Apple kauft israelischen Audio-Spezialisten
Apple übernimmt Q.ai: KI für leise Sprache und schwierige Umgebungen
Apple hat das israelische Start-up Q.ai übernommen und kauf sich damit neue Kompetenzen im Bereich KI für Audiotechnologien. Finanzielle Details nannte der Konzern nicht, die Nachrichtenagentur Reuters geht jedoch von einemKaufpreis in Höhe von umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Euro aus.
KI für leise Sprache und schwierige Umgebungen
Mit dem Zukauf sichert sich Apple ein Team, das an Verfahren arbeitet, mit denen Geräte gesprochene Sprache auch unter schwierigen Bedingungen besser erfassen und verarbeiten können sollen.
Q.ai entwickelt Methoden, die es ermöglichen sollen, geflüsterte Sprache zuverlässiger zu erkennen und Audioaufnahmen in lauten oder ungünstigen Umgebungen zu verbessern. Der Ansatz zielt darauf ab, nicht nur das gesprochene Wort zu analysieren, sondern auch begleitende Signale, die beim Sprechen entstehen. Dazu zählen minimale Bewegungen der Gesichtshaut, die Rückschlüsse auf gesprochene Laute zulassen. Solche Verfahren könnten künftig dazu beitragen, Sprachsteuerung präziser zu machen oder Kommunikation in Situationen zu erleichtern, in denen herkömmliche Mikrofone an ihre Grenzen stoßen.
Im vergangenen Jahr reichte Q.ai zudem eine Patentanmeldung ein, die über reine Spracherkennung hinausgeht. Beschrieben wird darin eine Technik, mit der sich aus mikroskopischen Gesichtsbewegungen nicht nur Wörter ableiten lassen, sondern auch Hinweise auf Identität, Emotionen sowie physiologische Werte wie Herz und Atemfrequenz. Apple äußerte sich bislang nicht dazu, ob und in welcher Form diese Ansätze in Produkte einfließen sollen.
Erfahrung aus früheren Übernahmen
Rund 100 Beschäftigte von Q.ai wechseln zu Apple, darunter der Gründer und Geschäftsführer Aviad Maizels. Maizels hatte bereits 2013 sein Unternehmen PrimeSense an Apple verkauft – ifun.de berichtete. Dessen 3D-Sensortechnologie bildete später eine Grundlage für den Wechsel von Fingerabdrucksensoren hin zu Gesichtserkennung bei iPhones.
Apple integriert seit einiger Zeit verstärkt KI-Funktionen in seine Audioprodukte. Bei den AirPods kamen zuletzt KI-gestützte Übersetzungsfunktionen hinzu. Die Übernahme von Q.ai passt in diese Linie. Sie deutet darauf hin, dass Apple seine Audiotechnik weiter ausbauen will, um Spracheingaben natürlicher und robuster zu verarbeiten.


Bei „Erfahrung aus früheren Übernahmen“ hatte ich jetzt erwartet, wie ihr schreibt, dass die Innovation ausgebremst wurde und viele kluge Köpfe Apple wieder verließen und das Produkt nicht mehr wirklich weiter entwickelt wurde (siehe Siri)
Leider ist es weltweit und somit leider auch in Deutschland der Trend geworden, nicht mehr selber zu entwickeln bzw. weiter zu entwickeln, sondern Unternehmen zu zukaufen! Der Standort Deutschland leidet hier immens unter dieser Vorgehensweise!
Läuft dann Ehe bei Siri. Damals zugekauft und dann nicht mehr weiterentwickelt. Ich frage mich manchmal, was solche Zukäufe überhaupt gebracht haben. Bei Siri schon mal nichts.
Naja, das Apple Management konnte sich halt ein paar Jahre darin sonnen, dass man innovativ sei, obwohl man durch die eigenen Managemententscheidungen genau so was in den eigenen Reihen blockierte.
Wenn damit die Verständigung unterwegs mit AirPods Pro besser wird, immer her damit.
Telefonieren ist ein Abenteuer.
Staune immer wieder wie Leute auf dem Fahrrad so telefonieren können.