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EU-Recht lässt nur wenig Spielraum

Social-Media-Verbot für Kinder: In Deutschland schwierig umzusetzen

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Die Diskussion über ein mögliches Verbot sozialer Netzwerke für Kinder und Jugendliche in Deutschland gewinnt zwar an Fahrt, ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zeigt jedoch, dass eine Umsetzung mit erheblichen rechtlichen Schwierigkeiten verbunden wäre. Sowohl europäische Vorgaben als auch nationale Grundrechte setzen enge Grenzen.

Social Media Kinder

EU-Recht lässt nur wenig Spielraum

Nach Einschätzung der Gutachter wird der Handlungsspielraum Deutschlands vor allem durch bestehende EU-Regelungen eingeschränkt. Mit dem Digital Services Act gibt es bereits einen verbindlichen Rahmen für große Online-Plattformen. Diese europäischen Vorgaben haben Vorrang vor nationalen Gesetzen und begrenzen damit eigenständige Maßnahmen auf deutscher Ebene.

Zusätzlich greift das Herkunftslandprinzip. Viele große Anbieter betreiben ihre Dienste von Irland aus. Nationale Eingriffe könnten daher wirkungslos bleiben, weil in solchen Fällen das Recht des jeweiligen Sitzlandes maßgeblich ist. Ob darüber hinausgehende nationale Regelungen zulässig wären, müsste im Zweifel auf europäischer Ebene entschieden werden.

Grundrechte und politische Einordnung

Auch das Grundgesetz spielt eine Rolle. Das verfassungsrechtlich geschützte Erziehungsrecht der Eltern könnte staatlichen Eingriffen in die Mediennutzung von Kindern entgegenstehen und entsprechende Maßnahmen angreifbar machen.

Social Media

Politisch fällt die Bewertung unterschiedlich aus. Die Linke, die das Gutachten in Auftrag gegeben hatte, sieht ihre kritische Haltung gegenüber pauschalen Verboten bestätigt und setzt stattdessen auf eine konsequentere Anwendung bestehender Regeln sowie auf den Ausbau medienpädagogischer Angebote. Auch Jugendorganisationen warnen davor, junge Menschen durch weitreichende Einschränkungen von digitalen Austauschmöglichkeiten auszuschließen.

CDU und SPD halten dagegen an Überlegungen zu Altersgrenzen fest. Diskutiert werden unter anderem Nutzungsbeschränkungen für unter 14-Jährige sowie spezielle Angebote für ältere Jugendliche. Eine Entscheidung steht noch aus. Studien zeigen zugleich, dass ein Teil der Jugendlichen Schwierigkeiten hat, den eigenen Umgang mit sozialen Netzwerken zu kontrollieren und dies mit Schlafproblemen sowie schulischen Herausforderungen verbunden sein kann.

Zum Thema:

30. März 2026 um 14:01 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    85 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Am Ende geht es doch letztendlich nur darum, dass das freie Internet immer weiter eingeschränkt wird.
    Wer hier wirklich glaubt der Politik geht es um das Wohl unserer Kinder, dem ist nicht mehr zu helfen. Für mich ist das wie so oft ein Vorwand…

    • Ja, das freie Internet hat uns ja auch so viele tolle Sachen gebracht, Fake News, Hetze, Hass, AfD….ist halt kein rechtsfreier Raum, Kinder dürfen auch viele andere Dinge nicht, Auto fahren, Alkohol trinken, Zigaretten rauchen, 40 Stunden die Woche arbeiten, bis 2 Uhr in die Disco….alles auch gesetzlich geregelt, geht komischerweise

      • Das will nur die anti Verbots-Clientel nicht hören. Da will jeder sein eigenes Königreich und darin keine Regeln!

      • Wo steht das sie kein Alkohol trinken dürfen? Oder Zigaretten rauchen? Sie dürfen es nicht kaufen. Und „ausgehen“ geht sehr wohl mit den Eltern. Es liegt hier also an den Eltern was sie machen.

      • @Martin: nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

      • Unter 14 ist der Konsum verboten, nicht nur der Erwerb, ab 14 ist es im Beisein der Eltern erlaubt und ab 16 Bier und Wein auch ohne Eltern, aber unter 14 ist der Konsum gesetzlich verboten!!

