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Verfahren offiziell abgeschlossen

App-Tracking-Abfragen: Apple muss weitere Anpassungen vornehmen

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18 Kommentare 18

Apple macht im Streit um die App-Tracking-Abfragen auf dem iPhone und iPad weitere Zugeständnisse. Die deutschen Werbe- und Medienverbände hatten sich deshalb an das Bundeskartellamt gewandt, weil Apple seine eigenen Angebote aus ihrer Sicht bevorzugt behandelt. Eine zuvor von Apple vorgeschlagene Anpassung hatte das Bundeskartellamt als nicht ausreichend angesehen. Nun teilt die Behörde mit, dass Apple weitere Anpassungen verbindlich zugesichert habe und das Verfahren damit abgeschlossen sei.

Streit um unterschiedliche Tracking-Abfragen

Apples „App Tracking Transparency“ (ATT) verpflichtet Drittanbieter, für bestimmte Formen der unternehmensübergreifenden Datennutzung per Abfragefenster eine zusätzliche Zustimmung des Nutzers einzuholen. Für seine eigenen Angebote macht Apple dagegen geltend, lediglich Daten aus dem eigenen Ökosystem zu verwenden. Eine vergleichbare Abfrage sei daher nicht erforderlich.

Apple App Tracking Transparenz Meldung

Das Bundeskartellamt hatte bereits Anfang 2025 Bedenken gegen die Ausgestaltung der Tracking-Abfrage angemeldet. Aus Sicht der Behörde konnten Sprache, Darstellung und Auswahlmöglichkeiten bei Apples eigenen Angeboten Nutzer eher zur Zustimmung bewegen. Drittanbieter mussten dagegen teils drastischer formulierte und mehrfache Abfragen anzeigen. Apple wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Regeln dienten dem Schutz der Privatsphäre.

Neutralere Abfragen zugesagt

Auf Grundlage der nun verbindlichen Zusagen muss Apple die Abfragefenster für eigene Angebote und Apps anderer Anbieter stärker angleichen. Die Hinweise sollen neutraler formuliert und gestaltet werden. Abschreckend wirkende Symbole und Formulierungen in den von Apple vorgegebenen Fenstern für Drittanbieter entfallen.

App Tracking Rtl

App-Herausgeber und Inhalteanbieter erhalten zudem mehr Möglichkeiten, die Bedeutung personalisierter Werbung für ihr Angebot zu erläutern. Die Abfragestruktur für Drittanbieter wird ebenfalls vereinfacht. App-Anbieter können die von Apple verlangte Abfrage künftig besser mit den datenschutzrechtlich erforderlichen Einwilligungen verknüpfen. Alternativ sollen sich beide Abfragen für Nutzer nachvollziehbar aufeinander beziehen lassen.

Wettbewerbsrecht im Fokus

Das Bundeskartellamt betont in diesem Zusammenhang, dass das Verfahren nicht auf höhere Zustimmungsraten für personalisierte Werbung zielt. Entscheidend sei, dass Nutzer frei und informiert entscheiden können, unabhängig davon, ob sie der Nutzung ihrer Daten zustimmen oder sie ablehnen. Gegenstand der Prüfung war der Behörde zufolge ausschließlich ein möglicher Verstoß gegen deutsches und europäisches Wettbewerbsrecht. Datenschutzrecht sei nicht Gegenstand des Verfahrens gewesen. Um mögliche Abgrenzungsprobleme zu vermeiden, habe man sich mit der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit sowie dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht ausgetauscht.

17. Aug. 2026 um 11:03 Uhr von chris Fehler gefunden?


    18 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Glaubt die Deutsche Medien- und Werbepropaganda allen ernstes das dadurch weniger der „Ablehnen“ Button gedrückt wird?
    Keiner Drittanbieter App würde ich dies gestatten!

  • Ich hab noch nie solch ein Fragefenster zu sehen bekommen. Liegt es vielleicht auch dann den Programmen, die nicht die seriösesten sind?

  • Mich wundert das die Tracking Abfrage noch kommt, ich dachte ich hätte die Abfrage in iOS generell abgestellt. Das ging doch früher so in iOS?

    Was beschwert sich die Werbeindustrie?
    Sollen die mal fett einblenden mit wie viel hunderten!!! Partner die Daten geteilt werden.

    Dazu die unverschämten Cookie Abfragen, bei denen es welche gibt wo man händisch, versteckt unter einem eingeklappten Punkt, duzende Anbieter extra ausstellen muss.
    Das müsste automatisch ALLES auf aus sein, es sei denn User aktivieren dort was.

  • Werbeblocker und Proton VPN regeln mittlerweile hier auf allen Geräten. Ich bin es eben leid und traue auch Apple nicht mehr!

  • Laut news.orf.at wird Apple das Wort Tracking aus der Abfrage streichen und die Unternehmen dürfen nach einem Jahr eine erneute Abfrage an den Nutzer stellen. Ganz toll – ich möchte keine Abfragen und wenn etwas Tracking ist, warum darf man es dann nicht so nennen?

  • Das Apple massiven Druck auf den Nutzer ausübt wenn es zum eigenen Vorteil ist habe ich erst gestern wieder erfahren. Wollte schon mal vorsorglich ein Jahresabo beenden bevor ich das später vergesse, und da kommt ein riesiges Pop-up „Wenn du jetzt das Abo beendest, wird auch deine Familienfreigabe beendet! Willst du das wirklich?“ War ganz erschrocken, sollte die Familienfreigabe nicht erst bei Laufzeitende erlöschen, und nicht zum Zeitpunkt der Kündigung? Lieber erstmal die Kündigung abgebrochen und gegoogelt. Google hat mir dann erklärt dass das bewusste Panikmache ist. Natürlich läuft die Familienfreigabe genauso weiter wie das Abo, was ja auch logisch und für jeden Normaldenkenden klar ist. Warum also dieses Popup, mit irrelevanten Informationen, die nur der Verwirrung dienen? Das Apple durch solche Sticheleien nicht an Sympathie gewinnt dürfte doch klar sein.

  • Dann muss ich nicht mehr iPhone kaufen, Android billiger, weil Apple Datenschutz verschlechtert, jetzt gleich Niveau wie Google und Android. Preiswert Apple nicht mehr Wert. Zu teuer und keine Datenschutz, Apple muss Preis runter machen!!!

  • Apples eigene Apps Tracken und fragen nicht .Der Rest muss immer wieder nachfragen.
    Da ist jetzt mal das Kartellamt mal dazwischengeraetscht.
    .

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