Memberships starten auch in Deutschland
Memberships: Spotify führt ein Abo-Modell für Podcasts ein
Spotify führt ein neues Abo-Modell für Podcasts ein. Mit den sogenannten Memberships können Podcaster künftig direkt innerhalb der Spotify-App kostenpflichtige Mitgliedschaften anbieten. Der Musikdienst startet das Angebot heute in 34 Märkten und will damit stärker an den Einnahmen der Podcast-Branche teilhaben. Creator behalten 90 Prozent ihrer Umsätze, die übrigen zehn Prozent verbleiben bei Spotify.
Anders als bei den regulären Premium-Abonnements zahlen Nutzer hier nicht für den Musikdienst selbst, sondern für zusätzliche Inhalte einzelner Podcasts. Die Produzenten bestimmen eigenständig, welche Leistungen sie anbieten und wie viel ihre Mitgliedschaften kosten. Auch unterschiedliche Preisstufen sind vorgesehen.
Exklusive Folgen und weniger Werbung
Zu den möglichen Vorteilen gehören zusätzliche Audio- und Videofolgen, frühzeitiger Zugriff auf neue Veröffentlichungen und der Zugang zu älteren Episoden. Produzenten können ihren zahlenden Hörern außerdem eine Wiedergabe mit weniger Werbung anbieten. Welche Vorteile tatsächlich enthalten sind, hängt vom jeweiligen Podcast ab.
Die Mitgliedschaften erscheinen direkt auf den Podcast-Seiten innerhalb von Spotify. Sowohl Nutzer der kostenlosen Variante als auch Premium-Abonnenten können dort zusätzliche Angebote buchen. Die Bezahlung und anschließende Wiedergabe erfolgen innerhalb der Anwendung. Mitglieder erhalten zudem die Möglichkeit, ihren Unterstützerstatus durch besondere Abzeichen in den Kommentaren kenntlich zu machen.
Niedrige Einstiegshürden für Podcaster
Spotify setzt die Voraussetzungen für Podcaster vergleichsweise niedrig an. Ein Podcast benötigt lediglich drei veröffentlichte Episoden, mindestens 100 Hörer beziehungsweise Zuschauer und insgesamt 100 Nutzungsstunden innerhalb der vergangenen 30 Tage.
Wie Spotify erläutert, sollen kostenlose Probeangebote, gezielte Werbeaktionen und Auswertungen der Buchungen beim Aufbau zahlender Hörerschaften helfen. Produzenten können zudem Mitgliederdaten exportieren. Kontaktdaten sind allerdings nur verfügbar, wenn Nutzer diese freiwillig freigeben.
Der Vorstoß erweitert Spotifys bisherige Einnahmemodelle aus Werbung, Sponsoring und dem Partnerprogramm. Gleichzeitig entsteht damit eine weitere Konkurrenz zu Apples Podcast-Angebot. Apple ermöglicht bereits seit 2023 die Verknüpfung bestehender Abonnements mit Premium-Podcasts. Auch Audible stellt seit diesem Sommer exklusive Podcasts direkt in Apples Anwendung bereit. Spotify setzt nun darauf, die Bezahlung und Nutzung kostenpflichtiger Inhalte auf der eigenen Plattform zusammenzuführen.



Das mit den Abos nimmt wirklich immer absurdere Ausmaße an…
Podcasts waren von Anfang an als offenes System gedacht. Deswegen nutze ich auch ausschließlich einen freien Podcast-Player.
So sieht’s aus!