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Straßenpreise. Jetzt auch bei Apple.

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Wer sich im laufenden Dezember auf die Suche nach einem iPhone 5c oder einem Apple TV macht, sieht sich Ende 2013 mit einer Situation konfrontiert, die potentielle Apple-Kunden bislang so nicht kannten.

Apples Preise, die im Apple Online Store bzw. in einer der 13 deutschen Apple Store-Filialen veranschlagten Kosten für die Hardware-Produkte aus Cupertino, sind nicht mehr tonangebend. Jedenfalls nicht mehr zwingend.

berlin

Während in den letzten 10 Jahren durchgängig davon ausgegangen werden konnte, dass die aktuellen iBook-, PowerBook-, iPod-, MacBook- und iPhone-Preise auch bei alternativen Apple-Händlern (wenn überhaupt) nur 10-20€ von Apples Preis abweichen, hier und dort vielleicht noch eine Schutzhülle oder eine Tasche als kostenlose Dreingabe mit über den Verkaufstresen wandern würde, so stand doch durchgehend fest: Mit einer gedankenverlorenen Bestellung direkt bei Apple, kann man nicht viel falsch machen.

Seit dem Apple-Event zur letzten iPhone-Vorstellung im Herbst greift die Faustregel, die uns in den vergangenen Jahren vor nervenden Preisvergleichen und Bestellungen bei Dritthändler bewahrt hat, leider nicht mehr. Inzwischen haben auch Apple-Produkte einen Straßenpreis und – schlimmer noch – der Straßenpreis und Apples Preis sind nicht mehr quasi-identisch.

Die beiden besten Beispiele sind das iPhone 5c und die Settop-Box Apple TV. Während Apple das neue iPhone mit dem Kunststoff-Rücken im Apple Store unverändert für 599€ anbietet, liegt der Straßenpreis für den kleinen Bruder des iPhone 5s inzwischen bei lockeren 499€. Wer einen guten Ebay-Tag erwischt, legt für ein originalverpacktes Gerät mitunter nur 480€ auf den Tisch.

Ein ähnliches Bild zeichnet auch das Apple TV. Apples Preis liegt seit der Markteinführung der kleinen schwarzen Fernseh-Kastens unverändert bei 109€. Kostenfreie Lieferung inklusive. Wer in den vergangenen vier Monaten jedoch mehr als 75€ für die Box bezahlt hat, die sich alle zwei Wochen zum Schnäppchenpreis bei Mediamarkt und Co. schießen lässt, hat mehr als ein Viertel zu viel ausgegeben.

Die „Straßenpreise“ sind also bei Apple angekommen. Ein begrüßenswertes Phänomen?

Grundsätzlich ist die Preisreduzierung aktueller Hardware-Generationen – bislang ein Ding der Unmöglichkeit – natürlich begrüßenswert. Die im Freundes- und Familienkreis oft gestellte Frage, ob es sich lohnt woanders zu schauen, oder vielleicht noch eine Woche mit dem Kauf zu warten, lässt sich Ende 2013 guten Gewissens jedoch nicht mehr mit einem klaren „Nein“ beantworten.

apple

Apple, so scheint es, driftet hier momentan in Gewässer, mit deren Wogen bislang nur die Schiffe der Mitbewerber zu kämpfen hatten. In den USA reagieren die ersten Apple Stores auf die Billig-Angebote großer Elektronik-Ketten inzwischen mit Preisanpassungen und geben einzelne Geräte mitunter günstiger als auf dem Preisschild notiert ab.

Aber halt!

Vielleicht steckt hinter der, auf einmal ganz konventionellen Preisentwicklung des iPhone 5c und des Apple TVs ja auch ein System?

Wie sonst lässt sich die Tatsache erklären, dass genau die beiden Geräte, von dem neuen „Trend zum Straßenpreis“ betroffen sind, bei denen es Apple nicht so sehr um die Margen, sondern in erster Linie um die Ausweitung des Marktanteils und um die massenhafte Platzierung im Wohnzimmer geht? Zwei Produkte, deren langfristiger Erfolg sich eher am Anteil der bekehrten Android-Nutzer und am Verkauf von TV-Inhalten messen lassen muss, als an dem zum Verkaufszeitpunkt erzielten Reingewinn.

Vielleicht, und hier dürften sich die alten Apple-Recken freuen, gibt es also doch noch keinen Straßenpreise für Apple-Produkte. Vielleicht gibt es einen Strategie-Preis…

Kalkulierte Preis-Anpassungen, die Apple lieber von dritten Händlern durchführen lässt, als die eigenen Geräte offizielle zu reduzieren und so das Lineup zu entwerten.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
10. Dez 2013 um 17:42 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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