      • Das ist ebenfalls geregelt und es ist nicht alles erlaubt.
        Kinder und Jugendliche sollten weder rauchen, noch Alkohol konsumieren dürfen.
        Ich kenne keine sinnvollen Argumente für eine andere Regelung.

      • Dann kannst du sicher die Quelle nennen welches Gesetz es den Eltern verbietet.

      • § 9 JuSchG – Alkoholische Getränke

        Der Paragraf regelt das Ausgeben und Konsumieren von Alkohol im öffentlichen Raum. Auch hier darf niemand, auch nicht die Eltern, den Kindern den Konsum von Alkohol erlauben.

        Nur Zuhause ginge das. Hier greift dann die elterliche Aufsichtspflicht und die geforderte Wahrung des Kindeswohls. Zuwiderhandlungen, sofern als Kindeswohlgefährdung belegbar, stehen dann unter Strafe.

      • Absoluter Quatsch, es hat zB auch Gründe warum Alkohol und Zigaretten für Kinder verboten sind.

      • Richtig, und es gäbe auch gute Gründe für ein Social Media Verbot

      • Womit es verboten? In der Öffentlichkeit und beim Kauf, aber sonst liegt es in der Verantwortung der Erziehungsberechtigten.

      • Es liegt alles in der Verantwortung bzw. Prüfung der Erziehungsberechtigten. Daran ändern auch neue Gesetze nichts.

      • Ja, also wenn Eltern ihren Kindern zu Hause Wodka einflößen ist es auch schwer zu kontrollieren, aber wenn es passiert und es kommt raus, wird das Jugendamt kommen ne…ändert aber trotzdem nichts daran, das der Konsum in der Öffentlichen per Gesetz verboten ist, nicht nur der Erwerb wie du zuerst gesagt hast. LG

      • @martin: Die Erziehungsberechtigten sind aber leider selber nicht in der Lage, ihre Kinder vor dem Dreck zu schützen, der ihnen schadet.

    • Plus One eins eins eins und sowas von genau so ist es. Chatkontrolle und so weiter die wollen uns alles madig machen. Am Ende wird es noch so sein das man nur noch über Tor ins normale Internet kommt. Zum Glück gibt es mittlerweile Projekte wie Chats über Peer to Peer von Gerät zu Gerät aber damit kann man halt nur mit dem Nachbarn kommunizieren. Bitchat.

      • Oh. Wer sind denn „die“ nun wieder? Reptiloiden? Freimaurer? Marsmännchen? Katzen?

    • Uhhh hier wird ziemlich viel geschwurbelt für meinen Geschmack…

    • Du hast Recht und Unrecht: Dein Misstrauen bezgl. der Politik ist angebracht. Andererseits sehe ich solange wir nicht von Extremisten regiert werden immer noch ein funktionierendes Checks and Balances – System, das einen Missbrauch von Gesetzen vorbeugt. Dass das jetzige Internet allerdings ein „freies“ ist, finde ich in Anbetracht der Konzerne, die es gestalten extrem gewagt, wenn nicht gar naiv gedacht.

      • Eben, grad die Social Media Apps sind nicht frei, die machen süchtig, Algorithmen die dich in eine Richtung lenken, das Internet ist eine Riesen Propaganda Maschine, und die Konzerne bestimmen drüber, frei ist was anderes.

      • Und das Denken wird eingestellt….

      • Geht’s dir gut Mik11?

      • Was ist denn das jetzt für ein sinnlos dummer Kommentar?

      • Mir scheint als wärst du aufgebracht. Wollt nur mal ernstgemeint hören ob’s dir gut geht.

      • Du scheinst hier eher derjenige zu sein, der eine Art inhaltlichen Buffer Overflow erlebt und damit mental nicht klarkommst. Realität kann manchmal ganz schön anstrengend sein.

    • Totaler Quatsch.

      Social Media ist schädlich für die Psyche und das Wohlbefinden.
      Für Erwachsene und vor allem Teens.

      Glaubt hier jemand das ein Zuckerberg seinen Töchtern Insta erlaubt?

      Meta weiß intern, dank eigener Studien, wie die Auswirkungen sind!
      Social Media Konzerne sind die neuen Tabakkonzerne.

