iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 19 469 Artikel
   

Apple und das EU-Parlament sprechen über Nackte, Kunst und Politik

Artikel auf Google Plus teilen.
29 Kommentare 29

Das Theater um den eBook-Store „iBooks“ ist noch nicht vergessen. Ein halbes Jahr nach dem Cupertino sich gegen den Vertrieb der dänischen Foto-Dokumentation „Hippie II“ im iBooks-Store aussprach, hat sich der Kulturausschuss des Europäischen Parlaments jetzt mit Apple an einen Tisch gesetzt und über das Selbstverständnis der Kalifornien in Sachen künstlerischer Ausdrucksfreiheit und Nacktheit im App Store befragt.

Apples iBooks-Store, dessen dänischer Marktanteil bereits Ende 2012 bei knapp 50% lag, hatte sich gegen die Aufnahme des Bildbandes „Hippie II“ ausgesprochen nachdem auf 47 der mehr als 100 dokumentarischen schwarz-weiß Fotografien nackte Körper zu sehen waren.

Der iTunes-Ausschluss des Fotobandes hatte nach den kritischen Äußerungen seines Machers dafür gesorgt, dass sich das dänische Kulturministerium einschaltete und dem Autoren Peter Øvig Knudsen – ein preisgekrönter Journalist und Dokumentarfilmer – Unterstützung beim Hinterfragen zu Zulassungsrichtlinien anbot.

Nun haben sich Morten Løkkegaard, Vizepräsident des Kulturausschusses des Europäischen Parlaments und Apple zusammengesetzt und wollen in den kommenden Tagen über Zensur, Buch-Ablehnungen und die Aufnahmehürden des iBooks-Stores sprechen.

Løkkegaard hofft, Apple dabei zu mehr Transparenz überreden zu können und will in den Gesprächen die politischen und kulturellen Grundlagen abfragen, die Cupertino bei der Entscheidung für bzw. gegen neue Store-Zulassungen anwendet. Noch liegen die Gesprächsergebnisse nicht vor. Die Stellungnahme Apples erwarten wir jedoch mit Spannung.

Dienstag, 28. Mai 2013, 9:55 Uhr — Nicolas
29 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Meine Güte. Apple macht sich hier lächerlich!

    Es gibt seit März ein Comic namens SEX von dem es bisher 2 Ausgaben gibt. Issue #3 kommt diesen Mittwoch raus. In diesem Comic werden pornografische Inhalte gezeigt (nicht nur angedeutet!). Diesen Comic kann man in der ComiXology App nicht kaufen, weil Apple das verbietet.

    Wenn man aber nun in den iBooks Store geht und nach „Sex Comic“ sucht, findet man beide, bisher veröffentlichten Ausgaben für 69 Cent WENIGER als das Heft im ComiXology Store kostet (2,99$ werden ja von Apple in 2,69€ umgerechnet).

    Wo ist da die Logik von Apple?

  • Apple is so prüde wie YouTube!! Das hat ja nix mit pornographischen Inhalten zu tun!!
    Aber so bald etwas nackte Haut oder Nippel zu sehen ist erhebt der Amerikaner den Finger…

    Naja Hauptsache Gewalt und Waffen sind im Appstore zu finden…

  • Tja, Steve trug halt immer Rollkragenpullis :-)

  • Geht es denn hier wirklich um den iBookstore? Im Original-Artikel wird ja eher über den AppStore gesprochen und der ist deutlich restriktiver als der iBookstore. Im iBookstore wurde bisher eigentlich alles ohne Zensur veröffentlich, selbst wenn die Fotos und Texte dort mehr als freizügig waren.

  • Ich verstehe nicht, warum man nicht einfach das Modell der Filmfreigabe auf Bücher übertragen kann, da klappt das doch seit Jahren…

  • Es ist nicht nur Apple, es ist die englischsprachige Kultur, besonders in Nordamerika. Gewalt ist gut, Waffen auch, aber jede Art von Sexualität führt dagegen direkt in die Hölle. Ein Wunder, dass die Menschheit mit dieser Auffassung nicht schon längst ausgestorben ist. Der Zeigefinger ist aber nicht angebracht, so weit sind wir hier auch nicht davon entfernt: Kindern wird im Fernsehen lieber ausufernde Gewaltverherrlichung gezeigt (z.B. „Clone Wars“), aber jeder Quadratmillimeter Haut ist schwierig. Ich hörte, dass in Bayern vor Jahren sogar Nacktbilder in Schulbüchern für den Sexualaufklärungsteil im Biologieunterricht verboten wurden (zum Glück nur in unserem Nachbarland, in Deutschland darf ein solches Bild noch gedruckt werden ;-) Besonders hirnrissig wird’s dann, wenn Papa mit der prüden Bildzeitung nach Hause kommt und Seite drei aufschlägt …

    • Mit den Vorstellungen der USAler Stimm ich ganz zu, ABER ich bin sehr froh, dass ich meine iOs Geräte meinen Kindern in die Hand geben kann und nicht befürchten muss, dass überall Bilder von nackten auftauchen!
      Wems nicht passt, der soll halt keine Apple Produkte kaufen!
      Und ehrlich, wenn einer einen Bildband über Hippies machen muss, bei dem die Hälfte aller Bilder Nackte zeigt, soll er sich nicht aufregen wenn er Diesen dann nicht überall verkaufen kann!

      • Wenn du meinst das die Bilder nackter Körper, deinen Kindern schaden, dann ist in deiner als auch der Erziehung deiner Kinder was falsch gelaufen. Kann da nur den Kopf schütteln. Das ist nämlich genau jene verklemmte USA-Einstellung die ich schlimm finde. Mein Kind ist schon mit 3 mit uns in die sauna gegangen… einen nackten Menschen findete er nicht unnatürlich, nicht erschreckend…. wer bei sowas gleich an Sex und Pornografie denkt, hat hingegen ein gewisses Problem, und sollte zunächst mal sich selbst und die eigene Weltanschauung hinterfragen !

