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Start in USA - Europa soll folgen

Apple verkauft jetzt iPhone-Ersatzteile an Endkunden

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46 Kommentare 46

Mit seinem „Self Service Repair“-Programm macht Apple nun offiziell auch Reparaturen in Eigenregie möglich. Das Programm wurde bereits im vergangenen Jahr angekündigt und darf als vorgreifende Maßnahme hinsichtlich des zunehmenden Drucks diesbezüglich gesehen werden. Mittlerweile wird nicht mehr nur in den USA, sondern auch in Europa über weitreichende gesetzliche Vorgaben mit Blick auf ein „Recht auf Reparatur“ nachgedacht.

Zunächst steht das neuen Angebot aber noch ausschließlich für amerikanische Apple-Kunden bereit. Über einen eigens für das neue Programm eingerichteten Self Service Repair Store können diese Ersatzteile, Werkzeuge und Reparaturanleitungen beziehen.

Apple Iphone Ersatzteile Store

Zu Beginn iPhones – Macs sollen folgen

Zum Start des neuen Service-Angebots beschränkt Apple die verfügbaren Teile und Anleitungen jedoch erstmal nur auf das iPhone. Konkret werden beispielsweise Bildschirmkomponenten, Akkus oder die Kameraeinheit für die Produktreihen iPhone 12, iPhone 13 und das iPhone SE der dritten Generation angeboten. Apple stellt allerdings bereits in Aussicht, dass dieses Angebot noch in diesem Jahr erweitert wird und dann neben Handbüchern und Werkzeugen auch Ersatzteile für Eigenreparaturen an Macs mit Apple-Prozessoren erhältlich sein werden.

Apple betont im Rahmen der Ankündigung, dass sich das Angebot vorrangig an Kunden richtet, die mit der Komplexität der Reparatur elektronischer Geräte vertraut sind. Bereits zu Beginn hält Apple mehr als 200 verschiedene Artikel von der Sicherheitsschraube bis hin zum kompletten Teile-Set für die Bildschirmreparatur bereit. Unter den von Apple angebotenen Werkzeugen findet sich auch ein Komplettset, dass zum Preis von 49 Dollar gemietet werden kann.

Apple Iphone Ersatzteile Werkzeuge

EU-„Recht auf Reparatur“ kommt nach dem Sommer

Apple hat im Zusammenhang mit dem Programmstart auch noch einmal bestätigt, dass die Verfügbarkeit in weiteren Ländern noch in diesem Jahr geplant ist. Nach den USA soll als nächstes Europa über die erweiterten Support-Möglichkeiten verfügen, was wir nicht zuletzt wohl auch den Anstrengungen der EU in diesem Bereich zu verdanken haben. Anfang April hat das EU-Parlament die Weichen für ein europäisches Recht auf Reparatur gestellt, mit der Umsetzung wird im dritten Quartal dieses Jahres gerechnet.

27. Apr 2022 um 14:49 Uhr von chris Fehler gefunden?


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    • Warum?
      Ich hab schon mehrere Akkus gewechselt bei unterschiedlichen iPhones, ist kein Problem, wenn man weiß, was man tut und sich etwas damit auskennt.
      Notfalls helfen die Anleitungen von iFixit sehr gut weiter.

  • Letztendlich ist wohl entscheidend wieviel Günstiger man beispielsweise beim Akkutausch davonkommt wenn man den Service in Anspruch nimmt. Wenn ich mir dazu auch das Werkzeug Mieten muss könnte es sich nicht lohnen.

    • Seh ich auch so.
      Selbst Batterie wechseln kostet doch scheinbar genausoviel wie eine Apple Reparatur. Dann lass ich es lieber offiziell machen und hab 3 Monate Garantie drauf.

      • 6! Minimum sechs Monate.

      • @Tho
        Setzen, 6!

        1. Rede ich von Apples freiwilliger Garantie, die ist nach Reparaturen 3 Monate

        2. Was du meinst ist Gewährleistung, gilt 2 Jahre ab KAUF. Und Beweislastumkehr ist mittlerweile bei 12 Monaten.

  • Wow, das ist mal eine News. Würde vermuten, dass künftige Geräte-Generationen dann von Haus aus besser reparierbar sein werden.

    • Naja das glaube ich nicht. Das ist alles so fest verbaut, um es z.B. wasserfest zu machen. Wenn das vereinfacht wird, leidet die Qualität drunter.

