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Ventilator mit iPhone-App und Alexa-Skill

Dyson Pure Cool: Ein Blick auf das neue Modell des App-gesteuerten Luftreinigers

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Zwei Jahre nach der Markteinführung des Pure Cool Link hat Dyson ein überarbeitetes Modell des Luftreinigers mit App-Steuerung vorgestellt. Der neue Dyson Pure Cool verzichtet auf den Namenszusatz „Link“, die Smartphone-Anbindung gehört jetzt zur Standardausstattung, zudem kommt das Gerät mit diversen teils gravierenden Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger.

Dyson Pure Cool Luftreiniger 2018

Als Nutzer der ersten Generation würde ich die Möglichkeit, den Luftstrom nun auch nach hinten auszuleiten, als wichtigste Neuerung des neuen Modells bezeichnen. Der klassische Ventilator-Luftstrom ist im Sommer sicherlich meistens willkommen, kann insbesondere für empfindlichere Menschen bei kühleren Temperaturen aber auch unangenehm sein. Dyson bietet mit dem sogenannten „Diffuser-Modus“ nun die Möglichkeit, den Luftstrom sanft nach hinten auszuleiten. Auf diese Weise ist auch eine Luftreinigung ohne direkten Luftstrom möglich. Natürlich lässt sich der Pure Cool auch weiterhin als leistungsfähiger Ventilator nutzen, wobei der eigentliche Ventilator im Fuß des Geräts versteckt ist, und die Luft durch einen rundumlaufenden Spalt im oberen Gehäusebereich austritt.

Frisches Lüftchen und Erleichterung für Allergiker

Wie bereits der Vorgänger ist auch der neue Pure Cool in der Lage, bis zu 99,95 Prozent aller in der Raumluft enthaltener Partikel bis zu einer Größe von nur 0,1 Mikron auszufiltern. Drei Sensoren überwachen dabei die Luftqualität und können die Leistung des Geräts im Auto-Modus entsprechend anpassen. Neu ist in diesem Zusammenhang die Live-Anzeige auf einem Farb-LCD auf dem Gerät. Hier kann die aktuelle Belastung mit Feinstaub, Allergenen, Stickstoffdioxid und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC – zumeist üble Gerüche), angezeigt werden. Dazu lässt sich auf dem kleinen Bildschirm die Raumtemperatur oder die Luftfeuchtigkeit abbilden.

Um den Reinigungsvorgang zu optimieren, hat Dyson ein effektiveres Filtersystem entwickelt, zudem sorgt ein neuer, einstellbarer Schwenkmodus mit bis zu 350 Grad Abstrahlung für schnelleren Luftaustausch im Raum. Die Luftstärke kann dabei manuell in zehn Stufen oder automatisch durch die Sensoren reguliert werden. Ein optional aktivierbarer Nachtmodus beschränkt die Leistung des Ventilators auf maximal Stufe 4.

Ich habe noch keine Angaben zur Haltbarkeit des Filters gefunden, gehe aber davon aus, dass diese wie auch die Kosten für Ersatz im Bereich des Vorgängers liegen. Hier war die Laufzeit des Filters mit rund einem halben Jahr (4380 Stunden) aktiver Lüfterbetrieb angegeben, Ersatz ist dann für rund 60 Euro erhältlich.

Bedienung und Programmierung per iPhone-App

Die WLAN-Einbindung des Geräts und damit verbunden die Möglichkeit der Steuerung per App bringt ein deutliches Plus an Komfort. Der Dyson Pure Cool wird zwar mit einer Fernbedienung ausgeliefert, über die App stehen jedoch erweiterte Konfigurationsoptionen zur Verfügung.

Die Grundeinrichtung geht schnell und einfach vonstatten, Voraussetzung ist allerdings ein kostenloses Benutzerkonto beim Hersteller. Über diese Verbindung kann man dann auch ortsunabhängig auf den Ventilator zugreifen, um aktuelle Messwerte auszulesen, das Gerät zu steuern oder die Programmierung zu ändern.

