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Berichte aus New York

Penis per Push: AirDrop-Funktion weiterhin in der Kritik

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37 Kommentare 37

Wie lange brauchen fragwürdige Trends um sich von Europa, über den großen Teich, bis nach Übersee auszubreiten? Mit Blick auf diesen aktuellen Bericht der New York Post fällt die Antwort eindeutig aus: Ziemlich genau zwei Jahre.

Airdrop

So berichtete die britische BBC bereits im August 2015 über laufenden Polizeiermittlungen in London, die von einer anonymen AirDrop-Dateiübertragung in einem englischen Hauptstadt-Zug ausgelöst wurden.

Den Angaben des Nachrichtensender zu Folge, habe eine 34 Jahre alte Passagierin eine eingehende AirDop-Anfrage zur Dateiübertragung bei der British Transport Police gemeldet und die Aufklärung des Sachverhaltes verlangt.

Mit AirDrop stellt Apple seinen Nutzern ein einfaches Protokoll zur Verfügung, das den drahtlosen Dateiaustausch zwischen Macs und iPhone, und iPads erheblich vereinfacht. Die Geräte müssen nicht im gleichen Netzwerk eingebucht sein, sondern sich nur in unmittelbarer Umgebung zueinander befinden. Kompatible Geräte können dann Bilder, Videos und Texte untereinander teilen, Nutzer müssen eingehende Dateiübertragungen aber aktiv annehmen.

Die englische Zugpassagierin kreidete damals den Umstand an, dass die Foto-Inhalte bereits vor Annahme der Dateiübertragung in einem Vorschaubild angezeigt werden.

Kritik, die wir 2015 fast als berechtigt durchgehen lassen hätten, hätte sich Apple zum geschilderten Szenario nicht schon eigene Gedanken gemacht. So steht die AirDrop-Funktion, die ab Werk deaktiviert ist, nicht jeder wildfremden Person zur Verfügung – die Annahme der Übertragungen von unbekannten Kontakten muss vielmehr manuell aktiviert werden.

Airdrop Settings

Ähnliche Berichte aus Amerika

Unabhängig von den Londoner Ermittlungen sorgt die AirDrop-Funktion auch zwei Jahre später noch für aufgeregte Berichte. Der Versand von Penis-Bilder, so die New York Post, habe sich zu einem „horrifying subway trend“ entwickelt.

Mehrere Nutzerinnen des öffentlichen Nahverkehrs wurde in den vergangenen Wochen Opfer anonymer Dateiübertragungen. Doch auch im aktuellen Fall lässt sich die Verantwortung für den „Trend“ nur schwer bei Apple suchen:

Britta Carlson, 28, was riding the uptown 6 train to a concert on July 27 when a mysterious message popped up on her smartphone. “iPhone 1 would like to share a note with you,” read the note sent at 6:51 p.m. She hit “Accept” and was horrified by what she saw. “It was just a huge close-up picture of a disgusting penis,” said Carlson, of Bushwick, Brooklyn. The message was titled “Straw” and was sent by an anonymous stranger. […] People often forget to switch the setting off from “Everyone,” or don’t realize they have turned it on. Carlson had her AirDrop switched to “Everyone” because she used it to send photos at work.

Montag, 14. Aug 2017, 17:14 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Wer zu blöd ist die Funktion richtig zu bedienen muss sich nicht beschweren wenn sie nicht so funktioniert wie er das gerne hätte -.-

  • Da kann man ja eigentlich nur sagen, selber schuld.

  • Hab so meine Freundin kennengelernt. Und genitale waren nicht involviert.

    • Du hast Deine Freundin über Airdrop kennen gelernt?? Wie geht denn sowas?

    • Die Story klingt spannend! Ich bin interessiert! :)

      • Ich hab sie in einer Bar gesehen und da sie von ihren Freundinnen umringt war, hatte ich wenig Lust, mal doof vorbei zu gehen und mich anzubiedern. Da aber heutzutage ja jeder mit seinem Handy hantiert, hab ich einfach mal eine Notiz an jede offenbar weibliche Person per AirDrop verschickt: „wenn du, die kleine brünette bist, die hinten rechts mit in der Ecke mit der Burberry Handtasche bist, die mich die ganze Zeit anschaut, dann ruf mich an.“ Und eine war dann die richtige. Übrigens seitdem hat sie AirDrop nur noch fur Kontakte an :‘D

      • Hey George, das ist doch mal ‘ne witzige, moderne Kennenlern-Geschichte. Mit AirDrop zur Traumfrau! Ok, ein wenig modisches Interesse war auch hilfreich, um das Burberry Check richtig zu deuten. ;D Meinen Glückwunsch!

      • @ROP, das modische Interesse muss ich im Job haben. Das war nicht das schwere, haha :D dank dir.

