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Schutz vor Modifikationen

Apples Referenzbild: Die Technik im Hintergrund erklärt

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11 Kommentare 11

Apple hat weitere Details zu der hierzulande auch Referenzbild genannten Technologie „Apple Reference Image“ veröffentlicht. Die mit dem iPhone 18 Pro eingeführte Funktion soll nachweisbar machen, dass der Inhalt eines Fotos tatsächlich von der iPhone-Kamera erfasst wurde.

Die technische Absicherung der Aufnahme beginnt bereits im Kamerasensor. Wird der Referenzmodus aktiviert, wechselt der Sensor in einen speziellen Betriebsmodus und signiert die erfassten Bilddaten unmittelbar bei der Aufnahme.

Kamerasensor mit iPhone verknüpft

Die Firmware des Sensors könne die Bilddaten in diesem Modus nicht verändern. Auch ein Austausch des Kamerasensors soll nicht unbemerkt möglich sein. Der Kamerasensor erzeugt laut Apple bereits bei der Produktion einen eigenen kryptografischen Schlüssel, der mit der Secure Enclave des jeweiligen iPhones verknüpft wird..

Mithilfe kryptografischer Zeitstempel sichert Apple auch den Zeitpunkt der Aufnahme ab. Das iPhone erhält im Durchschnitt etwa alle 15 Minuten automatisch einen solchen Zeitstempel. Der zuerst empfangene Zeitstempel markiert die frühestmögliche Aufnahmezeit. Nach dem Fotografieren wird ein zweiter Zeitstempel angefordert. Damit lässt sich die Aufnahme einem Zeitfenster zuordnen, ohne sich auf die vom Betriebssystem eingestellte Uhrzeit verlassen zu müssen. Ist das iPhone offline, wird die zweite Bestätigung nachgeholt, sobald wieder eine Verbindung besteht.

Apple Referenzbild

Gesichertes digitales Negativ

Aus den Sensordaten, Zeitstempeln und weiteren Informationen entsteht zunächst ein gesichertes digitales Negativ im DNG-Format. Dieses kann laut Apple beliebig lange auf dem Gerät verbleiben und auch in diesem Zustand weitergegeben werden.

Erst wenn daraus ein Referenzbild erstellt werden soll, überträgt das iPhone das digitale Negativ an Apples Private-Cloud-Server. Apple zufolge sind die Systeme so aufgebaut, dass das Unternehmen selbst keinen Zugriff auf die Bildinhalte hat.

Sensoren können nachträglich gesperrt werden

Apple hat zudem einen Mechanismus für den Fall vorgesehen, dass die Sicherheitsmaßnahmen eines Geräts doch umgangen werden. Bei der Verarbeitung werde geprüft, ob die Rohdaten typische Eigenschaften des verwendeten Kamerasensors aufweisen. Ergeben sich bei einem Sensor wiederholt Auffälligkeiten, kann dieser für weitere Referenzbilder gesperrt werden. Auf diese Weise lassen sich auch bereits erstellte Referenzbilder nachträglich als nicht mehr vertrauenswürdig erkennen.

Wie bereits berichtet, können Nutzer in der Europäischen Union solche Referenzbilder zum Start allerdings nur betrachten und überprüfen, nicht selbst aufnehmen.

16. Sep. 2026 um 07:40 Uhr von chris Fehler gefunden?


    11 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Warum klappt das wieder nicht in der EU ? Das ist doch eine sehr nützliche Sache!

  • Ist das nur zur Überwachung oder gibt es sinnvolle Gründe für solche Maßnahmen? Ich glaube, dass ich hier nicht wirklich folgen konnte.

  • ich verstehe noch immer nicht, warum dieses Feature in der EU nicht verfügbar gemacht oder nicht zugelassen ist.

    Das sollte doch nix mit dem DMA zu tun haben.

    • Weil Apple das Gatekeeping von Features mittlerweile aktiv als Druckmittel gegen die EU einsetzt um sich gegen Regulierung zu wehren. Anders kann man das mittlerweile nicht mehr erklären.

      Apple versucht hier aktiv die User gegen die EU aufzuwiegeln indem es Features für User in der EU zurückhält und dann auf die böse EU verweist die angeblich daran Schuld sei.
      Apple war mir in all den Jahren echt noch nie so unsympathisch wie aktuell.

    • Doch. Ggf. verhindert das das Benutzen von anderen Apps für Fotografie als die Kamera App von Apple. Das soll ja verhindert werden auch wenn ich das so langsam totalen Quatsch finde. Wenn ich Apple kaufe weiß ich doch auf was ich mich einlasse. Auch wenn ich ein Samsung kaufe kann ich ja nicht einfach iOS oder die Apple Kamera-App draufladen. Is ist ja nichts gegen Wettbewerb zu sagen. Aber das die „Hauseigenen“ Apps/KIs tiefer ins System greifen als Fremdapps sollte doch jedem klar sein.

  • Sorry Apple/ Leute,
    Für sowas gibt es doch einen Industrie Standard: nennt sich C2PA.

    https://c2pa.org/

    Apple kocht mal wieder sein eigenes Süppchen!

    Die big techs sollten gezwungen werden Standards zu benutzen, es sei denn sie entwickeln etwas besseres das sie bereit sind zum offenen Standard frei zu geben.

  • Vermutlich geht das nicht in der EU, weil ein digitales Negativ des Fotos auf einen Apple Server hochgeladen wird. Vermutlich alle Fotos direkt auf ein Apple Server zu laden, stößt sich etwas mit europäischen Rechten

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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