1 Lidl Punkt für jeden Euro Einkaufswert
Lidl Plus wird zum Punkteprogramm: Das ändert sich für App-Nutzer
Zum Monatsanfang hat der Lebensmittel-Discounter Lidl seine Kunden-App um ein Punktesystem erweitert, das das bisherige Bonusprogramm dauerhaft ablösen soll. Während bislang vor allem Coupons, der sogenannte „Rabattsammler“ und zeitlich begrenzte Aktionen im Mittelpunkt standen, sollen Nutzer künftig bei nahezu jedem Einkauf Punkte sammeln und diese dann gezielt gegen Prämien-Coupons eintauschen.
Die jetzt veröffentlichten Teilnahmebedingungen (PDF-Download) zeigen, wie das neue Modell im Alltag funktionieren soll. Punkte werden sowohl in den Filialen als auch im Lidl-Onlineshop gesammelt und anschließend in der Lidl-Plus-App verwaltet.
Punkte sammeln in Filiale und Onlineshop
Die Grundregel ist einfach: Für jeden Euro Einkaufswert wird ein Punkt gutgeschrieben. Voraussetzung ist, dass Kunden ihre digitale Lidl-Plus-Karte an der Kasse vorzeigen oder im Onlineshop mit ihrem Lidl-Plus-Konto angemeldet bestellen.
Nicht alle Produkte sind jedoch berücksichtigt. Ausgenommen sind unter anderem Bücher, Zeitschriften, Tabakwaren, Geschenkkarten, Prepaid-Karten sowie Pfandbeträge. Auch Versandkosten und Lieferzuschläge im Onlineshop fließen nicht in die Berechnung ein.
Die Punkte werden zudem nicht sofort gutgeschrieben. Laut Lidl erscheinen sie erst zwei Tage nach dem Einkauf auf dem Kundenkonto. Zudem begrenzt der Händler die Anzahl der berücksichtigten Einkäufe. Pro Tag werden maximal die ersten fünf Einkäufe in Filialen oder im Onlineshop für das Punktesammeln angerechnet.
Die Einführung des Systems knüpft an die Entwicklung der Lidl-Plus-App an, die zunächst regional gestartet war und im August 2020 bundesweit ausgerollt wurde. ifun.de berichtete zum Deutschlandstart der Lidl-Plus-App sowie zum offiziellen Filialstart.
Punkte gegen Coupons eintauschen
Gesammelte Punkte lassen sich nicht direkt an der Kasse verrechnen und auch nicht in Geld auszahlen. Stattdessen werden sie gegen digitale Prämien-Coupons eingetauscht. Diese gewähren iherseits Rabatte auf ausgewählte Produkte oder Angebote in den Filialen und im Onlineshop.
Für jeden Euro Einkaufswert gibt es einen 1 Lidl Punkt. 360 Lidl-Punkte lassen sich dann etwa gegen eine 10er-Schachtel Bioeier eintauschen, für 500 Punkte gibt es einen 5 Euro Rabatt auf den nächsten Einkauf.
Für die Einlösung müssen die Coupons zunächst in der App aktiviert werden. Anschließend werden sie beim Einkauf automatisch berücksichtigt, sofern die Bedingungen erfüllt sind. Ein einmaliger Punkteeinsatz kann später nicht rückgängig gemacht werden.
Interessant ist auch die lange Laufzeit der Guthaben. Nicht eingelöste Punkte bleiben 24 Monate nach ihrer Gutschrift gültig. Erst danach verfallen sie automatisch. Bei Retouren oder stornierten Bestellungen werden die dafür erhaltenen Punkte wieder abgezogen. Dadurch kann sogar ein negativer Punktestand entstehen.


Komplizierter als vorher.
Edeka ist da am besten. Alle Coupons sind aktiv und man muss nichts weiter tun. Noch besser ist Aldi. Die haben erst garkeine misst App.
So sieht es aus.
Ich habe keine Lust in so einer App mehr Zeit zu verbringen als Nötig und jeden Coupon einzeln zu aktivieren.
Auch dieses doomscrolling wo man das Ende nie sieht nervt. DM App mit der Coupon Rubrik?
PS: Lidl, 500€ für ein 5€ Gutschein. Wow:D
Schlimm ist auch Rossmann. Es gibt Rabatte, die gelten dann aber nicht für alle Produkte aus dem beworbenen Produktbereich oder sind zeitgleich begrenzt.
Mein Aufruf an die Diskounter, Lebensmittelhändler: macht die Produkte einfach im Vorgeld billiger und schenkt Euch den Mist mit den Apps, Rabattierungen etc.
Wird ja eine richtige Wissenschaft für sich „günstig“ einkaufen zu gehen.
Hoffe die anderen machen bei sowas nicht mit.
@Jack: Es geht ja nicht darum, daß wir was sparen. Es geht darum, Daten zu sammeln.
