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Viele Erweiterungen funktionieren nicht

Electra: Neue Jailbreak-Lösung knackt iOS 11

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Wie erwartet haben die Freigeister des Jailbreak-Commmunity jetzt eine Möglichkeit gefunden, Apples Sicherheitsvorkehrungen auf halbwegs aktuellen iOS-Geräten zu umgehen und diese so für die Installation von inoffiziellen, am App Store vorbei installierten Anwendungen vorzubereiten.

Electra 1000

Die technischen Vorbereitungen, die die Installation von System-Erweiterungen, Modifikationen und Fremdapplikationen auf iPhone und iPad ermöglichen, tragen seit Februar 2008 die informelle Bezeichnung „Jailbreak“ und eben jener steht unter dem Codenamen Electra nun für alle iOS-Geräte bereit, die iOS 11.0 bis iOS 11.1.2 einsetzen.

Ein Achtungserfolg. Von der Modifikation eurer Geräte solltet ihr bis auf weiteres jedoch absehen. Zum einen funktionieren viele Jailbreak-Erweiterungen auf entsprechend vorbereiteten Geräten nicht mehr, zum anderen ist die Jailbreak-Community in den vergangenen Jahr so stark geschrumpft, dass hier auch keine Aktualisierungen zu erwarten sind.

Entwickler stellt Nutzen in Frage

An dieser Stelle wollen wir an eine Lese-Empfehlung erinnern. Im vergangenen Sommer nahm sich das Entertainment-Magazin Vice der Jailbreak-Community an und verfasste unter der Überschrift „Das Leben, der Tot und das Vermächtnis des iPhone Jailbreaks“ nicht nur eine Rückschau auf die frühen Tage der ersten iPhone-Hacker, sondern bemühte sich auch eine umfangreich Zusammenfassung der hinter uns liegenden Hochzeit inoffizieller iPhone-Applikationen zusammenzustellen.

Erwähnenswert ist hier vor allem der abschließende Absatz, in dem sich die Vice-Autoren mit dem Cydia-Entwickler Jay Freeman unterhalten.

Freeman ist seit 2008 für den alternativen App Store verantwortlich, der die einfache Installation inoffizieller iPhone-Erweiterungen erst möglich gemacht hat. Und für Freeman – der sich aktuell auch zu Electra geäußert hat – liegen die Tage des Jailbreaks definitiv hinter uns.

Der Entwickler, den den Griff zum Jailbreak-Werkzeugkasten inzwischen niemandem mehr empfiehlt und das Jailbreak-Risiko mittlerweile weit höher als den damit einhergehenden Nutzen einschätzt, merkt an:

Zum einen adressiert Apple mögliche Jailbreak-Schwachstellen inzwischen mit einer deutlich höheren Priorität, zum anderen müssen wir uns inzwischen so tief in das System vorwagen, dass unsere Anstrengungen richtiggehend Gefährlich geworden sind.

Und womit wird man letztlich belohnt? Jailbreaker konnten sich einst über Killer-Features freuen, die beinahe ein Kaufgrund für das iPhone waren – jetzt liefert der Jailbreak nur noch überschaubar kleine Modifikationen.

Eine Umstand, der sich zu einem Teufelskreis entwickelt hat: Weniger Anwender haben Interesse an einem Jailbreak, was dazu führt, dass weniger Entwickler für die Jailbreak-Community entwickeln. Dies wiederum macht einen Jailbreak weniger attraktiv, was dazu führt, dass weniger Anwender Interesse haben ihre Gerät zu knacken… Am Ende stirbt man dann einen langsamen Tod.

Electra im Video

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28. Feb 2018 um 16:56 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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