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Gesetzesentwurf zielt auf Apple

„Right to Repair“ in Kalifornien: Apple soll Reparaturanleitungen freigeben

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Kalifornien will als 18. Bundesstaat in den USA ein sogenanntes „Right to Repair“-Gesetz einführen. Sollte die neu verabschiedete Gesetzesvorlage Anwendung finden, so müssten dort angesiedelte Hersteller nicht nur Reparaturanleitungen frei zugänglich machen, sondern auch dafür sorgen, dass die Käufer ihrer Produkte die Möglichkeit haben, Ersatzteile und für die Diagnosewerkzeuge zu erwerben.

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Bilder: repair.org

In Kalifornien findet sich eine Reihe namhafter Technikkonzerne angesiedelt, allen voran natürlich Apple. In der Zentrale des iPhone-Herstellers dürfte die Diskussion über eine derartige Verordnung dann auch mit gemischten Gefühlen aufgenommen werden. Apple führt selbst Reparaturen in den Apple Stores oder per Posteinsendung durch, bietet aber keinerlei Unterstützung für Reparaturen durch Kunden oder unabhängige Reparaturbetriebe. Insbesondere Letztere könnten von einer derartigen Regelung profitieren.

Hintergrund der Initiative ist ein nachhaltigerer Umgang mit Technikprodukten. Verbesserte Reparaturmöglichkeiten sollen dazu beitragen, die Haltbarkeit und Nutzung der Geräte zu verlängern.

Via ifixit

Donnerstag, 08. Mrz 2018, 7:50 Uhr — chris
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  • Wenn eine Reparatur nicht so wahnsinnig teuer wäre bei Apple, dann wäre eine qualifizierte Reparatur aber sinnvoller. Denn wenn dann nachher etwas nicht mehr funktioniert, ist wieder Apple schuld…

  • Ein guter Vorschlag.

    Zwar gräbt man damit direkt an
    apples Gewinn, allerdings kann man nur indirekt davon profitieren.
    Kalifornien kämpft jedes Jahr mit Trockenheit, Dürre und Waldbränden, da ist es natürlich von vorrangigem Interesse etwas gegen globale Erwärmung zu tun und natürlich ist dies auch eine pro-Verbraucher Entscheidung.

    • Damit würde man Apple keinen Gewinn abgraben.
      Würde man sie zwingen Ersatzteile zu verkaufen, würde Apple sicherlich mind. gleichviel in diesem Markt verdienen wie durch die derzeit selbst durchgeführten Reparaturen.
      Apple würde vermutlich einfach sehr hohe Ersatzteil-Preise ansetzen, so dass das für externe Dienstleister unlukrativ wird.

  • Ich repariere seit Jahren selbst und finde es deshalb so bescheuert, dass man keine Original Ersatzteile bekommt. Bei meinem Auto, Waschmaschine, Geschirrspüler, Gardenakram klappt das ganz hervorragend. Und früher war das bei Apple ja auch kein Problem.
    meist sind die Reparaturen auf Kindergartenniveau. Warum also nicht?

  • Dann macht Apple die benötigten Geräte einfach richtig teuer. Wenn dieses Gesetz die Sicherheit meines iPhones beeinträchtigt da nun mehr Leute wissen wie die Hardware tickt, gehören diese Gesetzgeber auf den Scheiterhaufen.

    • Security through obscurity hat langfristig noch nie funktioniert. Insofern solltest du froh darüber sein, wenn so viele Leute wie möglich wissen wie deine Hard- und Software tickt. Ob die Herausgabe einer Reparaturanleitung für ein besseres Verständnis sorgt, wage ich aber zu bezweifeln. Und wer sowieso Ahnung von der Materie hat, der braucht keine Anleitung.

    • Genauuuuu auf Scheiterhaufen mit Leuten die Unsicherheit verbreiten indem sie herausfinden wollen wie ihre Hardware überhaupt funktioniert. Völlig am Thema vorbei und auch sonst eine sehr überholte Ansicht auf Sicherheit durch Geheimnisse zu setzen.

  • Die Reparaturanleitungen sind egal, da gibt es mehr als genug im Netz. Schlimm ist, dass es keine Original-Ersatzteile gibt.
    Aktuell beim iPhone5s meiner Frau. Gerät absolut ausreichend, aber der Akku. Bei Apple kostet der Tausch 89€, die Investition lohnt bei einem Gerät, das neu 189€ kostet nicht mehr wirklich. Von den Nachbauten hat mich bisher kein Hersteller überzeugt, die meisten Kritiken bemängeln entweder sofort oder spätestens nach 2 Monaten dass die Leistung nicht den Erwartungen entspricht. Ähnliche Erfahrungen habe ich damals gemacht, als ich den Akku beim iPhone4 selbst getauscht hatte obwohl der Anbieter einen guten Ruf hat…

  • Gut so. Bei Autoreparaturanleitungen hat die EU das auch gemacht, um die Abzocke zu reduzieren. Kürzlich selber erlebt: Kleiner Defekt. KV eines namhaften dt. Herstellers: 2.800 Euro. Reale Reparaturkosten bei freier Fachwerktstatt (Meisterbetrieb mit 30 Jahren Erfahrung): 530 Euro. Dürfte hier auch so sein. Wer die absurden Reparaturpauschalen von Apple (die wohl eher zum Neukauf animieren sollen) zahlen möchte, kann da ja weiter tun.

  • Sorry Markus,
    Aber auf den Scheiterhaufen gehört gar niemand. Nicht einmal die, die das für andere fordern.
    Kalifornien hat recht, hoffentlich folgt die EU!

  • iPhones sind an sich ziemlich einfach zu reparieren. Habe selbst schon Kamera, Akku, Display, etc. getauscht.
    Das große Problem ist einfach die Verfügbarkeit der Ersatzteile.
    Hier hat man nur die Wahl zwischen billig-nachahmer-Produkten und ausgebauten Teilen aus Schrott-iPhones. Beides nicht optimal.
    Hoffentlich ändert sich das durch das Gesetz.

  • Ich habe mal eine Doku gesehen da ging es dann ehr um die Landwirte in Amerika die alle Senat ihre Maschinen reparieren müssen weil es nicht lukrativ ist die Maschinen immer in die Werkstatt zu fahren

  • Wenn man sich die Umsetzung der gesetzlichen Sachmängelhaftung (Gewährleistung) der EU in den verschiedenen Ländern ansieht gibt es dass im Prinzip schon in Europa.
    Es gibt Länder, die geben die Lebensdauer vor und verpflichten den Hersteller/ Verkäufer zu Vorhaltung von Ersatzteilen ab und in einem gewissen Zeitraum.
    So neu wird das also für Apple und alle anderen Hersteller nicht sein.

  • Die Freigabe von Ersatzteile wäre ausreichend. Anleitungen finden sich dann.

    Wie weit soll denn eine Anleitung denn Verpflichtend gehen?
    Akku? Display? Mainboard? Nur für Verschraubungen? Wenn für Verklebungen warum nicht auch für verlötetet Bauteile. Wo will man da die Grenze ziehen was als Reparatur vorab zu Dokumentieren ist?

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