  • Oh ja, victim blaming, natürlich ist der Empfänger doof und der Sender macht ja nur das was möglich ist

    *seufz*

    • Damit magst Du ja grundsätzlich Recht haben, aber mir geht es mindestens genauso auf den Sack, dass alles damit entschuldigt wird, dass der Großteil der Menschheit zu einfach strukturiert ist. „Nein, die Herdplatte wird heiß?“, „Ist es wirklich gefährlich als 16-jährige nachts allein leicht bekleidet durch den Park zu laufen, der seit Monaten wegen Verbrechen in der Presse stand?“, „Besteht die Gefahr zu ersticken, wenn ich mir eine Plastiktüte über den Kopf stülpe?“, „Kann ich Tampons waschen?“ sind nur ein paar völlig überzogene, politisch unkorrekte Beispiele. Und hier sprechen wir von der „AirDrop-Funktion, die ab Werk deaktiviert ist“ und „nicht jeder wildfremden Person zur Verfügung“ steht. „Die Annahme der Übertragungen von unbekannten Kontakten muss vielmehr (sogar explizit) manuell aktiviert werden“. Aber hey, ein bißchen unwissentlich in den Einstellungen rumgespielt… kann doch jedem passieren… *seufz* ;)

  • Ach ja, der Fehler liegt – wie so oft – vor dem Display und nicht im Gerät… ;)

  • Mein Gott, manche Leute wollen halt in Watte eingewickelt werden und am liebsten Augen und Ohren zuhalten, um sich unter gar keinen Umständen negativen Dingen aussetzen zu müssen. Sollen sie es halt tun, aber nicht auf Kosten der anderen, die das Vorschau-Feature nützlich finden. Aber nein, stattdessen werden ständig Forderungen erhoben, die Welt für alle „sicherer“ zu machen. Und diese übergriffige Gesinnung geht mir einfach auf den Sack. Ich will mich nämlich nicht in Sicherheit wiegen können, um dann bei der nächstbesten Gelegenheit von irgendwem verarscht zu werden, weil ich Naivling es unterlassen habe, die Welt so wie sie ist zu betrachten – nämlich mit all ihren Gefahren und Problemen. Und nur weil sich irgendjemand als Opfer zu gerieren versucht (und das tun heutzutage einige), hat er nicht automatisch recht.

    So, das musste jetzt raus. ;)

  • ich hoffe man belässt es dabei. Wenn so eine Funktion deswegen geändert wird wäre wieder mal eine Erleichterung weg. Ich wünschte das wäre auch systemübergreifend!

    Warum hat die denn auch ein smartphone

  • Das ist doch schon locker über 15jahre per Bluetooth möglich! Aber plötzlich ist airdrop Böse

  • Ich bekomme immer mal wieder E-Mails mit Werbung für Penispumpen (absolut keine Ahnung warum), aber ist deswegen Apple schuld, weil mein iPhones E-Mails empfangen kann?

  • Ich komme mir gerade wie ein Flittchen vor, da ich AirDrop für JEDEN immer angeschaltet habe.
    Ein Penis wurde mir aber noch nicht geschickt. Naja… ich sollte mal mehr öffentliche Verkehrsmittel fahren um auch mitreden zu können.

  • So bekommt der Begriff „Nahverkehr“ eine komplett andere Bedeutung.

  • Ja. Ging früher schon mit Bluetooth.
    Vor 15 Jahren in der Kölner U-Bahn kleine Smileys verschickt. Das Gerät aber vorher umbenannt in „Handyvirus“. Das war ganz amüsant.

  • Ich find es spannend, wie die Exhibitionisten sich weiterentwickelt haben :-)

    In den 80er/90er trugen sie nichts ausser dem Humphrey-Bogart-Trenchcoat und zeigten ihren Pen!s spontan und überraschend, den -zumeist nicht zur Einverständniserklärung aufgeforderten- Damen in der U-Bahn oder an Bushaltestellen.
    Nun, das Metier ist geblieben…Die Nahverkehrsmittel sind somit Schuld! Verbieten wir also bitte die öffentichen Verkehrsunternehmen und führen private Dienstleister ein. Bei denen kann man dann, -gegen eine kleine Gebührt- dann noch ganz andere Dinge machen :-)

  • Ja stellt man nur Kontakte ein und gut. Wer solche Kontakte hat, die einem Intimbilder schicken, der muss sich eh nicht wundern. ich wundere mich bei meinen freunden auch nie wenn ich ein Video bekomme was wiedermal irgendetwas absurdes zeigt ^^ Und da werden auch Vorschaubilder angezeigt ehe ichd as Video angesehen habe…als was solls.

    Übrigens nutze ich Airdrop sehr gerne und sehr häufig. Ich fotografiere per Adobe beim Kunden Formulare oder Unterlagen und sende Sie mir dann zu Hause per Airdrop auf den Mac und kann Sie dort weiter bearbeiten. Viel besser und viel schneller als sich den Kram dauernd per Mail zuzusenden :)

    Ich finde Airdrop ist mit eine der besten Funktionen.

  • Ging doch früher mit dem ’normalen‘ Bluetooth genauso. Wo ist das Problem? Man muss es doch bei Fremden akzeptieren oder irre ich mich? Gerät muss ebenfalls entsperrt sein.

  • Allerdings nervt es ein wenig, dass man für „Nur Kontakte“ bei iCloud angemeldet sein muss. Warum geht das nicht via lokale Kontakte?
    Bin nicht bei iCloud angemeldet und muss daher immer „Jeden“ aktivieren, wenn ich diese in der Tat überaus hilfreiche Funktion, die auch ich gern plattformübergreifend hätte, nutzen will.

  • Erfrischendanders

    Ich habe letzte Woche am Münchner Flughafen auch eine „AirDrop Note“ bekommen und abgelehnt. Das Nervige hieran war, dass die Meldung immer wieder aufpoppte bis ich schließlich genervt die Einschränkung auf „Nur Kontakte“ eingestellt habe.

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