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Aufruf zum kritischen Diskurs

Corona-Warn-App: Umfassende Datenschutz-Folgenabschätzung liegt vor

105 Kommentare 105

Das „Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung“ (FIfF) hat eine Datenschutz-Folgenabschätzung zur geplanten Corona-Warn-App veröffentlicht und macht auf mögliche, negative Begleiterscheinungen der skizzierten Tracking-App aufmerksam.

DSFA

Kritische Anmerkungen auf über 100 Seiten

Angesichts der geplanten Corona-Tracing-Systeme sieht man sich mit einem „gesellschaftlichen Großexperiment zur digitalen Verhaltenserfassung unter staatlicher Aufsicht“ konfrontiert und fordert einen öffentlichen Diskurs, der mit der nun vorgelegten Datenschutz-Folgenabschätzung angeregt werden soll.

Die Nichtregierungsorganisation, die sich kritisch mit Auswirkungen des Einsatzes der Informatik und Informationstechnik auf die Gesellschaft auseinandersetzt, kritisiert die unter anderem das hohe Risiko sogenannter Falsch-Positiv-Meldungen, die Verarbeitung personenbezogene Gesundheitsdaten und die oft betonte Freiwilligkeit der App Nutzung.

Letztgenannte könnte sich als Illusion entpuppen, wenn „App als Voraussetzung für die individuelle Lockerung der Ausgangsbeschränkungen gelten könnte“:

Das Vorzeigen der App könnte als Zugangsbarriere zu öffentlichen oder privaten Gebäuden, Räumen oder Veranstaltungen dienen. Denkbar ist, dass ArbeitgeberInnen solche Praktiken schnell adaptieren, weil sie mittels freiwillig umgesetzter Schutzmaßnahmen schneller ihre Betriebe wieder öffnen dürfen. Dieses Szenario bedeutet eine implizite Nötigung zur Nutzung der App und bedeutet erhebliche Ungleichbehandlung der Nicht-NutzerInnen. Weil nicht jede Person ein Smartphone besitzt, wäre hiermit auch eine Diskriminierung ohnehin schon benachteiligter Gruppen verbunden.

Die 100 Seite starke „Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) für die Corona-App“ lässt sich als PDF-Datei aus dem Netz laden.

Mit Dank an HO!

Freitag, 17. Apr 2020, 11:34 Uhr — Nicolas
105 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Danke für etwas Differenzierung. Man sieht ja in England wo die Reise am liebsten hingehen sollte.

    • Dass dich der Link als Google-Nutzer identifiziert und du dich damit in solchen Diskussionen selbst jeglicher Glaubwürdigkeit beraubst, scheint dir nicht bewusst zu sein?

      • Warum beraubt er sich seiner Glaubwürdigkeit, nur weil eine Google-Suche diesen Text findet?
        Das ist mir nicht nachvollziehbar.

        Google nutzen 97% aller User. Du vielleicht nicht. Nur: Sind somit 97% unglaubwürdig?

      • Nein, aber da Google ja auch jede Bewegung und jeden Seitenaufruf seiner User protokolliert und analysiert, ist es etwas widersprüchlich, Tracking zu kritisieren, währen man eine „Trackingsoftware“ verwendet.
        Das ist wie die Leute, die sich damals auf Facebook darüber ausgekotzt haben, dass Sie WhatsApp jetzt nicht mehr verwenden, weil es auch zu Facebook gehört.

      • Mit dem feinen Unterschied das die Nichtnutzung von Google nicht die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben kosten kann. Außerdem hat Google als Dateninhaber keine richtende Gewalt über dich. Dein Beispiel ist dämlich.

      • Wer sagt dass er sich nicht schützt? Man kann Google Tracking Seiten sperren, Browser mit Anonymisierungsfunktionen benutzen usw und damit eine Google Suche starten.

