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Es geht um In-App-Käufe

Steam-App für iOS: Apple-Manager begründet Blockade

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Apples Marketing-Chef, der durch seine regelmäßigen Bühnen-Auftritte bekannte Top-Manager Phil Schiller, hat sich im Fall der blockierten Spiele-Applikation Steam zu Wort gemeldet. Wie ifun.de am Freitag berichten konnte hat Apple der Steam-Link-App für iOS den Zutritt in den App Store auf den letzten Metern verwehrt.

Steam Link App

Nach Angaben des Herstellers Valve hatte Apple die Veröffentlichung der App, mit der sich Desktop-Spiele auf iOS-Geräten spielen lassen sollen, nach einer initialen Freigabe abgelehnt und den Rückzieher im Nachgang mit „unternehmerischen Konflikten“ begründet.

Nun hat der Apple-Manager Phil Schiller in einer E-Mail an einen nachfragenden Kunden angemerkt:

Wir legen großen Wert darauf, allen Nutzern im App Store tolle Spiele zu bieten. Wir würden es lieben, wenn Valves Spiele und Services auf iOS und Apple TV laufen würden.

Leider hat das Review-Team festgestellt, dass Valves Steam iOS-App, wie derzeit eingereicht, gegen eine Reihe von Richtlinien zu nutzergenerierten Inhalten, In-App-Käufen, Inhaltscodes usw. verstößt. Wir haben diese Probleme mit Valve besprochen und werden weiterhin daran arbeiten dem Unternehmen zu helfen, das Steam-Erlebnis so auf iOS und Apple TV zu bringen, dass es den Richtlinien des Stores entspricht.

Zwar bleibt uns Schiller in seiner E-Mail die relevanten Details schuldig, deutet die Gründe für die Ablehnung jedoch immerhin an.

Wahrscheinlich ist, dass sich Apple an zwei Faktoren stört: Zum einen verdient Cupertino an den Spielen, die außerhalb des App Stores verkauft und anschließend auf iPhone und iPad gespielt werden können nicht mit.

Zum anderen dürften viele der von Stream angebotenen Spiele gegen den „Lootbox“-Paragraphen verstoßen, den Apple seit geraumer Zeit strikt durchsetzt. App-Entwickler, die In-App-Käufe bereitstellen, deren Inhalte zufälliger Natur sind, müssen seitdem angeben, wie hoch die Chance ist, begehrte Inhalte überhaupt zu Gesicht bekommen.

Montag, 28. Mai 2018, 8:45 Uhr — Nicolas
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  • Und ich hab mich schon gefreut, mir kein Steam Link für den Fernseher kaufen zu müssen.

    • Musst du ja vermutlich auch nicht, einfach ein bisschen gedulden.

    • Steamlink als hardware ist der letzte scheiß es hängt nur

      • Kann ich nicht bestätigen.
        Einen wirklichen Hänger dass das Bild für eine Sekunde stehen geblieben ist kann ich an einer Hand abzählen und hab sogar noch Finger übrig.
        Hatte den Steamlink auch nur gekauft weil er für 5€ zu haben war. Find ihn aber ganz gelungen

  • Was hat der Client mit lootboxen zu tun ??
    Es werden keine boxen in der app angeboten und es gibt drölfmillion spiele in steam die ohne auskommen.

  • Bei Audible verdiene sie doch auch nichts….

  • Sowas nennt man dann wohl „lächerlich“!
    Dieser Egoismus seitens Apple wird echt unerträglich..

    • Wenn Valve Software einreicht, welche den Richtlinen nicht gerecht wird, ist ja wohl primär Valve daran schuld, oder?

      Lächerlich ist hier eher das typische Apple-Gebashe deinerseits.

      • Lächerlich sind aber auch die selbsternannten Anwälte von Apple hier. Ich finde es durchaus gerechtfertigt ein Unternehmen, das förmlich in Geld schwimmt an Stellen zu kritisieren, wo es Weiterentwicklungen aus rein kommerziellen Interessen blockiert. Lächerlich finde ich solcherlei Interessenvertretung von Leuten, die ein vitales Interesse an kulanterem Gebaren seitens der Hersteller haben müssten: den Kunden. Aber Apple hat halt Kunden, denen es egal ist, wie viel sie in das Unternehmen stopfen und wie viel sie dafür bekommen.

  • Interessant ist aber, dass die reguläre Steam-App den Kauf von Spielen erlaubt. Die ist ja auch im App Store vorhanden.

    • Das Argument ist folgendes und wäre nachvollziehbar wenn Apple nicht so herum eiern würde: Apple will sich keine ernstzunehmende Konkurrenz ins Haus holen.

      Ob das wirklich so ein Apple-Killer ist, bleibt abzuwarten – Apple will aber wohl hinterher nichts beklagen müssen.

