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Datenweitergabe: Telekom-Kunden widersprechen hier

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50 Kommentare 50

Nachdem wir euch heute früh bereits auf die Möglichkeit hingewiesen haben, dem o2-Datentracking, mit dem die Telefónica-Tochter die Bewegungsströme der eigenen Vertragskunden ermittelt, zu widersprechen; hier der kurze Hinweis für Telekom-Kunden.

daten

Opt-Out: Auch die Telekom hat ein Formular

Auch der Bonner Netzbetreiber wertet die von euch generierten Positionsdaten (zu welcher Zeit, in welcher Mobilfunkzelle) aus und verkauft diese an das Tochter-Unternehmen Motionlogic GmbH.

Nach Angaben des Netzbetreibers werden diese unter anderem genutzt, um Hochrechnungen über Verkehrsflüsse zu erstellen und können zudem mit eurer Altersgruppe (10-Jahres-Schritte), eurem Geschlecht und eurer Postleitzahl (erste 4 Stellen) angereichert werden.

Die Telekom verwendet Ihre Daten gemäß der gesetzlichen Vorgaben für Analysen, wenn entweder Ihre Einwilligung dazu vorliegt oder nur in anonymisierter Form, wonach ein Rückschluss auf Sie ausgeschlossen ist. Die Telekom anonymisiert Mobilfunkdaten, die in aggregierter Form an das Telekom Tochter-Unternehmen Motionlogic GmbH übergeben werden. Die Motionlogic GmbH nutzt die anonymen Daten, um hieraus zum Beispiel Hochrechnungen über Verkehrsflüsse zu erstellen.

Wer will kann der Anonymisierung und anschließenden Übermittlung seiner Daten jedoch widersprechen.

Ähnlich wie o2 bietet auch die Telekom dafür ein gesondertes Opt-Out-Formular an. Habt ihr dieses mit euren Daten ausgefüllt, verifiziert der Netzbetreiber eure Mobilfunkrufnummer anhand eines vierstelligen SMS-Codes und gestattet das Vornehmen von Änderungen. Ob auch Vodafone über ein entsprechendes Formular verfügt, bringen wir zur Stunde in Erfahrung.

Donnerstag, 07. Apr 2016, 15:15 Uhr — Nicolas
50 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Ich muss leider etwas klugscheißen ;)
    wiedersprechen ≠ widersprechen

  • Erledigt! Danke für die Information…

  • Ich finde die Idee grundsätzlich nicht verkehrt. So lassen sich unter anderem auch Staus vermeiden in dem man die Navigationsgeräte mit solchen Daten füttert und eine gewisse Anzahl von Fahrzeugen umleitet.

    Die Datenschutz(leit)linien von Motionlogic sehen erst mal vielversprechend aus:
    „…
    Sind die Daten anonym?

    Ja. Um eine verlässliche Anonymisierung zu gewährleisten, werden mehrere Schritte durchgeführt:
    – Persönliche Informationen (Name, Telefonnummer etc.) werden gelöscht und sind nicht an der Auswertung beteiligt.
    – Bewegungspfade werden durchschnitten, so dass keine individuellen Bewegungsprofile möglich sind
    – Ergebniswerte werden in statistischen Analysen zusammengefasst
    – Diese Prozessschritte finden in einem Hochsicherheits-Rechenzentrum der Deutschen Telekom statt, auf das Motionlogic keinen Zugriff hat
    – Die Prozesse wurden in enger Abstimmung mit der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI) entwickelt
    – Die Prozesse werden durch externe Prüfstellen für Datenschutz kontrolliert und zertifiziert
    …“

    Man sollte zwar nicht blauäugig durch die Gegend laufen aber paranoid sollte man auch nicht werden. Wenn man jedem Unternehmen, welches Daten aus- bzw. verwertet aus dem Weg gehen möchte, sollte man lieber tief in einen Wald ziehen und vorher sämtliche elektronischen Geräte entsorgen.

    Ich werde dem vorläufig nicht widersprechen. Außer mir bringt hier gleich noch jemand gute Gründe FÜR das Widersprechen.

    • Ich hab hier einen guten Grund: Weil du es kannst. Nimm deine Möglichkeiten wahr und finde dich nicht einfach so damit ab, dass Daten von dir zu Geld gemacht werden – ohne das du daran beteiligt wirst. Würden die Provider die Kunden dafür entlohnen, wäre ich sehr wahrscheinlich auch dabei. So aber natürlich nicht.

      • Immer dran denken: dadurch nimmst du deinem Anbieter auch die Gelegenheit der Verwertung. Dadurch weniger Gewinn und dadurch wiederum weniger Spielraum für neue Produkte / Ideen.

