Grünes Licht für externe Zahlungen und Marktplätze
Apple öffnet den App Store in Brasilien
Apple passt die Regeln für iPhone-Apps in Brasilien an. Hintergrund ist eine Vereinbarung mit der brasilianischen Wettbewerbsbehörde CADE. Entwickler erhalten künftig die Möglichkeit, ihre Anwendungen nicht nur über den App Store, sondern auch über alternative App-Marktplätze anzubieten. Zudem dürfen digitale Inhalte und Dienste über externe Bezahlsysteme verkauft werden.
Für Nutzer in Brasilien bedeutet dies mehr Auswahl bei der Installation von Apps und beim Bezahlen digitaler Angebote. Gleichzeitig verliert Apple einen Teil der exklusiven Kontrolle über die Verteilung von Software auf dem iPhone. Die Änderungen werden mit iOS 26.5 eingeführt und stehen Entwicklern ab sofort zur Verfügung.
Alternative App-Marktplätze mit Sicherheitsauflagen
Erwartungsgemäß betont Apple, dass die Öffnung des Systems zusätzliche Risiken mit sich bringt. Anwendungen, die außerhalb des App Stores verteilt werden, durchlaufen nicht mehr die vollständige Prüfung des Unternehmens. Dadurch könnten Betrugsversuche oder problematische Inhalte leichter ihren Weg auf Geräte finden.
Um dies einzudämmen, führt Apple auch in Brasilien eine sogenannte Notarisierung ein. Dabei werden Anwendungen vor der Verteilung auf grundlegende Sicherheitsmerkmale überprüft. Die Kontrolle fällt allerdings weniger umfangreich aus als die bekannte App-Store-Prüfung.
Auch Betreiber alternativer Marktplätze müssen von Apple zugelassen werden und bestimmte Anforderungen erfüllen. Für Anwendungen mit Bezug zu Kindern gelten zusätzliche Schutzmaßnahmen. So dürfen Apps in der Kinder-Kategorie keine externen Kauf-Links enthalten.
Die Entwicklung erinnert an die Vorgaben des europäischen Digital Markets Act. Bereits seit 2024 muss Apple in der Europäischen Union alternative App-Marktplätze zulassen. Hat die Vorgaben aber maximal unattraktiv für Nutzer und Entwickler umgesetzt.
Neue Gebührenstruktur für Entwickler
Parallel zur Öffnung des Systems führt Apple neue Geschäftsbedingungen ein. Die Provisionen werden teilweise reduziert. Für viele Entwickler sinkt die App-Store-Gebühr auf zehn Prozent. In anderen Fällen werden 21 Prozent fällig.
Wer weiterhin Apples In-App-Käufe nutzt, zahlt zusätzlich eine Gebühr für die Zahlungsabwicklung. Entwickler, die Nutzer auf externe Webseiten weiterleiten, müssen ebenfalls eine reduzierte Umsatzbeteiligung entrichten. Für Anwendungen außerhalb des App Stores erhebt Apple eine sogenannte Core Technology Commission von fünf Prozent auf Verkäufe digitaler Inhalte.
Die nun angekündigten Maßnahmen sind das Ergebnis eines länger andauernden regulatorischen Verfahrens. Im März hatte ein brasilianisches Gericht Apple bereits eine Frist gesetzt, alternative Zahlungswege und Vertriebsformen zu ermöglichen. Ende 2025 folgte die Einigung mit der Wettbewerbsbehörde, die den Weg für alternative App-Stores endgültig freimachte.

Nein. Doch. Oh. Jetzt bekommt Brasilien schöne Sachen auch nicht mehr, pöses Brasilien.
Dann pöses Japan.
Das ist doch voll unfär. Wer nicht bei Apple kaufen will muss das doch nicht tun. Warum hacken alle Länder auf unserem Apple rum.
Ist das Ironie? Wirkt irgendwie merkwürdig…
Das hoffe ich, dass es ironie ist!!!