      • Lol. Wer sich nicht selbst (lokal am geraet) schützt und damit die nutzung der websites vollkommen egal ist, der ist verloren. Aber von der Nutzung von Google darauf zu schliessen zeigt leider nur dein Halbwissen :)

    • Solange absolut sichergestellt ist, das nur die PLZ für die Ortsbestimmung genutzt wird und nur Bluetooth für den Datenaustausch mit den Smartphones der Kontaktpersonen, sehe ich absolut keine Besenken, weil dann keine einer Person zuordneten Daten erhoben und gespeichert werden. Wer dann noch Bedenken hat, möge diese bitte ausführlich begründen!

      Allerdings frage ich mich wie sichergestellt wird, das meine oben genannten Besingungen wirklich in der Praxis eingehalten werden. Ist das sichergestellt dann Aluhut absetzen und die App massenhaft einsetzen, es gilt mit Sicherheit und bietet Sicherheit für den Anwender.

      Dienste von FaceBook und Google, die massenhaft täglich genutzt werden, zB WhatsApp, Instagramm, FaceBook, Google Suche usw erheben schon heute weitaus mehr Daten und wenden Big Data an um sehr genaue Profile mit Zuortung zur konkreten Person zu erstellen und da gibt es keinen Aufschrei!!!
      Also bitte alle Kritiker mal nachsehen wie Ihr Verhalten in diesen Dingen tatsächlich ist!

      • @Carlo: vor kurzem war hier mal eine News über vollkommen anonymisierte GPS Daten und trotzdem konnte anhand der Datenmenge auf jede einzelne Person runtergebrachten werden zu wem sie gehören

    • Lustig, auf Snowden Hinweisen und einen Google Tracking Link, statt den Original Link, zu verteilen…

      Gott lass Hirn regnen!

      Disqualifiziert!

      Meckern aber selber das Tracking System fördern – Erwischt :-)

  • Dann will ich nicht wissen, wie viele hundert Seiten die z. B. zu Sport-Apps oder Geocaching-Apps verfassen würden. ;)

    Aber generell finde ich es schon sehr gut, dass eine (angeblich) unabhängige Organisationen über sowas drüber guckt!

    • Der Vergleich mit Geocaching hinkt tatsächlich NICHT.

      Das kennen die meisten aber nicht.

      • Der Vergleich hinkt komplett. Denn es macht einen Unterschied, ob ein Unternehmen Daten erfasst, der von staatlicher Seite reglementiert und von der Regierung ggf. zur Rechenschaft gezogen wird. Oder eben, ob die Regierung selbst die Daten erfasst. Da stellt sich wieder die Frage – wer überwacht die Wächter, wer überwacht den Staat und wer kann eingreifen, wenn dann Daten missbraucht und zur staatlichen Kontrolle ausgeweitet wird?

      • Bei geocaching übermittle ich aber meine Position nicht. Von daher hingt der Vergleich gewaltig

      • Oh doch. Bei einigen GC-Apps wirst du exakt getrackt. Und das ist ja auch gewollt, um seine Annäherung an den Cache zu sehen, bspw. auf einer Karte….

      • Ja du kannst selber deine Position sehen. Aber man geht ja nicht davon aus das das auch an irgendeinen Server übertragen wird.

    • Weder die WHO noch das RKI ist unabhängig….nur mal so eingeworfen!

      • Niemand in der Welt ist unabhängig. Das ist einfach so, wenn man in einer Gesellschaft zusammen lebt. Und natürlich sollte man versuchen die Beweggründe der einzelnen zu verstehen. Aber nur weil die WHO von Spenden finanziert wird heißt es nicht automatisch, dass sie nicht versucht die Krise in den Griff zu bekommen. Und natürlich heißt es auch nicht, dass es keine persönlichen Ziele gibt. Es ist eine komplexe Welt und da muss man auch versuchen differenziert zu betrachten. Und vor allem (und da schließ ich mich mit ein) sollte man sich bewusst sein, dass man selbst auch nur eine persönliche Sichtweise hat und seinen Standpunkt kennt und niemals 100% objektiv sein kann. Offenheit, Flexibilität und Freundlichkeit helfen dabei :-)

