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Wahlfreiheit ab Herbst

Safari und Apple Mail: iOS 14 fragt nach Wechsel der Standard-Apps

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Unter iOS 14 wird es ab Herbst erstmals in der Geschichte des iPhone möglich sein, zwei ab Werk vorinstallierte Apps durch alternative Anwendungen zu ersetzen, die sich zudem zum Systemstandard befördern lassen. Konkret wird Apple den Austausch der Mail-App und des mobilen Safari-Browsers ermöglichen.

Ein Schritt, den viele Marktbeobachter mit Blick auf die laufenden Monopol-Untersuchungen als eines von mehreren vorauseilenden Eingeständnissen Apples werten. Cupertino tritt hier in Vorleistung, ehe die bisherige Praxis von Regulierern in den USA und Europa angezählt wird.

Das neue Feature, das sich in den aktuellen Vorabversionen von iOS 14 nicht ohne Weiteres ausprobieren lässt, macht derzeit noch einen etwas holperigen Eindruck. So berichten erste Entwickler nach Experimenten mit der neuen System-Funktion, dass sich das Betriebssystem nach dem manuellen Wechsel der Standard-Apps erneut rückversichert, dass diese auch genutzt werden sollen.

Wie Filipe Espósito meldet, fragen Anwendungen beim ersten Anruf einer neuen Standard-Apps noch mal gesondert nach, ob diese Wirklich zum Auswerten der angetippten E-Mail-Adresse bzw. zum Öffnen des gerade berührten Web-Links gestartet werden sollen.

Nachfrage Standard Browser

Standard gesetzt: Mail-Links fragen dennoch nach

iOS 14 wird die Möglichkeit zum Wechsel der Standard-Apps in den Systemeinstellungen anbieten. Sind Browser- beziehungsweise E-Mail-Apps installiert, die die Arbeit von Apple Mail und Safari übernehmen können, lassen sich diese in den App-Einstellungen zum System-Standard befördern.

Mögliche Kandidaten wären die E-Mail-App Spark, Googles Chrome-Browser, Brave und Firefox. Für die Browser-Alternativen gilt jedoch weiterhin: Zur Darstellung der angesteuerten Webseite muss Apples Rendering-Engine genutzt werden. Eigene Implementierungen sind auch unter iOS 14 nicht zulässig.

Der Wirtschaftsnachrichten-Dienst Bloomberg hatte die Bereitstellung der neuen Funktion noch vor der Präsentation von iOS 14 treffsicher vorhergesagt.

Mittwoch, 22. Jul 2020, 16:49 Uhr — Nicolas
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  • Ich meine, die Frage nach Öffnung der Apps gibt es aktuell ja auch schon, oder nicht?

  • Spark als Standard hätte schon was.

    • Aber deine Daten werden mit Readdle abgeglichen… Das würde ich nicht machen.

      • Ich nutze Spark schon eine ganze Weile, mag es auch mich dadurch mit allen Mail-Accounts auf einmal anzumelden….
        hatte mir bisher noch keine Gedanken gemacht, weil mir Readdle als wirklich seriöses Unternehmen erscheint….

      • Und? Du nutzt sicher auch WhatsApp und Facebook. Was meinste was da abgeglichen wird ;)

      • @Leser, ich denke da ist schon noch ein Unterschied ob es ausgewertet wird dass ich mich mit Freunden zum Sport oder auf ein Bierchen verabrede oder vertragliche Details die ich per email bekomme.

      • Eine seriöse Firma zeichnet sich dadurch aus, das sie keine Daten abgleicht.
        Im Umkehr Schluss kann man also sagen eine Firma die Daten abgleicht ist per Definition unseriös.
        Warum Daten abgleichen die ich zur Funktion der App/Programm nicht brauche.

        Nur so(n) Gedanke..

      • @conectas Apple gleicht auch Daten ab du alter Troll ;)

      • @conectas:

        Das ist leider prinzipbedingt: Das Umleiten über eigene Server ist für alternative Mail-Apps die einzige Möglichkeit, Push-Nachrichten zu verschicken, die über neue Mails informieren. Ist also kein Indiz für die Seriosität eines Anbieters.

        Mir ist auch sehr unwohl dabei, und sicher gibt es nur wenige Anbieter, die das bösartig ausnutzen würden. Aber möglich wär’s immer.

      • @Leser: Nein, ich nutze kein Facebook und Whatsapp. Und nun? 0.o

      • @Jonasiiiiii Kann die Standard-Mail-App sich nicht mit mehreren Konten anmelden?
        Seriös, hm… solange Facebook, Google & Co im Hintergrund trotz bescheinigter DSGVO-Konformität mitspielen, wäre mir zu viel Vertrauen zu unsicher…

      • Hier reden einige von Seriosität. Mag sein, dass der Entwickler als seriös definiert werden kann, aber was mich eher abschreckt, dass es durchaus Hackerangriffe geben kann/gibt, um an diese Daten zu kommen. Ich kann mich an einen ähnlich gelagerten Fall bei einer anderen Mail-App von vor ein paar Monaten erinnern, bei dem Hacker eben solche bzw ähnliche Daten (?) abgriffen. Insofern: Gerne verzichte ich auf die eine und andere sinnvolle Funktion bin aber mehr auf der „sicheren“ Seite mit Apple Mail.

