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Neue Details zu Daisy

Apples Recycling-Roboter holt 14 wertvolle Rohstoffe zurück

36 Kommentare 36

Im vergangenen Jahr hat Apple seinen aus dem Jahr 2016 stammenden iPhone-Recycling-Roboter Liam in den Ruhestand geschickt. Die Nachfolge trat mit Daisy ein leistungsfähigeres und umfassender automatisiertes Gerät an. Im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters hat Apples umweltpolitische Sprecherin Lisa Jackson nun ein par neue Details rund um Daisy verlauten lassen.

Iphone Loader

Apples Recycling-Roboter ist genau genommen eine 18 Meter lange Demontage-Straße, die pro Stunde 200 iPhones in ihre Einzelteile zerlegt. Daisy soll allerdings nicht nur iPhones, sondern auch weitere Apple-Produkte zerlegen. Das iPhone habe diese Vorreiterrolle nur aufgrund seiner immensen Popularität.

Der im iPhone verbaute Akku werde von Daisy sicher bei einer Umgebungstemperatur von -80 Grad Celsius entfernt. Zu den für die Wiederverwertung gewonnenen Rohstoffen gehören Apple zufolge Lithium, Zinn, Kobalt sowie Seltene Erden. Insgesamt könne an mithilfe von Daisy 14 Mineralien der Wiederverwertung hinzuführen.

Die Apple-Sprecherin betont, dass man dabei nicht in Konkurrenz zu den ursprünglichen Rohstofflieferanten treten wolle, sondern ausschließlich aus umweltpolitischen Gesichtspunkten handle. So überlege Apple auch, die entsprechenden Technologien mit anderen Herstellern zu teilen.

Montag, 13. Jan 2020, 13:01 Uhr — chris
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  • Sehr gut! Jetzt noch eine Prämie bei Rückgabe, wie zum Beispiel bei den AirPods, und es gibt fast nichts mehr zu meckern.

  • Und der kunde bekommt dafür ein Handschlag bei seinem Kaputten 6s, bei dem die Reparatur laut apple 370€ kostet.
    Man Man Man.
    iPhone 6s mit kaputtem mobilfunk chip: apple so: Gerätetausch 370€ oder neues Gerät bekommen sie ah warten sie 57€ rabatt.
    Service läuft bei apple.
    Ah ihr macbook macht komische geräusche: neues mainboard: 1100€ + 2 lüfter 150€

    Grauenhaft….
    fix war ein lüfter für 41€ + ein neues Gummi für 4€.

    • Während ich die Kritik beim MacBook nachvollziehen kann, fällt mir dies beim iPhone deutlich schwerer. Kenne keinen Hersteller, der in so Fällen nicht mindestens die ganze Platine tauscht.

      • Es ist doch völlig egal ob es andere Hersteller machen oder nicht. 1. könnte es Apple trotzdem machen und dem grünen Marketing gerecht werden, 2. schaden Apple Alleinstellungsmerkmale nicht.

      • Das stimmt. Bei doppelseitig und sogar innenliegenden Leiterbahnen ist ein neubepflastern mit elektronischen Bauteilen nicht mehr möglich, von flexiblen Platinen mal ganz zu schweigen.
        Also Part Swap…

    • einfach was anderes kaufen. Andere sind sicher viel besser !

      • Das glaubst du doch wohl selber nicht ^^

      • Und was ist daran dann positiver? Solche Argumentationen lernt man eigentlich im Kindergarten schon abzulegen.

      • was will man auch für eine andere Antwort geben ? Das die nciht ernst gemeint war, kann sich ja (fast) jeder selber denken.

  • Vom Grundsatz her nicht schlecht, in der Umsetzung aber eigentlich unsinnig:
    Klar, aus defekten Geräten die Rohstoffe zurück zu gewinnen und so die Umwelt zu schonen ist nicht verkehrt. Aber besser wäre es doch Geräte zu entwickeln die gemäß Marketing nicht nach 12 Monaten zum alten Eisen gehören und einfach eine längere Lebensspanne haben.

