iPhone als mobiler Dokumentenscanner
ScanSnap Camera und ScanSnap Cloud+: Abo und App-Scanner starten
PFU erweitert seine ScanSnap-Plattform um eine neue Kamera-Funktion für das iPhone. Mit ScanSnap Camera lassen sich Papierdokumente, Belege, Visitenkarten und Fotos direkt über Version 4.0 die mobile ScanSnap-Home-App erfassen.
Die App erkennt Dokumente automatisch, richtet schräg fotografierte Seiten aus und entfernt den Hintergrund. Auch die Ausrichtung und die Farbdarstellung werden automatisch angepasst. Mehrseitige Dokumente lassen sich anschließend neu sortieren, drehen und vor dem Speichern bearbeiten. Die fertigen Dateien können auf dem iPhone oder bei einem verbundenen Cloud-Dienst abgelegt werden.
Grundfunktionen der iPhone-App bleiben kostenlos
Für die Nutzung von ScanSnap Camera ist kein separater ScanSnap-Scanner erforderlich. Nach einer (recht umständlichen) Registrierung kann die mobile Anwendung kostenlos verwendet werden. PFU will damit auch Anwender erreichen, die bislang keine ScanSnap-Hardware besitzen.
Die Kamera-Funktion soll insbesondere unterwegs beim Erfassen von Rechnungen, Briefen oder Besprechungsunterlagen helfen – wir setzen hier bislang auf Quickscan und Scanem. Aus den Aufnahmen erstellt die App durchsuchbare PDF-Dateien. Damit lassen sich erkannte Begriffe später über die Suche wiederfinden. Die Bildverarbeitung basiert laut Hersteller auf den Verfahren, die PFU auch bei seinen Dokumentenscannern einsetzt.
In Europa stellt PFU zunächst vor allem diese kostenlosen Funktionen heraus. Dazu gehören die automatische Erfassung, perspektivische Korrekturen, die Entfernung des Hintergrunds sowie die grundlegende Texterkennung. Die ScanSnap-Home-App ist auch für das iPad und für Android-Geräte erhältlich.
KI-Abo verarbeitet Handschrift und Dokumentinhalte
In Japan verbindet PFU die neue Smartphone-Funktion zusätzlich mit dem neuen, kostenpflichtigen Dienst ScanSnap Cloud+. Dieser ergänzt die bisherige ScanSnap-Cloud um eine weitergehende Dokumentenanalyse. Das System erkennt dabei auch handschriftliche Notizen und erzeugt anhand des Inhalts automatisch passende Dateinamen.
Zudem kann die Software Datumsangaben, E-Mail-Adressen, Internetadressen und QR-Codes aus einem Dokument herauslesen. Die daraus erzeugten PDF-Dateien enthalten passende Verknüpfungen. Termine lassen sich so direkt an einen Kalender übergeben, während erkannte Adressen zum Verfassen einer E-Mail verwendet werden können.
Für iPhone-Aufnahmen bietet das Abo außerdem eine automatische Schattenentfernung und eine Korrektur von geknickten oder gebogenen Seiten. Die Verarbeitung erfolgt in der Cloud. PFU erklärt, dass hochgeladene Dokumente nicht zum Training der verwendeten KI-Modelle eingesetzt werden.
ScanSnap Cloud+ wird in Japan in drei Tarifstufen angeboten. Die Preise beginnen bei umgerechnet 5 Euro pro Monat und reichen bis etwa 16 Euro. Für den kleinsten Tarif ist ein kostenloser Probemonat vorgesehen. Hierzulande wird das Abo aktuell noch nicht angeboten. Der kostenpflichtige KI-Dienst scheint daher vorerst auf Japan beschränkt zu sein.




Endlich wieder was mit Abo! :-))
Ich habe meinen letzten ScanSnap-Scanner wieder zurückgegeben, weil der Scan zum NAS ohne eingeschalteten PC, oder Datentransfer zu einem externen Server nicht speichern konnte.
Ich steh halt nicht so auf diesen Cloud-Kram.
Wenn ich unterwegs Daten vom NAS benötige, geht das immer noch sehr fein per VPN – und ich muss mir keine Sorgen machen, dass ein Hersteller irgendwann seinen Cloud-Dienst für ein Gerät einstellt (hat es ja schon zu Genüge gegeben).
Ja, das stört mich auch extrem!
Aber auf der anderen Seite habe ich mit dem Gerät schon viele tausend Seiten sehr gut und effizient digitalisiert bekommen und konnte endlich mehrere Schränke mit Ordner endlich auflösen.
Wüsste keine gute Alternative dafür.
Das geht mittlerweile auch ohne Computer samt OCR.
Ich bin ein großer Fan dieser Scanner… aber wenn man so einen hat, sollten die genannten zusatzfunktionen ohne Abo inklusive sein…
Paperless-ngx und die nette QuickScan-App sind besser als dieser Abo-Kram, würde ich mal vermuten.
Es sei angemerkt, dass man für die Nutzung der App einen (kostenlosen) Account braucht.