch der App. Lag wohl an der dauerhaften Nutzung von Ortungsdiensten…scheint mir doch ein wenig zu gut funktioniert zu haben um bloß Zufall zu sein :D Da wurde sich auch nur entschuldigt, ein Update ausgeliefert und das wars…keine Konsequenzen.

      • Das ist einer dieser Punkte, die Apples Appkontrolle merken müsste. Aber man räumt lieber Firmen wie Uber, die sich nicht um Gesetze scheren, noch zusätzliche Rechte ein, das die aus dem Hintergrund auf den Bildschirminhalt zugreifen können.
        Ich hoffe das rächt sich nicht irgendwann. Der Datenschutz ist schließlich das letzte Alleinstellungsmerkmal von iOS

    • Jeder andere Entwickler hat aber auch nicht über 2 Mrd. User ;-)

    • Die werden wohl nicht nur einen Account haben…

  • Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast! ;o) FB wird doch nie die wahren Daten preisgeben!

  • Simone Philippe

    Leider kann ich nicht dem Vorredner aus dem ersten Kommentar antworten aber ich frage mich, was würde Facebook denn gross machen wollen wenn Apple sie aus dem AppStore kicken würde…

    Ich glaube kaum das Apple abhängig von den Rankingzahlungen von Facebook für den AppStore ist.

    • Nein da hast du vermutlich Recht. Aber Facebook könnte mal eben die WhatsApp & Instagram Apps aus dem Store nehmen und glaub mir dann brennt bei Apple der Busch wie noch nie. Hier im Forum vergessen viele einfach, dass WIR „Nerds“ die wir uns täglich mit Apple/Technik etc. beschäftigen absolut nicht repräsentativ für die Welt sind, nicht mal ansatzweise. Das ist wie mit Threema, da können hier auch noch hunderte Schreiben Sie hätten WhatsApp den Rücken gekehrt, 95% der Welt ( jedenfalls die mit einem Smartphone) nutzen es trotzdem. Was glaubst du wie schnell ein jeder von den ~1,5 Milliarden (echte Facebook+Instagram+WhatsApp Nutzer kombiniert) sich ein anders Smartphone kaufen würde.

    • Da würde mit Sicherheit ein gewaltiger shitstorm auf Apple niederprasseln. Den können sie momentan nicht gebrauchen.

  • Habe vor kurzem FB + Messanger ,TW, Instagram, Pinterest, Vimeo, Flickr,und einige diverse Google Apps gelöscht.
    Benutze als end zu end Messanger Telegram und bei lapidaren Mitteilungen auch mal iMessage .
    Lebe jetzt bedeutend ruhiger,und Updates sind sowas von weniger angefallen.
    Entspannung pur…

    • Das Soziale an diesen Netzwerken ist inzwischen oft asozial, außer man hat dort eine Ecke gefunden, die nicht leichtfertig jeden akzeptiert wie irgendwelche AfD-Netzwerke, die freudig jeden aufnehmen, der sie nicht so einordnet, was sie sind (AfD hat oft rechtsradikale Äußerungen und dort sind viele Nazis in auch dortigen hohen Positionen).

      Nun zu deinem Kommentar: Tipp: Sei vorsichtig mit Telegram! Ende-zu-Ende-Verschlüssselung ist kein Default. Zudem ist die Verschlüsselung propietär implementiert. Und das ist idR. eine schlechte Idee, weil solche Implementationen oft Fehler haben, wenn man davon ausgeht, dass sie so handeln, was sie suggerieren wollen. Verschwörerisch könnte man aber auch denken, dass GRU evtl. nur eine Show abzieht um mitzuteilen, dass Telegram angeblich sicher sei. Nichtsdestotrotz ist es ein Ausschlusskriterium, dass es nicht per Default Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist (als Verschlüsselung nur bis zum Server, also Betreiber kann alles lesen/sehen). Scheinbar sicher scheint Signal zu sein. Threema wurde im Gegensatz zur Ankündigung des Betreibers doch nie OpenSource, aber diverse Tests aus vertrauenswürdigen Quellen bescheinigen der App eine hohe Sicherheit.

      (Glaube aber nicht, dass dies 100%ig sicher ist. Letztendlich kann es immer sein, dass das Endgerät kompromittiert ist.)

  • Danke für deinen Hinweis mit Telegram.
    Signal zB.hat mir nicht zugesagt,und bei Telegram ist zwar Standard Einstellung = nicht end zu end ,doch du kannst es ganz einfach einstellen.
    Ich nutze zwei IPhones parallel mit Telegram, und wenn ich „offen “ kommuniziere, dann bekomme ich auf beiden IPhones meine Antworten. Synchronisation eben.
    Habe ich den „privat Chat“ dann lediglich auf dem Absender-Phone.
    Also schon end zu end.
    Garantie gibt es leider bei keiner Sozial-Media App. :((

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