    • Eher andersrum.
      Apple wird kaum daran interessiert sein das die Leute selbst reparieren.
      Erstens drückt es den möglichen Gewinn und zweitens wird der Ruf leiden wenn sich jeder 3. sein Handy kaputt baut.

      • Also wenn ich das richtig mitbekommen hab, möchte man, dass in Zukunft wieder jedermann den Akku einfach tauschen kann. Bis 2024 müssen alle in Smartphones, Tabletts verwendeten Akkus so ausgelegt sein, das sie von Verbrauchern einfach und sicher getauscht werden können. Steht deiner Aussage meines Erachtens entgegen

  • Ich seh schon die ersten Leute bei Apple heulen, weil sie ihr iPhone kaputt repariert haben und Apple nur noch nen teuren Austausch anbieten kann

    • WIN WIN für Apple. Erstmal Ersatzteile verkauft und dann noch dazu nen kostenpflichtigen Austausch…

    • Etwas Fingerfertigkeit vorausgesetzt ist das kein Problem. Endlich bekommt man mal Originalteile, die Displaykopien aus Fernost waren wirklich schlecht.
      Ich habe mehrere iPhones mit Ifixit Anleitung repariert und hatte nur im nachgabt Probleme mit der schlechten Ersatzteilqualität

    • Hey JD. Ich kapiere solche Beiträge immer nicht. Ich finde wir sollten mega dankbar sein, dass das Reparieren von Dingen wieder ernst genommen wird.
      Wer sowas nicht kann, hat es ja bisher auch gelassen. Jeder kann alle Autoersatzteile einfach im Geschäft kaufen. Alle! Schon seit es Autos gibt! Macht ja auch nur der, der es sich zutraut.
      Es muss doch möglich sein, dass die Eigenverantwortung ein Wert an sich ist. Ich muss da immer an die Isländer denken, die sich über unsere Geländer an jeder 80cm hohen Stelle und die ganzen Warnschilder vor z.B. einem Bodenwellchen kaputt lachen. Es gibt ein Recht auf Verletzung und ein Recht aufs Sterben. So soll es auch eines bei der Eigenreparatur geben. Es gibt so viele extrem geschickte Heimwerker, dass es keinen Grund gibt das zu unterdrücken.
      Zum Glück dreht sich endlich der Zeitgeist zurück. Lang genug mussten wir darauf warten.

  • Ersatzteilakku genauso teuer wie die offizielle Reparatur bei Apple inkl. Montageservice und Garantie. Das kann nur Apple. Fast schon zum Lachen, wenns nicht so zum Heulen wäre, diese Kuh-Melk-Politik.

    • Nein, deutlich günstiger – wer lesen kann und so… wenn d7 die ausgebauten Teile zurücksendest, etwa den alten Akku, bekommst du eine Gutschrift zurück.

      • Bei uns kommt aber noch die MWSt dazu und evtl. die üblichen 12,10 EUR für den Rückversand des alten Akkus.

      • Nein, ist nicht deutlich günstiger. Rechne mal USD in EUR um, Mehrwertsteuer drauf und ggf. Kosten für Rückversand.

      • „Wer lesen kann…“ – Aha, bevor du hier direkt so loslegst, muss ich wohl dagegen halten mit „wer denken kann…“. MwSt, Kursumrechnung, usw. Siehe Kommentare zuvor. Letztendlich wird es eine Nullrechnung.

  • Paul_Fridolin_CH

    Ich warte nur noch darauf, dass in den andern Betriebssystemen die Prozessoren und Software Apple eingeholt haben. Ab dann werde ich wählen, was fairer ist.

    Zum Glück habe ich mit DOS 6.0 und Windows 1.0 angefangen und Win immer noch bei der Arbeit und in Kursen gehabt. Also kein grosses Problem damit, obwohl meine Hauptgeräte Macs waren. Handy-Betriebssystem wechseln ist heute auch nicht mehr ein Studienfach. Wer glaubt, dass Apple sicherer als andere Systeme ist, glaubt auch an den Osterhasen. Apple hatte und hat wie andere auch seine Lücken in den Systemen und viele werden nicht mal softwaremässig geschlossen, wenn der Druck nicht massiv genug ist.

    Ach wie waren die Zeiten gut, als man beim Mac Grafik- und andere Karten einfach einstecken konnte . . .

    Recht auf Reparatur bedeutet nicht Pflicht für Kunden, für Ersatzteile denselben Preis wie für komplette Reparaturen zahlen zu müssen. Das ist nicht einmal Abzocke, das ist Gaunerei mit Mafia-Methodik.

