Smart Glasses: Samsung setzt auf Google statt Display
Samsung will offenbar noch im Sommer eine eigene KI-Brille vorstellen. Nach Informationen der koreanischen Wirtschaftszeitung Seoul Economic Daily sollen die „Galaxy Glasses“ im Rahmen des nächsten Galaxy-Unpacked-Events am 22. Juli in London gezeigt werden und damit früher erscheinen als Apples erwartete Smart-Glasses-Pläne.
Meta hat mit der Ray-Ban-Kooperation vorgemacht, wie moderne KI-Brillen aussehen können.
Nach aktuellen Berichten setzt Samsung dabei nicht auf eine klassische AR-Brille mit eingebautem Display. Stattdessen soll das Gerät eher in Richtung Ray-Ban Meta gehen: Kamera, Mikrofone und Lautsprecher sind an Bord, die eigentliche Intelligenz kommt über Googles Android-XR-Plattform und Gemini.
Die Brille soll also sehen und hören können, ohne dem Nutzer direkt Informationen in ein Glasdisplay einzublenden. Gemini könnte Bilder oder Videoinhalte der Kamera auswerten, Fragen zur Umgebung beantworten, Objekte erkennen oder bei Übersetzungen helfen. Gekoppelt werden soll die Brille mit Galaxy-Smartphones und Samsungs SmartThings-Ökosystem.
Partnerschaft mit Gentle Monster
Samsung arbeitet für die KI-Brille offenbar mit dem Brillenhersteller Gentle Monster zusammen. Damit folgt der Konzern einem ähnlichen Ansatz wie Meta mit Ray-Ban: Die Technik soll nicht nach Entwicklerbrille aussehen, sondern möglichst nah an normaler Alltagsbrille bleiben.
Google hatte bereits bestätigt, mit mehreren Partnern an Android-XR-Brillen zu arbeiten. Neben Samsung werden auch XREAL, Warby Parker und Gentle Monster genannt. Geplant sind dabei sowohl reine KI-Brillen ohne Display als auch Modelle mit integrierter Anzeige für Navigation, Übersetzungen oder kurze Hinweise.
Apple soll erst später folgen
Apple arbeitet Berichten zufolge ebenfalls an einer eigenen KI-Brille. Der erste Versuch soll aber frühestens 2027 auf den Markt kommen. Erwartet wird auch dort zunächst kein vollwertiges AR-Display, sondern ein leichteres Gerät mit Kameras, Mikrofonen, Lautsprechern und Siri-Anbindung.
Samsung könnte Apple damit beim nächsten größeren Wearable-Trend zuvorkommen. Ob das reicht, ist offen. Smart Glasses stehen weiterhin vor den alten Fragen: Wie gut funktioniert die KI im Alltag, wie lange hält der Akku, wie unauffällig ist die Kamera – und wie wohl fühlen sich Menschen in der Umgebung, wenn eine Brille ständig mitsehen könnte?
Für iPhone-Nutzer ist die Entwicklung vor allem als Ausblick interessant. Nach Vision Pro und Ray-Ban Meta scheint sich abzuzeichnen, dass die nächste Geräteklasse nicht zwingend mit großen Displays startet. Wahrscheinlicher ist zunächst eine KI-Brille, die zuhört, sieht und Antworten aufs Ohr liefert.

Bin mit meiner Ray Ban Meta Gen 2 super zufrieden. Hoffe aber dennoch bald auf die Apple Glasses.
Himmel, ist das Ding hässlich! Aber, abgesehen davon. Warum sollte man für Kamera Mikrofon eine „Brille“ brauchen? Warum sollte man das auf der Nase haben? Da könnte man sich auch ein Smart Device an die Kleidung clipsen.
Gab es schon
Totgeburt
Und was machen die Brillen-Träger?
Frage für einen Freund.
Sich ein Gadget an die Kleidung clipsen – gab es aber schon. Totgeburt ^^
Die kriegen bestimmt die Gläser mit Stärke.