Was mich an der Lidl App auch extrem nervt, ist, dass man alle Coupons einzeln aktivieren muss. Das kostet immer richtig Zeit.
Das gute ist ja, dass Lidl nicht viele Coupons hat. Anders als DM mit seinen 50+ coupons…
Finde es nicht kompliziert. Ist es zu schwer, dann lass es.
Der Verlierer ist immer der Verbraucher. Mehr Arbeit um günstigere Produkte zu bekommen und eine versteckte Markenbindung um im Lidl Universum u.a. mit deren Kaufland/Lidl Produkten zu bleiben. Kundenbindung und Analyse der Verbrauchsdaten. Windeln und Babynahrung gekauft, hat Katze oder Hund, ist kein Muslim, weil Schweinefleisch, viele Dietprodukte, hat Diabetes etc. etc.. Diese Daten werden dann noch weiter verkauft und mit anderen Daten zusammengeführt. Schon mal die AGB dazu gelesen?
Aber das ist jedem selbst überlassen und bringt nur dem Verbraucher der sehr arm ist und zu viel freie Zeit, hat wirklich etwas.
Hat die Schwartz Gruppe offenbar bei Kaufland positiv getestet. Bei Kaufland gab es die Punkte nur schon vorher und wurden in die neue „Währung“ um ein vielfaches umgewandelt
Alles nur, damit die Leute ihre Daten hergeben…
Möglich. Aber das kann man, wenn man die App aufmerksam einrichtet, umgehen. Der Hauptgrund für die Apps ist und bleibt Kundenbindung!
Und nun meine Frage, googmann: Was ist so schlimm/problematisch daran, wenn Lidl (oder Edeka) anhand meiner Kaufverhaltens erkennt, dass ich z.B. Fisch mag, auch gerne mal zu veganen Produkten greife, aber Butter nie kaufe. Und auch weiss, dass ich am häufigsten im Lidl in der Stadt XY in der Strasse XX einkaufe. Und im Durchschnitt € 27/Einkauf ausgebe. Ach ja, und das besonders das sanfte Klopapier der Firma XY bevorzuge.
Bitte erkläre es mir: Was ist daran so problematisch? Vielleicht kannst du es mir sagen. Ich habe diese Frage schon mehrfach gestellt, aber nie eine Antwort von denen erhalten, die eben mit „Datensammelwut“ usw. kommen.
Weil die Daten ja u.A. gerne gehandelt werden und ggfs mit anderen Daten zusammengeführt dann doch gefährlich werden. Vielleicht nicht für jeden, aber wer weiß das schon. Diverse Skandale durch derartig gesammelte Daten gab es ja schon häufig. Bestimmte Berufsgruppen (Soldaten, Polizisten, Politiker, Journalisten, etc) sind ggfs. stärker gefährdet, wenn durch derartige Datensammlungen die falschen Leute deren tägliches Leben (Wohnort, wann man sich wo aufhält, was man für Gewohnheiten hat, etc.) erkunden. Aber selbst eine Putzfrau könnte gefährdet sein, wenn sie wo putzt, wo es ggfs. Interessantes für Kriminelle oder Spione etc zu finden gäbe. Deine Krankenkasse könnte ihre Prämien erhöhen, wenn sie sieht, dass du kiloweise ungesundes Knabberzeugs kaufst. Es gibt soviel Missbrauchsmöglichkeiten, da reicht die Phantasie gar nicht aus. Und wir wissen ja, dass die Daten im“Freien Handel“ kursieren, und dort viel mehr drinsteckt, als nur die Einkäufe (z.b. Ortsdaten), und die jeder kaufen kann.
Natürlich ist es so, dass die Wahrscheinlichkeit für die meisten Leute nicht hoch ist, dass sie von derartigen Missbräuchen, wenn sie denn statt finden, überhaupt etwas mitbekommen, und sich damit sicher fühlen und derartige Gefahren niemals sehen.
Andererseits sind die bekannten Skandale häufig genug, mit vermutlich hoher Dunkelziffer, und der Nutzen derartige Programme so gering, dass man sich dann doch fragt, ist es das (geringe) Risiko denn wert…
@Gruml: Danke für die Erklärung! (y)
Ich stimme dir zu, dass bestimmte Daten für andere Firmen, Organisationen usw. interessant sein können/sind. Und vermutlich auch Handel mit diesen betrieben wird obwohl dies mglw. verboten ist oder ich diesen bewusst abgelehnt hatte usw. Ich denke, dass „die“ mehr Daten über mich/uns gesammelt haben, als ich mir/wir uns vorstelle/n und schon mehr verknüpft wurde als uns lieb ist bzw. wir wissen/vermuten. Viel mehr … Oder durch (unbemerkte) Hacks Daten im Umlauf sind.
