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Von wegen umweltfreundlich

Bike-Sharing: Uber entsorgt JUMP-Räder nach Lime-Investment

24 Kommentare 24

Ob E-Tretroller, Car- oder Bike-Sharing, die Akteure der Sharing-Economy lassen so gut wie keine Gelegenheit aus, ihre grünen Vorzüge zu betonen.

Das Mitwirken an der Verkehrswende, die vermeintliche Reduktion von Fahrzeugen auf der Straße und der Fokus auf die elektrische Fortbewegung gehören zu den klassischen Talking-Points auf den Webseiten und in den Broschüren der zahlreichen Anbieter, die sich in vielen europäischen Metropolen schon länger einen knallharten Verdrängungs-Wettbewerb leisten.

Wie irrelevant die Umweltziele der Anbieter letztlich sind, zeigt UBER gerade am Beispiel der elektrischen Mietfahrrad-Flotte JUMP.

Die bislang zum UBER-Angebot zählende Fahrrad-Flotte wird nach dem Einstieg UBERs in den Mitbewerber LIME jetzt abgestoßen. Nachdem UBER Anfang des Monat 170 Millionen Dollar in den ehemaligen Mitbewerber investierte, soll sich dieser fortan auch um das Tretroller- und Fahrradgeschäft kümmern.

Da die knallroten JUMP-Fahrräder nach der Neupositionierung keinen Platz mehr im UBER-Portfolio haben, hat UBER in den USA bereits damit begonnen, die Räder zu entsorgen.

Nachdem im Netz mehrere Videos auftauchten, die Lastwagen voll UBER-Räder auf dem Weg zur Deponie zeigten, hat sich UBER gegenüber dem US-Nachrichtensender CNBC zwar zur Sache geäußert, ist auf die im Raum stehende Frage, warum die Räder nicht etwa gespendet oder zum Selbstkostenpreis verkauft werden, aber nur ausweichend eingegangen.

Wir überlegten, ob wir die verbleibenden Fahrräder älterer Bauart spenden sollten, aber angesichts vieler Probleme – einschließlich Wartung, Haftung, Sicherheitsbedenken und fehlender Ladegeräte in Verbraucherqualität – beschlossen wir, dass es am besten wäre, sie auf verantwortungsvolle Weise zu recyceln.

Mittlerweile haben sich die Berliner Mitbewerber von TIER zu Wort gemeldet und angeboten, die Räder zu übernehmen. Eine Antwort von UBER steht jedoch noch aus.

Tier hatte erst kürzlich den E-Roller-Verleih von COUP übernommen und so dafür gesorgt, dass dieser seinen Betrieb fortsetzen konnte – ifun.de berichtete.

Donnerstag, 28. Mai 2020, 17:20 Uhr — Nicolas
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  • Umweltfreundlich, haha. Wenn man zusätzlich bedenkt, wie viel Strom bei der Produktion und der Nutzung verschwendet wird, dann spielt die Entsorgung auch keine Rolle mehr. Eine totale Verschwendung von Ressourcen, mal ganz davon abgesehen, dass die Dinger überall rumstehen und die Leute damit fahren wie die Blöden.

    • Wenn man nicht weiß, worüber es geht, passt der Text auch 1:1 zu Autos. Vor allem der letzte Teil, dazu verbraucht das Auto wirklich sehr viel Platz beim überall rumstehen.

      • Ist doch Fakt, die Räder und Roller werden überall stehen gelassen, teilweise stehen sie dann tagelang auf dem Bürgersteig im Weg. Ja, Autos stehen auch überall rum. Leider ist man darauf oft angewiesen, da der ÖPNV, besonders im Raum Köln/Bonn oft völlig überlastet und dazu unverschämt teuer ist.

      • Vor allem in Bewegung verbraucht das Auto viel Platz, wenn man die einzuhaltenden Abstände mit einrechnet. (140 qm bei 50 km/h) Fahrende Einfamilienhäuser nannte es mal ein Freund. Wenn wenigstens immer eine Familie drinsäße.

    • Naja, also zur Entsorgung sage ich jetzt mal nichts, das geht einfach gar nicht. Aber Strom kann oder könnte eben „sauber“ produziert werden. Ob das in der Praxis wirklich machbar ist (besonders wenn jeder 2. Mitspracherecht hat wohin nen Windrad hinkommt) ist eine andere Sache aber es ginge eben. Sprit dagegen ist einfach Mist für die Umwelt und das wird drastisch formuliert mit jedem Tag schlimmer und nicht besser.