  • Schöne wäre auch eine Auswahlmöglichkeit bei der Karten App und Kamera App.

  • Ich will Google Maps (cycling directions) auf meiner Watch, aber auch aufm iPhone genauso intuitiv nutzen können wie Apple Maps.
    Das einblenden im Homescreen muss doch irgendwie möglich sein.

  • Notability als Standard-Notizen-App wäre schön ! Dann könnte man auch eine Schnellnotiz in Notability erstellen, wenn man auf den gesperrten iPad mit dem Pencil auf das Display klickt.

  • Wie wäre es mit Canary als Standard für Mail. Man bezahlt nicht mit seinen Daten sondern mit 20,00€ „lebenslang“?

  • Eigentlich ja eine gute Nachricht.

    Andererseits: ich werde wohl auch weiterhin Safari und Apple Mail nutzen.

    Datenkranken wie Spark kommen mir nicht aufs iPhone.
    Und die Mail-App von GMX ist leider noch verbugter als die Standard-Mail App und bietet glaube ich immer noch keinen Dark Mode.

    • „Datenkrake“. Sprechen da die persönlichen Vorurteile oder ein nachvollziehbarer Beleg seitens Datenschutzerklärung? Spark kommt von Readle, nicht von Facebook. Technisch gesehen macht die Umsetzung bei Spark absolut Sinn und ist deutlich Energiesparender und schneller.

  • Schade, hatte auf Ersatz der Kamera App gehofft

  • Ersatz für Cloud
    Mail: bleibt erstmal, auch Safari, da ich zur Zeit iPhone/MBP habe.

    Bei meiner Frau switche ich aber auf Firefox

  • Spark hat diese 2-3 kleinen Punkte welche mich bei Apple Mail verrückt machen.
    Und ich habe irgendwo gelesen, dass die Daten bei Spark nur bei aktiviertem Push mit Readdle abgeglichen werden, da dieser Dienst sonst nicht funktioniert. Kann das jemand bestätigen? Push nutze ich sowieso nicht.

    • Das ist (mit aller Vorsicht) so richtig.

      Readdle (Facebook) nutzt Deine User-Credentials nur wenn Du Push möchtest.
      Anders ist das technisch nicht möglich, da Apple hierfür keine Api bereitstellt.
      Das gilt auch für alle anderen (Mail)Apps, die Push bereitstellen möchten.

      Aber ob sie sich wirklich daran halten wirst Du vermutlich nie erfahren…

      • Hallo Wolle,

        Wieso steht Facebook in Klammer hinter Readdle? Meines Wissens ist es keine FB company. Es nutzt lediglich die FB SDK für Analyse. Ein Grund für mich es nicht zu nutzen.

        Gleichzeitig muss man sagen dass sehr viele die Facebook SDK zur Analyse der Nutzung ihrer App benutzen zB Spotify. Von daher ist es schwierig sich überhaupt der Daten Übermittlung zum Zuckerberg unternehmen zu „schützen“.

  • Ich bin eigentlich mit Outlook sehr zufrieden. Wundert mich, dass den hier niemand erwähnt. :)

    • Ging es bei Outlook App nicht mal drum das die alle Zugangsdaten auch von andren Anbietern zu Microsoft funken?
      Anderseits daheim nutze ich auch Outlook weil es sich wunderbar mit dem iPhone synchronisieren lässt.

      • Ich glaube, dass die mobile Outlook App und das „richtige“ Outlook auf dem Desktop verschieden funktionieren, oder?

      • Siehe meine Antwort oben bei Spark: bei mobilen Apps geht es nicht anders als über den Server des Anbieters, wenn man Push möchte. Das ist auf dem Mac ganz anders.

  • Wenn man das hier so liest, dann frage ich mich, warum alle ein iPhone wollen. Wenn ich alle integrierten Apps austauschbar haben will, warum nutze ich dann noch IOS wenn ich meine Daten dann in alle Richtungen pusten mag nur nicht zu Apple.

    • Sehe ich ganz genau so! Muss beruflich leider viel mit Android arbeiten, und wenn ich dort ein Bild, Video, pdf, link usw öffnen möchte werde ich grundsätzlich vorher immer gefragt welche der 15 Apps ich für die jeweilige Datei verwenden möchte! Super nervig und ein komplett verzichtbarer Zwischenschritt! Bevor man da in den „Genuss“ der Datei kommt, hat man nen Marathon an aufpoppenden Meldungen hinter sich…

    • Das ist ein sehr guter Einwand! Das „Daten“ das neue Gold sind, sollte doch mittlerweile jedem klar sein. Und wenn schon Daten hin- und herschicken, dann doch lieber über Apple. Ob das zu 100% sicher ist, kann keiner sagen, aber sie verkaufen wohl zumindest die her gesammelten Daten nicht an Google oder Facebook.

  • Und wann ist es möglich den Browser nach eigenen sicheren Maßstäben anzupassen?

    Das fehlt schon seitdem es iOS gibt.

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