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Maps-App in der Kritik

„Möglicherweise gefährlich“: Google entfernt Kalorien-Anzeige

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Eigentlich sollte die Anzeige motivieren. Während Anbieter wie FitBit die bereits absolvierten Schritte ihrer Nutzer zusammenrechnen und in unregelmäßigen Abständen über die zurückgelegte Gesamtstrecke informieren («Du bist insgesamt die Länge der chinesischen Mauer abgeschritten») setzte der Suchmaschinen-Betreiber Google Rahmen eines Pilotversuches auf eine Cupcake-Anzeige.

Kalorien 500

Das Unternehmen informierte Spaziergänger die die Karten-Applikation Googles zur Streckenplanung nutzten: „Wenn du diesen Weg zu Fuß absolvierst, verbrennst du ca. 200 Kalorien, dies entspricht etwa zwei Mini-Cupcakes.“

Der spielerische und wahrscheinlich gut gemeinte Hinweis führte in den USA jedoch zu kritischen Rückmeldungen aus der Community.

Der Cupcake-Hinweis könnte von Essproblemen geplagte Nutzer verunsichern und den starken Fokus, den Magersüchtige auf das Zählen von Kalorien legen, unter Umständen sogar noch verschärfen.

Kritik, auf die Google nun mit der sofortigen Einstellung des Cupcake-Anzeige reagiert hat. Nach Angaben des Unternehmens sei die bislang nur vorwiegend in den USA getestete Kalorienanzeige jetzt wieder aus der Karten-Applikation entfernt worden. Man reagiere mit diesem Schritt auf ein entsprechend negatives Nutzer-Feedback.

Anwender, gezielt auf der Suche nach Apps zum Zählen von Kalorien sind sollten sich MyFitnessPal anschauen.

Kalorien

Dienstag, 17. Okt 2017, 15:11 Uhr — Nicolas
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  • Absurd, aber in Amerika womöglich besser so – die Klagen und Shitstorms hätten nicht lange auf sich warten lassen

  • Ein Hurra auf 100 % poltical correctness. Man will es wieder jedem und allem recht machen und es pervertiert wieder zur Unerträglichkeit. Ein tolles & lustiges Feature wird wegen dem möglichen Missbrauch durch Magersüchtige entfernt. Magersucht ist mit Sicherheit eine ernstzunehmende Krankheit, aber das geht wieder entschieden zu weit. Ein Dankeschön an die „Ewig-Finger-Heber-Fraktion“ für den Käse, den sie regelmässig verursachen, durch ihr Moralapostel-Getue…

  • Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

  • Wurde auch in Deutschland getestet die letzten Tage. Finde die Reaktion von Google gut.

    • was ist an der reaktion genau bitte gut? ich kann mich der meinung von francisco oben echt nur anschließen. es ist einfach nur grauenhaft, das man heutzutage bei jedem kleinen sch**ß auf alles und jeden rücksicht nehmen soll oder muss. nein, muss man nicht! aber es gibt halt einfach immer mehr menschen, die ihren kopf nur auf dem hals haben, das es in selbigen nicht reinregnet!

      • Rücksichtnahme auf andere (vor allem auf Schwächere) sollte eine der Grundtugenden unserer Gesellschaft sein. Mit Deiner Einstellung „mir doch egal/keine Rücksicht auf nix“ wird das nichts.
        Sog. „Magersüchtige“ sterben oft an den Folgen Ihrer Krankheit. Nur, weil Du Dir das alles nicht so vorstellen kannst (Empathie olé…), ist es trotzdem wahr.
        Ute

      • @ridda hat vollkommen Recht: wer sich mit dem gesellschaftlich leider weit verbreiteten Thema Essstörungen auch nur annähernd beschäftigt hat, weiß, wie groß das Problem der Fixierung aufs Kalorienzählen dabei ist. Übrigens nicht nur in Amerika (für die idiotischen Hater unter uns), sondern weltweit.
        Wer dennoch seinen Kalorienverbrauch im Blick behalten will (oder muss), dem ist das doch unbenommen. Keine Ahnung, warum hier von vielen so rumgemockert wird. Mit Gesundheitsförderung zumindest oder Fitness hat Kalorienzählen nun wirklich nichts zu tun.

      • @Ute: Rücksichtnahme und Fremdbestimmung sind auch für sich hoffentlich zwei paar Stiefel.
        Wenn in einer Demokratie die Mehrheit das sagen hat, hört man dennoch die Minderheit. Nur die Stimme der Minderheit ist eben zahlenmäßig geringer.
        Das hat nichts mit einer „mir egal Einstellung“ zu tun, sondern mit der einfachen Realität und, wie du auch sagst, Rücksichtnahme auf andere. Auch wenn dies die unbequeme Mehrheit ist.

        Zurück zum Thema, ein „Kalorien anzeigen“ Switch hätte es auch getan.

  • Nur USA kann nicht stimmen, mir ist die Anzeige bei mir auch vor kurzem aufgetaucht. Schwachsinn, dies wieder zu entfernen.

  • Wurde das Feature auch angezeigt wenn man den Weg zur nächsten Pizzeria gesucht hat? :)

  • Rollstuhlfahrer fordert Verbot von Kletterschuhen. So steht es dann morgen im Postillon.

  • Gut so, von Google würde ich mich als letztes bevormunden lassen.

  • Oh Gott…die Leute haben Probleme.
    Dann soll Google doch bitte auch gleich die Zeitangabe bei den Strecken entfernen. Sie könnten die Nutzer verunsichern, wenn sie doch 2 Minuten länger brauchen. Das könnte zu Depressionen führen, weil Nutzer glauben sie wären zu langsam…

  • Leute es geht hier um Menschen mit Essstörungen. Darauf nimmt Google jetzt lediglich rücksicht.

    • Und? Wie viele Prozent der Bevölkerung sind das? 0,0x? Von denen man sich hier etwas diktieren lässt? Der trockene Alkoholiker muss auch mit dem Schnapsverkauf im Supermarkt leben. Dafür ist die Therapie da, das man lernt, damit umzugehen.
      Und jemand, der tief drinsteckt und sich nicht helfen lassen will, weiß diese Angaben sowieso aus dem Kopf und braucht kein Google dafür!

    • Und was ist mit den Mensch ohne Beine?
      Muss Google jetzt auch die „Zu Fuß“-Strecken streichen?
      Also dieses „man-muss-es-allen-recht-machen-um-niemanden-zu-diskriminieren“ geht langsam echt zu weit.

  • Ich finds auch ein wenig albern, kann die Begründung aber nachvollziehen.

  • Mal zur Relevanz: Laut BZGA zeigt ein Fünftel der 11 bis 17-jährigen Deutschen Anzeichen einer der drei klinisch relevanten Ess-Störungen (Magersucht, Bulimie, Binge-Eating), wobei der Anteil Mädchen/Jungen etwa gleich ist.

    Quelle: mit „Anteil Anorexia“ gegoogelt und dem ersten Link zur Bundeszentrale zu gesundheitlichen Aufklärung BZGA gefolgt.

    Das Argument, mit dem Google diese Funktion entfernt hat, ist also schlüssig.

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