    Natürlich „zwingt“ Apple die Nutzer nicht dazu dauernd das neuste Gerät zu kaufen, aber auch der größte Fanboy wird wohl zugeben müssen, dass Apple vom Verkauf der Geräte lebt und alles daran setzt, damit die Kunden möglichst jeden Gerätewechsel mitnehmen.

    Das Ziel Umsatz zu machen kann man einem Unternehmen nicht wirklich vorwerfen, aber sich dann auf die Fahne zu schreiben wie grün man doch ist, weil man von den millionen Geräten ein paar verwertet ist da schon ein bisschen albern.

    Wie viele iPhones werden werden pro Stunde produziert? Und der Bot schafft es 200 davon pro Stunde zu zerlegen? Und Apple hat davon genau einen? Da hat der Gute ja noch ein bisschen Arbeit vor sich…

    • Ich kenne einen guten Trick. Wenn ich mir ein neues iPhone kaufe, wird mein altes einfach weiter gegeben. Das funktioniert dann in der Familie weiter.

    • Also ich benutze mein iPhone 7 immer noch und es wird wohl noch ein Jahr brauchen, bis ich es entsorge oder weitergebe. Ich habe es im Herbst 2016 gekauft. Das ist von der Laufzeit finde ich nicht schlecht. Besser als jedes Jahr einen Androiden kaufen zu müssen weil das mit dem Update da gar nicht so geht.

      • Die Zeiten wo es keine Updates bei Android mehr gibt sind schon lange vorbei, vor allem bei dem Preissegment von Apple Geräten. Das die Zeitspanne bei Apple aber noch um einiges besser ist darüber braucht man nicht diskutieren.

      • So ein Quatsch. Das ist immer noch so, gerade bei sehr günstigen Geräten. Und die gibt’s zusammen in einer deutlich höheren Stückzahl als von den „Großen“…!

    • Ähmmm mHumm ich glaube Du hast die Grundidee dahinter nicht verstanden.
      Es geht nicht darum Geräte reparierbarer etc zu bauen. Auch nicht um geplante Obsoleszenz, sonder schlicht darum wertvolle Rohstoffe, welche für den Bau von Elektronikgeräten gebraucht werden, wieder aus den Geräten herauszuholen.
      Dabei geht es vor allem um Edelmetalle und noch mehr um „seltene Erden“ (siehe 3. Absatz) , die nur mit extrem viel Aufwand und vor allem teuer zu bekommen sind und von denen es auf der Welt nun mal auch nicht so besonders viel gibt.
      Daher ist die Bemühung absolut nachvollziehbar und auf Dauer für Apple sicher günstiger als genau diese Stoffe nachkaufen zu müssen.

      Die Kritik von Dir muss man bei Apple an anderer Stelle anbringen. Z.B. sind AirPods durch ihre Konstruktion mit der fest verklebten und quasi nicht reparablen Bauweise absolute Wegwerfprodukte. Diese zu kaufen und damit die hier angesprochene Wegwerfmentalität zu unterstützen ist jedem selbst überlassen und mir persönlich keine 200 Euro wert. Umweltfreundlich ist das sicher nicht.

    • Also wenn ich machen würde was das Marketing sagt…..
      Müsste ich etwa 20000€ im Monat verdienen (um mal eine Summe zu nennen).
      iPhone 4, 5s, 6s(das hat nur 2,5 Jahre erlebt), X
      iPad 3, Air 2
      MacBook 2009
      Watch s2
      AirPods
      AppleTV4K

      Alle noch in Benutzung und immer zum Release gekauft.

      Ich kann und WILL nicht alles aktuell haben.
      Und bei der Liste bin ich wohl ein „fanboy“

      Seit ich auf iPhone umgestiegen bin habe ich im Schnitt 350€ im Jahr an handys ausgegeben. Vorher (ok Jünger und dümmer) waren es definitiv mehr.

