Anwesenheitskontrolle ohne Kamera
Aqara FP400: Neuer Präsenzsensor erkennt bis zu zehn Personen
Aqara hat mit dem Spatial Multi-Sensor FP400 einen neuen Präsenzsensor im Programm. Das Gerät arbeitet wie der bereits erhältliche FP2 mit Radartechnik und kann dadurch nicht nur Bewegungen erkennen, sondern auch die Position von Personen innerhalb eines Raumes bestimmen. Gegenüber dem Vorgänger hat Aqara den Funktionsumfang deutlich erweitert.
Präsenzsensoren stellen eine Alternative zur Kameraüberwachung dar. Der im Aqara FP400 verbaute 60-GHz-mmWave-Radarsensor soll gleichzeitig bis zu zehn Personen erkennen und deren Bewegungen innerhalb eines Raumes verfolgen können, ohne dass hierfür Bildaufnahmen nötig sind.
Bis zu acht Bereiche pro Raum
Mit einem Erfassungswinkel von 120 Grad kann das Gerät laut Hersteller eine Fläche von bis zu 10 × 8 Metern überwachen. Innerhalb dieses Bereichs lassen sich bis zu acht separate Zonen definieren.
Diese Unterteilung ermöglicht Automationen, die nicht allein auf die Anwesenheit einer Person, sondern auch auf deren Position im Raum reagieren. Bewegt sich beispielsweise eine Person vom Sofa zum Esstisch, kann die Beleuchtung automatisch angepasst werden, ohne dass dafür mehrere Bewegungsmelder erforderlich sind.
Laut Aqara soll die zugrundeliegende Software Störfaktoren wie Haustiere, Luftbewegungen oder Saugroboter erkennen und dadurch Fehlauslösungen reduzieren. Zusätzlich ist ein Helligkeitssensor integriert, dessen Messwerte ebenfalls für Automationen verwendet werden können.
Thread, Zigbee und Matter
Gegenüber dem Modell FP2 erweitert Aqara auch die Verbindungsmöglichkeiten. Der FP400 unterstützt sowohl Thread als auch Zigbee und lässt sich über Matter in Smarthome-Systeme einbinden.
Für die Einrichtung über die Aqara-Home-App ist nicht zwingend ein Aqara-Hub erforderlich, sondern es kann auch ein Thread-Border-Router eines anderen Anbieters verwendet werden. Bei der Einbindung über Zigbee in die Aqara-App steht allerdings ein erweiterter Funktionsumfang zur Verfügung.
Der Sensor kann an der Decke, einer Wand oder in einer Raumecke montiert werden. Bei der Einrichtung soll die Software Raumgrenzen und Eingänge automatisch erkennen und daraus eine Karte für die weitere Konfiguration erstellen.
Ab sofort erhältlich
Zusätzlich zum FP400 bietet Aqara einen FP400 Pro an. Während sich das reguläre Modell an private Smart-Home-Nutzer richtet, ist die Pro-Version für betreutes Wohnen und Anwendungen in der Altenpflege vorgesehen. Der Spatial Multi-Sensor FP400 ist für 79,99 Euro direkt bei Aqara oder über Amazon erhältlich. Mit dem Aktionscode AQARAFP400 bekommt man den Sensor vorübergehend zum Einführungspreis von 71,90 Euro.



Solange es Aqara nicht schafft alle Leistungsmerkmale über Matter ohne Aqara-App (und ohne Aqara-Hub natürlich) zur Verfügung zu stellen, kommt mir das Zeug nicht ins Haus – auch wenn sich die Leistungsmerkmale von dem FP400 interessant anhören. Ich habe einen ZHA-Zigbee-Router sowie einen TBR, sowie das Ziel zukünftig nur noch Matter-fähige Produkte neu zu kaufen um Zukunftssicher zu sein (soweit es geht) zu sein . Ich habe genug Elektroschrott in der Ecke liegen welcher mangels Einstellung von Cloud-Diensten oder Wegfall der Herstellerunterstuetzung (z.B. App-Aktualisierung oder auch nur Neuinstallation nach Handy-Wechsel) nicht mehr genutzt werden können.
Da kann ich dir nur zustimmen:)
Wird halt sehr schwierig ohne die Aqara App die verschiedenen Zonen der Erkennung beizubringen. Wie würdest Du Dir vorstellen, dass diese Funktion ohne Setup über deren App einzurichten ist?
Das Erkennungsfeld kann in ein Raster aufgeteilt werden – so wie eine Steckdosenleiste in einzelne Steckdosen aufgeteilt ist. Man könnte dann Rasterfelder zu Zonen verbinden und steuern, was beim Betreten oder Verlassen der Zonen passieren soll. So ungefähr macht es die Aqara-App ja auch.
Das hängt weniger von Aqara, sondern eher von Matter (CSA) ab. Matter unterstützt diese (Sonder-) Funktionen einfach noch nicht. Und ich befürchte, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis solche Funktionen unterstützt werden.
Weiß einer ob die Sensoren sich mittlerweile gut in Home Assistant integrieren lassen? Also mit möglichst vielen der Funktionen natürlich.
Ja lassen sie. Habe die FP2 in Homeassistant und dort funktionieren sie einwandfrei
Ja aber nur mit dem Hub, sonst bringt es nichts
Benötigt der einen festen Stromaschluss? Oder läuft der mit Batterie?
Gerade in der Beschreibung gelesen dass ein Stromanschluss benötigt wird.
+1
Haben Sie sogar auf dem Bild mal ein sichtbares Kabel gelassen, sonst leben die Dinger immer von Luft.
Wer will denn eine Komplett-Überwachung seines privaten Innenraums?
In manchen Unternehmen gibt sowas sicher einen Sinn, aber doch nicht im Privatleben. Hilfe.
Dann sollte man auch die Lichtschalter schnell abmontieren von denen man überwacht wird. Grins
Ich finde das eine gangbare Variante und Alternative im Gegensatz zu Kameras in Wohnungen. Die sind für mich ein No Go.
Jeder, der unter „Smart Home“ Automatisierung versteht und nicht nur manuelle App-Steuerung.
+1
Wenn ich den per Zigbee in Home Assistant integriere, wie komme ich dann an die Karte um verschiedene Bereiche darzustellen? Die Frage würde auch für den FP2 gelten.
Gar nicht, machst du über die App, beim Vorgänger hast du sie in der App und in HA. Der Vorgänger ist aber nicht per wifi, sondern Uber HomeKit angebunden. Beim neuen Model über Zigbee müsste es dann auch parallel funktionieren.
Danke dir.
D.h. ich muss den 2mal anlernen? In HA und Aqara?
Ich hab das Vorgänger Model.
Funktioniert aber Zonen definieren ist kompliziert und noch unzuverlässig
Deshalb gibt es ja dieses Modell nun.