  • …1984 muss sicherlich nicht neu geschrieben werden, denn an seiner Aussage ändert sich grundsätzlich nichts. ….doch die Möglichkeiten der Überwachung werden immer ausgefuchster – von Nanotechnologie ganz zu schweigen! Think Pink ;-)

  • … der Rest der Bevölkerung nutzt goggle, Lovoo, Instagram und Facebook einfach so und kümmert sich nicht um solch lästige Themen wie „Datenschutz“…

    Jetzt wo es mal um etwas sinnvolles geht, ist es wieder Hexenwerk… ich hoffe es gibt eine „anonyme Lösung“ die aus der Klemme hilft…

    • Ich kümmere mich darum und nutze keine der genannten Apps.

    • …welche Klemme? Dass in einer überalterten Gesellschaft immer mehr Menschen an Influenza oder anderen Viren sterben ist doch nicht wirklich ungewöhnlich, oder? Risikogruppen müssen natürlich aufgeklärt und gewarnt werden – schützen muss man sich aber auch selbst (unter Nutzung von Nachbarschaftshilfe, Lieferservice etc.). Ich leider seit 30 Jahren an einer Pollenallergie und kann das Haus/Arbeit in dieser Zeit (rd. 3 Monate im Jahr) so gut wie nicht verlassen (Selbstquarantäne) – müssen die anderen deswegen auch zuhause bleiben?

      • ich wusste nicht, dass eine Pollenallergie ansteckend und bei schwerem Verlauf tödlich enden kann :-O

      • Auch eine Pollenallergie kann Entzündungen und damit ein Asthma auslösen oder schlimmstenfalls eine spastische Reaktion der Bronchien und dann gibt es fast kein zurück mehr aus dem Erstickungstod. Von daher sitzen bei Lungenfachärzten auch nicht nur ehemalige Raucher, Asthmatiker und COPD Patienten, sondern sehr viele starke Allergiker.

      • Ist eien Pollenallergie ansteckend? Denken – Tippen – Senden …. Herr wirf Hirn vom Himmel

      • Es geht um die Eigenverantwortung eines jeden und die selbst auferlegten Beschränkungen/Vorsorge von Risikogruppen! Influenza ist für den Großteil unserer Bevölkerung nicht mehr oder weniger gefährlich als Corona.

      • Sorry, aber heutzutage stirbt niemand mehr an Asthma… sofern gut eingestellt, natürlich.
        3 Monate Selbst-Quarantäne? Wie wäre es mit der Einnahme eines Anti-Allergikums?

      • Dann brauchen wir ja nicht weiter zu diskutieren, Lungenfachärzte sind ja nicht nötig, ganze Spezialabteilungen in Krankenhäusern, die zB. eine bronchiale Spastik behandeln brauchen wir dann ja auch nicht, weil gut eingestellt kann ja nichts passieren. Das sollte dann mal dem Asthmatiker mit einem bronchialen Hyperreagibilität erklärt werden, der schon problem bekommen, wenn ein Trigger wie Rauch in die Nase zieht.

        Es ist richtig das ein gut eingestelltes Asthma heute keine großen akuten Probleme mehr macht (in der Langzeitbetrachtung mag das dann aber doch noch anders aussehen), aber das kann man eben nicht pauschal sagen. Es gibt eben viele Graustufen, nicht ohne Grund tragen starke Asthmatiker immer ein Notfall-Spray bei sich (was aber keine 100% Sicherheit gibt).

      • @Revilo:
        Es gibt bis jetzt noch keine hinreichende Definition der Risikogruppe. Es sterben nun mal nicht nur Ältere…

        Das Problem ist trotzdem, dass das Gesundheitssystem ohne eine App und bei Rückkehr zur „Normalität“ sehr unter Druck geraten wird. Oder möchtest du die Entscheidung treffen, wer behandelt werden darf und wer nicht?