      PS: und wer macht die Gesetze auf EU Ebene?
      Da kann man auch anfangen.
      Und falls Irland das nicht gefällt, dann sollen die bitte aus der EU.

    • Ja klar, die Exenmenschen wollen uns einfach einschränken. Muss jetzt leider weg und mir ein paar Embryo Chips kaufen.

      • Realität als Verschwörungstheorie abzutun ist ja gerade en vogue. Lass Dir die Chips schmecken.

    • Warum ziehst Du nicht nach China, Russland oder Nordkorea oder … Da kannst Du dann mal sehe, was der Unterschied zu Deutschland ist.

  • Das ist auch gut so. Die ständige Übergriffigkeit des Staates muss einfach nicht sein. Erziehung ist Aufgabe der Eltern und Kinder interessieren sich nun einmal für Technik und Internet. Wenn Eltern hier verantwortungsbewusst ihren Kindern schon in jüngeren Jahren (also bevor sie 16 werden) die Möglichkeiten und Gefahren zeigen, dann ist dem Kind deutlich mehr geholfen als mit einem Verbot. Sinnvoll wären also eher wertvolle Tipps und Hilfestellungen für Eltern, die sich mit dem Thema nicht auskennen. Aber verbieten ist einfacher als Hilfe anbieten.

    • Also könnte man doch das komplette Jugendschutzgesetz abschaffen, sollen die Eltern sich um alles kümmern, wenn der Klaus meint sein Sohn darf mir 12 Bacardi trinken ist das dann ok, mir 14 Auto fahren, ok…Rauchen mit 12, Ferienjob auf dem Bau 50 Stunden die Woche

      • Wie sollen denn die Strafen für die Kinder/Jugendlichen und deren Eltern bei Missachtung eines solchen Verbots konkret aussehen? (Und komme mir keiner mit einer Alkohol-Analogie und danach der Forderung, dass ausschließlich der Anbieter haften solle. Wenn ein Jugendlicher im Supermarkt Vodka klaut haftet dafür ja auch nicht der Supermarktbetreiber, sondern der Jugendliche. Und wenn wir das so umkehren würden, dass der Jugendliche vollkommen straffrei bleibt und ausschließlich der Händler eine Strafe erhält, gebe ich der Sache maximal 2 Tage bis die Anzahl der Diebstähle von Alkohol durch Jugendliche massiv zunehmen. Also, wie sollen die Strafen für Kinder/Jugendliche bei social media Nutzung genau aussehen?)
        Ich betrachte ein social media Verbot für Kinder/Jugendliche übrigens als durchaus diskutabel und keinesfalls unsinnig. Aber ich würde zur Abwechslung gerne mal praktikable Lösungsvorschläge sehen. Und ich hoffe, dass nicht wieder das „Altersverifikationen“ Geplärre von Menschen folgt, die keine Ahnung von IT haben. Wir brauchen uns diesbezüglich nicht genau so bis auf die Knochen zu blamieren, wie es Australien bereits getan hat.

      • Vielleicht erst mal das Gesetz lesen und verstehen bevor man hier solche Behauptungen aufstellt.

      • Wenn du im Supermarkt einem 15 jährigen Wodka verkaufst machst DU dich strafbar, ggfs. mal erst abgesetzt lesen dann posten.

      • Wie wäre es, wenn ihr beiden mal lesen würdet? Ein Ladendiebstahl ist KEIN Kauf, sondern eine unberechtigte Wegnahme. Also das, was in diesem Vergleich das Äquivalent zur unberechtigten Nutzung eines Dienstes wäre. Kommt da also noch eine sinnvolle Antwort auf die gestellte Frage?

      • Klaut, kauft…sieht im Eifer des Gefechts ähnlich aus :-))))). Sorry, hast natürlich Recht

      • Okay, fair, das kann passieren. :o)
        Dennoch wäre es immer noch schön mal einen brauchbaren Vorschlag zu hören. Denn bisher habe ich wie gesagt leider in der Debatte noch nichts wirklich brauchbares bzw. sinnvolles gehört.

    • Und wer hilft den Eltern die selber keine Ahnung von verantwortungsvollem Umgang mit Social Media haben und einfach nur froh sind, das sich die Kinderchen still beschäftigen und net stören?

