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„Für dumm verkauft“: Verbraucherzentrale kritisiert Telekom-Drossel

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Verbraucherschützer reagieren auf die Umstellung der „Music Streaming Option“ der Telekom mit harscher Kritik. Das Unternehmen, so Dr. Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen, würde seine Vertragskunden mit dem Verweis auf die Netzneutralität für dumm verkaufen.

spotify

So sei der Querverweis der Telekom auf die EU-Vorgaben zur Netzneutralität im Zusammenhang mit der Spotify-Option mehr als nur unpassend. Hintergrund dieser Regelung ist die aus Sicht der Verbraucherzentralen berechtigte Befürchtung, dass kleinere oder innovative Dienste zukünftig nur sehr schwer einen Zugang zum Markt bekommen, wenn die Internetzugangsanbieter den großen Internetplayern Vorteile auf dem Weg zum Nutzer einräumen, also zum Beispiel, indem deren Nutzung nicht auf das Inklusivvolumen angerechnet wird.

Im Fall der Telekom, habe die angekündigte Abrechnungs-Umstellung jedoch rein gar nichts mit der Netzneutralität am Hut. In einer jetzt ausgegebenen Pressemitteilung der VZ Sachen erklärt Henschler:

Ein freier Wettbewerb würde damit schlichtweg blockiert und Innovationen ausgebremst werden […] Wenn nun die Telekom behauptet, dass sie mit der Änderung ihres Spotify-Modells dem neuen Netzneutralitätsgebot gerecht werden würde, wird wohl eher der Nutzer für dumm verkauft. Da das Inklusivvolumen aber nach wie vor von der Spotify-Nutzung ungeschmälert bleibt und erst dessen ohnehin erfolgende Drosselung auch Spotify verhindert, hat das mit Netzneutralität sehr wenig zu tun.

ifun.de berichtete am 24. März exklusiv über die anstehende Umstellung der Music Streaming Option der Telekom. Der Netzbetreiber reagierte wenig später mit einem eigenen Blogeintrag zum Thema und verschickte Ende vergangener Woche ein Kundenanschreiben per Post.

Zum Nachlesen:

Montag, 04. Apr 2016, 17:01 Uhr — Nicolas
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  • Mit dem neuen Abrechnungsmodell ist diese Option für mich auch wieder komplett uninteressant. Damit man die bezahlt Spotify Flat nutzen kann, muss man jetzt zusätzlich für ausreichendes Datenvolumen sorgen. dann kann ich die extra Kosten auch direkt in eine deutlich größere Daten“Flatrate“ investieren und mir mehr Inklusivvolumen holen…

    • hm. also ich finde das okay. Die Drosselung für Spotify greift ja erst, wenn auch der normale Datenverkehr gedrosselt wird. Und bis dahin (und danach) wird der Spotify Traffic ja nicht auf das Volumen angerechnet.

      Somit: Wenn du es bisher geschafft hast, bis zum 31. mit deinem Volumen auszukommen, wird sich für dich nicht verändern. Wenn du aber ab dem 20. kein Volumen mehr hattest, dann aber noch munter Musik gehört hast, gibt es ab 20. auch keine Musik mehr im Stream. Aber wer hat ein Smartphone und kommt mit weniger Datentagen aus, als der Monat Tage hat?

      • das dürften bei den knappen Datenkontingenten der Telekom recht viele sein, Elvis…ging mir selbst (& auch Bekannten) auch öfter so und ja, ich habe mich stets total gefreut, trotzdem noch (mit full speed) unterwegs streamen zu können.

      • Wenn die einen Tarif hast dessen Volumen du öfter bereits 1 Woche vor Monatsende verbraucht hast, hast du schlichtweg einen Tarif der nicht zu deinem Nutzungsverhalten passt.

