iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 44 387 Artikel

iPhone-Fingerprinting aufgezeigt

Loupe zeigt, was das iPhone über seine Nutzer verrät

Artikel auf Mastodon teilen.
28 Kommentare 28

Die Sicherheitsforscher von Mysk haben mit Loupe eine neue iPhone-App veröffentlicht. Die Anwendung zeigt, welche Informationen ein iPhone über seinen Nutzer preisgeben kann. Hinter Mysk steht ein Team von zwei Experten aus Deutschland und Kanada.

Während viele Smartphone-Nutzer darauf achten, welchen Apps sie Zugriff auf Kontakte, Fotos oder ihren Standort gewähren, ist weniger bekannt, dass Apps auch ohne ausdrückliche Freigaben zahlreiche Informationen auslesen können. Die neue App Loupe soll genau diese Datenspuren sichtbar machen.

Loupe 2

Dafür greift die Anwendung ausschließlich auf öffentlich zugängliche Schnittstellen von iOS zurück. Dieselben Informationen können demnach auch von anderen Apps genutzt werden. Loupe bündelt die verfügbaren Daten, bereitet sie verständlich auf und erklärt, warum sie für Werbenetzwerke oder Analyseanbieter relevant sein können.

Fingerprinting als Tracking-Methode

Eine zentrale Rolle spielt dabei das sogenannte Fingerprinting. Dabei werden viele einzelne Merkmale eines Geräts miteinander kombiniert. Werden diese für sich genommen meist harmlosen Informationen kombiniert, lässt sich daraus ein individuelles Profil erstellen, das weitreichende Rückschlüsse auf einen bestimmten Nutzer zulässt.

Loupe 3

Loupe unterteilt die erfassten Informationen in zwei Kategorien: Daten, die Apps ohne Nachfrage lesen können und solche, für die iOS eine Zustimmung des Nutzers verlangt, wie etwa Standortdaten oder Kontakte.

Darüber hinaus verweist die App auf weitere technische Möglichkeiten, die sich aus den öffentlichen Programmierschnittstellen von Apple ergeben. Darüber lassen sich beispielsweise Rückschlüsse auf installierte Anwendungen ziehen oder auf bestimmte Geräteinformationen zugreifen, die auch nach der Neuinstallation einer App erhalten bleiben.

Mehr Transparenz für iPhone-Nutzer

Nach Angaben der Entwickler soll die App vor allem für mehr Transparenz sorgen. Nutzer sollen damit nachvollziehen können, welche Informationen ihr Gerät preisgibt und welche Rolle diese Daten bei der Wiedererkennung über verschiedene Apps und Onlinedienste hinweg spielen können.

Laden im App Store
Loupe: Was Apps sehen können
Loupe: Was Apps sehen können
Entwickler: Mysk Inc.
Preis: Kostenlos
Laden
08. Juni 2026 um 12:10 Uhr von chris Fehler gefunden?


    28 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Klasse Idee! Zeigt einmal mehr auf warum man nicht jede beliebige App installieren sollte

  • Komisch, dass Apps das Erstellungsdatum des Systemvolumes auslesen können – also sozusagen ganz genau, wann das Gerät in Betrieb genommen wurde. Damit lässt sich so ein Gerät natürlich extrem detailliert tracken, weil wie viele iPhones wurden wohl in exakt diesem Moment eingerichtet?

    • Was lässt sich daran extrem detailliert tracken? Das sagt im Prinzip nur aus wirbelt die verwendeten Geräte sind.

      • Stefan B. aus H.

        Nein, das kann als Identifier dienen, eine quasi einmalige Identifizierungsnummer, zumindest mit einem oder zwei weiteren Merkmalen. Außerdem lässt es – mit anderen Kennzeichen – Rückschlüsse auf das Konsumverhalten zu, was für Werbetreibende wichtig ist.

  • Ich habe mittlerweile auch zunehmend die Sorge, dass die Apps Daten übermitteln. Erwische mich immer wieder bei der Frage, ob mein Kalender jetzt analysiert wird, oder das gescannte PDF irgendwie ausgewertet wird.
    Leider lässt sich nur für den Mobilfunk der Internetzugang abdrehen. Ich fänds klasse, wenn man hier auch im WLan mit Datenschutzeinstellungen vorbeugen könnte.

  • Na wenn man da mal keinen Ärger mit dem App-Symbol bekommt. Das sieht ja genauso aus wie der „Salzstreuer“ von Apples „Preview“-App, nur in Orange statt blau.

  • Apple sollte eine Anfrage implementieren, ob Apps sehen dürfen, welche anderen Apps auf dem Gerät installiert sind. Und: wieso führt iOS einen Zähler, wie oft die Zwischenablage genutzt wurde??

    • Mir war bis heute auch beides nicht bewusst, dass Apps beides überhaupt abfragen dürfen.

    • den Zähler gibt es, damit Apps ohne in die Zwischenablage reingucken zu müssen (das ist heute ja aus Privatsphäregründen nicht mehr angebracht) entscheiden können, ob etwas Neues drinsteckt, und Sie die „Einfügen“-Option anbieten müssen.
      Es gibt Szenarien wo eine App auf neue Daten in der Zwischenablage reagieren soll (z.B. Clipboard-Manager), aber da sie aus Datenschutzgründen nicht den Inhalt inspizieren darf/kann, kann sie über den Zählerstand erkennen, ob sich der Inhalt geändert hat.

      Welche Apps installiert sind kann eine App nicht komplett herausfinden, was geht ist folgendes: jede App kann eine Liste von einigen wenigen fest vorgegebenen Apps angeben (diese Liste wird von Apple bei der App-Prüfung (theoretisch) geprüft und genehmigt), deren Existenz geprüft werden kann. Steht eine App nicht auf dieser Liste, kann die Existenz auch nicht geprüft werden. Das dient dazu, dass eine App die mit anderen Apps Daten austauscht/zusammenarbeitet, vorher prüfen kann, ob das überhaupt möglich ist, und ggfs. die entsprechenden Optionen im User Interface freigeben/sperren kann.

  • Kann jemand was zu dem Psylo-Browser von denen berichten?

  • So wichtig, dass es solche Apps gibt.
    Vielleicht nicht für die meisten satten Leute hier „ich habe ja nichts zu verbergen“
    Sondern für die, die in Gefahr leben vor ihrer Regierung o.ä.

  • Vielen Dank, super und wichtiger Tipp!

    Ebenfalls Danke an die Entwickler, falls mitgelesen wird :)

  • Super App! Sollte nativ am iPhone sein (Apple betont ja immer wieder seine Transparenz ;)

    • Und wofür? Das interessiert 1. kaum jemanden. und 2. verrät ein Browser am PC das meiste dieser Info bereits.
      Gut, dass es so eine App gibt. Aber es ist jetzt nichts überraschendes dabei. Höchstens noch die Tatsache, dass es sogar relativ wenig ist, was darüber bekannt wird.

  • Sowas ist im App Store erlaubt und manche 0815 Anwendung wird blockiert? Hmmmm

  • Die Idee ist gut. Hab die App geladen kann aber leider mit deren Informationen gar nichts anfangen. Ist ggf. nur etwas für Profis. Ich hatte gehofft man werde auf Gefahrenpotenziale hingewiesen. Ich kann die Infos leider in keine sinnvolle Aktion umsetzen, was ich optimieren sollte.

  • Aber Apple ist der schutz der Daten und vor Tracking soooo wichtig das der böse böse EU DMA nicht eingehalten werden kann wenn wir AI oder Screen Mirroring anbieten- ich lach mich schlapp.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 44387 Artikel in den vergangenen 6900 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven