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Kategorie Kommunikation: Apple fängt sich einen „Big Brother Award“ ein

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Über einen der jährlich ausgelobten und auch in diesem Jahr wieder vergebenen Big Brother Awards darf sich in der Kategorie „Kommunikation“ diesmal die Apple GmbH aus München freuen.

Der deutsche Apple-Ableger bekam einen der Negativpreise – die jährlich in mehreren Ländern an Behörden, Unternehmen, Organisationen und Personen vergeben werden, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Personen beeinträchtigen haben – für „die Geiselnahme seiner Kunden mittels teurer Hardware und darauf folgende Erpressung, den firmeneigenen zweifelhaften Datenschutzbedingungen zuzustimmen.“

Ein Satz der sich wie die Beschreibung einer bolivianischen Dschungel-Armee liest und in dem Begleitschreiben der Jury wie folgt begründet wird:

Ein iPhone ist ein schickes Teil und kostet einige Hundert Euro. Natürlich möchte man das iPhone auch für alles Mögliche nutzen. Dafür hat man es gekauft. Nach dem ersten Einschalten begrüßt einen das Gerät mit der Aufforderung, seine „Apple-ID“ einzugeben. Oder wenigstens sein Benutzerkonto für iTunes (Apples Online-Shop für Musik, Filme und Software) bekannt zu geben. Ohne diese Angaben kann man mit dem Gerät gerade noch so telefonieren. Mehr aber auch nicht. Jedenfalls nicht die ganzen Funktionen nutzen, wegen derer man sich ein iPhone gekauft hat. Da die Vorfreude auf das Gerät groß ist, will man sich als Käufer nicht lange mit dem Kleingedruckten – immerhin 117 Seiten auf dem kleinen Display – beschäftigen. Sollte man aber. Vor allem mit dem Kapitel „Datenschutzrichtlinie“.

Dort erlaubt sich das Unternehmen, die Daten des Kunden mit „[mit Apple] verbundenen Unternehmen […] aus[zu]tauschen und sie nach Maßgabe dieser Datenschutzrichtlinie [zu] nutzen“. Dabei geht es nicht nur um eine Kreditkartennummer, um eventuelle Kaufvorgänge von Musik abzuwickeln, sondern um „[…] Daten wie namentlich Beruf, Sprache, Postleitzahl, Vorwahl, individuelle Geräteidentifizierungsmerkmale sowie Ort und Zeitzone, wo Apple Produkte verwendet werden“. Apple möchte damit „das Verhalten [seiner] Kunden besser verstehen und [seine] Produkte, Dienste und Werbung verbessern“.

Wie sich zumindest die Darstellung Apples personalisierter iPhone-Anzeigen deaktivieren lässt haben wir hier erklärt: Apples iADs – Neue Werbeformate und die Möglichkeit persönliche Daten nicht weiter zu geben.

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03. Apr 2011 um 12:47 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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