Anbieter stärker in der Verantwortung
Apps und digitale Angebote: Politik will Zugang für Ältere verbessern
Die Nutzung von Apps und digitalen Angeboten gehört für viele Menschen ab 65 Jahren inzwischen zum Alltag. Drei Viertel dieser Altersgruppe greifen mittlerweile auf das Internet zu, nutzen Anwendungen wie die Ausweis-App und lösen E-Rezepte ein. Gleichzeitig zeigt sich, dass ein Teil der älteren Bevölkerung Schwierigkeiten hat, komplexere Anwendungen sicher zu nutzen.
Dazu zählen etwa digitale Verwaltungsdienste oder Anwendungen im Gesundheitsbereich wie die elektronische Patientenakte. Das geht aus einem Antrag zur digitalen Teilhabe im Deutschen Bundestag hervor.
Unterstützung bei digitalen Angeboten
Im Mittelpunkt der Initiative steht der Ausbau von Unterstützungsangeboten für ältere Menschen. Viele seien auf Hilfe durch Angehörige angewiesen. Wer kein entsprechendes Umfeld habe, stoße schneller an Grenzen. Besonders im hohen Alter nehme der Anteil der Menschen zu, die digitale Angebote gar nicht nutzen.
- PDF-Download: Antrag – Digitale Teilhabe im Alter stärken
Bestehende Programme wie lokale Beratungsstellen oder mobile Hilfsangebote erreichen bislang nur einen Teil der Zielgruppe. Zudem müssten viele Hilfsangebote aktiv aufgesucht werden, was für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine zusätzliche Hürde darstellt.
Gefordert wird deshalb ein flächendeckender Ausbau niedrigschwelliger Angebote. Dazu zählen wohnortnahe Anlaufstellen, telefonische Beratung sowie aufsuchende Hilfe im häuslichen Umfeld. Auch ein bundesweit erreichbares Hilfetelefon für digitale Fragen wird im Antrag vorgeschlagen.
Anbieter stärker in der Verantwortung
Neben der individuellen Unterstützung rückt auch die technische Infrastruktur in den Fokus. So soll ermittelt werden, wie gut Pflegeeinrichtungen und betreute Wohnformen mit Internetzugängen ausgestattet sind und welche Unterstützung dort bereits angeboten wird.
Anbieter digitaler Dienstleistungen sollen stärker verpflichtet werden, ihre Anwendungen verständlich und barrierearm zu gestalten. Dazu gehört auch, Hilfestellungen für Nutzer bereitzustellen. Hintergrund ist die zunehmende Verlagerung zentraler Leistungen in digitale Kanäle, etwa bei Banken, Krankenkassen oder Behörden.
Und nicht zu vergessen: Noch im laufenden Jahr soll der Personalausweis das iPhone erreichen, zudem ist eine Bürger-App geplant, die einen bundesweiten Zugang zu Verwaltungsangeboten bieten soll.


Ein Problem sind die total verschachtelten und viel zu komplexen Apps, die zwar zeigen was der Entwickler kann, aber nicht Anwenderfreundlich sind. Versprochen wird das digital alles einfacher werde, aber genau das Gegenteil ist eingetreten. Kompliziert, teuer, menschenfremd. Das ist unsere Zeit.
Sehe ich genauso. Die Angebote sind einfach viel zu kompliziert, die Jungen blicken das genauso wenig.
Gern wird auch die Möglichkeit genutzt, in der App noch für weitere Produkte und Dienstleistungen zu werben, die den Nutzer eigentlich nicht interessieren.
Ich habe bei älteren Menschen aber schon oft das Gefühl, dass man auch ein bisschen wollen muss. Meine Schwiegermutter (83) geht souverän mit PC, Android Handy und Tablet und e-reader um. Sie recherchiert Themen im Internet , macht videocalls über Teams, reicht Arztrechnungen über ihre App ein und macht täglich Sport mit YT Trainern über ihren Smart TV. Top drauf die Frau! Aber ihre Schwester? Kann nicht mal eine what’s App schreiben. Und ich will gar nicht von meinem Vater anfangen, der kann nichtmal mit einem Handy einen Anruf entgegen nehmen. Bei solchen Fällen ist das echt auch Totalverweigerung.
Dann sag ihr mal, wenn sie sich ein neues iPhone zulegt, daß sie die Bank App oder mehrere Banking Apps transferieren soll.
Das Theater haben wir gerade hier zuhause und sowohl meine Frau als auch ich nicht Technik fremd sind.
… kommt sehr stark auf die Bank drauf an… Deutsche Bank …mies… Commerzbank… gut… Raiffeisenbank… gut… N26… klasse… Revolut… Super easy
Habe es regelmäßig mit einem befreundeten Nachbarn. Er ist 80+ und bei der Sparkasse.
Die App scheint regelmäßig alles zu vergessen, beantragt man dann einen neuen Zugang ( der per Post zugestellt wird und gern mal 3-4 Tage braucht) und gibt die Infos ein, ist auch einmal der alte Zugang zum ran System da.
Die Sparkasse ist, was Onlinebanking angeht, eine Vollkatastrophe, Commerzbank sowie Onlinebanken gehen, so richtig gut machen das nur die Neobanken.
Deutsche Bank mittlerweile gar nicht mehr mies bei Gerätewechsel.
Das mit der Sparkasse kann ich nicht bestätigen. Nie Probleme und sehr zufrieden.
Das mit der Sparkasse hatte ich auch mal.
Die Probleme waren aber verschwunden, nachdem ich mal alles von der Sparkasse gelöscht hatte und neu installiert hatte.
@turbopascal
Fakenews! Die Sparkassen App „ scheint regelmäßig alles zu vergessen„. Das Gegenteil ist der Fall, sie läuft einwandfrei in Verbindung mit der PushTan App-seit Jahren!
Kann ich genau so bestätigen. Jeden deiner Punkte.
Zugang für Ältere verbessern? Ja verstehe.
Mal ne blöde Frage: Wie will man EU-ID umsetzen, wenn nicht alle „mitspielen“?
Aber zum Glück meinen es die Politiker ja nur gut mit uns.
Das ist doch eher Zusatz als Ersatz, oder nicht?!
Da können wir mit der Telekom und dem Magenta Kram, aus meiner Sicht, direkt anfangen. Das Problem beginnt bereits bei der Preisgestaltung, Kündigungsprocedere, usw. Dazu kommt dass die Apps / Pages darauf ausgelegt sind, dass man sich durchklicken muss. Ziel ist es doch, den User in der App / Internet Page, solange wie möglich zu halten.