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KI soll durch Anträge führen

Bund setzt bei Bürger-App auf SAP und Telekom

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Die Pläne für eine zentrale staatliche App werden konkreter. Nachdem Bundesdigitalminister Karsten Wildberger bereits Anfang März eine Bürger-App als Zugang zu Verwaltungsleistungen angekündigt hatte, steht nun fest, wer das Vorhaben technisch umsetzen soll. Nach Informationen aus Regierungskreisen, über die das Handelsblatt zuerst berichtet hat, übernehmen SAP und die Deutsche Telekom die Entwicklung der zugrunde liegenden Plattform.

Wildberger

Digitalminister Dr. Karsten Wildberger | Bild: BMDS/Woithe

Die Entscheidung erinnert an frühere Projekte wie die Corona-Warn-App oder den Kulturpass, bei denen ebenfalls SAP und Telekom beteiligt waren.

Großprojekt nimmt konkrete Formen an

Damit gewinnt ein Projekt an Kontur, das bereits im Zusammenhang mit der geplanten digitalen Identität diskutiert wurde. Wie berichtet, soll die sogenannte EUDI-Wallet künftig offizielle Dokumente auf dem Smartphone verwalten. Die neue App ist davon getrennt gedacht und dient als Einstiegspunkt für konkrete Verwaltungsleistungen.

Die Anwendung soll Bürgern ermöglichen, Anträge digital einzureichen, Termine zu buchen und mit Behörden zu kommunizieren. Erste Einsatzbereiche umfassen unter anderem Kindergeld, Wohnsitzanmeldungen oder die Gründung von Unternehmen. Auch Leistungen der Sozialverwaltung sollen eingebunden werden.

Ein Prototyp der Plattform wird bereits vorbereitet. Interne Unterlagen deuten darauf hin, dass erste Tests mit ausgewählten Kommunen und der Bundesagentur für Arbeit zeitnah starten sollen. Genannt werden mehrere Städte, in denen die Anwendung erprobt wird, bevor eine breitere Einführung erfolgt.

KI soll durch Anträge führen

Technisch basiert das Projekt auf einer Kombination aus Cloud-Infrastruktur, zentralen Datenplattformen und automatisierten Prozessen. Die Deutsche Telekom übernimmt dabei den Betrieb und die Datenspeicherung, während SAP die Plattform für Datenverarbeitung und Prozesssteuerung bereitstellt.

Ifkz App Fahrzeugschein

Der digitale Fahrzeugschein: Aktuell noch mit eigener App

Im Mittelpunkt stehen KI-gestützte Funktionen, die Nutzer durch Verwaltungsverfahren führen sollen. Ziel ist es, komplexe Abläufe verständlicher zu machen und Eingaben weitgehend zu automatisieren. Statt mehrere Formulare manuell auszufüllen, sollen Nutzer schrittweise durch die erforderlichen Angaben geleitet werden.

Im Hintergrund werden Daten aus unterschiedlichen Verwaltungsquellen zusammengeführt und aufbereitet. Die Anwendung greift auf diese Informationen zu und stellt sie in vereinfachter Form bereit. Ergänzt wird das System durch einen integrierten Kommunikationskanal, über den Bürger direkt mit Behörden in Kontakt treten können.

Bereits im Frühjahr soll eine erste Version vorliegen.

07. Apr. 2026 um 19:14 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    71 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Oh Gott bewahre…zwei Firmen, die technologisch noch gern in der Vergangenheit verweilen :-/

  • SAP in der Vergangenheit?
    Also dort wo die großen Brötchen verdient werden, ist auch SAP…

    • Unter großen Schmerzen der Leidtragenden die diese „Software“ benutzen müssen. SAP bildet nicht deine Prozesse im Unternehmen ab du bildest in deinem Unternehmen SAP Prozesse ab. Das dieser Monolitische Softwareklumpen sich durchgesetzt hat ist ein Wunder und ist nur durch sehr viele Geldkoffer überhaupt erst a den Punkt gekommen.

      Hauptsache die SAP Berater schaufeln sich die Taschen voll.

      Alles daran ist absolut altbacken und neue Features könnten genauso gut von der CxU kommen zumindest was die Kadenz und Tragweite angeht. viele Features sind nur deswegen drinn weil große Unternehmen ihren Abzug von SAP angedroht haben wenn es diese nicht geben sollte.

      • @Sennless, sehr gut auf den Punkt gebracht.

      • Als bei uns eine neue SAP Infrastruktur eingeführt wurde und unsere vorherigen individuellen Transaktionen alle eingestampft wurden, wurde uns gesagt, dass SAP sich nicht an uns anpasst, sondern wir uns an SAP.

        Ende vom Lied: in den letzten 10 Jahren wurden dann doch wieder zahlreiche Individualtransaktionen programmiert. Aber wir sind auch einer der grössten Konzerne in Deutschland.

      • Wenn eure Firma unfähige, teure Berater beantragt, eure alten Scheißprozesse digitalisieren kommt ein digitaler Scheißprozesse dabei raus. Der Hauptgrund für schlechte SAP Implementierungen ist nämlich dass sich Kunden nicht von alten, sinnlosen Prozessen trennen wollen und wollen dass neue Software den alten Mist genauso wieder macht. Dann braucht man keine Software, sondern kann sich seine alten Finanzbuchhalter aus den 70ern aus Altenheim zurückholen. Unfähiges Management + teure, unfähige Berater = Scheiß SAP Implementierung.

      • Genau das!

