ePA und E-Rezept benötigen mindestens iOS 18
Elektronische Patientenakte: Ältere iPhones verlieren den App-Zugriff
Wer die elektronische Patientenakte oder das E-Rezept auf dem iPhone nutzt, sollte die installierte iOS-Version überprüfen. Wie die Apotheken Umschau unter Berufung auf mehrere gesetzliche Krankenkassen berichtet, setzen die Apps ab dem 1. Juli mindestens iOS 18 voraus. Ältere iPhones, auf denen sich diese Version nicht mehr installieren lässt, verlieren damit den Zugriff auf die entsprechenden Funktionen.
Hintergrund sind verschärfte Sicherheitsvorgaben (PDF-Download) des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Anwendungen, die auf die Telematikinfrastruktur zugreifen, dürfen nur auf Betriebssystemen laufen, die vom Hersteller weiterhin mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Davon betroffen sind unter anderem die elektronische Patientenakte, das E-Rezept und weitere digitale Gesundheitsdienste.
Für iPhone-Nutzer bedeutet dies konkret, dass Geräte mit iOS 17 oder älter nicht mehr unterstützt werden. Nach Angaben der Apotheken Umschau haben unter anderem die Techniker Krankenkasse, der AOK-Bundesverband und die Barmer bestätigt, dass ihre Apps ab Juli mindestens iOS 18 voraussetzen.
Diese iPhones bleiben kompatibel
iOS 18 unterstützt alle iPhone-Modelle ab dem iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone XR, iPhone SE (2. Generation), iPhone 11, iPhone 12, iPhone 13, iPhone 14, iPhone 15, iPhone 16 und iPhone 17. Nicht mehr aktualisieren lassen sich dagegen das iPhone X, iPhone 8 und das iPhone 8 Plus. Diese Modelle können die Apps für die elektronische Patientenakte und das E-Rezept künftig nicht mehr nutzen.
Die neue Mindestanforderung dürfte vor allem Nutzer älterer iPhones treffen, die ihr Gerät bewusst über viele Jahre verwenden. Während jüngere iPhone-Besitzer häufiger auf aktuelle Modelle wechseln, behalten ältere Anwender ihre Smartphones oft deutlich länger. Gerade sie gehören jedoch häufig zu den Nutzern, die besonders regelmäßig auf die elektronische Patientenakte oder das E-Rezept zugreifen.
Die Gematik, die für die digitale Infrastruktur des deutschen Gesundheitswesens verantwortlich ist, erklärt, dass die Sicherheitsanforderungen fortlaufend überprüft werden. Betriebssysteme, von denen eine akute Sicherheitsgefährdung ausgeht, würden kurzfristig von der Nutzung ausgeschlossen. Für die separate E-Rezept-App galten bislang zwar noch niedrigere Mindestanforderungen. Auch hier verweist die Gematik jedoch auf regelmäßige Sicherheitsprüfungen.


Finde ich ehrlich gesagt positiv, dass man Sicherheit da ernst nimmt.
Sehr professionell
Mmmh… irgendwie sehr unschön, gut dass ich diese Daten nicht in der Cloud abgelegt habe.
Und immer neuen Elektroschrott produzieren. Nachhaltig bis die Schwarte kracht….
Auch wenn ich das Unternehmen Gematik aus offensichtlichen Gründen nicht leiden kann. Der Schritt ist leider nötig, gerade Gesundheitsdaten sind besonders zu schützen. Nachdem IT Sicherheit bei vielen Menschen eher keine Rolle spielt da sich die Leute nicht über die Risiken bewusst sind.