      • Es geht hier ja um Telekomtarife. Dann schlage mir doch mal einen vernünftigen Telekom Tarif vor.
        Wunschvorstellung wäre: D1 Netz, echte Flatrate wie bei DSL, Frei-SMS werden garkeine benötigt und Freiminuten im Grunde auch nicht da mich die 10 Minuten im Monat billiger kommen einzeln zu zahlen. + MultiSIM für mein iPad. EIGENTLICH würde da ein Datentarif super passen, aber damit kann man garnicht telefonieren oder erreicht werden. Alle anderen Tarife beinhalten Zusatzleistungen wie zig tausende Freiminuten, teils fürs Ausland, tausende FreiSMS, Hotspot-Flatrate und was weiß ich nicht noch alles, die den Tarif leider preislich verdreifachen.
        Ich bin von der Telekom zu Simyo gewechselt für ⅓ des Preises mit 9fachem Datenvolumen. Ok, ich hab halt jetzt ab und an mal kein Netz weil das eplus/O2 Netz halt Schrott ist, aber quasi besser als bei der Telekom wo regelmäßig ab dem 20. des Monats keinerlei Daten mehr funktionierten. Selbst die Wetterapp hat keine Daten mehr anzeigen können so sehr wurde ich gedrosselt!! Und das ist ebenfalls ein Witz da ich defacto keine Flatrate mehr hatte sondern einen reinen Volumentarif, der nach dem aufbrauchen nicht mehr funktioniert…

    • Ich hab jetzt 6GB Volume…. Ob ich das jemals aufbrauche ist fraglich. Ich denke eher nicht das viele da etwas spüren.
      Jenisch Vertrag natürlich

      • Ich habe 10 GB, reise viel und verkneife mir ausserhalb von Wifi-Points Video und andere grosse Datenmengen. Wenn man anfängt, seine Arbeit auch mittels LTE ohne Einschränkungen unterwegs zu machen, ist am Ende des Monats das Kontingent knapp. Wie gesagt: Ohne HD-Movie-Streaming etc.

        Wenn ich Spotify gebucht hätte, würde ich mir jetzt massiv verschaukelt vorkommen. Höflich formuliert.

      • Man könnte glatt meinen den Spotify Premium Account gibt es ansonsten kostenlos.
        Es ist vielmehr so, dass die Telekom es ihren Kunden kostenlos(!) ermöglicht Musik zu streamen bis einem die Ohren bluten und dafür 0,0 Datenvolumen berechnet zu bekommen.

  • Wäre schöner sie würden ihr Modell eher an Telekom US anlehnen. Musikflatrate unabhängig vom Anbieter. Würde lieber gerne Apple Music statt Spotify nutzen. Dann wäre das ganze erträglicher – die Konzerne Suchen nun eben nach neuen Einnahmequellen für den baldigen komplett Wegfall des Eu Roaming. Und da kommen speedon m und l gerade zufällig daher, um den bequemen Musikhören extra Taler zu entlocken… Najo, viele werden vermutlich gar nicht an Ihre Tarif Grenzen stoßen? Ich kam von 750mb mit dem wechsel auf 6s auf 1,5gb, die mir reichten – daraus wurden dann schnell 2gb + Spotify 2,1 und nun seit diesem Monat 3,1… Komme damit gut zu recht. Alles ist aktiv außer App updates, die laufen im WLAN.. Reicht euch euer Traffic? Wieviel verbratet ihr mobil? Arbeitststelle mit WLAN?

  • Das das Volumen nicht verbraucht wird ist ja wohl das wichtigstes sonst würde die Option ja gar keinen Sinn mehr machen.

  • Theoretisch hat sie recht. Was wäre aber die Konsequenz? Natürlich eine von Vonvornehereinbelastung des Datenvolumens. Also faktisch eine weitere Leistungseinschränkung zum gegebenen Preis. In meinen Augen ist diese Reaktion genauso heuchlerisch wie die zugrundeliegende Aktion.

    • MemoAnMichSelbst

      Richtig wäre nicht nur spotify in dieser Option einzubeziehen sondern alle Musik Streaming Angebote. Denn dann hätte auch ein kleiner Neuankömmling die gleiche Chance. Ich wette viele nutzen spotify nur weil NUR SIE den Vorteil bieten. Und darum geht es doch in der Netzneutralität.