        Ich widerspreche bewusst nicht, da es mich nichts kostet und ich als Kunde zufrieden bin. Würden alle widersprechen, würden wir uns damit selbst in den Fuß schießen.

    • Tom von der Isar

      Sehe ich genauso so. Das ist Service der uns zugute kommen kann. Wie zB. bei foursquare Infos die man manuell teilt anderen Usern viel Mehrwert bieten. Danke fürs rauslassen der entsprechendenden Datenschutz Klauseln, klingt vernünftig.

    • +1

      Beim Nutzen mobiler Navigationssysteme sind gerade die Verkehrsflussdaten, die unter anderem durch Mobilfunkdaten enstehen, immens wichtig. Wenn ich das nutzen will, muss ich auch bereits sein, etwas dazu beizusteuern, damit es auch zuverlässig und metergenau – wie z. B. bei TomTom – funktioniert.

      • FrankP: Momentan steuerst du vermutlich auch schon Geld bei. Ich finde, das dass reichen sollte.

      • Genauso sieht es aus.
        Solche Dienste nutzen wollen alle – möglichst auch kostenlos – aber Daten beifügen will keiner .. passt nicht !

    • Ja ich finde es auch einer wenig übereilt, es einfach zu widersprechen. TomTom und co brauche solche Daten um staumeldungen zu generieren. Würden alle widersprechen, gibt es das in Zukunft nicht mehr.

    • Ich zahle der Telekom jeden Monat 90 € für meinen Vertrag. Warum sollte also ich dann für die Telekom kostenlos Daten liefern, die das Unternehmen zusätzlich monetarisieren kann? Der Mehrwert, der dafür – angeblich – geboten wird, erschliesst sich mir leider nicht, denn mein Navigationssystem im Auto bezieht seine Daten aus einer anderen Quelle, um bei Deinem Beispiel zu bleiben. Daher habe ich natürlich das Opt Out ausgeführt.

      LG, Lutz

      • Weil ja auch die Nutzung von Verkehrsdaten in Navi-Geräten so viel kosten. Ich wüsste nicht mal ein Navi-Gerät (inkl Software-App auf Smartphones) wo das auch nur einen Cent kostet.
        …die werden sich bei der Vielzahl der Leute * 0.00€ dumm und dusselig verdienen.
        (Gleich mal ausrechnen was da wohl raus kommt)
        Merkste was?

      • Naja, als Telekomkunde kannst Du ja z.B. Navigon Selekt kostenlos nutzen… Also hast Du ja quasi auch etwas davon, während andere für Navigon zahlen müssen… Und das nicht zu knapp… Ich geb da gerne meine Daten anonym zur Verbesserung ab

    • Seit mindestens 30 Jahren weiß man, dass es keine verlässliche Anonymisierung gibt und immer Rückschlüsse auf eine Person aus den anonymieserten Daten erfolgen kann. Auch Deine Strichliste ändert daran nichts. Die hier gezeigte Naivität kann man nur bedauern …. Oder bewundern!

      • Dann bist du ja ein klarer Fall für „ich schmeiß mein Smartphone sämtliche elektronischen Geräte weg und ziehe tief in den Wald“. Herzlichen Glückwunsch. Willkommen im 21. Jahrhundert!

  • Opt-out war in 2 min. Erledigt. Danke für die gut aufbereitete Info.

  • Was ist mit Congstar, der Telekomtochter?

  • Danke ! ! ! Ohne Eure Profesionelle Journalisten Arbeit hätten wir den Link zum abmelden nie so schnell gefunden :-).

  • Naja, solche Daten werden z.B. verwendet, um Navis mit Stau-Informationen zu „füttern“. Denn wenn sich an einer Stelle keine Handys mehr bewegen, ist dort z.B. Stau.

    Im Endeffekt sind wir doch im Endeffekt dankbar, wenn wir z.B. so wissen wo Stau ist? Würden alle widersprechen theoretisch, dann gäbe es solche Informationen wieder unzuverlässiger … man muss auch mal die andere Seite vielleicht betrachten. Von daher werde ich nicht widersprechen.

    • Und wofür bezahle ich dann jeden Monat 70€ an die Telekom ?
      Dass ich gerade mal 3 GB an Daten saugen kann ? Ja, ich schau über die Grenzen und wundere mich wie andere europäische Anbieter das machen.
      Dass fast jedes Gespräch auf der Autobahn unterbrochen wird weil der Empfang besch… ist ?
      Dann sollen die Provider mich VORHER bitte fragen und mich dafür belohnen dass ich meine Daten zur Verfügung stelle. Aber inzwischen werden wir nur noch durchleuchtet ohne uns vorab zu fragen. Und kommt mir nicht mit den Vertragsinhalten … Ohne Anwalt versteht das doch eh kein Mensch mehr richtig.

