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Apple Reference Image

Apple Reference Image: Deutschland bekommt nur die halbe Funktion

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34 Kommentare 34

Apple hat mit dem iPhone 18 Pro eine neue Funktion vorgestellt, mit der sich die Echtheit von Kameraaufnahmen nachträglich überprüfen lassen soll. Auf „Apple Reference Image“ waren wir bereits im August in einer Vorabversion von iOS 27 gestoßen. Jetzt steht allerdings fest: Nutzer in Deutschland und der übrigen Europäischen Union können den neuen Referenzmodus zum Verkaufsstart nicht für eigene Aufnahmen verwenden.

Iphone 18 Pro Kamera

Apple Reference Image setzt auf einen neuen Sensor in der Hauptkamera des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max. Dieser kann die vom Sensor erfassten Bildinformationen bereits bei der Aufnahme auf Pixelebene signieren. Fotografiert man im speziellen Referenzmodus, werden die signierten Sensordaten anschließend über Apples Private Cloud Compute verarbeitet.

Daraus entsteht ein unveränderliches Referenzbild, das Apple mit einem digitalen Negativ vergleicht. Dieses lässt sich in der Fotos-App neben einer später bearbeiteten Fassung anzeigen. So soll nachvollziehbar bleiben, was sich zum Zeitpunkt der Aufnahme tatsächlich vor der Kamera befand und welche Veränderungen anschließend vorgenommen wurden.

In der EU nur ansehen, nicht aufnehmen

Für Nutzer innerhalb der Europäischen Union gilt zunächst jedoch eine entscheidende Einschränkung. Apple bestätigt im Kleingedruckten seiner Produktankündigung, dass die Aufnahme von Apple Reference Images mit dem iPhone 18 Pro hier zum Start nicht verfügbar sein wird.

Iphone 18 Pro Referenzfoto

Komplett ausgesperrt werden europäische Nutzer allerdings nicht. Mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 lassen sich entsprechende Referenzbilder weiterhin verarbeiten und anzeigen. Wer beispielsweise eine außerhalb der EU erstellte Aufnahme erhält, kann deren hinterlegtes Referenzbild also überprüfen. Apple stellt zudem Programmierschnittstellen bereit, über die auch Drittanbieter-Apps die Referenzbilder darstellen können.

Apple nennt keinen Grund

Ungewöhnlich ist die Begründung beziehungsweise deren Fehlen. Auch in China steht Apple Reference Image zum Start nicht zur Verfügung. Dort verweist Apple ausdrücklich auf regulatorische Anforderungen. Bei der Einschränkung innerhalb der Europäischen Union nennt das Unternehmen dagegen keinen Grund und spricht lediglich davon, dass die Aufnahmefunktion „zum Start“ nicht angeboten wird.

Die Formulierung lässt zumindest die Möglichkeit offen, dass Apple die Funktion später auch in der EU freischaltet. Einen Termin dafür gibt es bislang nicht.

Parallel will Apple die Kennzeichnung bearbeiteter Bilder weiter ausbauen. Noch in diesem Jahr soll Unterstützung für Googles SynthID folgen. Der unsichtbare Herkunftsnachweis soll bei einem Großteil der mit Apples Werkzeugen bearbeiteten beziehungsweise KI-generierten Bilder hinterlegt werden. Reference Image verfolgt dagegen den umgekehrten Ansatz und soll nachweisen, was die Kamera ursprünglich tatsächlich gesehen hat.

10. Sep. 2026 um 12:00 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    34 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ich gehe davon aus, dass das mit dem gesamten Siri AI Ausschluss auf EU Geräten zusammenhängt

    • Jupp, ist ja auch eine Funktion davon. Finde das auch gut so. Hier sehen wir eine Funktion, welche richtig wichtig ist und immer mehr wird. Wenn da nicht langsam was passiert, kommen in Zukunft mehr solcher essenziell wirklich benötigten Dinge nicht in die EU. Dann haben wir mehr und mehr Probleme. Hier spezifisch gerade in Fake-News-Bereich. Der AI-Act der EU muss dringend überarbeitet werden. Er ist viel zu straff formuliert und so ein Nachteil für uns alle. Und nein, ich möchte nicht, dass er abgeschafft wird. Er hat schon seine Berechtigung.

      • Jetzt hat diese Funktion aber offensichtlich nichts mit KI zu tun. Viel eher damit, dass Apple fürchten müsste, dass nicht nur sie selbst diese Dienstleistung anbieten dürften, sondern auch andere. Die Anforderung der EU, das Funktionalitäten der Geräte, auch anderen Anbietern offen stehen müssen und nicht nur dem Hersteller des Geräts, wird in Zukunft in der Tat dafür sorgen, dass wir wahrscheinlich ganze Geräte in der EU von Apple nicht mehr erhalten werden. Das macht aber nichts, denn Hersteller anderer Ökosysteme erfüllen diese Anforderungen einfach. Dann verkaufen die halt mehr. Das ist ja jetzt nicht unser Problem, sondern das von Apple.

      • Also mein Problem wäre es. Ich werde sicher nicht von Apple weg wechseln können. Bin seit dem ersten iPhone dabei und allein was ich an Filme bei iTunes gekauft habe (gut über 1.500), Apps, früher auch Musik, etc. sperrt mich komplett ein. Hinzu will ich auch gar nicht weg. Die EU hat mal hinne zu machen jetzt.