Ich arbeite in einem Bereich, in dem ich auch die E-Mail-Adressen von Privat-Kunden erfasse. Und ich bin überrascht, wie viele bei Gmail registriert sind – gefühlt 90%. Ich würde dies mehr als „Problem“ ansehen, weil dies Google ist, und da wissen wir was mit den Daten (mglw.) passiert. Deswegen läuft meine Kommunikation nicht über Gmail (und nutze einen Browser, den ich ausschliesslich für den einen oder anderen Google-Dienste nutze). Aber selbst dies hilft auch nicht viel …
Ich sehe hier das „Risiko“ (für mich) als gering an bei der Nutzung von zB einem „Partnerprogramm“ (?) wie zB bei Edeka oder eben Lidl Plus. Aber ich würde mich jetzt auch nicht bei jeden Handel anmelden, bei dem ich mal einkaufe, nur um registriert zu sein usw. Ich bin auch bei Payback, wir nutzen eine Karte für 2 Haushalte (Einkauf bei Edeka, aber nicht zB verknüpft mit einer Sparkassen-Karte, das geht mir dann zu weit), und die Punkte setze ich ein für Apple Karten. Das „lohnt“ sich, finde ich. Klar, ich weiss nicht, was im Hintergrund mit den Daten passiert … ich will es eigentlich auch nicht genau wissen, sonst hätte ich vermutlich schlaflose Nächte … Aber wir bewegen uns im Internet und da hinterlassen wir spuren – und jeder muss für sich entscheiden, wie viele oder wenige dies (augenscheinlich/vielleicht) sind.
Ich für mich sehe das Risiko relativ gering ein. Aber wer weiss das schon, was ggf. in ein paar Jahren dann ans Tageslicht kommt …
Nochmals Danke für deine Antwort.
Ich nutz die App schon länger, incl. Lidl-Pay. Machts an der Kasse einfacher und schneller… und fas neue Punktesystem? Na ja, für 500€ Umsatz ne 10er Schachtel Bioeier…. geschenkt.
Gleiche Quark wie bei Kaufland … totaler Humbug
Das wird mir irgendwie langsam alles zu kompliziert/aufwändig. Glaube ich wechsle mal zu Aldi, ist vom Weg her gleich für mich.
Aldi macht es richtig und lässt den Quatsch. Als es nur Payback gab, habe ich da mitgemacht. Als Rewe sich von Payback zurückzog, lohnte es sich für mich nicht mehr. Und ich möchte meine praktische Minigeldbörse nicht mit weiteren Kundenkarten aufblähen und auch nicht für jeden Laden ne eigene App nutzen müssen. Und das für die paar Euro Ersparnis im Jahr. Geiz ist ungeil.
Wenn du auf ein paar Euro im Jahr verzichten kannst, gib sie jemanden, der sie brauchen kann…
+1
Ich mag es, dass kein Papierbon mehr rauskommt. Alles übersichtlich in der App und man verliert nichts. Ab und zu muss ich da mal was zurück geben und dafür ist es sehr praktisch.
Leute, es ist doch freiwillig.
Ich gehe zum Beispiel weiterhin zu Lidl und nutze trotzdem keine App. Aldi sagt mir persönlich einfach nicht so zu. Und genau so sollte es doch sein: Jeder entscheidet nach seinem Geschmack, seinen Bedürfnissen und seinen eigenen Gründen.
Findest du die App umständlich, nervig oder unnötig? Dann nutz sie einfach nicht.
Ganz entspannt.
Das sind für mich eher Luxusprobleme.
+1, Icke.
Klar ist es freiwillig aber man wird quasi dazu genötigt. Auch ist grad für ältere Leute nicht ersichtlich welcher Preis nun gilt. Eine App was ist das?
Jetzt versuchst du das zu relativieren… du/wir werden auch hoffentlich mal in dem Alter sein und genau die selben Probleme haben.
Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Bei einem Betrag von 500 Euro sind 5 Euro lediglich 1%. Für so einen minimalen Betrag ist der Aufwand einfach zu hoch.
Ich finde, bei Edeka ist das ganz gut gelöst. Grundsätzlich sind da schon viele Coupons automatisch aktiviert, 1-3 tagesaktuelle kann man in der Warteschlange schnell aktivieren. Für jeden Einkauf bekomme ich automatisch Payback-Punkte und die App ist mit meiner Bank verknüpft, so dass ich nur den gelben Edeka QR-Code zeige und es ist automatisch bezahlt. Später gibts dann noch 1 Mail mit der Zusammenfassung des Einkaufs.
Komm mal nach Nordhessen und versuche das mit deiner Edeka App. :-) Kommst Du nicht weit.
Vorher war´s besser. 5 Euro Rabatt für 500 Euro Umsatz ist doch ein Witz.
Hab mein Lidl Plus Konto gerade gelöscht. Diesen Zirkus mach ich für so wenig Belohnung nicht mit.