      • Ich bin selbst Asthmatikerin, daher glaube ich, auch durch den Austausch mit anderen Betroffenen, die Thematik ganz gut einschätzen zu können. ;)

    • Einfach mal schauen was die NHS möchte und dann überlegen ob man diese Tracking App noch gutheißen kann.

    • TOP, genauso ist es. Aber lassen wir uns Deutschen doch das Meckern, was sollen wir sonst machen?

  • So wie ich das verstehe, verfolgt DE mit PEPP-PT einen total falschen Ansatz, indem auf zentrale Datenserver gesetzt wird und der Code nicht opensource ist. Ich bin froh, sind die Schweizer Forscher dort ausgetreten und arbeiten an einer vollständig dezentralen und verschlüsselten App. Dabei kann man sich auch nur als infiziert markieren, wenn man einen 6-stelligen Code vom positiven Testergebnis eingibt. Auch wenn PEPP-PT durch „unabhängige“ Organisationen geprüft wird, ist es nie vergleichbar mit opensource. Zudem ist der PEPP-PT Projektverantwortliche Chris Boos Gründer und Geschäftsführer der Arago AG, die die App entwickelt..

    • Sich als infiziert zu melden, soll auch mit PEPP nur über den Arzt gehen.

      Ansonsten wäre die App obsulet, weil es dann genug honks geben wird, die nur aus Spaß an der Freud das dingends als Positiv melden.

  • Wer diese App installiert, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Somal die aktuellen Zahlen belegen, dass die Ansteckungsrate unter 1 ist

    • Du hast eben nicht verstanden was der Sinn ist. Diese App bringt erst so richtig was wenn die Zahl unter 1 oder wirklich maximal 1,0 ist. Sobald sie wieder über 1 liegt bringt die App rein gar nichts, da dann wieder nichts kontrolliert werden kann und die Regelungen eben für alle gelten müssen.

    • Wir wissen aber nicht, wie die Ansteckungsrate aussieht, wenn social distancing wieder gelockert wird.

      „…dem ist nicht mehr zu helfen“-Aussagen ohne sachliche Begründung disqualifizieren leider sofort alles Übrige im Statement und verhindern eine (notwendige) Diskussion.

    • Behauptungen ohne Begründung sind wie nicht geschrieben und dumm.

  • Schön zu sehen, dass es auch jetzt noch Leute gibt, die sich kritisch damit auseinandersetzen

  • Der Unterschied zu Sport Apps, Geocaching, Facebook usw. ist, dass ich keine Nachteile im täglichen Leben erwarten muss, wenn ich sie nicht installiere. Frau Merkel hat aber in der letzten Ansprache gesagt, dass funktionierende Corona Tracking ein Voraussetzung seien um die Ausgangsbeschränkungen zu lockern. Damit habe ich im Grunde keine Wahl, wie es auch schon im Artikel steht.

  • Die App könnte helfen – aber lieber wird sie von den „ewig Verfolgten“ abgelehnt.

    Liebe Leute: Dann müüstet ihr auch mit einer Papiertüte über dem Kopf aus dem Haus gehen. Man könnte euch sonst erkennen …

    • Und genau diese, deine Einstellung ist gefährlich. Gerade die akuellen Entwicklungen muss man kritisch hinterfragen und in Zweifel ziehen.

      • Vor allem wenn indirekt schon gesagt wird das eine Tracking App Voraussetzung für eine Lockerung der Einschränkungen unser aller Rechte ist.

    • So seh ich es auch. Kann diese Datenschutz-Krake nicht mehr hören. Man man. Meine Meinung .. und davon bringt mich niemand ab! Nutze seit Jahren Facebook etc. ApplePay seit nem Jahr. Echt zum K… :-( Lasst es doch einfach ganz mit der App! Erst wenn Apple/google das implementieren, hat es fast jeder „SmartNutzer“.. aber hey, soll ja deaktivierbar sein. Mal gleich bei insta und Co posten *IronieOff*!!