  • Hab den Telekomlink genutzt, nach Eingabe des 4-stelligen Codes wird dieser nicht angenommen:“ wrong Code“. Eine erneute Anfrage gibt keinen neuen Code aus.
    Hmm, bin ratlos…

  • Mit ausfüllen des Formulars, bestätigt man wenigstens seine Identität :-D

  • Wenn man sich da ausgetragen hat und man später wieder einsteigen möchte wie geht das dann ?

  • ja, das Telekom Formular ist ja an sich schon kritisch. Wozu Namen eingeben? Gleich auch mal bei denic.de geprüft ob telekom-dienste.de wirklich Telekom ist (anscheinend ja). Doofes Formular was zum Missbrauch einlädt. Ein geprüfter Code reicht doch. Wozu der Name???

  • Lt. Telekom funktioniert es nur bei original Telekomnummern, mitgebrachte Nummern (von O2 oder E+ oder D2) gehen nicht.

  • Fortschritt gibt es nur durch messen und auswerten. Durch ermitteln und weiter verarbeiten. Ich sitze in einem Labor und nehme eine Messreihen zu Transistoren auf. Das gleiche gilt hier. Man misst Bewegungen von Menschen. Das hilft uns im Katastrophenschutz weiter. Gibt es doch Pläne die im Ernstfall dabei helfen Großstädte wie Köln komplett zu evakuieren. Das wird besser oder genauer wenn man es zulässt.

    Keiner will das seine Daten verwendet werden aber alle erwarten die besten Stauvorhersagen, modernste Technik und vieles mehr. Man muss auch Opfer bringen für all das was man als selbstverständlich erachtet. Und es gibt immer welche die sich an den anderen bereichern.
    Alle melden sich ab und keiner von euch kauft seine Milch direkt vom Bauern.
    Ihr seid alles Möchtegern Weltverbesserer.

  • Danke. Wäre mir ohne die News nie aufgefallen.

  • Also ich bin ebenfalls bei Congstar mit einem festen Vertrag, kein Prepaid.
    Meine Rufnummer habe ich schon seit gut 16 Jahren und daher mitgebracht.
    Zuletzt von O2 nach Congstar portiert.

    Ich konnte das Konrtakformular ausfüllen ubnd auch der Code wurde korrekt entgegen genommen.
    Nach der eingabe des Codes wird der Widerspruch hiermit bestätigt:

    „Wir haben Ihren Widerspruch entgegengenommen.
    Bei weiteren Anliegen wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice. „

  • wie lustig das hier soviele von navis sprechen. darum gehts gar nicht. meine navi app schickt meinen verkersstatus anonym an den server, wenn das navi läuft. das erlaube ich auch.. darauf wird man auch aufmerksam, wenn man in den einstellungen surft.
    ich finde es schon seltsam, wie einfach es sich manche machen und hier erzählen, wie gut und wichtig solches datentracking sei, zb für das navi:

    – mein navi braucht also daten des vertragsinhaltes wie mein alter, mein geschlecht, wo ich wohne?

    was ein quatsch, hier wird ein bewegungsprofil erstellt. wohin und welche daten noch an wen verkauft werden, weiss man nicht. wer auf solche daten lust bekommt auch nicht, denn metadaten sind wichtig für andere institutionen.

  • Na toll. In der iFun app die seite geöffnet. Dann bei nachrichten geschaut nach der sms. Auch als congstar kunde hab ich die sms bekommen. Dann zurück gewechselt zu ifun app. Und was sehe ich: nix. Na toll. Formular ist weg und ich sehe nur den artikel. Na toll

    Eine erneute anforderung des Codes geht nicht. Und der bisher zugeschickte Code wird im erneut ausgefüllten Formular als „wrong code“ zurückgewiesen.

    Also ifun team: wozu wird denn die Web-Ansicht geschlossen wenn man wieder zurück zur iFun App wechselt?

  • Bitte Telekom-Text genauer lesen.

    Man kann nur der zusätzlichen Verwendung der drei Bestandsdaten widersprechen. Selbst wenn man widersprochen hat werden Bewegungsströme erstellt, anonymisiert und an Dritte weitergegeben.

  • Funktioniert nicht, Code wird nicht zugeschickt…

  • Hat jemand schon den Vodafon/FYVE – Link gefunden ?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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