      • Yes. +1. Wahrscheinlich sind es gerade die Eltern, die es absolut nicht drauf haben, dass sie selbst die Verantwortung übernehmen könnten. Dabei wollen sie nur keine Verbote, damit sie weiter ihre Kinder dran setzen können und Ruhe haben, um selbst ungestört ihrer Reel-Sucht zu fröhnen. Wie wenn die heroinsüchtige Mutter zuhause rumliegt und ihren Kindern selbst was spritzt, damit sie ruhig sind. Konsum ist ja nur in der Öffentlichkeit verboten.

      • … die meinen, dass sie selbst…

    • Es ist doch aber nicht von der Hand zu weisen, dass es vielen Kindern nicht gut tut, zu viel am Handy zu sitzen. Wenn es die Eltern nicht geregelt bekommen, sollte der Staat schon Regeln schaffen, lenken ist nunmal seine Aufgabe.

    • Alter Schwede: wenn engagierte Eltern ihren Kindern Gefahren und Möglichkeiten des Internets zeigen, schützt das wie genau davor, dass nach Belieben Kindern über Cybermobbing angegangen werden? Wie wird durch die technisch versierten und verantwortungsvoll agierenden Eltern, Straftaten anderer verhindert?

      Entschuldigung! So funktioniert das nicht, hat nie funktioniert und wird nie funktionieren.

      Bitte mal das Nachplappern einstellen und mal den eigenen Standpunkt durch Perspektivwechsel hinterfragen.

  • knknzffrrchhhtkrszt

    Wer entscheidet was „Hass und Hetze“ ist? Russland entscheidet zum Beispiel was „Hass und Hetze“ ist auf seine Weise. Nur als Beispiel.

  • Ich bin auf erste Studien aus Australien gespannt und jetzt schon überzeugt, dass das der einzige Weg ist, die Allmacht der amerikanischen Großkonzerne zu beherrschen.
    Alle schlauen Kommentatoren, die sagen, das müssen doch die Eltern irgendwie hinkriegen haben entweder keine Kinder oder verkennen die Realität.
    Für die Kinder spielt ein Großteil des Lebens in der virtuellen Welt. Daher sind genau hier Restriktionen nur angebracht.
    Man merkt ja alleine am Zulauf der AfD, dass selbst erwachsene Menschen gerne mal das Denken und allgemein anerkannte soziale Kompetenzen abgeben.

    Aber zurück zum Thema, es gibt Familien, bei denen der Urlaub entsprechend der vorhandenen Steckdosen geplant wird (damit das Handy nie ausgeht). Hört sich doof an, ist aber so.
    Jedwede Restriktion, die Kinder vom Handy abhält ist natürlich zu begrüßen. Das bescheinigt einem sicher jeder Kinderarzt!

    • Kinderarzt und ärzt:innen und -Therapeut:innen (von denen meine Frau eine ist)

    • Ich muss ganz ehrlich gestehen es ist teils erschreckend was Social Media für Jugendliche überhaupt bedeutet!
      Gebe dir da vollkommen Recht!
      Es bewegt sich nur noch in Extremen. Scheint als kenne jeder nur noch schwarz oder weiß, egal wo. Der gesunde Menschenverstand wird stetig abgeschafft und man wird immer mehr zum Mitläufer als selbst Meinung zu bilden.
      Auferlegt von sog. Politikern und Influencern, welche von dem was sie da sagen meist keine oder nur wenig Ahnung haben.
      Wie sollen die Kids von heute denn hier noch filtern? Es prasselt nur so ein.
      Wenn ich mir ansehe was da so geschaut, gedoomscrolled wird?!?
      Schauen dabei zu wie einer ein Game zockt, oder wie jemand etwas baut, backt oder sonst was.
      Lernen ist da aber Fehlanzeige…
      Viele Eltern behandeln das allerdings als normal und setzen sich mit dem Handy daneben. Klar passiert das, aber es sollte doch nicht die Regel sein.
      Für viele Eltern könnte und würde das eine Hilfe sein! Selbst für jene, die denken sie hätten alles im Griff.
      Dass man sich jetzt mal wieder den eigenen Fuß stellt ist unserer wunderbaren Bürokratie geschuldet. Jeder Mist wird geregelt. Die wichtigen Dinge können nicht geregelt werden oder sind nicht lobbykonform. Schade eigentlich, dass es wohl nicht mehr um das Wohl geht :(

