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Pokémon Go: Verbraucherzentrale mahnt ab und droht mit Klageverfahren

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43 Kommentare 43

Da wir gerade beim Thema waren: Die Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) geht jetzt gegen die AGB der „Pokémon Go“-Applikation vor. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen der App, so die vzbv, seien nicht mir geltendem Recht zu vereinbaren. Insgesamt 15 Klauseln aus den Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen sollen gegen hiesige Verbraucherrechts- und Datenschutzstandards verstoßen und wurden jetzt abgemahnt.

Pokeball

Besonders kritisieren die Verbraucherschützer, dass ein anonymes Spielen aktuell schlicht unmöglich sei.

Vor der Nutzung der sehr beliebten Spiel-App müssen Spieler sich beim Entwickler Niantic über ein Google-Konto oder im Pokémon Trainer Club(PTC) anmelden und neben Nutzerdaten wie der Email-Adresse auch die Standortdatenfunktion ihrer Smartphones oder Tablets freigeben. Anonymes Spielen wird dadurch praktisch unmöglich gemacht. Weil das Unternehmen aus San Francisco (USA) durch die App sehr viele personenbezogene Daten erhält, hat sich der vzbv die Nutzungs- und Datenschutzbedingungen genauer angeschaut.

Auch die Tatsache, dass personenbezogene Daten an unbeteiligte Dritte weitergegeben werden können und der Umstand, dass Verbraucher bei Streitigkeiten ein Schiedsgericht in den USA anrufen sollen will der vzbv nicht durchgehen lassen.

Die Verbraucherzentrale hat das Unternehmen nun abgemahnt und aufgefordert für insgesamt 15 Vertragsbestimmungen bis zum 9. August 2016 eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Sollten die App-Macher nicht auf die Abmahnung reagieren will der vzbv die Einreichung einer Klage prüfen.

Mittwoch, 20. Jul 2016, 14:36 Uhr — Nicolas
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  • Hehe. Erst kommt de rHack, nun die Abmahnung. Dann sind die Deutschen raus aus dem Game. ;)

  • Aah. Und wie spielt man ein Ortungsbasiertes Onlinespiel, wenn man die Ortungsfunktion nicht nutzt und sich nicht eindeutig identifiziert?

  • Und weshalb sollte sich Niantic um deutsche Datenschutz-Gesetze kümmern? Mal wiedervsehrnlächerlich von der VBZ.

    • Die werden sich sehr wohl darum kümmern, da das Spiel sonst nicht mehr im deutschen AppStore angeboten werden darf.
      Abwarten …

    • Man kann Pokemon Go nur spielen, wenn man sich registriert und natürlich seinen Standort dauerhaft freigibt. In den Nutzungsbedingungen stimmt zudem jeder zu, dass Niantic (Google) die Nutzerdaten auch an Dritte wie Unity Technologies, Apteligent und Upsight weitergeben darf. Diese verdienen ihr Geld unter mit der Auswertung von Nutzerdaten für Werbezwecke. Die Datenweitergabe wurde mittlerweile durch Heise nachgewiesen.

    • Wenn es so lächerlich ist, warum darfst du als deutscher nur in den Usa klagen? Was viel Kohle kostet (übernimmt keine dt. Rechtschutz), statt hier in Deutschland? o:

  • Jeder Spieler tut mir leid. Laut den AGBs völlig offen für Geheimdienste. Die dürfen sich wahllos an den Daten bedienen. Traurig, dass das so viele Menschen nicht juckt.

    • Jo, weil natürlich jeder einzelne Deutsche für die Geheimdienste der Welt interessant ist … Nicht immer übertreiben – aber Niantic muss sich schon ab europäische und deutsch Datenschutzgesetze und -richtlinien halten.

    • Die haben alle „nichts zu verbergen“ …

    • dann lies dir bitte aber auch die AGB aller Spiele durch die du auf deinem Handy hast. Neben den vom User auswählbaren Berechtigungen wie Kamera und Kontakte kann jede App über die StandardAPI Rufnummer, IMEI, usw. auslesen. Und das macht auch jede App, die Nutzerstatistiken erstellt, um Doppeltmeldungen auseinanderzuhalten. Fingerprinting mit Mailadresse ist doch alte Schule. Das kann man spielend umgehen.
      Und glaub ja nicht, dass Pokemon Go oder Ingress die einzigen Spiele sind, die das tun. Deine Bewegungsdaten werden bei Googlemaps genauso übertragen und bei jeder anderen App, die deinen Standort nutzt.
      Aber wie es immer so ist, aufgedeckt werden Missstände nur wenns nen Hype drum gibt. Also mal sehen wie sich das hier weiter entwickelt.

    • Eigens fürs Spiel erstellte Gmail-Adresse nutzen Null Info oder Fake info drauf und gut ist!
      Immer diese Gutmenschenbesserwisser und Datenschutzexperten…

  • Na man, ohne Standortübertragung funktioniert ja die App auch nicht. *lol*
    Die sollen sich mal nicht so haben, man kann es auch übertreiben mit dem Datenschutzwahn.
    Die, die ihre „Daten“ wirklich schützen wollen, haben gar kein Smartphone.

  •  ut paucis dicam

    Langsam ist mal wieder gut mit dem Quatsch! Es nervt!

  • Stefan B. aus H

    Das Zitat ist etwas unglücklich gewählt oder formuliert, denn dass das Spiel eine Standortbestimmung braucht, weiß auch die Verbraucherzentrale. Nur im Zusammenhang mit der Weitergabe der Daten an Dritte und speziell in die USA wird es ein Problem.

  • Wenn Geheimdienste meine Daten anschauen und mein Bewegung Daten haben, was wollen die damit anfangen ? Wovon hat man so sehr Angst das man von Geheimdienst spioniert wird. Wenn man nichts zur verbergen hat braucht man kein Angst haben

    • Genau diese Einstellung ist das traurige. „Wer nichts zu verbergen hat…“
      Anfangs sind es die Geheimdienste, dann wenn die Menschheit abgestumpft genug ist, kommen alle möglichen Institutionen und Konzerne dazu. Und spätestens dann ist Schluss mit lustig und das Gejammer ist groß.

  • Da kann man ja jede app mit geo daten bemängeln. So men quatsch

    • Nein. Dann hast du den Umfang nicht erkannt. Andere Apps geben wenigstens an, dass die Daten nur für dies Zwecke genutzt werden, um die App nutzen zu können.
      Pokémon go sammelt einfach alles und gibt es direkt an Interessenten weiter.

  • Einfach Daten Fluten immer mehr produzieren, irgendwann is zu viel

  • weg mit dem mist!. sorry aber diese spackos die überall auf der Straße rumlungern.. stehen hier jeden tag für unserem haus rum … nervt!

  • Pokemon Go wie in Sekundenschnelle aus intelligenten Personen plötzlich Volldeppen werden

  • Am besten fährt man mit dem Bus durch die Gegend und dann kann man eben alle poke stops auf dem Weg einsammeln xD

  • Aaaaach was…. Hauptsache fun haben!!! /Ironie off

  • Schönstes Wetter, drei erwachsene Männer kommen mir entgegen, offensichtlich ortunkundig, stammeln was von „muss da drüben sein“ und starren jeweils auf ein Smartphone. Ich denke kurz, ob ich bei einer Wegbeschreibung helfen kann, und erkenne, dass hier Pokemon „gespielt“ wird. Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung stehen hier einmal mehr auf Kriegsfuss… Es sah von außen betracht jedenfalls nicht schlau aus, was die da getrieben haben.

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