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Künftig wird die NINA-App empfohlen

Nach sechs Jahren Sonderweg: Hessen stellt hessenWARN ein

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23 Kommentare 23

Das Land Hessen wird den Betrieb seiner Warn App hessenWARN zum Jahresende einstellen, dies geht aus einer Agenturmeldung hervor, über die die Hessenschau berichtet. Künftig sollen Bürgerinnen und Bürger stattdessen die bundesweit eingesetzte Warn-App NINA nutzen.

Nina Katwarn Hessenwarn

Nach Angaben des Innenministeriums sprechen vor allem finanzielle und organisatorische Gründe für diesen Schritt. Außerdem hätten sich die Funktionen beider Anwendungen inzwischen weitgehend angeglichen.

hessenWARN wurde Ende 2019 eingeführt und ersetzte damals KATWARN als offizielle Warnlösung des Landes. Bestehende Nutzer wurden seinerzeit ausdrücklich zum Wechsel aufgefordert. Zusätzlich zu amtlichen Gefahrenmeldungen bündelte die App unter anderem Hinweise zu Produktrückrufen sowie Informationen aus dem Bereich Cybersicherheit.

Den Ausschlag für die Neuausrichtung gab auch eine Empfehlung des Hessischen Rechnungshofs. Dieser hatte den Aufwand für den Betrieb einer eigenen Landes-App kritisch bewertet und einen Wechsel auf die gemeinsame Warnplattform der Länder und des Bundes angeregt.

Einheitliche Warnplattform für alle Bundesländer

Nach Darstellung des Innenministeriums wurde die NINA-App in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Dadurch seien viele Funktionen hinzugekommen, die zuvor ein Alleinstellungsmerkmal von hessenWARN waren. Eine separate Anwendung des Landes biete deshalb heute kaum noch zusätzliche Vorteile. Mit der Aufgabe der eigenen App rechnet Hessen nach eigenen Angaben mit Einsparungen von rund 60.000 Euro pro Jahr.

Hessenwarn App

Für Nutzer soll sich durch die Umstellung in der Praxis wenig ändern. Auch künftig werden Warnungen vor Unwettern, Bränden, Stromausfällen oder anderen Gefahrenlagen direkt über das Smartphone bereitgestellt. Regionale Benachrichtigungen bleiben ebenfalls Bestandteil des Angebots.

Wie wichtig ein verlässliches Warnsystem ist, zeigen regelmäßig die bundesweiten und landesweiten Warntage. Beim hessischen Probealarm im März dieses Jahres konnten hessenWARN und KATWARN aufgrund technischer Probleme zeitweise keine Warnmeldungen zustellen. Andere Warnkanäle arbeiteten dagegen wie vorgesehen weiter.

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hessenWARN
hessenWARN
Entwickler: TURMsolutions GmbH
Preis: Kostenlos
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Mit Dank an Bomm!

07. Juli 2026 um 06:42 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    23 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Immer schön alles 16 fach bestellen. Das macht auch viel Sinn wenn man wie ich in einem Dreiländereck wohnt!
    Wohnen in Hessen, viel in BaWü unterwegs und arbeiten in RLP. Jeden Tag drei Bundesländer … das nervt auch bei Ferien, Feiertagen usw.

  • Was das den Steuerzahler wohl gekostet hat?

    • ca. 1,4 Millionen. Wobei man die Zahl den laufenden Kosten von KATWARN gegenüber stellen müsste um die tatsächlichen Kosten festzustellen.

    • hucklebehrryfinn

      Na, laut Landesrechnungshof spart sich Hessen 60.000€ pro Jahr durch die Einstellung. (Steht im Artikel)
      Lass die Mannschaft für HessenWarn / NINA / Katwarn mal 5 bis 6 Personen sein. Durchschnittliche Monats-Brutto-Gehälter 3.456 bis 5.047€.
      248.832€ bis 363.384€ nur die Gehälter.
      Rack-Miete im RZ durchschnittlich 3.000€, mindestens zwei Racks
      72.000€
      Hardwarekosten, Lizenzen (Server, Switches, Windows, CALs, Linux, Programme) je Server/5Jahre
      Da kann 1 Mio. € pro Jahr schnell erreicht werden, vermute ich.

