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In einer Reihe mit AirPower und dem Mac Pro

„Can’t innovate anymore“: HomePod als weitere Apple-Pleite?

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Apples ehemaliger „Senior Vice President of Worldwide Marketing“ Phil Schiller bereitet sich als „Apple Fellow“ langsam aber sicher auf seinen Ruhestand vor. Falls dieser Rückzug damit zusammenhängt, dass Schiller die Lust an seiner führenden Rolle beim iPhone-Hersteller verloren hat, kann man ihm dies kaum verübeln. Zu viele seiner Ankündigungen der letzten Zeit haben sich im Nachhinein als Flop erwiesen. Eine ungewohnte Rolle für den langjährigen, seit 1997 in einer führenden Rolle bei Apple tätigen Manager.

Wer nachtragend ist, erinnert beispielsweise an Schillers Worte bei der Ankündigung des iPhone 6 im Jahr 2014. Da versprach uns der Apple-Manager, was bis heute nicht funktioniert: Apples M8-Prozessor sollte automatisch erkennen, ob der iPhone-Besitzer gerade Fahrrad fährt, spazieren geht oder rennt.

Ein Jahr zuvor hatte Schiller die Aufgabe, den umstrittenen und letztendlich auch nur für kurze Zeit von Apple angebotenen Mac Pro in Form eines „Tischmülleimers“ anzukündigen. Rückblickend ging Schillers damals triumphierendes Statement „Can’t innovate anymore, my ass!“ mehr als nach hinten los.

Noch weniger Glück hatte Schiller mit AirPower. Hier war sich der Apple-Manager sicher, dass seine Techniker zuwege bringen, an was andere Unternehmen bislang gescheitert waren. 2017 kündigte Schiller eine Ladematte für iPhone, Apple Watch und die AirPods mit den Worten „we know how to do this“ an, zwei Jahre später musste Apple dann eingestehen, dass man die selbst gestellte Aufgabe nicht bewältigt.

Mit Ankündigung des HomePod sah Schiller Apple vor vier Jahren dann auf dem Weg, die Art und Weise, wie man zuhause Musik hört, neu zu erfinden. Schiller ging dabei auch hart mit der Konkurrenz ins Gericht: Sonos wisse zwar, wie man drahtlose Musik gut klingen lasse, doch seien diese Lautsprecher nicht smart. Amazon habe smarte Lautsprecher, die allerdings nicht gut klingen. Apple wolle dies alles kombinieren und habe mit dem HomePod einen bahnbrechenden Heimlautsprecher am Start, den man über Jahre hinweg entwickelt habe.

HomePod mini als einziger Apple-Lautsprecher

Apples Ankündigung vom Ende des großen HomePod hat am Wochenende auch uns überrascht. Der Lautsprecher war ohne Frage verbesserungswürdig, mit einer komplette Abkehr davon hat wohl aber niemand gerechnet. Das Apple-Statement in diesem Zusammenhang ist allerdings recht eindeutig. Der HomePod wird als Auslaufmodell bezeichnet, die Zukunft in diesem Bereich sieht der Hersteller im HomePod mini.

Diese Management-Entscheidung wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten liefert. Wurde der Entschluss tatsächlich so kurzfristig gefällt, dass man nicht schon bei der Vorstellung des HomePod mini etwa hätte sagen können, „wir lassen den alten HomePod auslaufen und haben hier einen günstigen Nachfolger am Start“. Potenzial für mögliche Erweiterungen wie eine Soundbar oder auch eine „Max-Variante“ wäre damit dann flexibel vorhanden. So aber sieht es danach aus, als wolle sich Apple bewusst und ohne Hintertür aus dem Segment für Premium-Lautsprecher verabschieden.

15. Mrz 2021 um 20:57 Uhr von chris Fehler gefunden?


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