Künftig wird die NINA-App empfohlen
Nach sechs Jahren Sonderweg: Hessen stellt hessenWARN ein
Das Land Hessen wird den Betrieb seiner Warn App hessenWARN zum Jahresende einstellen, dies geht aus einer Agenturmeldung hervor, über die die Hessenschau berichtet. Künftig sollen Bürgerinnen und Bürger stattdessen die bundesweit eingesetzte Warn-App NINA nutzen.
Nach Angaben des Innenministeriums sprechen vor allem finanzielle und organisatorische Gründe für diesen Schritt. Außerdem hätten sich die Funktionen beider Anwendungen inzwischen weitgehend angeglichen.
hessenWARN wurde Ende 2019 eingeführt und ersetzte damals KATWARN als offizielle Warnlösung des Landes. Bestehende Nutzer wurden seinerzeit ausdrücklich zum Wechsel aufgefordert. Zusätzlich zu amtlichen Gefahrenmeldungen bündelte die App unter anderem Hinweise zu Produktrückrufen sowie Informationen aus dem Bereich Cybersicherheit.
Den Ausschlag für die Neuausrichtung gab auch eine Empfehlung des Hessischen Rechnungshofs. Dieser hatte den Aufwand für den Betrieb einer eigenen Landes-App kritisch bewertet und einen Wechsel auf die gemeinsame Warnplattform der Länder und des Bundes angeregt.
Einheitliche Warnplattform für alle Bundesländer
Nach Darstellung des Innenministeriums wurde die NINA-App in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Dadurch seien viele Funktionen hinzugekommen, die zuvor ein Alleinstellungsmerkmal von hessenWARN waren. Eine separate Anwendung des Landes biete deshalb heute kaum noch zusätzliche Vorteile. Mit der Aufgabe der eigenen App rechnet Hessen nach eigenen Angaben mit Einsparungen von rund 60.000 Euro pro Jahr.
Für Nutzer soll sich durch die Umstellung in der Praxis wenig ändern. Auch künftig werden Warnungen vor Unwettern, Bränden, Stromausfällen oder anderen Gefahrenlagen direkt über das Smartphone bereitgestellt. Regionale Benachrichtigungen bleiben ebenfalls Bestandteil des Angebots.
Wie wichtig ein verlässliches Warnsystem ist, zeigen regelmäßig die bundesweiten und landesweiten Warntage. Beim hessischen Probealarm im März dieses Jahres konnten hessenWARN und KATWARN aufgrund technischer Probleme zeitweise keine Warnmeldungen zustellen. Andere Warnkanäle arbeiteten dagegen wie vorgesehen weiter.


Immer schön alles 16 fach bestellen. Das macht auch viel Sinn wenn man wie ich in einem Dreiländereck wohnt!
Wohnen in Hessen, viel in BaWü unterwegs und arbeiten in RLP. Jeden Tag drei Bundesländer … das nervt auch bei Ferien, Feiertagen usw.
Was das den Steuerzahler wohl gekostet hat?
Jetzt muss das alles nur noch funktionieren.
Sehr gut
Bei der Neuverschuldung des Bundes der kommenden Jahre, wären die 60k Einsparungen auch schon egal.
Der Foederalismus gehört abgeschafft, was uns das ein Geld kostet