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„Ich bin Charlie“: Apple-Ausnahme für Solidaritäts-App

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Die frisch veröffentlichte Applikation Je suis Charlie! ist schnell beschrieben: Nach dem Start zeigt euch die Anwendung eine Weltkarte an und ermöglicht das Setzen eines „Je suis Charlie!“-Buttons auf eurem aktuellen Aufenthaltsort. Ein symbolisches Zeichen, das inzwischen von knapp 40.000 iPhone-Besitzern ins ganz Europa gesetzt wurde.

charlie-code
Fast noch interessanter als die App ist die Geschichte hinter ihrer Zulassung über die das französische Verlagshaus Nice-Matin berichtet. Der Herausgeber mehrerer südfranzösischer Zeitungen hatte bei Apple angefragt, ob man den üblicherweise knapp 10-tägigen Zulassungsprozess für die „Je suis Charlie!“-App nicht beschleunigen könnte. Mit einer direkten Mail an Apple-Chef Tim Cook.

Am Freitag-Abend kontaktierten die Entwickler den Apple-Chef direkt und leiteten ihre Mail mit der Grußformel „Mein lieber Tim Cook“ ein. 10 Minuten später traf die Antwort ein. Apple würde den Zulassungsprozess der „Je suis Charlie!“-App bevorzugt begleiten und versuchen den Download binnen einer Stunde zu akzeptieren.

Die Anwendung kann inzwischen geladen werden, den Hintergrundbericht könnt ihr euch direkt bei Nice-Matin zu Gemüte führen.

App Icon
Je suis CHARLIE
Nice-Matin
Gratis
5.98MB

charlie-700

Montag, 12. Jan 2015, 14:31 Uhr — Nicolas
62 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
    • Tolle PR für Politiker und Frankreich. An ein Massaker in Nigeria starben 2 Tage nach den Charlie-Drama 2000 Menschen. They are not Charlie. They are dead. Humor ist wenn Erdogan in Paris für Pressefreiheit demonstriert!

      • @DNN: Ja, bei der Demonstration haben sich Politiker profiliert, ja, auf der Welt gibt es auch noch andere Katastrophen. Aber was soll man stattdessen machen? Einfach die Sache in Paris abhaken und sagen „an anderen Orten sterben mehr … so what?!“ das kann es ja auch nicht sein. Jeder Tote, der durch Gewalt, Krieg und Ungerechtigkeit stirbt ist einer zuviel. Aber können wir für jeden auf die Straße gehen? Selbst wenn, das hätte mit der Zeit nur ein Ergebnis: man würde abstumpfen.

      • Die Tragik dabei ist:
        Fanatiker lassen sich wahrscheinlich nicht von Demonstranten beeindrucken – die tun einfach das, was in ihrem Weltbild richtig ist, ohne Rücksicht auf andere.
        Falls aber eine Menschenmenge in dieser Größenordnung aber gegen fragwürdige Aktionen von Regierungen oder Unternehmen auf die Straße ginge, könnte das sehr viel ändern – und es gibt genug Schweinereien, die Tag für Tag mehr Opfer fordern als islamistischer Terror in der westlichen Welt.

      • So ein Schwachsinnsvergleich. Ist doch völlig normal das Menschen, Städte oder Länder einem nahestehen, mehr Solidarität für diejenigen aufruft als ferne Welten oder Menschen.

        Oder für dich vereinfacht. Wenn eine Oma in Schottland stirbt ist es mir völlig egal. Stirbt die Oma meines Freundes bin ich betroffen.

    • Je ne suis pas Charlie!!
      Kollektiver Massenwahn, der hier mit einer App fortgeführt wird!! Ehre den Opfern, keine Frage – aber diese Story ist ein Hochverrat der Werte die wir leben! So oft hat die Vergangheit gezeigt das wir belogen wurden und jetzt soll ich glauben was mir berichtet wird?? Was ist die sofortige Folge: Aufrüstung mit Gesetzen die unsere Freiheit weiter beschneiden, neue Investitionen in Kriegsgerät etc.!

  • Funktioniert wie genau? Oder wurde mein button jetzt wirklich westlich von äquitorial-Guinea gesetzt?^^
    Schöne Sache.

  • also bei mir ist der tag unter afrika im wasser ich kann den auch nicht einstellen oder anders setzen! :-/ doof

  • Die App hat bei mir gar nicht gefragt, ob die Ortungsfunktion genutzt werden darf. Daher war mein aktueller Standort auch auf dem Äquator irgendwo vor der Küste von Afrika. Gibt man der App in den iOS Einstellungen zugriff auf den Ortungsdienst wird der Standort korrekt erkannt.

    Aber wie/wo setzt man den Button?