      • Könnte!!!! Exakt genau das ist das Wort, eine Gewähr für den Erfolg gibt es nämlich nicht! „Angst frisst Verstand“ auf allen Seiten!

  • BGH ist schon ganz spitz! Die Regeln das. Bis dahin guter kritischer Ansatz. Ich befürworte trotzdem eine freiwillige Corona-Tracing-App, diesen Datenschutz und Freiwilligkeit wirklich gewährleistet sind.

  • Der Ansatz mit der App ist prinzipiell gut. Vorraussetzungen „müssen “ aber sein Opensource, keine privatwirtschaftlichen Unternehmen entwickeln solche eine App und keine Aufzeichnung von Bewegungsprofilen .

    Wo ist eigentlich die opensource-Community?

    • Ganz genau! Sowas muss zwingend Open Source sein ! Und am besten dann den CCC drauf ansetzen. Nur so kann man halbwegs sicher sein, dass nicht irgendwo „versehentlich“ Schnittstellen eingebaut werden, die später – nachdem die App gelöscht wurde – ein weiteres Tracking unbemerkt vom Nutzer ermöglichen.

    • Aber war das nicht genau das was auch schon bei ifun in diesem schönen Comic dargestellt wurde? Eine App die Opensource ist, über die keine Bewegungsprofile erstellt werden können und die lediglich den User darüber informiert, das er längeren Kontakt zu einer Infizierten Person hatte.
      Also wenn die App wirklich so funktionier wie hier beschrieben (https://www.iphone-ticker.de/covid-19-bluetooth-kontaktverfolgung-im-comic-erklaert-156083/) dann hätte ich da kein Problem mit. Dann wäre es für mich auch OK wenn wenn ich das verpflichtend wird.
      Wenn eine solche App noch damit gekoppelt wird das man bei einer Positiven Meldung automatisch innerhalb der nächsten zwei Tagen einen Termin für einen Test bekommen würde dann wäre das optimal.

      Und ich möchte nicht über heimliche Hintertüren oder so sprechen weil das aktuell in den Bereich Verschwörungstheorie gehört. Wenn man immer allen Misstraut dann darf man auch kein Geld auf der Bank haben weil die könnten dann ja auch einfach behaupten das man all sein Geld abgehoben hat und da Konto leer ist.
      Ein bisschen misstrauen ist ok aber es sollte nicht übertrieben werden.

  • Für mich ist tatsächlich die Frage interessant, wie falsch Positiv verhindert werden soll. Ich sehe hier folgende prinzipielle Möglichkeiten:
    • Schadenersatz bei vorsätzlichen Falschmeldungen
    • Ärzte / Apotheken können die Positiv Meldungen (nach Vorlage) verifizieren und diese Verifikation kann eingesehen werden, z. B. Apotheker XY bestätigt die Positivmeldung.
    Dies könnte durch fotografiertes Dokument erfolgen.
    • Der Patient gibt beim CoVid-19 Test seine Test ID mit an, diese wird dann von der Prüfeinrichtung zentral gemeldet.

    Die letzte Variante wäre wohl der beste Schutz gegen Falschmeldungen!

  • Mein Gott was das immer alles für ein Theater ist in Deutschland, es soll doch einfach jeder selber entscheiden ob er sich dafür entscheidet die App zu installieren oder nicht, es bleibt ja sowieso jedem selbst überlassen. Also kann er auch entscheiden ob ihm das genug Datenschutz ist oder schon zu wenig, warum müssen immer andere für alle entscheiden? soll einfach jeder selber entscheiden

    • Nein eben nicht. Erst einige Ködern, dann Gruppenzwang, dann Repressalien gegen den Rest. So läuft das und das Staatsfernsehen führt aus.

      • Nur, dass das so in DE sehr lange nicht mehr vorgekommen ist.

      • Das bedeutet aber nicht, dass es nicht doch wieder passieren kann.

      • Daumen hoch!

