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Datenhungrig App

Verbraucherzentrale kritisiert Amazons Dash Buttons

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Die Verbraucherzentrale hat den Deutschland-Start des Amazons Dash Buttons – ifun.de berichtete – heftig kritisiert und bemängelt unter anderem die datenhungrige App, die zum Einsatz und zur Konfiguration der bequemen Bestell-Helfer vorausgesetzt wird.

Dash 2

Ingesamt führt die Verbraucherzentrale acht als „bedenklich“ eingestufte Punkte an, die nach Ansicht der Konsumentenschützer gegen den Einsatz des Dash Buttons sprechen:

  • Im Online-Handel müssen Kauf-Buttons eindeutig bezeichnet sein
  • Transparenz der Preise
  • Starke Bindung an Produkte und Amazon
  • Prime-Mitgliedschaft ist Pflicht, auch die Buttons kosten
  • Amazon verknüpft auch intelligente Geräte mit dem Programm
  • Amazon-App ist sehr datenhungrig
  • Amazon empfiehlt, das Wlan-Passwort auf seinen Servern zu speichern
  • Amazon kann genauere Daten übers Kaufverhalten sammeln

So sei die Preistransparenz allein schon deshalb nicht gegeben, da die Tagespreise vom Preis am Tag der Erstkonfiguration abweichen können.

Die Dash Buttons werden laut Amazon per Wlan mit einer App verknüpft, die Kunden auf ihrem Smartphone oder Tablet installieren müssen. Dort lässt sich dann je Button ein verknüpftes Produkt programmieren. Preise und Lieferzeiten finden Kunden nur in der App. Wer also auf den Button drückt, sieht nicht, ob sich der Preis mittlerweile verändert hat. Bei Kaufverträgen ist aber der Preis ein zentrales Element – und er wird bei vielen Online-Händlern teils im Stundentakt verändert. Außerdem kann ein Kunde nicht ohne weiteres erkennen, ob das Produkt bei Amazon zum Beispiel über unabhängige Marketplace-Verkäufer günstiger zu bekommen ist.

Potentielle Kunden sollten sich vor der Bestellung der kostenfreien Knöpfe – die Schutzgebühr von 5 Euro wird bei der ersten Order verrechnet – zudem mit der datenhungrigen Amazon-App auseinandersetzen.

Die Kritikpunkte, die die Verbraucherzentrale hier anführt, beziehen sich jedoch auf die Android-Version der Amazon-App:

Die App Amazon Shopping haben wir uns Anfang September 2016 auf einem Android-Gerät angeschaut. Sie möchte auf dem Smartphone weitreichenden Zugriff haben, unter anderem auf die Kamera, Mikrofon, abgespeicherte Kontakte und den aktuellen Standort. Bei einigen neueren Versionen von Betriebssystemen können Sie diese Berechtigungen verweigern, bei vielen älteren Geräten geht das nicht. Amazon kann hier sehr viele Daten über Sie sammeln.

Zwar fragt die Amazon-App auch iPhone-Nutzer nach dem Kamera-Zugriff, aktiviert die Knipse des Apple-Handys aber lediglich beim Scannen neuer Produkt-Codes. Der Dash Button kommuniziert zudem ausschließlich mit Amazon. Anders formuliert: Nach der Ersteinrichtung kann die App sogar vom iPhone gelöscht werden, die Knöpfe funktionieren anschließend immer noch.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
06. Sep 2016 um 15:57 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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