    • Die australischen Behörden konnten zwar vorweisen, dass rund 5 Millionen Nutzeraccounts gesperrt wurden. Allerdings haben sie keine Ahnung wie viele Kinder nun kein social media mehr nutzen, da die Altersverifikationen selbst von einem Kind spielend einfach umgangen werden können. Neben der Verifikation über Fakes, kompromittierter Daten oder der Verifikation durch eine volljährige Person aus dem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis genügt alternativ schlichtweg ein Proxy. Welche kinderleicht zu nutzen sind und auch Kindern sowieso schon seit Jahren täglich beworben werden.
      Das Internet ist nunmal kein Kiosk an der Straßenecke.
      Man kann also die social media Nutzung zwar verbieten. Aber schlagt es euch aus dem Kopf, dass eine Altersverifikation viel ändert. Dass kann lediglich Aufklärung. Und schlussendlich müssen dafür auch die Eltern mitarbeiten. Das ist keine Frage des „können“ oder „wollen“. Entweder sie tun es, oder es funktioniert schlichtweg nicht. Man kann natürlich durch Strafen für die Eltern (bei Kindern wird’s mit Strafen schwierig) zusätzlichen Druck ausüben.
      Strafen an die Anbieter sind leider wirkungsarm. Diese werden allerdings im Zweifel für die Personendaten einen Second-Use finden. (Und komme mir keiner mit „ePerso“. Nur ein Bruchteil der Länder auf dem Planeten haben so etwas und ich will nicht tausendmal wiederholen müssen, dass selbst Kinder Proxies nutzen.)
      Das Internet – welches als virtuelles Medium eine vielschichtige globale Vernetzung ermöglicht – ist halt komplex und gleicht in gewissen Belangen einer Hydra. Man kann zwar den „ehrlichen Nutzer“ mit Restriktionen belegen und nackt machen. Aber erwartet bitte nicht, dass Kinder und Jugendliche „regelkonform“ handeln. Gerade wenn sie persönlich keinerlei Sanktionen zu befürchten haben.

  • In Deutschland ist alles schwierig…
    In anderen Ländern scheinbar nicht, denn dort funktioniert es ja auch!

    • Ja woanders, hier müssen Sie nur einige Kommentare lesen und Sie wissen warum.

    • Etliche europäische Länder „planen/prüfen“ aktuell Einschränkungen, heißt es. Aber würde für diese Länder nicht auch EU Recht gelten? Wieso sollte es ausgerechnet nur für Deutschland schwierig sein? Und vielleicht sollte man auch auf dem Schirm haben, dass die Welt sich dreht und es deshalb manchmal nötig ist, Regelungen und Gesetze (der Zeit/Entwicklung) anzupassen.

    • Ja aber DE hält sich bis zum Exzess an den Gesetzestext in allen Richtungen, deutsch halt.
      Die anderen Länder gehen das eben mit Verstand an, egal wie es im Gesetz steht.
      Gesetze kann man ändern.

    • In Österreich sollen die Einschränkungen auch kommen, warum geht es dort und bei uns nicht. at liegt in der eu.
      Vermute eher, das die Politik Angst vor den negativen Feedback der zukünftigen Wähler hat.
      Sehr traurig, wenn ich teilweise sehe, welche jungen smombies rumlaufen und was in den what’s app channels passiert….

    • Komisch das Frankreich das bereits seit letztem Jahr umgesetzt hat.

      Haben die eine andere EU oder sind wir nur wieder übervorsichtig? Oder wir schieben die EU vor um etwas nicht umzusetzen.

  • Wenn ich die Kommentare hier lese muss ich mir teilweise an den Kopf fassen. Mal ne Frage an die ganzen „die Eltern sollen es richten“ Klugscheißer: Mein Sohn ist 9 Jahre, hat kein Handy, darf aber Switch spielen und auch auf meinem IPad sich bei Youtube oder Facebook umgucken und für ihn interessante Berichte/Artikel/Videos angucken (nach Rückfragen). Jetzt will der aber raus spielen, und 95% seiner Kumpels/Freunde rennen in seinem Alter schon mit dem Handy draußen rum. Die gucken sich jeden Scheiß darauf an, egal für welches Alter, welche Weltherrschaftsfantasien von Politkern usw.! Da Kinder neugierig sind, guckt er natürlich mit. Wie kann ich meinen Sohn davor schützen, das er und sein Hirn vollgemüllt wird? Soll er vor jedem Kind mit Handy weglaufen? Ich erwarte mal eure Antworten, vor allem von denen hier, die von Einschränkung und sonstigem geistigen Bullshit reden.