      • Ebenso Blödsinn, wie sollten die denn zwingen die App zu installieren? …dann hab ich halt kein Handy pffff und dann? Ich bleib dabei entweder Paranoia oder nicht. Wer installieren will der tut’s wenn nicht dann nicht, aber deswegen muss nicht immer von oben geregelt werden.

    • Noch eine Idee: man könnte alle Mörder finden, wenn jeder immer geortet werden würde. Ist doch gut oder? Man sieht einen ja eh draußen… Das wäre doch ein guter Kosten / Nutzen Faktor nicht? Keiner würde sich mehr trauen zu morden… Argumente lassen sich immer finden, nicht umsonst ist die Freiheit deshalb ein Grundrecht.
      Ein Punkt: bei datensammelnden Firmen hat man theoretisch Verantwortliche (zur Rechenschaft) und theoretisch einen Staat, der die Firma kontrolliert. Sammelt der Staat selber, wer kontrolliert ihn dann? Das ist der (gefühlte) Unterschied. Bei Firmen können die Nutzer (gefühlt) zur Not im letzten Moment abspringen. Beim Staat gibt es kein Zurück mehr. Datensammeln ist Macht und keine Institution gibt freiwillig Macht her. Das müssten die Bürger dann (wenn überhaupt) selber verlangen. Deswegen ist Kritik und Hinterfragen genau richtig!

  • Hier: Eventuelle Einschränkungen beim persönlichen Datenschutz. Da: Die Möglichkeit, tausende Leben zu retten.
    Schwere Entscheidung?

    • +1
      Aber warum fällt diese Entscheidung gerade Facebook und WhatsApp Nutzern schwer? Ich nutze beides nicht, aber eine TrackingApp wie beschrieben und Open Source würde ich sofort installieren.
      Und wenn jemand fürchtet, dass benachteiligte Menschen dann ausgegrenzt werden: ich hab noch zwei alte iPhones in der Schublade liegen. Die würde ich sofort spenden. Auch sollte es bei den immens hohen Kosten die z.Z. Zu bewältigen sind PillePalle sein, wenn der Staat Billig Smartphones an Bedürftige verteilt. Das wäre sicher günstiger als ein weiterer Tag im Lockdown!

    • Nö… App wird nicht installiert… ganz einfach… ich gebe meine Rechte nicht auf…

      • Es sind ja nicht Deine Rechte wenn die Daten nicht Deiner Person zugeordnet sind. Also musst Du sie bei Verwendung der App nicht aufgeben.

        Nutzt Du hingegen irgendetwas von Google oder Facebook dann hast Du eh schon Deine Rechte abgegeben.

  • Das ist wieder so typisch deutsch, hinter jedem Busch einen Räuber zu vermuten – und auch Europa ist sehr deutsch geprägt, zumindest sind wir die größten Krakeeler, die von einer Minderheit vertreten werden!
    Und beim Thema Datenschutz hört es ja sowieso auf! Hoffentlich können wir bald überhaupt noch einigermaßen „normal“ leben – trotz der übereifrigen Datenschützer.

    Es geht hier um die Bewältigung einer nie dagewesenen Situation mit hohen Mortalitäts- und Ansteckungsraten und da sehe ich DAS Problem erst einmal ganz hinten. Wenn das vorbei ist, muss man die App ja nicht mehr nutzen. Aber, da wird der eine oder andere bestimmt schon richtig schwarzmalen, was danach mit den Daten oder der App passiert.

    Meine Güte, geht mir das Gehabe auf die Nüsse!

    • Und das Sie das so sehen und handhaben wollen ist ihr gutes Recht in dieser Demokratie… genauso ist es aber auch jedermanns/fraus/divers Recht es halt genau anders zusehen und zu händeln…

      • @TeddyHH
        1+ nur haben damit die immer noch Toleranz und Verständnis rufen das größte Problem.