      • +1 :)
        Konservativ ist „gut“, frei noch besser ;)

    • Mit den Vorstellungen der USAler Stimm ich ganz zu, ABER ich bin sehr froh, dass ich meine iOs Geräte meinen Kindern in die Hand geben kann und nicht befürchten muss, dass überall Bilder von nackten auftauchen!
      Wems nicht passt, der soll halt keine Apple Produkte kaufen!
      Und ehrlich, wenn einer einen Bildband über Hippies machen muss, bei dem die Hälfte aller Bilder Nackte zeigt, soll er sich nicht aufregen wenn er Diesen dann nicht überall verkaufen kann!

      • Du hast wohl die Ausfahrt verpasst, Junge! Es ist völliger Quatsch, dass Apple Produkte keine pornografischen Inhalte anzeigen können. Durch den Safari Browser ist alles möglich. Hier geht es nur darum, dass im App Store Zensur stattfindet. Selbst wenn es im App Store nackte Haut gibt, musst du deinen Kindern ja nicht die Zugangsdaten für diesen geben.

        Es gibt auch die Einschränkungen-Funktion in den Einstellungen. Da kannste Dinge verbieten.

        Für die richtige Erziehung und die Medienkompetenz deiner Kinder bist du verantwortlich und nicht Apple!

    • Seite 3? Aha, du kennst dich aber wohl gut aus damit! ;)
      Und Bild Magazin (manche nennen es Zeitung) ist prüde? Da werden doch in der Regel Lügen als angebliche Wahrheit verkauft, oder?

  • Passt auf das eure App nicht auch aus dem Store fliegt bei den Artikelbildern hier :-)

  • Ich denke, eines muss Apple und alle nicht Europäischen Hersteller, Produkt-und Serviceanbieter lernen: wir sind und wollen nicht die amerikanische Prüderie bei uns einführen. Wer mit Europäern verkehrt muss begreiffen, Nacktheit gehört zu unserer Kultur. Gemische Saunen, FKK-Strände, die gute alte FA-Werbung, die sexuelle Revolution und die Titten aus Klimbim. Mich ärgern schon die PIIIIIIP-Töne im TV wenn einer nur mal „Scheisse“ ruft, die kranke Zensur, bei Worten wie Gay, Dick, Sex…. auf Facebook und Yahoo, ist nervend. NEIN Keine Zensur dieser Art. Keine amerikanische Rückständigkeit, keine Prüderie. Wir sind Erwachsen, die Amis nur verklemmt ! Wir sind aufgeklärt, Nackte Körper sind Bestandteil unser Kultur, in Kunst, und Freizeitgestaltung. Nicht WIR sollten uns anpassen sonder die Verklemmten ihre Verklemmtheit ablegen, SIE haben ja ein Problem damit, wir nicht !!!!

  • Apple, die technologisch gewordene Burka!

  • Es ist noch viel schlimmer.

    Es ist der Weg in die Diktatur.

    Die jungen Apple Jünger kennen die Zeit der Bücherverbrennungen, der entarteten Kunst, der Judenverfolgung und der Euthanasiegesetze nicht mehr.

    Apple will im Namen von Steve Jobs eine schöne und gute Welt unter Verbot von Freiheit.

    Deshalb verbietet jede Form von Diktatur und Zensur.

  • Also klar ist es prüde und daneben, dennoch muss ich sagen, dass Apple oder sonstwer als Anbieter doch bitte auch tun und lassen kann was sie möchten.
    Wenn ich einen Buchladen eröffne und sage ich vertreibe keine Taschenbücher da ich Hardcover einfach hochwertiger finde, dann ist das meine Sache. Wenn ich mit meinem Geschäftsmodell kein Erfolg habe, werde ich umdenken – oder aber sehr zufriedene Kunden haben, die die Sache so sehen wie ich.

  • Auf der anderen Seite: vor einigen Jahren sah man nur ab und an und dann auch nur im Abendprogramm mal einen blanken Busen – da spielte dann Tutti-Frutti schon in der Liga „skandalös“.
    Und heute: Titten, Titten, Titten von morgens bis abends – auf den privaten gerne schon zum Frühstück, aber auch bei den ÖR kriegt man dann beim Zappen durchs Spätnachmittagsprogramm gerne mal kopulierende Paare in billigen Soaps untergejubelt.

    Also ich weiß nicht, ob ein inflationärer Umgang mit Nacktheit und das Verkommen von Sexualität zur völligen Belanglosigkeit das ist, was man unter Aufgeklärtheit versteht. Da würde ich an manchen Stellen ein wenig mehr Prüderie dieser immer weiter um sich greifenden Stumpfheit vorziehen.

    Ich sehe diese Einschränkung seitens Apples alleine unter dem Aspekt der Frage danach, ab welchem Punkt hier eine Zensur stattfindet – und diesen Punkt aber finde ich in Anbetracht der Marktmacht Apples extrem kritisch.

  • Wer Produkte grenz- oder kulturübergreifend vertreibt, ist gut beraten dabei auf die Unterschiedlichkeit seiner Kunden einzugehen. Das gilt auch für Software und eBook-Stores. Ich bin West-Europäer und möchte auch so behandelt werden.

  • es wäre toll wenn es so eine art rotlich abteilung im store gäbe… dort könnte man dann auch pornos verkaufen – und ich meine qualitative pornos, und nicht solche crackbitches wie auf youporn.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 19469 Artikel in den vergangenen 3384 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2016 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Datenschutz   ·   Auf dieser Seite werben aketo GmbH Powered by SysEleven