  • Im, Fall, der, Telekom, habe, die, angekündigte, Abrechnungs-Umstellung, jedoch, rein, gar, nichts, mit, der, Netzneutralität, am, Hut.

    Um ganz sicher zu gehen.
    ,

  • Eine Belastung des Datenvolumens von Anfang an, so wäre es einzig und allein neutral.

  • Ich verstehe den ganzen Zenober auch nicht. Da es ja vorher und nachher nicht angerechnet wird ist es doch egal!. Wenn du Volumen verbraucht hast und hast das Volumen erreicht dann nicht mit Spotify…
    Die Formulierung ist natürlich sehr unglücklich gewählt, Telekom halt.
    Aber lassen wir nur froh sein dass das Volumen nicht angerechnet wird.

  • Sonderkündigungsrecht greift da wohl nicht?! ;)

  • Ich glaube hier liegt die Verbraucherzentrale mal ein wenig daneben. Bisher zahlte man bei der StreamingOption dafür das das beim streamen verbrauchte Volumen nicht angerechnet wird aber zusätzlich wurde Spotify auch dann bevorzugt wenn das ebenfalls bezahlte Datenvolumen auf gebraucht war. Die Drossel griff bei allen Diensten nur bei Spotify nicht. Dies ist laut aktueller Gesetzeslage(Netzneutralität) aber nicht mehr zulässig. Dies wurde nun umgesetzt. Alle Dienste werden nun dahingehend gleich behandelt.
    Das nur Netzneutralität herrscht wenn die Daten immer auf das Volumen angerechnet werden stimmt ja so auch nicht denn der Mehrwert der StreamingOptioni wird ja vom Kunden bezahlt genau wie ein Datenvolumen auch. Nach der Logikj das alles auch das was was kostet gleich behandelt werden müsste, dürfte es für alle Kunden auch keine Drossel geben. Denn das bedeutet ja auch das dem Kunden der zugang zum Netz erschwert wird. Ich bin schon der Meinung das der der eine zusätzliche Leistung kauft auch einen Mehrwert erwarten kann.

    • Du hast aber leider das Grundlegende Problem nicht verstanden.
      Netzneutralität soll dafür sorgen das kein Dienst benachteiligt wird.
      Die Telekom bietet aber Spotify exklusiv an. Ich als Kunde werde nun dazu (nicht gezwungen) gedrängt oder gegängelt Spotify nutzen zu müssen wenn ich unterwegs streamen möchte.
      Würde die Telekom einfach sagen „ok, ihr User, für 15€ im Monat dürft ihr jede Möglichkeit unbegrenzt nutzen Musik zu Streamen“ egal welcher Anbieter.
      Das wäre Netzneutralität.

  • Menschen werden sich niemals ändern, diese furchtbaren Geier.
    Zu Beginn meines aktuellen Tarifs bei der Telekom, hat mein Volumen 1,5gb beinhaltet. Einigen Monate später dann ganze 2gb und jetzt seit dem 1.April stolze 3gb. Und das zum selben Preis wie damal, als ich den Vertrag mit nur 1,5gb abgeschlossen habe.
    Und ihr macht euch jetzt wegen einer deoseleung ins Hemd, die eigentlich keine richtige drosselung ist ? Die Telekom hat euch Datenvolumen geschenkt und das nicht gerade wenig.
    Das berücksichtigt hier keiner.

    • Was hast Du denn für einen Tarif, der sich automatisch erhöht? Klingt super.
      Bis auf die Verdoppelun am 1.April, die es auch für mich gegeben hat, habe ich nichts gesehen in meinem Magenta Mobil S mit Top-Handy.

      • War so im magenta mobil m

      • MemoAnMichSelbst

        Meiner ist auch mittlerweile bei 6,1 GB. Und wurde auch automatisch erhöht.