      • Spannende Diskussionen und ja jeder hat ein wenig Recht! Nur mal ein paar Gedanken …
        1) ich bin infiziert, weiß es, wie bei Corona nicht unüblich ist, aber nicht und stecke viele andere Menschen an, wovon x später sterben. Ich persönlich würde dafür nicht verantwortlich sein wollen, hier hilft frühzeitige Kenntnis und könnte gar Menschenleben retten. Die Frage ist, möchte ich ein Teil der Gesellschaft sein oder ist nur das wichtig was füreinander selbst wichtig ist?!
        2) natürlich geht es auch ohne App. Ein Großteil der Wirtschaft bleibt bis voraussichtlich Mitte nächsten Jahres weiterhin geschlossen. Die App ist das kleinere Übel.
        3) Gesundheitsdaten im eigentlich Sinne werden von der geplanten App doch nicht gespeichert. Ein unspezifischer Code, mit welchen anderen Handynummern ich in zu nahen Kontakt war (je mehr Abstand man hält desto weniger wird gespeichert!!). D.h. die App weiß welche Handynummer „krank“ ist, eine direkte Zuordnung zum Namen soll es nicht geben. Ich für meinen Teil wäre froh einen Beitrag für die Gesellschaft bringen zu können. Das Risiko sehe ich als viel kleiner als den Nutzen an. Spielt der Nutzen aus Sicht der Verweigerer keine Rolle?
        4) Verschwörungstheorien: Glaubt wirklich jemand die Situation hat man absichtlich heraufbeschworen … am Ende nur um an Daten ranzukommen?! Unsere Regierung kann sich selbst bei unwichtigen Dingen nicht einigen.
        Fazit: Es gibt immer mehr Menschen die primär eigene Ziele verfolgen. Wir bejubeln aber grade die Menschen, die systemrelevant sind und diese opfern sehr viel um anderen (ja fremden Menschen!) zu helfen. Der Großteil unserer Bevölkerung kann aktiv gegen die Krise wenig tun, aber sie können die App installieren. Abwägung ist mein Appell ….
        Es lebe die Meinungs- u. Handlungsfreiheit.
        PS: ist mehr ein eigener Beitrag, wie ein Kommentar für dich geworden TeddyHH. :-)

      • @Datendoktor: Nur ein Code…
        https://eprint.iacr.org/2020/399.pdf
        Ich bin Informatiker und habe mir die Implementierung über Bluetooth angesehen. Fazit: So wie es implementiert ist, grauenvoll.
        Werde die App nicht installieren.

    • Thomas Baukhage

      Wie definierst Du „hohe Mortalitätsrate“?
      Das RKI hat am 09.03. die ersten beiden Toten im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Bis 17.04. sind es lt. RKI 3868. In der gleichen Zeit gab es 109.200 „Normal“-Tote. Diese Zahl ergibt sich einfach aus der Tatsache dass in D pro Jahr ca. 1Mill Menschen sterben, pro Tag also ca. 2600.

  • Ich verstehe das Problem von den „Verfolgten“ nicht. Wenn das alles hoffentlich nächstes Jahr wieder „vorbei“ ist mach ich halt mein Smartphone wieder platt und nehme die App runter, dann hat das doch nichts mehr mit langfristiger staatlicher Überwachung zu tun.
    Außerdem muss man doch immer im Kopf behalten, was die Intention hinter solchen Services ist: Regierung -> Zeigt bisher, dass sie alles für das Wohl der Bevölkerung tut. Google, FB & Co.: Scheiss auf Datenschutz und Geld verdienen.

    • 1. Es wird ins OS integriert. Da nützt dir eine Deinstallation der App nichts. Die App nutzt ja nur die OS API, sonst wäre das Ganze auf iOS auch nicht umsetzbar, da Apps nicht im Hintergrund laufen.
      2. Die API wird übrigens von Google und Apple entwickelt und umgesetzt.