    • Absolut richtig, die meisten Klugscheißer hier haben entweder keine Kinder oder sind mit der Entwicklung zufrieden da se selbst zu der Blase gehören die den ganzen Fake Kram konsumieren und glauben der verbreitet wird in Social Media.

      • Ergo bei den meisten die hier diesen Mist verzapfen ist das Hirn schon durchgeschmort durch den Müll der konsumiert wird ;-)

      • Ich lese schon seit Jahren hier im Forum mit und wundere mich in letzter Zeit immer öfters über die Kommentare die hier reingeschrieben werden. Ich glaube mit der Aussage mit der Blase hast du Recht. Es wird auch nicht mehr darüber diskutiert warum ein 9. oder 10. jähriger einen Insta, Facebook, TikTok etc…. Account haben soll (das habe ich bis heute nicht begriffen) sondern nur noch von Bevormundung vom Staat und so ein (AFD-)gerede.

    • Damit hast Du vollkommen recht. Aber warum ist es in unserem Lande nicht so geregelt, dass mindestens ein Elternteil sich ausschließlich um die Kinder kümmert, anstatt auch arbeiten zu gehen? Warum müssen Alleinerziehende überhaupt arbeiten?
      Vielleicht brauchen wir nur klarere Zuständigkeiten?

      • Na ja? Wie will man sowas regeln??? Man kann ja keinem verbieten zu arbeiten, davon abgesehen kann man auch Kinder erziehen und arbeiten. Kinder gehen ja auch in die Kita oder Schule..

      • Die Frage ist berechtigt, aber mit einem Gehalt ist ein Leben in Deutschland fast nicht mehr möglich.

      • Und auch in keinem anderen Land ;-)

    • Sofern ein Verbot nicht mit drakonischen Strafen für die Kinder/Jugendlichen und/oder deren Eltern einhergeht, wird auch ein solches Gesetz leider nichts daran ändern, dass dein Kind Kontakt mit anderen Kindern haben wird, die social media nutzen. Und das deinem Kind zeigen werden.
      Allerdings ist „IT“ nicht nur eine Ansammlung von „magic boxes“. Statt deinem Kind gelegentlich dein iPad zur social media Nutzung zu geben, solltest du deinem Nachwuchs lieber beibringen, was Computer sind, wie sie funktionieren und ebenso was das Internet ist und wie Anwendungen, Webseiten, etc. aufgebaut sind. (Dazu empfehle ich übrigens zur besseren Veranschaulichung eher ein Desktopbetriebssystem wie macOS, statt wie bei dir Horizon und iOS.)
      Im Anschluss lässt sich dann ein Verständnis dafür entwickeln, was social media ist, wie es funktioniert und welche Gefahren sich daraus ergeben.
      Ja, das ist viel Arbeit. Und ja, da haben viele keine Lust drauf. Aber IT ist allgegenwärtig, hoch komplex und Jugendliche werden damit irgendwann zwangsweise konfrontiert werden – entweder mit dem notwendigen Hintergrundwissen ausgestattet oder als DAU.

      • Hallo Pazuzu,
        mein Kind hat schon einen Internetführerschein und ich habe mich mit ihm und dem Internet beschäftigt (natürlich auch auf dem Mac, er hat mein altes MacBook zum Testen und probieren). Das Internet und die vielen Kind gerechten Seiten sind auch nicht das Problem sondern der ungefilterte Müll auf Facebook und Co.! Ich hatte zb. am Jahresanfang ne ganze Menge Reels von der AFD in meinem Facebookaccount obwohl ich mit der Partei NICHTS am Hut habe. Er hat das dann auch mitbekommen und gefragt warum Ausländer gefährlich sind. Das war nach einem Gespräch dann auch erledigt und Facebook ist für mich deaktiviert.
        Das IT zum modernen Leben dazu gehört ist klar und auch wichtig, aber sind Social Medien die IT von heute? Was hat stundenlanges Scrollen von Instagram und Facebook mit einem sinnvollen IT Umgang zu tun? Es gibt soviel Erwachsene die massiv davon abhängig sind und bekommen es nicht in den Griff, dann muß man wenigstens die Kinder schützen. In unsere mittlerweile Ich bezogenen Gesellschaft kümmern sich doch viele nicht mehr um ihre Kinder und deshalb finde ich einen Schutz für diese Kinder sinnvoll und daher befürworte ich so ein Verbot (also nicht von WA oder Signal).