    • Sehr valider Kommentar! Ich denke, es liegt auch an uns, die Teile länger zu nutzen. Habe mein SE schon dreieinhalb Jahre, ist ja nicht schlechter geworden. Auch wenn andere ein 11 pro haben mit besserer Kamera etc. Wir sollten unsere Ansprüche reduzieren, dann geht der Konsumspirale die Luft aus…

    • Wieso 12 Monate? Bei uns laufen noch ein 6er und zwei 7er.

    • Das ist für die AirPods zutreffend, für die iPhones aber nicht. Ich kenne jemand die hat bis vor kurzem noch ein 3Gs benutzt und hat jetzt auf ein 4s geupgradet ;) funktionieren immer noch. Und die ist alles andere als arm, hat nur keinen Bock auf die neuesten Spielereien.

  • Ich finde den Gedanken schon ziemlich geil dass ein immer währender Kreislauf besteht, und man das Geld im Prinzip nur für die Technologie bezahlt, und die Rohstoffe immer wieder im Kreis verwendet werden + Energieverbrauch. Schlussendlich ist es aber ein Kostenfaktor, oder auch in diesem Fall Imagefaktor. Damit sowas wirklich funktioniert muss meiner Meinung nach folgendes passieren: Entweder die Rohstoffpreise werden so dermaßen teuer das es lukrativ wird, dass zu tun, oder es muss eine Art Pfandsystem eingeführt werden, bei dem für jedes Gramm verbrauchten Rohstoff so viel wieder recycelt werden muss, wenn nicht wird es teurer. Dann wird auch das Interesse größer Geräte anders zu bauen. Generell Dinge anders zu bauen.

  • So wie ich den Gedanken im Moment weiter spinnen, könnte ich mir sogar vorstellen dass es von Technologiekonzernen wie Apple irgendwann sogar nur noch eine Nutzungsgebühr gibt die man im Jahr oder im Monat entrichtet und so immer das neueste Gerät hat. So eine Art Abonement oder Leasing, wie auch immer man das nennen möchte. Ich könnte mir dann vorstellen dass es verschiedene Größen gibt einmal Mobilfunk, einmal Notebook, einmal Mobilfunk+Notebook, verschiedene Staffelungen eben.

  • Und was machen die mit AirPods, deren Akkus nach 4-5 Jahren völlig ausgelutscht sind?

    • Wegschmeißen. Ich weiß auch gar nicht wie die Welle mit den Airpods als Plastikmüllpionier entstanden ist, auf der du gerade fleißig mitsurfst. Wieviel Plastikmüll produzierst du neben den Airpods? Da sind doch diese Dinger Peanuts.. Schon alleine der Plastikmüll für Lebensmittel sind wahrscheinlich 100.000 Mal soviel pro Kopf…

      • NIX sind Peanuts.. Warum verbietet man dann die kleinen Plastiktüten für Obst/Gemüse.. die sind in Summe des Plastikmaterial vermutlich nur ein Bruchteil von einem AirPod..
        Es geht nicht und niemals um die Menge sondern nur um die Aktion..

        Ich habe mich heut hier in München in der Ubahn kaputtgelacht.. Bei Starbucks kann man jetzt Montags sogar nen Wiederverwendbaren Becher bekommen. YEAH! Mondays for Coffee.. bzw. Wassergesöff mit Kaffeegeschmack

      • Genau so ist es auch, aber AirPods Polarisieren halt die Plastikverpackung um die Weintrauben ist alltäglich und man nimmt es einfach hin…

      • Naja und Folie im Reinzustand lässt sich dann doch besser recyceln. Davon ab sind die AirPods aufgrund fehlender Wechselmöglichkeit des Akkus einfach Elektroschrott nach 2-4 Jahren je nach Nutzung. Und das ist definitiv ein Design Fail!