      • Ganz genau. Bei Google (und ein klein wenig leiser bei Apple) schrillen die Alarmglocken. Google verdient Milliarden mit dem Ausspähen persönlicher Daten – das ist deren Geschäftsmodell ! Wer meint, dass die das plötzlich vergessen, der muss sowas von naiv sein. Deshalb: Open Source und keine zentralen Server (schon garnicht, wenn diese von „Experten“ wie dem Bundesgesundheitsamt betrieben werden.

      • Schonmal über schlichte Apps zur Navigation nachgedacht? Die laufen nicht im Hintergrund weiter? Oh man, was für eine sinnlose Diskussion das ist…

  • Da wird tatsächlich mal eine gesamtgesellschaftlich relvante App entwickelt, die versucht maximalen Datenschutz zu bieten, und dann muss man diese Kommentare hier lesen. Von Leuten, die jeden Tag von unzähligen und völlig unbekannten Firmen mit unbekanntem Zweck getrackt werden, die damit ansonsten aber noch nie das kleinste Problem hatten.
    Wie kann Demokratie oder irgendein Wandel mit diesem Teil der Bevölkerung überhaupt funktionieren???

    • Hier üben Menschen schlicht und einfach ihr Recht aus, selbst zu entscheiden, wem sie ihre Daten anvertrauen und wem nicht… das mag ihnen nicht gefallen, ist aber Teil der von ihnen beschworenen Demokratie..

    • Ist es demokratisch einfach andere Meinungen als Unfug abzutun und diesen Personen Demokratie abzusprechen? Oder ist es demokratisch andere Meinungen nicht zu akzeptieren und sich damit gar nicht erst auseinanderzusetzen?

      Ich finde es gut das sich auch kritisch geäußert wird und nicht zu allem Ja und Amen gesagt wird. Persönlich befürworte ich eine solche App und API wenn der Quellcode offen ist und sowohl von Regierung als auch Betriebssystemhersteller eine Deaktivierung bzw Entfernung garantiert wird. Trotzdem finde ich sollte da im Vorfeld gut drüber diskutiert werden.

    • Du hast es auf den Punkt gebracht, Danke!

  • Ich begrüße es sehr, dass iFun hier solche Berichte bringt.
    Aber dazu eine große Bitte von mir: schaltet bei solchen Themen die Kommentarfunktion aus!

  • Wer einen Teich austrocknen will, sollte nicht die Frösche fragen.

  • Wo sind jetzt die, die Kritikern immer sofort das Wort „Aluhutträger“ entgegenwerfen.

    • Und wo sind die, die mir seit 2007 erzählen „nächstes Jahr, oh ja nächstes Jahr werdet ihr alle mit euren Daten ausspioniert und sobald das Haus dann mal leer ist, wissen fremde wann sie einbrechen sollen“? Wo sind die ganzen Dystopien, die seit 10 Jahren technisch schon längst möglich sind aber nie passiert sind? Man soll mit seinen Daten nicht leichtfertig umgehen aber wie bei so gut wie allem im Leben gilt: mit gesundem Maße und zwar in beide Richtungen.

      • Wir werden doch schon längst ausspioniert – nur nicht von irgendwelchen Einbrechern …
        Was haben sie dagegen, dass eine sogenannte Corona-App open source sein sollte? Hätte die Regierung ein reines Interesse daran, viele Bürger von so einer App zu überzeugen, warum lässt sie diese nicht einfach Quellcodeoffen programmieren?

  • Das die App kommt ist sicher. Denn sie MUSS JETZT kommen.

    Wer weiß, wann sich mal wieder so eine Gelegenheit ergibt, allen Bürgern so leicht eine Massenüberwachungs App unterzujubeln. Corona machts möglich! …und so einiges mehr, was bisher völlig undenkbar war.

  • Hallo Waldo,
    Schön, das du es verstanden hast!
    „Die App bring keine Nachteile“ und „Frau Merkel nennt es Alls Voraussetzung für die Lockerung der Ausgangssperre“ – bald wohl auch dein Arbeitgeber!
    Wie gesagt: Schön das du es verstanden hast!
    Fritz

  • Auf mein iPhone kommt keine Schnüffel-App.

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