  • Frag mich eher warum es dafür neue Hardware braucht ? vermutlich wird das mit dem ProMode bei der Kamera auch so sein. Histogramm anzeigen lassen brauchst mindestens nen A20 Pro. Das meine DSLR aus 2008 mit 1% der Rechenleistung das auch hinbekommt ist unmöglich.

    • Unsinnig sich über sowas Gedanken zu machen. Apple nutzt schon seit jeher Software Features als Kaufanreiz. Wir können es leider nur hinnehmen, recht hast du natürlich schon!

    • Das fragt man sich bei Apple am laufenden Band. Der Grund ist meist, die Kunden zum Kauf neuer Hardware zu animieren, weil sie es nicht mit waschechten Argumenten schaffen.

  • Die EU mit ihrem Cookie-Banner-Gesetz ist schuld!!!1!!

    Erst löst es die globale Erwärmung aus, dann verursacht es erhöhte Sonnenaktivität UND JETZT DAS!

    Was hat die EU denn JE-MALS für uns getan???

    ;-)))

  • Vermutlich weil wir Upload Filter anders lösen und Apple erstmal versucht sein System als Standard zu etablieren. China ist da sowieso schon deutlich strenger.
    Könnte mir vorstellen das mit dem EU OK zum Foto Fingerprint klappen dann plötzlich auch die anderen AI Features. Ist ein „geben“ und nehmen.

  • chicken charlie

    Die Liste wird immer länger und absurder. Es mag sein, dass einige der neuen Apple Intelligence-Features auch nach Europa kommen. Allerdings bringt der tolle neue A20-Pro-Chip hierzulande überhaupt nichts. Das ist wirklich schade. Am meisten stört mich, dass Apple noch nicht einmal einen Zeitraum für die Einführung in der EU genannt hat. Das war bei iOS 18.1 anders. Da wurde der Frühling 2026 konkret für die EU genannt. Das lässt nichts Gutes erwarten und ich befürchte, dass wir in Europa die neue Siri AI wahrscheinlich erst mit dem iPhone 19 bekommen – wenn überhaupt.

  • Immer wieder toll was wir inzwischen alles nicht erhalten dank der EU

    • Oder danke Apple, darüber kann man jetzt streiten, bei Android geht ja vieles komischerweise auch in der EU was bei Apple nicht geht;-)

    • Das stimmt. Bin auch froh drum, dass die EU zumindest versucht für etwas Fairness zu sorgen.

    • Ja wirklich toll. Dass uns die Tech Konzerne aus den USA nicht vorschreiben, wie wir in der EU mit unseren Daten umgehen.

    • Stefan B. aus H.

      Dann schau Dir mal beim YouTube Kanal Gamers Nexus an, was LG beispielsweise mit seinen TVs in den USA treibt, wo es quasi keinen gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutz gibt.

    • Es hat lange nicht alles mir Datenschutz zu tun. Und glaube kaum dass Androide soviel besseren Datenschutz haben. Da lachen ja die Hühner. Die meisten Einschränkungen kommen nur daher weil EU will das Funktionen über alle Geräte gehen, und da vertrete ich überhaupt nicht die Meinung dass alles auf allem gehen muss

      • Du vielleicht nicht, andere schon und die Aufgabe der EU ist es eben unter anderem alle Interessen zu vertreten.

  • Wen stört es ??????
    Ich für meinen Teil kaufe keine neue Apple Geräte! Bringt ja nix! Alles was evtl interessant sein könnte wird hier gesperrt! Dann brauchen wir auch keine neuen Geräte

  • Telefonieren wird bald das Einzige sein das in der EU noch zur Verfügung gestellt wird :-))))

  • Vielleicht ne blöde Frage, aber mal unabhängig von EU Ausschluss:
    Ich schiesse ein Foto, bearbeite es und sende es jemandem. Derjenige kann sich das unbearbeitete Bild als Vergleich angucken. Also zum Beispiel das Originalfoto vor der Textschwärzung. Oder Verpixelung oder Entfernung einer Person, die auf dem Originalfoto sichtbar war.
    Wenn ich als Versender das deaktivieren kann, führt das die Grundfunktionalität ad absurdum. Und wenn ich es als Absender nicht kann, verliere ich die Kontrolle was ich anderen zur Verfügung stelle.
    Wurde sowas nicht bedacht oder wo ist mein Denkfehler?

    • Ohne mir irgendwas angelesen zu haben würde ich sagen. Du bekommst eine, wie auch immer die aussieht, Benachrichtigung dass das Foto original ist und nicht bearbeitet wurde. Und wenn bearbeitet dann was genau passiert?! Kumpel meinte das die Leica es auch haben.

  • Zensursula aus dem EU-Parlament lässt grüßen.!

  • Das ist eine Zäsur! Hier hat die EU wirklich umgehend zu handeln und Apple zu zwingen, dies auch hier anbieten zu müssen. Es handelt sich um ein signifikantes Sicherheitsmerkmal, welches in Zeiten von KI-Fakes dringend benötigt wird. Bringt Apple das nicht, gehört ein Verkaufsverbot umgesetzt. Gerade für die Medien ist das von besonderer Wichtigkeit, auch beim internationalem Arbeiten. Wir haben hier keine lustige, neue Spaßfunktion, wo es egal wäre.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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