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Neue ATT-Fenster im Vergleich

So baut Apple die Tracking-Abfragen auf dem iPhone um

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21 Kommentare 21

Seit gestern steht fest, dass Apple seine Tracking-Abfragen in Deutschland überarbeiten muss. Was dabei konkret auf dem iPhone anders aussehen soll, lässt sich inzwischen deutlich besser beurteilen. Das Bundeskartellamt hat nicht nur ein ausführliches FAQ (PDF-Download) zum abgeschlossenen Verfahren veröffentlicht, sondern zeigt darin auch die bislang verwendeten Abfragen im direkten Vergleich und benennt jene Elemente, die künftig verschwinden oder angeglichen werden.

App Tracking Rtl

Das unten abgebildete Schaubild macht den Ausgangspunkt der Auseinandersetzung recht anschaulich. Beim ATT-Fenster für Drittanbieter hebt die Behörde die orangefarbene Grafik mit Warncharakter, den prominent verwendeten Begriff „Tracking“, den Fettdruck sowie die Anordnung der Schaltflächen hervor. Apples eigenes Fenster für personalisierte Werbung wirkt dagegen zurückhaltender, bietet wesentlich mehr Platz für Erklärungen und führt zu einer weiterführenden Informationsseite. Nach Ansicht des Kartellamts konnten diese Unterschiede die Entscheidung der Nutzer in unterschiedliche Richtungen lenken.

Warnhand und „Tracking“ verschwinden

Genau an diesen Punkten setzt der Umbau an. Im neuen ATT-Fenster entfallen die Warnhand und der Begriff „Tracking“. Apple muss außerdem die Erläuterungen zur möglichen Datenverarbeitung, die Beschriftung der Auswahlmöglichkeiten und deren Reihenfolge stärker an das eigene Fenster für personalisierte Werbung angleichen. In Deutschland sollen anschließend nur noch die überarbeiteten Varianten beider Abfragen eingesetzt werden.

Apple Attf Faq (Verschoben) 1

Unterschiedliche Info-Fenster für Entwickler (Link) und Apple selbst (rechts)

Neu ist auch, wie viel Raum App-Anbieter selbst erhalten. Der bislang meist auf ein bis zwei Sätze begrenzte Erklärungstext kann künftig bis zu 4.000 Zeichen umfassen. Entwickler dürfen darin ausführlicher erklären, welche Rolle personalisierte Werbung für ihr Angebot spielt. Zusätzlich kann ein Text-Button auf eine zweite Seite führen, auf der weitere Informationen oder detailliertere Auswahlmöglichkeiten untergebracht werden.

Eine Abfrage kann künftig zwei Aufgaben übernehmen

Das FAQ unterfüttert zudem einen Punkt, den wir gestern bereits angesprochen haben: Apple lockert die bislang starre Trennung zwischen ATT und den datenschutzrechtlichen Einwilligungsfenstern der App-Anbieter.

Entwickler können beide Entscheidungen künftig in einem Fenster zusammenführen. Alternativ lassen sich die Abfragen weiterhin getrennt anzeigen, dann aber miteinander verknüpfen und erklären. Wer nichts ändern möchte, kann auch beim bisherigen getrennten Verfahren bleiben. Bei einer vollständigen Kombination gilt die Auswahl des Nutzers für beide Abfragen, sodass im betroffenen Bereich nur noch ein Fenster erscheinen muss.

Bis die neuen Dialoge tatsächlich auf iPhone und iPad auftauchen, bleibt noch etwas Zeit. Apple hat vier Monate für die schrittweise Umsetzung und will die Änderungen zuvor mit App-Anbietern technisch testen.

18. Aug. 2026 um 11:01 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    21 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Es interessiert mich doch nicht, „welche Rolle personalisierte Werbung für ihr Angebot spielt“. Auch nicht nach einer Erklärung. Wird weiterhin alles blockiert was technisch geht.

    • Genau so und es sollte global in den Einstellungen fix deaktiviert werden können. Diese Pop-ups ruinieren alles

    • Wenn dadurch deine User Experience schlechter wird, sollte es dich doch interessieren. Und wenn du ablehnst bekommst du ja nicht weniger Werbung.

      • Du meinst die Werbeeinblendungsexperience? Wenn sie damit wirklich nur technische Abfragen und Probleme anschauen würden. Nur leider: wie bereits nachgewiesen wurde, ist Anonymisierung leider nicht 100%ig möglich.. und ich hab definitiv was zu verbergen! Und sei es nur, dass ich jeden Abend zur gleichen Zeit zu Abend Esse. Das geht keiner Firma irgendwas an.

  • Das Kartellamt könnte die Ressourcen, die es für so eine Sache einsetzt, die nur theoretisch interessiert besser nutzen

    • +++ 1
      Beispielsweise um endlich die Praxis der Raffinerien zu entlarven !

      • Deren Ermittlungen beruhen auf handfesten Indizien von Whistleblowern. Wenn du da also schlauer bist, kannst du es ja melden. Wenn das Kartellamt in den Raffinerien anruft und Infos will, kommt dabei ja auch nichts rum

  • 89.0 RTL – da hätte man auch einen Sender mit Niveau nehmen können. ;)

  • Aber die entscheidende Frage finde ich in der FAQ nicht beantwortet: Gibt es auch in Zukunft die Möglichkeit, den ganzen Quatsch komplett zu deaktivieren, wie das momentan möglich und von wohl fast jedem gemacht wird (Einstellung „Apps erlauben, Tracking anzufordern“ auf AUS)?

    • Ich habe bis jetzt nichts gegenteiliges gelesen. Wäre aber schwierig begründbar. Es ist ja nur eine Option. Maximal könnte man auf die Idee kommen, dass es auch einen Schalter geben müsse, der Apples Werbeanfrage unterdrückt. Aber wie soll das begründet werden. Wenn der eine negativ behandelt wird, dann der andere auch? Negative Gleichbehandlung ist, glaub ich, keine juristische Kategorie. :D

  • Wahnsinn wir haben echt nichts anderes zu tun

  • Beanstandet wurde hauptsächlich das Apple seine eigenen Dienste weniger drastisch an den Tracking Warnungen vorbeischleust.
    Richtiger wäre hier von Apple einfach gewesen auch die eigenen Dienste korrekt von den Tracking Warnungen erfassen zu lassen. Ob da jetzt ein weniger drastischer Text für Drittanbieter stehen interessiert wohl kaum jemand. Entweder ist es einem egal das man getränkt wird und somit was da steht, oder aber man hat das Tracking gänzlich geblockt (weiterhin nur nicht für die Apple eigenen Dienste)

  • Ich hoffe es wird mal eine Statistik geben, wo man herauslesen kann, dass das App Tracking mehr geworden ist, weil die Leute aufgrund dieses neuen Fensters öfter zugesagt haben

  • Schön das ihr alle Ifun lest aber ohne jegliche Gegenleistung wie Werbung. Viel Spaß wenn ihr nur noch ai Inhalte bekommt weil man sowieso den Rest nicht finanzieren kann. Schaut einfach mehr TikTok und lehnt dort alles ab ….

    Oder kauft euch eher eine werbefrei Abo dann dürft ihr auch meckern . Bis dahin einfach mal nachdenken wie sich Dinge finanzieren sollen.

  • Dazu empfehle ich den informativen Kommentar „Absurde Entscheidung“ auf netzpolitik.org von heute, 18. August 2026.

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