Dyson Pure Cool Iphone Einrichten

Für die Standardanzeige ergänzt Dyson die Messwerte des Geräts um allgemeine Wetterinfos zum Aufstellort. Darüber hinaus lassen sich die vom Pure Cool erfassten Werte für die Luftqualität allgemein sowie für Feinstaub, Allergene, Stickstoffdioxid, VOC, Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Tages- und Wochenverlauf abrufen. Ebenso wird die Luftstromstärke des Geräts im Rahmen dieser Auswertung erfasst. Voraussetzung hierfür ist es allerdings, dass ihr die dauerhafte Erfassung der Umgebungsdaten in den Einstellungen der App erlaubt, andernfalls sind die Automatikfunktionen nicht nutzbar. Ein damit verbundener Nachteil ist das zwar leise aber in stiller Umgebung durchaus hörbare Laufen des für die Luftmessung erforderlichen Ventilators.

Dyson Pure Cool 2018 Screenshot

Die Dyson-App bietet zudem eine virtuelle Fernbedienung für das Gerät und die Möglichkeit, bestimmte Abläufe auf Tages- und Wochenbasis zu programmieren. Ein Beispiel hierfür wäre die automatische, uhrzeitabhängige Aktivierung des Nachtmodus. Von Haus aus ist das Gerät mit einem in Intervallen zwischen 15 Minuten und 9 Stunden schaltbaren Sleep-Timer ausgestattet.

Dyson Pure Cool App Fernbedienung

Ergänzend zur mitgelieferten drahtlosen Fernbedienung und der Bedienung per App lässt sich das Gerät auch über Alexa-Sprachbefehle steuern. Nach Aktivierung des Dyson-Skills sind Befehle wie „Alexa, sage Dyson Luftreiniger starten“ oder „Alexa, sage Dyson, Geschwindigkeit auf 7 stellen“ möglich.

Der neue Dyson Pure Cool ist wie der Vorgänger in einer Variante für den Tisch oder als Bodenventilator erhältlich. Die Preisempfehlung für letzteren liegt bei 599 Euro, der kleinere Tischventilator kostet 549 Euro. Beide Geräte sind direkt bei Dyson oder im Elektronikhandel erhältlich.

Freitag, 27. Apr 2018, 19:13 Uhr — chris
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  • Find die ja schon echt top, aber der Preis schreckt doch ganz schön ab, genau wie bei dem Fön!!

  • Selbst die Hälfte wäre noch happig. Ob die bei Apple und deren Preispolitik abgeschaut haben?

  • Ich musste mir den Vorhänger notgedrungen kaufen, da ich vor kurzem eine Allergie gegen Milben und Hausstaub entwickelt habe. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Er macht seine Arbeit hervorragend.

  • Homekit Unterstützung wäre schön. Dann würde ich mir überlegen einen zuzulegen, aber so erstmal nicht

  • Dem positiven Artikel möchte ich eine Schattenseite beisteuern, die zumindest der Vorgänger aufweist: Das Gerät ist erheblich lauter als herkömmliche Ventilatoren und produziert einen deutlich geringeren Luftstrom. Die Eignung als Ventilator ist daher spürbar geringer als bei einem Gerät für 40 EUR aus dem Baumarkt. Sowohl der geringe Luftstrom als auch das Laufgeräusch sind baulich bedingt, weshalb diese Probleme sicherlich auch der Nachfolger haben wird. Selbst auf geringer Stufe erzeugt der klackernde Motor ein sehr unangenehmes Geräusch, weshalb man die ständige Raumüberwachung komplett vergessen kann. Die Luftreinigungsfunktion hingegen ist ausgesprochen gelungen. Das Gerät springt im Automodus sehr zuverlässig und schnell an, bspw. wenn Farbgerüche auch nur im entferntesten in die Wohnung dringen. Ich habe mich mit dem Gerät so arrangiert, dass ich es tagsüber, wenn ich nicht zu Hause bin, im Automodus laufen lasse und es automatisch abschalten lassen, wenn die Zeit erreicht ist in der ich normalerweise nach Hause komme. So ist das Gerät ein Gewinn für eine angenehmere Luft. Als Ventilator ist es ein Komplettausfall.