  • Ich möchte gar nicht wissen wie die Weltkarte aussieht wenn Menschen ihre Solidarität mit dem Verstoben zeigen die „wegen der Demokratie“ sterben!

      • Na ja, hier labbern sie alle einem irgendwas „von Menschenrechte“ voll.
        Aber wenn sie das Land verlassen und in Krieg ziehen vergessen sie alle Rechte und all das was ihnen doch eigentlich soooooo wichtig ist zb „Menschenwürde“!
        Aber lasst euch weiter blenden und legt alle 4 jahre „eure Rechte“ in neuen Händen von Verdorbenen und Sittenlosen Menschen.

      • Twittelatoruser

        Hassan, was du wolle? Laber konkret eyh! ;)

      • Ist es nicht ironisch, dass Terroristen, die keine Scheu haben mehrere Millionen Menschen zu töten, an einen Trauermarsch zum Gedenken an die Terroropfer von Paris teilnehmen? Solange sie im Namen der westlichen Werte töten, ist es legitim, aber wenn ein Muslim kommt und jemanden tötet, ist er abgestempelt
        als Terrorist und alle anderen Muslime der Welt werden angehalten, sich davon zu distanzieren.

      • Twittelatoruser

        Ah Hassan, du verwechselst die gesamten Europäer mit den Pigeldi-Gruppen? Diese Typen, die von NPD, REP u.s.w. geführt werden, erhalten viel Medienaufmerksamkeit, aber Stellen nicht die Allgemeinheit hat. Beweise doch, dass viele Leute mit „westlichen Werten“ grundlos töten, was eben die Terroristen Taten. Dass ein angeblicher fiktiver Prophet beleidigt wurde, ist keine hinreichende Begründung. Dass z.B. Al Jazeera terroristische Organisationen unterstützt um Israel zu zerstören, vergisst du als Hassan natürlich. In Europa herrscht nicht diese dumme Diktatur von Religionen. Daran müssen sich alle anpassen, so wie Europäer sich an die muslimischen Staaten anpassen und Kopftuch tragen, wenn es dort verlangt wird.

  • Und wie funktioniert das nun. Kann nur meinen Standort erkennen, aber keine „Interaktion“ möglich:-(

  • So langsam reichts aber auch. Schlimm was dort passiert ist, aber jetzt gibts sogar dafür eine App? Mehr Worte spare ich mir, die wären eh nur weiterer Anlass mich gleich zu zerreißen.

    • Auch meine Meinung.
      Man kann es auch Übertreiben.

    • Hier geht es wohl kaum darum unbedingt „eine App zum Event“ zu erstellen. Der Anschlag war ein Angriff eines der höchsten gesellschaftlichen Güter. Das Ziel den Menschen dies ins Bewusstsein zu rücken und dafür einzustehen, dass man solchen Angriffen nicht mit Gewalt, Kontrolle, Überwachung, Hass oder Ausgrenzung begegnen kann und darf, kann man gar nicht genug übertreiben.

      Sicherlich wird etliche geben für die „Je suis Charlie“ nur eine neue Floskel ist. Aber solange durch solche Aktionen auch nur einer dazu gebracht wird über das Geschehe und die Bedeutung der Worte nachzudenken, ist es eine gute Sache.

    • Sign. Wenn anderswo 100 Menschen sterben, interessiert es nicht die Bohne!

      • und genau das ist das Problem, wenn Journalisten / Entwicklungshelfern vor laufender Kamera der Kopf abgeschnitten wird, interessiert das keinen, keiner entwickelt ne App oder maschiert in Friedensmärschen heuchlerisch durchs Land, alle denken wahrscheinlich: „gut das es mich nicht getroffen hat“. Aber hier wird ein riesiger Solidarscher quatsch abgezogen und im TV vergleicht man das sogar schon mit dem 11.Sep….. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.

      • Twittelatoruser

        So ein Unsinn. Dass solche Dinge geschehen, ist in diesen Gebieten leider sehr hoch. Nicht umsonst erhalten diese Reporter ein deutlich höheres Gehalt, weil sie ihr Leben aufs Spiel setzen. Diese Redakteure haben nichts riskiert, weil dies in Europa verhindert wird, aber plötzlich kommen ganz unerwartet diese dummen Terroristen und töten dich grundlos!

  • So sehr ich die Idee schätze und gut heiße, so schwach ist die Umsetzung leider geworden. Aber hauptsache erstmal mit so einer im derzeitigen Zustand absolut unbrauchbaren App in der Führungsetage betteln. Kein „Je suis Charlie“-Button zu sehen und keine Frage nach der Erlaubnis für die Ortsnutzung. Kein Wunder, dass außerhalb Frankreichs kaum Fähnchen zu sehen sind. Funktioniert die App etwa nur in Frankreich gescheit? JE SUIS CHARLIE!