      • Ich gehe zwar vollkommen damit d’accord, dass die Flut an Müll auf Plattformen wie Facebook, TikTok, Instagram und Co kein besonders wertvolles oder erstrebenswertes Gut unserer Medienlandschaft ist. Aber ein Verbot ohne drakonische Strafen für die Kinder oder Jugendlichen (oder zumindest ihre Erziehungsberechtigten) wird auch mittelfristig erst einmal wenig bis gar keine Auswirkung haben. Dazu genügt ein Blick nach Australien, die sich mit ihren wirkungslosen Altersverifikationen bis auf die Knochen blamiert haben. (Strafen für die Anbieter bringen übrigens wenig, Kids pentesten wie die blöden und sind auch keine isolierten Lebewesen.)
        Wenn man von Strafen für die Kids absehen möchte, bleibt halt nur Aufklärung als veritables Mittel.
        Dass Social Media Plattformen leider auch von Subjekten wie der Agenda gegen Deutschland für ihren Populismus und ihre Hetze genutzt werden, ist natürlich leider auch nicht von der Hand zu weisen. Auf diese Partei fallen leider auch genug erwachsene herein. Ein alarmierender Indikator dafür, dass wir dringend mehr in Bildung investieren müssen.

    • Wie wäre es wenn man die Contentcreator und die Plattformbetreiber in die Pflicht nimmt statt den Konsumenten?

      • Aha…die Herrn Musk und Zuckerberg sind ja auch bekannt dafür soziale Verantwortung zu übernehmen. Und ihr Rudelführer, der Orangenmann auch. Der ist zwar verurteilter se*ualstraftäter aber Sorgen um Kinder, die durch den Gebrauch von Social Media Schaden nehmen, macht er sich sicher…wenn er Zeit hat und nicht gerade mal wieder einen Krieg anzettelt…

    • Leider bist du kein Einzelfall- identisches erlebe ich am Gymnasium unserer Kids.

      Da posten die Kids in den what’s App Channels, schauen Til tok und nehmen an challenges Teil und das schon mit 10!!!!

      Die Diskussionen, warum hat x Instagram und Snapchat und ich nicht, nervt – viele Eltern interessieren sich nicht, was auf dem habdy passiert oder sind überfordert.

  • Bei allem Für und Wider der aktuellen Lage und der Unzulänglichkeit der Jugendschutzgesetze, wäre es am sinnvollsten, aus der gesetzlichen elterlichen Erziehungsberechtigung eine Erziehungsverpflichtung zu machen und diese dann klar und deutlich mit bestimmten Zielen, die für das Allgemeinwohl wichtig sind, auszustatten.

  • Ich bin für ein Handyverbot für Ursula von der ähm Leyen. Aus Gründen.

  • Finde nen Tägliches, Wöchentliches oder Monatliches Limit sinnvoller da sie dann nicht ausgeschlossen werden aber auch nicht zu sehr süchtig werden

  • Am besten man diskutiert noch ein halbes Jahrzehnt. Dann sind endlich alle Kinder völlig in Arsch. Zumindest die, die nicht von Haus aus mediengerecht und v.a. in den ersten 8-12 Jahren weitestgehend Social Media und Medienkonsum-frei erzogen werden. Die wissenschaftliche Studienlage ist inzwischen erdrückend und eindeutig und auch die zunehmenden psychischen Erkrankungen unter Kindern und Jugendlichen stehen in statistisch signifikanter Korrelation zum Medien-/Social Media-Konsum.

  • ooooohhh, wieder alles so schwierig. einen Satz neue Politiker bitte.

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