    • Jaja, schön und gut, dass du „Quick and Dirty Operation System“ Erfahrung hast (so hieß 86-DOS zuerst intern und wurde dann von Microsoft lizensiert und erworben).
      Aber bitte nochmal genauer hinschauen: Wenn man den alten Akku zum Recycling Apple übergibt mindert sich der Preis und liegt 1/3 unter dem Austausch durch Apple.
      Und der Ersatzakku liegt damit dann auch ziemlich genau preislich auf dem Niveau von Drittherstellerakkus (kein Original), wie sie zum Beispiel von ifixit vertrieben werden.

  • Neulich meinem XR einen neuen Akku spendiert: bei iFixit geschaut und abgesehen von einer doch recht komplexen Reparatur hätte das um die 50€ gekostet.

    Bei Gravis, innerhalb von 2 Stunden, 63€

    Ein no brainer, Originalteile, Garantie auf die Reparatur und keine Action

  • Die Gewährleistung/Garantie wird halt sofort verfallen, wenn das Privatleute machen. Aktuelle Geräte würde ich da definiv immer zu Apple oder einem zertifiziertem Händler geben.

    Aber besonders für ältere Geräte finde ich es super. Da kann man sicher einige zu neuem Leben erwecken, die man sonst entsorgt hätte.

    Also: Daumen hoch!

  • Spannend bleibt gerade beim Display-Selfservice, wie der RepairCall für die Komponentenkonfiguration vom privaten Anwender erfolgen soll. Das Problem ist seit Face ID nicht die Beschaffung der Displays, sondern die Wiederherstellung der Funktion von Face ID.

    • Steht in den manuals.
      Da es alles ab iPhone 12 ist muss keine Repair Calibration gemacht werden sondern nur die Systemkonfiguration.
      Nach dem Umbau muss man die Firma anrufen und die aktivieren die Systemkonfiguration die dann die Teile frisch verheiratet.

      • Auch gerade gelesen:

        A System Configuration step may be required at the end of your repair. System Configuration is a postrepair software tool that completes the repair for genuine Apple parts. The repair manual will indicate if System Configuration is required. You will need to contact the Self Service Repair Store support team by chat or phone to initiate System Configuration.

        Stelle ich mir tricky vor und wann diese Software aus Versehen doch auf dem Schwarzmarkt landet.

      • Das läuft alles über diagnostics.apple.com ;) Ist also alles online-basiert, es ist also keine Offline Software nötig, die neuen Seriennummern werden auch online in einem separaten System hinterlegt.

      • Ja.
        Aber das muss von denen ausgelöst bzw. für die Reparatur des jeweiligen Gerätes jeweils gemacht werden.
        Das läuft über den Anbieter.

  • Grundsätzlich sollte man hier noch erwähnen das das NICHT direkt Apple als Anbieter ist!!!!
    Die Gesellschaft heißt SPOT.
    Die sind von Apple autorisiert die Teile und Werkzeuge zu vertreiben.
    Auch sollte mal jemand die Bedingungen genau lesen ob es da irgendwelche Stolpersteine gibt.

  • …also ich würde mir es nie zutrauen ein iPhone zu reparieren

  • Hmm nur das 12, 13 und die dritte Generation des SEs dabei – schade

  • NovemberAlphaMikeEcho

    Wen es interessiert, dem kann ich Louis Rossmans Video dazu auf Youtube empfehlen, der sieht sich das ganze immer etwas kritisch an aus Sicht eines Independent repair shops. Er hat zB auszusetzen, dass es erstmal nur des 12er und 13er sind, wobei Reperaturen ja vor allem bei älteren Geräten notwendig sind und auch nicht alle Teile enthalten sind, wie zB der Charge Port, welchen er in seinem Shop bspw. sehr häufig austauschen muss. Und wer jetzt wieder mit kaputtreparieren kommt, dem sei gesagt, dass man es ja nicht selber machen muss! Wer es sich nicht zutraut oder zu unsicher ist, kanns ja immernoch von Profis machen lassen. Zwingt einen ja keiner. Und was man sich auch ins Gedächtnis rufen sollte ist, dass die Verfügbarkeit solcher Teile (und noch mehr) nicht nur bedeutet, dass man selber an solche Teile kommt, sondern halt auch alle(!) Reperaturläden. Die aktuellen Programme von Apple schränken die nämlich extremst ein bzgl. was sie abgesehen von den einfachen Reparaturen machen dürfen. Auch hier kann ich wieder auf Rossman verweisen

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