  • eigentlich neu feine Idee…
    aber seit wann liegt die holsteinische Schweiz im Golf von Guinea, südlich von Ghana?

  • App bei mir ohne Button-Funktion. Gleich wieder gelöscht.

    • habs garnicht erst geladen.
      Was solls auch bringen?

      Hört der Terror dadurch auf?
      Werden die Toten wieder lebendig?

      Wollte erst garnix hier texten.
      Ist eh so eine ohne Ende Diskusion.

      Ich finde es auch langsam übertrieben.
      Es wird kein Fass aufgemacht,
      wenn sich ein 10 Jähriges Mädchen in Nigeria in die Luft sprengt und 19 Leute tötet.
      Ein kleiner Bericht.Das wars. Wo ist da die ganze Welt die sich in irgenteiner App oder sonstwas einträgt. Ach is ja nur Afrika,interessiert mich nicht meine Oma is im Altersheim.

  • Ich kapier das auch nicht. Ich musste zuerst die Ortung für die App freischalten, zuvor wurde ich auch im Atlantik vor Afrika geortet. Aber wie setzte ich jetzt diesen Button? Da steht nur Current Location, aber einen Button kann ich nicht setzen.

  • Ma die Ortsbestimmung läuft ja zuverlässig. Fall sich jemand fragt, wer der Typ mitten im Golf von Guinea ist. Das bin wohl ich.

  • Erinnert sich noch wer an die Querelen um die Zulassung der App welche die drohnenangriffe des US Militärs und die damit verbundenen Opfer darstellte?!

  • Im Turbomodus durch den Zulassungsprozess geschoben und schon funktioniert selbst diese simple App nicht. Ich schätze, das war das erste und letzte mal, dass Apple eine App so schnell durchreicht. Schade!

  • App funktioniert nicht. Leider sofort wieder gelöscht! Ortung im Meer bei iPhone 6.

  • Auch gelöscht. Keine Nachfrage nach Standortfreigabe und somit im Meer bei Afrika gelandet.

    Wurde wohl vom iOS 8 Team entwickelt. ;-)

    Bin trotzdem Charly.

  • Nette Idee, aber man hätte durchaus etwas Hintergrundinfo dazu packen können. Seine Position kann man nicht hinzufügen, daher ist das ganze auch nutzlos. Wird leider wieder gelöscht!

  • Ich finde die Aktion richtig gut.

  • ⚡️i-was-dann⚡️

    Einfach in den Einstellungen den Zugriff auf Ortungsdienste ordnungsgemäß auf „ein“ stellen, schon zeigt die App den korrekten Standort

  • Vielleicht hätte Apple doch die App länger prüfen sollen. Der Button lässt sich nicht setzen. Sofort wieder gelöscht.

  • Nette Idee aber das Setzten eines „Je suis Charlie“-Punktes funktioniert leider nicht.
    Standort Freigabe ist gegeben. Das nächste Mal vielleicht doch besser die 10 Tage Testphase, wie von Apple vorgeschrieben durch stehen, dann wird es vielleicht nicht so peinlich….

  • wie wärs mit einer app für pressefreiheit in türkei und ungarn? ein land in europa vergessen?

  • Ist jetzt mal wieder gut mit dem Quatsch? Mitgefühl mit den Opfern/Familien ja aber ich brauch dazu nicht Hypster Hype Xy (in dem Fall Ich bin Charlie)…

  • Naja. Möchte hier auch keine politische Debatte vom Zaun reissen, aber der Karikaturist selber sagt, dass das alles verlogen ist. Solidarität für die Opfer sei gut und schön, doch die wenigsten wissen doch wer Charlie ist und für was er steht.

    • Twittelatoruser

      Nein, er hat es in einem anderen Kontext gesagt! Zudem was ist hier verlogen? Du behauptest dies, aber bei den meisten ist dies nicht so. Du weißt, dass auch Kleinvieh Mist machen kann?

  • Und wer von euch ist noch oder war „Kurt“? Die Familie bekommt heute noch Morddrohungen und muss unter Polizeischutz leben. Und wen interessierts? Wo bleibt da das Mitgefühl und die Solidarität?

  • So ein Blödsinn. Je ne suis pas Charlie!

  • Alle Muslime raus aus Europa….

    Denn dass war erst der Anfang…..!!!!!!

  • Dresdner Gewissen

    Seltsam: Gestern Abend bei der Installation stand der Zähler auf 846 000. Heute Morgen nur noch 108 000.
    Wer manipuliert hier?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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