      • Die AirPods wiegen pro Stück 4g, also zusammen 8g. Nehmen wir mal an, die Hälfte sind Akku und Elektronik und die andere Hälfe Kunstoffgehäuse. Das Ladecase wiegt 38g, hier mal angenommen 1/3 ist Gehäuse und 2/3 Akku. Dann kommt man in Summe auf rund 16g, dazu noch Verpackung, runden wir nach oben auf dann kommt man auf unter 50g, die alle 2-4 Jahre anfallen können wenn der Akku den Geist aufgibt.
        So und jetzt mal zum Vergleich:
        In Deutschland werden stündlich 1,9 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht
        Pro Tag sind das rund 45 Millionen Stück
        Pro Jahr werden 16,4 Milliarden Plastikflaschen verbraucht
        Im Schnitt verbraucht jeder Deutsche fast 200 Einweg-Plastikflaschen pro Jahr (Quelle: DUH)
        Eine Einwegflasche wiegt zwischen 35g und 50g je nach Größe.
        Die kritischen Kommentatoren sind sicher so konsequent und verzichten auf Einwegflaschen in ihrem Umfeld denn das wäre schon mal ein guter Beitrag für die Umwelt. Und denkt dran: jede Einwegflasche Orangensaft entspricht einem AirPod!

    • Das ist für mich ein klarer Design-Fail, bzw. Absicht. Apple hätte den Akku auch wechselbar machen können, aber dann hätte das negative Auswirkungen auf den Absatz.

    • AirPods Recyclebarkeit

      Ist das in diesem Fall wirklich entscheidend?
      Alle möglichen Dinge sind in Plastikfolie eingepackt. Die AirPods schmeißt du nach frühestens zwei, eher vier Jahren weg.
      Über den Zeitraum gerechnet, produzieren die so einen minimalen Anteil Müll.
      Dazu kommt, dass der größte Müll der AirPods durch die Akkus entsteht. Das passiert beim Akku-Tausch aber auch.

      Ich bin auch für 100% Recyclebarkeit, aber man sollte das immer im Verhältnis sehen.

  • Also an anderer Stelle war zu lesen, das „Daisy“ bisher nur die Komponenten trennt, die Rohstoffe werden an anderer Stelle (nicht bei Apple) getrennt. Irgendwann möchte das Apple aber selber machen.
    Steht übrigens auch so im verlinkten Artikel:
    The components are then sent off to recyclers for the minerals to be extracted and refined.
    Das wird bei heise.de schon falsch kommuniziert, und hier auch. Schade.

  • 200 iPhones pro Stunde? Das wären rund 1,7 Mio. iPhones pro Jahr. Und wieviele Daisys gibt es, damit Apple theoretisch jedes iPhone recyceln könnte?

    • Wieso sollte Apple so viele Daisys für die Theorie bereitstellen? Damit sie ungenutzt vor sich hin rosten und weitere Ressourcen verschwenden? Es genügt, wenn es genug Daisys gibt, die mit der real zu recycelnden Menge an Geräten zurechtkommen.

  • Boa dieses rumgejammer iss ja nicht auszuhalten. Der eine Findet das gut – der andere eben jenes.

    Komisch das die, die über mangelndes recycling schimpfen, immer die sind, welche zu jeder Zeit das aktuellste Gerät dessen Eigentum nennen wollen – Anstatt die Geräte solange zu nutzen, bis sie eben nicht mehr funktionieren.

    Wer ein 1000 Euro Ding als Wegwerfprodukt ansieht, sollte seine Einstellung zum Leben mal überdenken, und anfangen, Dinge wert zu schätzen. Aber dies ist mitlerweile auch eher eine Tugend geworden, welche man nur bei Menschen sieht, die für wenig Geld doppelt soviel Arbeiten müssen.

    Es ist ja alles soooo selbstverständlich!

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