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Lidl Plus soll attraktiver werden

Lidl: „Meal Deals“ sollen App-Nutzung ankurbeln

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Lidl testet in Deutschland ein aus Großbritannien bekanntes Vertriebskonzept und verknüpft dieses eng mit seiner Kunden-Applikation Lidl Plus. Wie der Fachdienst „Supermarktblog“ zuerst berichtet, stehen derzeit kombinierte Angebotssets im Mittelpunkt, die nur über die App aktiviert werden können.

Mittags Deal

Ziel ist es offenbar, die Nutzung der Anwendung vor dem Einkauf zu etablieren und zusätzliche Kaufanreize zu schaffen.

Digitale Coupons als Einstiegspunkt

Die sogenannten „Meal Deals“ basieren nicht auf einem festen Paketpreis, sondern auf einem prozentualen Rabatt. Kunden wählen in der App vorgegebene Produkte aus mehreren Kategorien aus und aktivieren anschließend den passenden Coupon. Erst danach wird der Preisnachlass an der Kasse berücksichtigt. Dieses Vorgehen zwingt Nutzer dazu, sich aktiv mit der Anwendung auseinanderzusetzen, bevor sie einkaufen.

Der Impuls verschiebt sich damit vom Regal ins Digitale. Wer sparen möchte, muss vorab in die App schauen.

Unterschied zum britischen Modell

In Großbritannien gehören Meal Deals seit Jahren zum Alltag. Dort funktionieren die Angebote meist über feste Gesamtpreise, die unabhängig von der konkreten Produktauswahl gelten. Kunden wissen im Voraus, was sie zahlen. Lidl geht in Deutschland einen anderen Weg und setzt auf einen pauschalen Rabatt von 30 Prozent auf die gewählten Artikel.

Meald Deal Lidl

Die aktuellen Coupons sind zeitlich begrenzt und bundesweit nutzbar. Eine größere Bewerbung außerhalb der App findet bislang nicht statt. Das spricht dafür, dass Lidl zunächst prüfen will, wie stark die Angebote tatsächlich genutzt werden und ob sie das Einkaufsverhalten beeinflussen.

Im Mittelpunkt steht weniger das einzelne Angebot als die Funktion der App. Sie soll zum festen Bestandteil des Einkaufs werden und Kunden regelmäßig zur Interaktion bewegen. Die Meal Deals dienen dabei als konkreter Anlass, die Anwendung vor jedem Besuch zu öffnen.

Laden im App Store
Lidl Plus
Lidl Plus
Entwickler: Lidl Digital International GmbH & Co. KG
Preis: Kostenlos
Laden

29. Apr. 2026 um 13:55 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    34 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Nicht mal, wenn man mir noch Geld auszahlt nach dem Einkauf, würde ich solche Apps nutzen.

  • Lidl, aber auch Rewe habe ich wegen der unfairen Preise für nicht App- Nutzer von meinem Einkaufszettel gestrichen. Seltene Ausnahmen sind wirklich gute Angebote, die für alle Kunden gelten.

    Gewinner ist Aldi!
    Und teilweise der Marktkauf in der Nähe, da Aldi auch heute noch Angebotslücken, hauptsächlich bei Frischware hat.

  • Schätze beim Frühstück-Angebot würden die mit der Kombi Energie Drink und Zigaretten mehr Erfolg haben. :P

    Mal im ernst, für mich vollkommen uninteressant, da ich von der Arbeit aus nichts von und für unterwegs brauche.

  • Solange ich mit meinen Daten bezahle, macht es die App auch nicht attraktiver.

  • Ok ich mag Lidel. Aber das ungesunde Zeug überlasse ich lieber anderen.

  • LIDL hat halt einfach eine App, die sich wenigstens lohnt. Hier mal ein 5€-Gutschein, da mal was geschenkt… Jetzt auch mit den Pfandbons die man direkt in der App hat. Kann man nicht meckern.