      • @pppfff Du hast also bei Vertragsabschluss kein Handy bekommen? Und du hast seit Vertragsabschluss sogar das doppelte Datenvolumen bekommen, einfach so. Muss die Telekom nicht machen. Hat sie aber. Aber reicht ja nicht. Mecker, Mecker, Mecker.

    • Kleine Information für Dich. Geschenkt wird Dir da nichts. Du zahlst dafür monatliche Gebühren, und zwar sogar mehr als bei den meisten anderen Anbietern. ;)
      Und bei der Telekom handelt es sich wie bei Apple auch um ein Wirtschaftsunternehmen.

  • Das die Drosselung nichts mit der Netzneutralität zu tun hat, ist Quatsch.

    Völlig („blind“) neutral wäre es in der Tat, alle Dienste auf das Volumen anzurechnen. Dann aber wären innovative Dienste wie Spority tot. Das scheint die Verbraucherzentrale zu wollen, nach dem Motto: Lieber alle gleich arm, als unterschiedlich reich.

    Was die Telekom macht, ist ein Kompromiss: Alle Dienste funktionieren, solange noch Volumen frei ist und dann sond alle zu drosseln, wenn die Grenze erreicht ist. Das ist auch („smarte“) Neutralität, weil sie Innovation zulässt.

  • Die sollen mir mit ihren Pseudoflatrates und pseudo Netzneutralität nicht auf den Sack gehen, bzw für dumm verkaufen.
    Bitte gebt mir endlich eine richtige Flatrate. Meinetwegen für 100€ im Monat und endlich darf ich normal surfen. Wir leben im 21. Jahrundert und nicht mehr 1995. Deutschland verkommt Telekomunikationstechnisch immer mehr zum Entwicklungsland.

    Selbst Telekom faselt von Cloud Computing, Streams hier und da, Smarthomes etc.

    Wie soll das alles gehen mit 56k Drossel? Lächerlich das Ganze.

    • 100 € wären mir zwar zuviel, aber sonst gebe ich dir recht. Die inkludierten Datenvolumen werden immer kleiner, aber alles soll sich über das Internet abspielen. Es ist ein Witz, wenn heutzutage Anbieter großartig mit 200 MB oder 300 MB werben.

  • Ich finde es fair gelöst. Ich hab jetzt 6 GB und kann mir im Leben nicht vorstellen, wie ich die jemals ausnutzen soll. Vorher waren selbst 3 schon Zuviel.
    Unterwegs beim Kunden bin ich meist im WLAN, zu Hause und im Office sowieso. Brauche persönlich also so viel gar nicht. Aber haben ist schon gut :)

  • Ich hoffe, dass sich hier kein Telekom-Fan beschwert. Denn ihr wisst ja, guter Service und bestes Netz kosten eben Geld

  • Macht es wie ich: kündigt einfach Euren Vertrag bei der Telekom! Ich habe es nach mehr als 20jähriger Kundentreue (aka Dummheit) wegen mangelnder Kulanz (es ging um 49,95€) auch getan. Was soll ich sagen, es tat gar nicht weh! Und andere Mütter habe auch schöne Töchter/Söhne. Ich habe jetzt noch 7 Monate Zeit einen neuen Mobilprovider zu suchen. Und siehe da man kann mit anderen Providern verhandeln. Und wenn alle Stricke reißen bin ich sicher, dass mir die Telekom bestimmt ein tolles Neukundenangebot unterbreiten wird und mir meine alte Nummer mit Kusshand anbieten wird.
    Nur Mut und versucht es einfach mal. Es befreit und nur so werden Großkonzerne kundenfreundlicher.

    PS: Lieber BWL-Praktikant, der Du im Telekomladen mir einen Rückruf bzgl. Problemlösung versprochen und dann doch vergessen hast: es gibt ein sehr altes Kaufmannskonzept aus dem Mittelalter, welches allerdings kaum noch gelehrt wird: „Der Kunde ist König…“

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