Ohne Abo und Nutzerkonto
Kostenlose iPhone-App will euch vom Doomscrolling lösen
Die neue iPhone-App MeBeMe verfolgt einen anderen Ansatz als klassische Bildschirmzeit-Blocker. Statt Instagram, TikTok und andere Anwendungen zu sperren, schlägt sie kleine Aufgaben vor, die Nutzer zurück in den Alltag holen sollen.
Zu Beginn wählt man Rollen aus, die man stärker pflegen möchte. Zur Auswahl stehen mehr als 75 sogenannte Identitäten, darunter Leser, Sportler, Hobbygärtner, Koch oder Freund. Passend dazu zeigt die App kleine „Missionen“ an: zwei Seiten lesen, vier Liegestütze machen, sieben Gegenstände aufräumen oder kurz ins Freie gehen.
Kleine Aufgaben statt harter Sperren
Die meisten Aufgaben dauern laut Entwickler zwischen zehn Sekunden und zwei Minuten. Punkte, Serien oder Abzeichen gibt es nicht. Missionen können erledigt, gespeichert oder ohne Konsequenzen übersprungen werden. Damit unterscheidet sich MeBeMe von Lösungen wie der von uns vorgestellten Zenbox, die ausgewählte Apps tatsächlich blockiert.
Scrollen wird nicht automatisch erkannt
Der Name „Break Your Scroll“ klingt technischer, als die Funktion ist. MeBeMe erkennt nicht, ob der Nutzer gerade durch Reels oder Nachrichten scrollt. Stattdessen verschickt die App auf Wunsch Erinnerungen, die sich auch von Siri vorlesen lassen.
Die Anwendung verändert weder Instagram noch TikTok, sondern bietet lediglich einen freiwilligen Gegenimpuls. Das Thema ist aktuell: Die EU-Kommission kritisiert endloses Scrollen und automatisch startende Videos als mögliches „Suchtdesign“.
Ohne Konto, Werbung und Abo
MeBeMe verlangt kein Benutzerkonto und verzichtet auf Werbung, Abonnements sowie In-App-Käufe. Rollen, Aufgaben und Einstellungen werden laut Datenschutzerklärung lokal gespeichert. Anonyme Nutzungsstatistiken lassen sich deaktivieren.
Die englischsprachige App setzt mindestens iOS 16.4 voraus und kann kostenlos aus dem App Store geladen werden.


Schlimm, wenn es soweit ist, dass solche Apps angeboten werden.
Man kann aber auch die Realität akzeptieren und sich darüber freuen, dass Lösungen für das Problem existieren.
@Marcel, Franz hat meiner Meinung nach, hier vollkommen Recht.
Mangelnde Selbstkontrolle ist hier das Problem und durch mehr Apps wird das eigentliche Problem noch verstärkt.
DNS und Kurzbefehle bieten ja schon lange eine Lösung.
Die Lösungen müssen aber auf viel höherer Ebene kommen:
– Gesetzgeber (ohne deutsches freiwillig bla bla)
– Big techs in die Pflicht nehmen! Und nicht nur einmalig!!! (Tabakkonzerne mussten damals auch für ihr Gift gerade stehen!)
Egal welche Sucht:
Wie z.B. Glücksspielsucht…
Man muss von mehrere Seiten Grenzen setzen.
Ohne so ein aufgeweichtes freiwillig bla bla.
Sucht bedeutet ja, das die Leute nicht mehr selbstständig handeln können und Hilfe brauchen.
Smartphone Sucht ist heutzutage das was damals die Alkoholsucht war.
Recht hat er, Stichwort digital detox. Muss ich mich durch einen digitalen Hinweis mich vom digitalen Alltag befreien lassen? Geht auch anders…
Warum keine Erinnerung oder einen Kurzbefehl verwenden, wenn ich mich alle x Minuten selber vom Scrollen ablenken muss? Oder wenn ich erkannt habe, (was ich ja muss) dass ich ein Problem habe, die Adresse auf die DNS-Blockierliste setzen?
Zum Beispiel über nextdns; da spar ich mir Werbung und scrollen;-)