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Entwickler müssen sich entscheiden

Apples „Wo ist“-Zubehörprogramm kommt stark eingeschränkt

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Vergangenen Monat hat Apple angekündigt, Entwicklern die Nutzung seiner in die Betriebssysteme integrierten Dienste einfacher zu machen. Beispielsweise könnten dann Produkte von Drittanbietern wie Tile künftig auch über Apples „Wo ist?“-Dienst gefunden werden. Doch hat es das „Kleingedruckte“ dazu in sich.

Die Washington Post macht auf gewaltige Einschränkungen aufmerksam, in deren Folge viele Entwickler mehr gezwungen als freiwillig auf die Apple-Anbindung verzichten dürften. Der Zeitung zufolge stammen diese Informationen aus einem vertraulichen Apple-Dokument. Das Schriftstück sei Entwicklern zusammen mit einer Vertraulichkeitsvereinbarung Entwicklern gemacht worden.

Apple Wo Ist

„Wo ist?“: Es kann nur Einen geben

Der Haken für die Entwickler: Wer sein Produkt an Apples „Wo ist?“ anbindet, darf keine eigenen Apps oder Dienste mehr für den gleichen Zweck einsetzen. Eine Bedingung, die das Gros der Wettbewerber direkt wieder ausschließt. Firmen wie Tile sind besonders abhängig von den in ihren eigenen Apps gebotenen Zusatzfunktionen. Nicht zu vergessen, dass eine Bindung an „Wo ist?“ auch alle Android-Nutzer außen vor halten würde.

Verwunderlich ist dieses Detail am Ende aber kaum. Vielmehr hätte man schon die Stirn runzeln müssen, als Apples ankündigende Worte im vergangenen Monat so offen klangen. Der Konzern wird die Hemmschwellen sicherlich bewusst auch mit Blick auf die Konkurrenz eingebaut haben. Ein nicht unwesentlicher weiterer Punkt dürfte dann noch die Tatsache sein, dass sich bei einem maximal geschlossenen System die selbst gesetzten Sicherheitsstandards besser kontrollieren lassen. Und Apple verkauft mit seiner Hardware nun mal auch maximale Sicherheit.

Montag, 27. Jul 2020, 20:27 Uhr — chris
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  • Oder Daten bleiben nur bei einem Unternehmen und man verteilt das nicht auf haufenweise Anbieter, verschiedene Infrastrukturen und dubiose Datenbanken in fernen Ländern?

  • Ich sehe das auch Positiv. Genauso wie bei HomeKit. Apple stellt damit sicher, dass die Sicherheit und Funktionalität gewährleistet ist. Deshalb nutze ich Apple.

    • Bei HomeKit gibt es aber keinen Zwang für die Anbieter, die Geräte nur ausschließlich an HomeKit anzudocken.

    • Ähm… ja, Sicherheit… sicher.

      Mich nervt es teilweise, dass ich mit der Home-App so viele Einschränkungen habe. Ich kann Automationen nicht so einstellen wie ich es mir vorstelle, weil Apple diese Funktionen einfach nicht hat. Da hat man dann wenigstens die Möglichkeit die 3.Anbieter-App zu nutzen. Wenn das mit „Finde mein was auch immer“ nicht geht, dann ist das ein stumpfer Dienst. Sicherlich wissen wir beide noch nicht welche Möglichkeiten es anbietet, aber es schreit ja förmlich danach = take it or leave it.

    • Also HomeKit und „Funktionalität“ würde ich nicht in einem Satz nennen! Nein – das ist eine Miserable Leistung das HomeKit. Ständig sind irgendwelche Geräte nicht erreichbar, Gastnutzer in dem Netz noch schlimmer. Auch der Makel, dass es keine Cloud gibt, die diverse Messwerte der Geräte regelmäßig einsammelt und dann „schnell“ für die Apps zur Verfügung stellt – wenn ich meine Thermometer und Thermostate, Türsensoren auslesen will, dann dauert das manchmal 15 Minuten bis er alles abgefragt hat – da ist alles Mist.

  • …und ich negativ, wenn dadurch andere Plattformen dadurch in Mitleidenschaft gezogen würden. Ich mein Okay, wenn dann die (im Beispiel genannten) Tile-App unter iOS! verschwinden müsste – aber für Leute die die Produkte auf anderen Plattformen nutzen ein Tritt demnach in den Arsch.

    Hoffen wir, dass Unternehmen wie Tile vernünftig bleiben und auf den „Works with ‚Find my‘ “ Sticker verzichten. Bitte

    • Kann man nicht einfach als Firma ein „tile“ rausbringen und dieses nur an „wo ist“ anbinden, gleichzeitig ein ähnliches Gerät oder anderes Modell namens „dingens“ verkaufen und mit App für Android rausbringen?
      Wäre ideal

  • Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Apple fortwährend geistiges Eigentum stiehlt und dann die Original Firmen aus dem Rennen schmeißt! Das war schon früher in Jailbreak-Zeiten so!

  • Kleiner Satzfehler: „Schriftstück sei Entwicklern zusammen mit einer Vertraulichkeitsvereinbarung __Entwicklern__ gemacht worden“

  • Jaja das hatten wir doch letztens: Security by obscurity funktioniert nicht. Auch nicht bei Apple. War da nicht letztens nen Bericht über ne peinliche Lücke genau dieser Art bei Apple?

  • Sehr gut, denn was Tile in meinen Augen mit der App abzieht, dinde ich unmöglich. Die unzumutbaren Einblendungen, dass man die Ortungsfunktion auf immer einsschalten soll, empfinde ich als Terror, denn um den Ton des Tile’s zu aktivieren, wird nur ein Bluetoothbroadcast benötigt. Wenn Tile dann für bestimmte Funktionen dann sagen würde, ich brauche die Ortungsfunktion, denn sonst kann dies oder jenes nicht bereitstellen – dann wäre dies in meinen Augen ok. So ist es meinen Augen Terror gegen den Nutzer. Hier sollte Apple durch die Verschärfung der Entwicklerrichtlinie durchgreifen( z.B. 5 Mal die Aufforderung weggeklickt – dann darf die Aufforderung nicht mehr erscheinen). Der Hersteller selbst ist augenscheinlich so arrogant und schreibt immer nur von einem überragenden Erlebnis und daher dem Muss. Dies ist gelogen, denn selbst bei einer Einstellung der Ortungsfunktion auf „nie“ funktioniert der Tile-Ton noch hervoragend. Sich dann noch bei den Wettbewerbsbehörden als augenscheinliches Opfer darzustellen, finde ich der Hammer.

  • Dann sollten die AirTags oder wie die Dinger heißen sollen aber auch langsam mal auf den Markt kommen.

  • Und wo ist das Problem?
    Ein Tile für Apple und ein Tile für Android.
    Fibaro hat doch bspw. vor Jahren schon Zubehör rausgebracht, das speziell für HomeKit oder eben nicht gewesen ist.
    So einfach ist mit dieser „Einschränkung“ umzugehen.

  • Was ist mit einer zusätzlichen App, die auch per Bluetooth verbindet, wie bei Tile, dürfen die dann auch keine App bereitstellen?

  • Und jetzt können sie entspannt ihre eigenen Tile tracker rausbringen, ohne mit einer Wettbewerbsklage rechnen zu müssen

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