  • Den Bildern nach zu urteilen sind das die „Diabetes Wochen“ bei LIDL?

  • Der große Unterschied zu Großbritannien ist, dass da diese „Meal Deals“ generell gelten und man sich nicht erst mit einer App abquälen muss.
    Allerdings führt das dazu, dass, nur weil es am Ende billiger ist als Sandwich plus Getränk allein, ein
    Snack dazu genommen wird, den man eigentlich nicht braucht (und trotzdem verputzt).

  • Es gibt nichts geschenkt. Du bist das Produkt. Je mehr du die App nutzt, desto wertvoller wirst du für sie – nicht umgekehrt.

  • Finde ich super. In London fand ich es damals schon cool. Wenns mal schnell gehen soll, finde ich gut, dass sie das anbieten. Will man es nicht, muss man nicht kaufen.

  • Kann mir mal jemand kurz erklären, was das Problem dabei ist, wenn mein lokaler Supermarkt weiß was ich gerne kaufe?

    Das führt doch am Ende dazu, dass dieser Supermarkt dann auch die Produkte anbietet, die ich gerne haben möchte, oder?

    • Das Problem ist nicht, dass der Supermarkt weiß, welche Produkte generell gut laufen.
      Das Problem ist der Unterschied zwischen „der Supermarkt weiß, was die Leute kaufen“ und „der Supermarkt weiß ganz genau, was DU kaufst, wann, wie oft und in welcher Kombination“.
      Ohne App reicht dem Laden sein normales Warenwirtschaftssystem völlig aus. Es sieht anonym, dass z. B. 120 Packungen Milch, 80 Brote und 40 Packungen Cornflakes über den Tag verkauft wurden. Das reicht vollkommen, um nachzubestellen und das Sortiment anzupassen.
      Mit der App wird daraus aber ein persönliches Bewegungs- und Kaufprofil von dir.
      Das Ziel ist nicht nur bessere Sortimentsplanung, sondern vor allem DICH persönlich besser zu beeinflussen – mit individuellen Coupons, gezielter Werbung in der App und Preisanpassungen.
      Kurz gesagt:
      Ohne App dient die Datensammlung dem Laden.
      Mit App dient sie vor allem dazu, dich besser zu steuern und langfristig mehr Geld aus DIR rauszuholen.

    • Ich sehe das auch nicht so eng. Lieber gebe ich meine Daten einer Supermarkt App, als einer App von staatlicher Stelle.

      • Stefan B. aus H.

        Wenn man so paranoid ist – über die Zahlung per App hätte ein daran möglicherweise interessierter Staat Zugriff auf die Kundendaten. Schließlich ist jeder Kaufbeleg (Bon) mittlerweile ein hochkomplexes Finanzdokument.
        Ich bevorzuge Barzahlung mit Preistransparenz und auch deshalb weitestgehend den Einkauf bei Aldi. Die Rabatte für Appnutzung gibt es nur solange, bis die Konzerne den Kunden zur Nutzung überredet haben.

  • Leider nicht durchdacht.

    1. Keine intuitive Bedienung wir zurückkehren/zurückgehen mit der Wischgeste vom Linken Rand zur Mitte
    2. Keine Einhand-Bedienung möglich, weil die wichtigen Knöpfe ganz oben am Bildschirm angebracht sind
    3. Kein 3D-Touch/langes Drücken auf das App-Icon mit mit wichtigen Menüpunkte wie „Scan & Go“ oder „Mein Pfand“
    4. Lidl Pay mit Visa-Card nicht möglich an Selbstzahl-Kassen
    5. Trotz Nutzung der App an den Selbstzahl-Kassen das ja dort ein QR-Code zum öffnen der Tür kommt weiterhin ein Zettel an der Kasse den man dann wegwerfen kann

  • Meine meist gehasste App, krampfig zu bedienen. Brauche sie für die Ladesäulen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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