  • Ganz ehrlich? Das Ding darf sich nicht Luftreiniger nennen.. Beim Vorgänger hieß es 414 Liter Luftdurchsatz. Davon allerdings nur 33l gefilterte Luft lt. Dyson. Das reicht max. für einen 15qm Raum.
    Wird beim neuen recht ähnlich sein. Bei einem Luftreiniger gibt es normalerweise CADR-Angaben, die es bei Dyson nicht gibt, warum wohl? Somit unbrauchbar. Viel Geld für nichts.
    Ich kann die Luftreiniger von Sharp empfehlen. Sehen scheiße aus, aber tun was sie sollen.

  • Hätte gern einen normalen Dyson Ventilator mit einer Homekit Steckdose gesteuert – geht aber nicht weil nach Strom an das Gerät erst mal im StandBy ist. So schade.

  • Habe auch immer wieder mal in den Elektronikmärkten überlegt, aber ich fand das Teil auch zu laut.

  • Hat man dadurch auch weniger Staub im Raum?

  • Eigentlich wäre das die Firma für Apple zum übernehmen. Etwa die selbe Firmenpolitik und Preise. Ein ideales Team.

    • Dyson ist ein Limited, also wie z.B. eine GmbH nicht an der Börse. Dyson macht seit Jahren Millardenumsätze mit sehr stabilen Gewinnen. Der Eigentümer, James Dyson, ist Milliardär und begeisterter Erfinder und wird wohl niemals verkaufen. Das hat er einfach nicht nötig.

  • Ich moechte meine Meinung ergaenzen: in Stufe 4 ist das Geraet fuer mich persoenlich sehr angenehm ertragbar. Ab Stufe 6-7 stimme ich zu!

  • Hab heute den neuen Luftreiniger von Philips bestellt. Ich hoffe damit geht es bald meiner Tochter besser zu Hause. Sie hat immer eine verstopfte Nase da Sie gehen Birke Allergisch ist.

  • Der zweite Absatz hat mich ein wenig amüsiert …. wenn sich früher bei einem Ventilator jemand über Zugluft beschwert hat, könnte man diesen weg- bzw. umdrehen ….. ist dies mit den modernen Geräten nicht mehr möglich, weshalb man das Ausblasen nach hinten in die Steuerung implementieren und dies als größte Neuerung hervorgehoben werden muss?
    Manchmal frage ich mich, ob heute alles nur noch unter dem Credo „nicht mehr aufstehen und bewegen müssen“ entwickelt wird, damit es cool ist und die Kunden begeistert?!?!
    Trotz allem vielen Dank für den ansonsten interessanten und ausführlichen Artikel! :-)

  • „Pure Cool“ – für einen Moment hab ich gehofft, das Ding ist eine neue Wunderklimaanlage (ohne Abluftschlauch) :-) …

  • Und wenn ich NICHT möchte, das der Dyson oder dessen App nach Hause telefoniert und somit der Dyson nicht ins Wlan kommt und keine App nutzen möchte, wie kann man dann denn Lüfter bedienen?

  • Ein wirklich interessantes Gerät. Da ich eine Hausstauballergie habe und hier dementsprechend nur positives lese, werde ich mir das ganze mal näher anschauen.

  • Kann leider nur Negatives berichten. Meine Raumluft war qualitativ recht gut, aber bei jedem Einschalten ging die Belastung nach oben. Dies auch über Stunden und dies besserte sich erst nach Abschalten des Geräts.
    Ich kontaktierte Dyson, die keinesfalls erklärten, dass dies ein Fehler wäre. Es wurde schlichtweg gar nicht auf die Problembeschreibung und meine Fragen eingegangen. Sie boten nur die Rücknahme an (waren innerhalb der 30 Tage Frist).
    Das Gerät produziert beim Laufen also scheinbar selbst ungesunde Luft und ist daher bei guten Raumwerten absolut nicht zu gebrauchen.
    Zudem mit über 50 Dezibel im Nachtmodus (kaum mehr ein Luftzug spürbar) auch nicht zum schlafen im Sommer zu gebrauchen.

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