    • Damit kannst du die besagten Spiele aber nicht auf dem Telefon spielen, ist also kein Thema für Apple.

  • Soölte sich das nicht beilegen lassen, in dem die eine Lösung wie bei den Prime Apps anbieten?

    Alles was man außerhalb des Apple Stores kaufen kann, kann man nur am PC kaufen und fertig. Apple hat echt Angst dass denen ein Promille vom Gewinn abbricht….

  • Falls das „nicht mitverdienen“ tatsächlich ein Grund für die Ablehnung war, fehlen mir tatsächlich die (sachlichen) Worte…
    Woran genau möchten die denn mitverdienen bzw. welcher Aufwand entsteht denn Apple? Ich meine die Frage durchaus ernst. Der einzige Aufwand, der Apple entstehen dürfte, wäre zum einen der Review-Prozess und das Speichern der App sowie die Bereitstellung der Infrastruktur zum Down- und Upload der App. Beides sollte selbst für ein großes Unternehmen wie Steam (und die damit vermutlich entsprechend höheren Download-Zahlen der Apps) zu Genüge durch die Kosten für das Apple Developer-Programm abgedeckt sein.
    Als nächstes möchten vermutlich auch die TV-Hersteller ein Stück vom Kuchen von den auf meinem Gerät abgespielten Inhalten abhaben.

    • 99$ im Jahr sollen für die Serverkosten ausreichen die Steam generieren würde? Klar, da sollte auch noch ne Ferrari Flat bei sein, sind ja fast gigantische 9€ im Monat :-O.

      Ich verstehe vor allem das ständige Gemecker nicht. Wenn Google oder/und Apple in ihren „Online-Kaufhäusern“ Regeln aufstellen, muss sich eben daran gehalten werden. Es wird ja nicht plötzlich mehr von Steam verlangt. Und Steam profitiert am Ende mehr davon im AppStore oder PlayStore vertreten zu sein als Google und Apple andersherum. Dieses Standing haben sich die beiden Unternehmen einfach aufgebaut.

      • Ich bin natürlich offen für Gegenrechnungen, aber ich denke mit den 9€ im Monat liege ich näher an der Wahrheit als auch nur ein Ferrari-Reifen kosten würde. Ausgangspunkt meiner Rechnung ist ein Server mit einer Festplatte und einem Ethernetanschluss, der sonst nicht viel können braucht.
        Und selbst wenn es eher 40€ im Monat wären, so gibt es genug „Entwickler“ welche zwar die Gebühr bezahlen, aber nicht einmal ansatzweise ausreizen.

        Was die Regeln angeht, stimme ich dir zum Teil zu: Klar kann Apple (etc.) seine Regeln definieren wie es möchte, aber fair sollten diese zudem auch sein. Schließlich sind Beide Seiten aufeinander angewiesen und voneinander abhängig (die Entwickler vermutlich weniger als Apple). Und z.B. 30% von einem 60€ Spiel stehen in keinerlei Zusammenhang mit dem Aufwand von Apple (der bei einer Screen-Mirror-Anwendung wie hier ~ gleich null sein dürfte).

      • Standing hin oder her, es geht den Leuten (mir auch) doch nur darum, dass der Steam Store doch bereits über iOs zugänglich ist, nämlich mit der normalen Steam App. Von der ist diese Argumentation seitens Apple nicht nachvollziehbar.
        Abgesehen davon gibt es bereits andere Apps, wie zum Beispiel Moonlight, die die gleiche Funktionalität liefern. Meine VERMUTUNG ist, diese sind bei weitem nicht so prominent und daher Apple relativ egal.

      • Der Ferrari war natürlich extra überzogen gemeint, aber mit nem einfachen Server+ Festplatte kannst du das auch bei weitem nicht vergleichen. Steam sollte und wird es wahrscheinlich einfach Amazon gleich tun. Nutzen wird mit der App möglich sein, kaufen jedoch nicht.

  • Naja. Andere schaffen es auch sich an die Regeln zu halten. Den schwarzen Peter an den Betreiber abzuschieben und so auf Mediendruck zu hoffen ist auch nicht grad die feine Art. Das ist wie wenn ich zu schnell fahre, der erste Polizist drückt ein Auge zu und der zweite gibt mir einen Strafzettel. In beiden Fällen hab ich die Regeln missachtet. Also bin ich Schuld und nicht die Polizei.

  • Gibt doch dafür eine Alternative: Android und gut ist.

  • @Alexis
    vielleicht, trotzdem ist es ein Punkt, der für Android spricht.

    • Selbstverständlich. Doch es gibt auch hunderte Apps die es nur für iOS gibt und von der Appqualität brauchen wir erst gar nicht anfangen. Aber wem das so extrem wichtig ist, der hat natürlich nun einen Grund auf Android zu wechseln.

  • Dachte ich mir schon irgendwie, dass es daran liegt das an den Käufen Apple nichts mitverdient.

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