      • Könnte ja, aber wie du schon schreibst, alle wollen sauberen Strom, doch keiner will die Windräder vor der Türe haben.

      • … und die Stromtrassen, die den Strom z.B. vom Norden in den Süden bringt auch nicht.

      • Prinzipiell richtig, aber Strom kann mobil nur genutzt werden wenn Akkukapazitäten vorhanden sind und hier wird gerne die Produktion und Entsorgung vergessen oder verschwiegen. Was diese alles abwirft will auch keiner wahrhaben

    • Hier geht es vorrangig um Fahrräder die nie benutzt worden sind. Bei YouTube gibt beeindruckende Videos, wo tausende Fahrräder einfach in riesigen Hallen stehen.

  • Ich war mal in Düsseldorf und war von den Dingern die überall „geparkt“ waren nicht begeistert. Zum Glück ist man hier in den kleinen Städten weitgehend davon verschont.
    Ist doch grässlich.

  • Ich habe die Räder gelegentlich genutzt. Aber man hat in Berlin zuletzt kaum noch ein Uber-Bike gefunden, das nicht beschädigt wurde. Zum Teil waren sie deshalb auch nicht mehr fahrtüchtig. Immerhin hatten die Bikes wechselbare Akkus, die mit Hilfe von Lastenfahrrädern transportiert und vor Ort gewechselt wurden.

  • Also ich finde, die stehen oft gar nicht im
    Weg.

    Was uber hier macht, ist aber einfach dumm. Ich hätte sogar eins gekauft.

  • Geldvernichtung mit System. Ob Rad oder Scooter, Schrott bleibt Schrott!

  • Danielvonderelbe

    Hätte man ja auch für einen guten Zweck spenden können, aber verschrotten ist ja wieder Billiger siehe Amazon

  • Uber ist ein mir durch und durch unsympathischer Sch**ßverein. Und beweist das mal wieder.

  • Dieses ganze Sharing funktioniert doch im Alltag nur ganz bedingt. Mag ja sein das es Fälle gibt wo es auch passt. Aber im Alltag, wie soll das gehen? Es ist ein Kampf gegen den Individualverkehr. Nehme ich mich mal als Beispiel. Wenn ich aus dem Haus gehe brauche ich 5min zum Bus. Mit dem muss ich nun ca . 30min zum Zug fahren. Da man das alles nicht 100% timen kann also nochmal ~10min warten. Mit dem Zug nun zum Bremer HBF , nochmal 30min. Dort hätte ich jetzt die Möglichkeit mit einem Sharing Fahrzeug weiter zu fahren. Nehme ich jetzt ein Fahrrad oder ein kleinen Scooter? Egal nehmen wir ein Fahrrad. Damit fahre ich also nochmal 15min bis ich da bin. Und dann ? Was mach ich jetzt mit dem Fahrrad? Einfach abstellen. Okay wie komme ich jetzt abends wieder zurück ? Steht das Fahrrad da noch ? Was habe ich für Lebenszeit jetzt verloren. Also mit den Öffentlichen brauche ich für ein einfachen Weg ca. 1, 5 Std. Also Täglich 3Std. Dagegen steht 30 min morgens und 40min abends. Also fast 2Std eingespart. Das macht in der Woche 10 Std. Wir arbeiten ~ 220 Tage pro Jahr. Also 440Std pro Jahr eingespart oder auch gut 18Tage Lebenszeit. Diese Typische Problematik wird Sharing nie entgegenwirken können. Ich fahre inzwischen ein E Smart, besitze eine Photovoltaikanlage usw. Sharing wird nicht die Lösung sein, ehr ein kleiner Beitrag. Wer z.B direkt in der Stadt wohnt und mal ein Auto benötigt. Aber eben nicht für die große Masse.

  • Diese ganze E-Treterei und Carsharing waren und sind nichts als Augenwischerei. Das ist kein Beitrag zur Erhaltung der Umwelt und Verbesserung der Verkehrssituation, sondern genau das Gegenteil. Also ein ganz normales Geschäft, und muss als solches von der Politik behandelt werden. Keine Subventionen, und Auflagen zur nachhaltigen Nutzung bei Dienstende. Aber in so einer Welt leben wir leider nicht. Amazon bringt returnierte Neuware einfach in den Müll, und nicht nur Amazon. Mit den Carsharing Autos passiert wohl das gleiche.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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