      • @Sennless: +1

  • Aus der Corona App Nix gelernt.
    Der CCC wird wieder ignoriert.
    Was für Dilettanten :-/

  • Völlig unverständlich für mich warum eine Regierung sich immer wieder in solche Abhängigkeiten begibt. Estland und andere Länder, selbst die Türkei haben eigene Abteilungen und betreiben die Entwicklung intern anstatt sie einzukaufen und sich abhängig zu machen… dieses Land wird niemals lernen, schon aus anderen Bereichen der Geschichte nicht gelernt, hier erst recht nicht. Traurig…

    • Völlig verständlich.

      Es geht um:
      Geld, Geld verdienen, Profit und Posten

      Es geht NICHT um:
      Lösungen, die funktionieren und dem Bürger helfen

      • Max Von Mustermann

        Das denk ich mir auch langsam. Egal ob Bildung, Bahn etc. es fühlt sich so an als ob gewollt dagegen gearbeitet wird.

      • Gute Idee! Aber wehe die eigenen Entwickler verlangen Geld für ihr Tun oder gar Lohnfortzahlung bei Krankheit bzw. Urlaub. Dann wird das Geschrei wieder losgehen: „Wer alles von unseren Steuergeldern bezahlt wird – das hat doch nichts mit regieren zu tun“ und ähnliche Kommentare werden hier zu finden sein.

  • Das nächste Millionen/Milliarden Grab. Man erinnere an die Corona App und die Kosten …

  • Parallel muss dringend an europäischen Endgeräten gearbeitet werden…

  • Wenn’s teuer, unflexibel und wenig intuitiv werden soll, dann wird das was! ;)

  • Ja. Na toll. Wieder ein Milliardengrab. Bloß keine kleinen agilen Player mitspielen lassen. Wer weiß welcher CDU Politiker im Vorstand einer der beiden Firmen sitzt? Anstatt man mal den Mittelstand unterstützt. Es gibt hunderte Softwareentwickler in Deutschland, denen es helfen würde und die sich beweisen wollen. Zum Kotzen.

  • Da geht ein Haufen Kohle drauf für 2 Dinosaurier die gerne sich in klein klein verlieren.

  • es wird nicht besser

    Oh Gott. Das nächste Milliarden-Grab!
    Was ein Glück! Die Steuermilliarden sind ja nicht weg, die haben dann nur andere!

  • Oh je, die Deutsche Teuerkom, hat man nichts aus der Corona App gelernt? Was hat das Ding gekostet 80 Millionen?

  • schade das man aus den letzten 5, 6 „Erfolgsprojekten“ nichts gelernt hat…

  • Was soll daran KI sein?
    Das sind doch alles nur feste Abläufe und Dateneingaben.
    Was heute alles als „KI“ verkauft wird… lächerlich. Die naiven Auftraggeber glauben es und schon kostet so eine App statt 1000 € sofort gleich mal 10.000.000 €.

  • Komisch das SAP überhaupt noch am Markt ist bei den schlechten Bewertungen. Immerhin der einzige deutsche IT-Konzern der überhaupt noch gegen Silicon-Valley eine Chance hat. Fände allerdings eine Lösung mit verschiedenen Firmen des deutschen Mittelstands auch besser.

  • Typisch deutsche Diskussion. Jeder Fortschritt wird zerredet mit den seltsamsten Argumenten. Bei der ePa war’s genau so. Ein Jahr solche Diskussion, erreicht wurde nur, dass die Akzeptanz der ePa sehr gering ist trotz des unbestreitbar großen Nutzens.

  • Wird zwar teuer, aber wenn der CCC wieder freiwillig mithilft, wird es am Ende eine DSGVO Kompatible Software.

  • Hm in Sachsen (mit 5jähriger Vorlaufzeit) hat die Einführung einer SAP-Software im Januar auch die Hauptkasse lahmgelegt. Hochschulen wussten nicht ob sich Studenten zurückgemeldet und den Semesterbeitrag gezahlt haben. Bußgeldzahlungen wurden nicht erfasst. Gehälter nicht überwiesen. Usw.
    Probleme gab es auch bei Miele zum 01.07.25.

  • Ich freue mich drauf, aber hoffe, dass das nicht wieder so eine App wird, die einfach null nach System-Optik aussieht und nur custom UI hat, um nicht normal auszusehen. Bisherige öffentliche Apps (Ausweis App) sehen so unnötig furchtbar aus …

  • Ein weiteres Trauerspiel! Die beiden sind nur teuer, aber nicht innovativ

  • SAP… Sanduhranzeigeprogramm

    Gibt es wirklich kein innovatives Startup mit guten Ideen?

  • SAP, meine Firma benutzt es und es kaum zu verstehen für den Benutzer. So einen Mist habe ich vorher noch nicht gesehen.
    Wer so etwas bestellt muss nicht nur dumm, sondern sehr dumm sein.

  • Ja man kann sich über die Telekom oder SAP aufregen. Beide Firmen haben schone ihre besonderen Momente gehabt.

    Für mich ist dabei viel schlimmer, dass der Personalausweis mit seiner online-Funktion wahrscheinlich benötigt. Ich habe jetzt schon von mehreren mitbekommen, bei denen der Chip im Perso nach 2-6 Jahren nicht mehr funktioniert. Das bedeutet, wenn du Pech hast kannst du dir im 2-6 Jahres Rhythmus immer einen neuen Perso für 46€ +6€ fürs Foto beantragen.
    Wir schaffen es ja noch nicht mal, von Seiten der Bundesdruckerei, eine Hardware die funktioniert für 10 Jahre auszustellen.

    Solange die Hardware schon schlecht ist, ist das ganze Projekt eh zum scheitern verurteilt. Das mit den Chips habe ich schon von mehreren mitbekommen.

    Wir können also nicht nur die Software nicht, wir können auch vernünftige Hardware nicht. Aber sind ja nur 52€ so ein neuer Perso.

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