      FragDenStaat:
      https://fragdenstaat.de/anfrage/hessenwarn/
      Kostenübersicht wurde abgelehnt.

  • Jetzt muss das alles nur noch funktionieren.

  • Bei der Neuverschuldung des Bundes der kommenden Jahre, wären die 60k Einsparungen auch schon egal.

    • hucklebehrryfinn

      +1
      Aber Kleinvieh macht auch Mist, wie es so schön heißt. Die nächsten Gehaltserhöhungen fressen das eh schneller weg, als man gucken kann.

    • Die Schulden des Bundes haben wenig mit den Einsparungen eines Landes zu tun. Die 60′ € gehen nicht zum Bund. Der Länderfinanzausgleich wird um diese Summe entlastet. Also spart jedes Land 1/16 also 3750,- € pro Bundesland.
      Soviel von einem Hobbyfinanzminister von der Couch.

  • Der Foederalismus gehört abgeschafft, was uns das ein Geld kostet

    • Vielleicht solltest du nochmal ein bisschen nachdenken und dich mit den Gründen für Förderalus beschäftigen, und dann wirst du verstehen, dass Geld nicht alles ist.

    • Und falls du in Hessen wohnen solltest, es hat die Hessinnen und Hessen 60.000 €im Jahr gekostet, steht alles im Text. Also auch durchaus überschaubar.

      • hucklebehrryfinn

        Na, Hessen spart mit der Einstellung der eigenen HessenWarn-App ca. 60.000€. Da jetzt NINA / KatWarn übernehmen, bleibt das „Grundrauschen“ an Personal und Hardware / Lizenzen, ca. 1 Mio. € im Jahr.

    • Dann schau mal in Dein Geschichtsbuch, warum es den Föderalismus gibt und was dessen eigentlicher Zweck ist.

      • Den Föderalismus gibt es, damit Politiker die Verantwortung möglichst weit nach unten durchreichen können und selber keine mehr tragen müssen.
        Dann kann man immer sagen: Ich habe nix damit zu tun. Dafür seid ihr selbst zuständig und verantwortlich.

      • Hallo Karl Heinz,

        Prima — und jetzt noch das Geschichtsbuch aufschlagen.

        Komplexe Sachverhalte haben Gründe.

        Es ist aber einfacher, sich in Stammtischempörqualität aufzuregen, da gebe ich Dir recht.

    • Ich bin auch gegen die Abschaffung. Damit ist bisher eine gewaltig überwiegende Mehrheit von 66% der Befragten Forenuser gegen die Abschaffung des Föderalismus. Den aktuellen Zahlen nach zu Urteilen wird es somit keine Veränderung geben.
      Aus der Vergangenheit wissen wir aber, dass es noch zu Bewegungen in beide Richtungen kommen kann.

      ( :

    • Weil es in zentralgeführten Ländern ja auch so gut für die ländlichen Regionen läuft.

    • Zumindest hätten die Kommunen nur noch einen Schuldigen für ihre Misere. Den Zentralstaat.

    • Förderalismus schützt uns. Die Geschichte lehrt es uns.

  • Im Zusammenhang mit diesen Warnapps fällt mir immer wieder ein Bug, bzw. ein unschönes Verhalten von iOS auf und ich frage mich jedes Mal, ob ich der einzige bin, der dieses Problem hat:
    Ich habe die Speicheroptimierung von iOS aktiviert, d.h. Apps, die ich selten verwende werden vom Gerät gelöscht. Nun sind davon auch diese Warnapps betroffen. Wenn kein Notfall ist, dann öffnet man diese Apps nun mal selten. Der Sinn ist doch, dass sie im Hintergrund verfügbar sind und im Ernstfall warnen. Das gleiche Problem habe ich bei Tastaturen.
    iOS braucht dringend die Möglichkeit Apps von dieser automatischen Löschung auszuschließen.

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