App Store erneut in der Kritik
Apple entfernt betrügerische Apps erneut erst nach externen Hinweisen
Apple muss sich weiterhin vorhalten lassen, dass seine App-Store-Kontrolle nicht so funktioniert, wie es gerne dargestellt wird. Erneut wurden zwei betrügerische Anwendungen erst nach Berichten von Medien und Sicherheitsforschern entfernt. Seriöse Entwickler berichten derweil weiterhin über nicht nachvollziehbare Ablehnungen und mangelhafte Kommunikationsmöglichkeiten bei Problemen.
Warnungen vor „Freecash“ bereits im Januar
Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes haben bereits im Januar darauf aufmerksam gemacht, dass es bei der zeitweise auf Platz zwei der App-Store-Charts für kostenlose Apps rangierenden Anwendung „Freecash“ nicht mit rechten Dingen zugehen könne. Vielmehr diene das Versprechen von leicht verdientem Geld als Lockmittel, um im großen Stil hochsensible Daten abzugreifen. Apples Kontrolleure haben sich dabei nicht mal an der Alterseinstufung „ab vier Jahren“ gestört.
Die App gehört zu dem in Berlin ansässigen Unternehmen Almedia und hatte damit geworben, Nutzern bis zu 35 Dollar pro Stunde für das Anschauen von Werbung zu bezahlen. Laut Malwarebytes waren diese Behauptungen jedoch so irreführend, dass die Werbung für „Freecash“ zum Teil schon im Januar von TikTok gesperrt wurde. Apple hat dagegen erst jetzt reagiert und die mit dem Slogan „Freecash – Geld verdienen“ im App Store beworbene App entfernt.
Gefälschte Ledger-App richtet finanziellen Schaden an
Das Angebot einer gefälschten Ledger-App hat einige Apple-Nutzer bares Geld gekostet. Ledger ist eine anerkannte und seriöse Hardware-Wallet für Krypto-Guthaben, die an eine Desktop-Anwendung namens „Ledger Live“ gekoppelt ist. Berichten zufolge wurde eine gefälschte Version von „Ledger Live“ über den App Store angeboten, mit deren Hilfe Besitzer von Krypto-Guthaben um mehrere Millionen Dollar betrogen worden sind.
Auch diese App wurde offenbar erst aus dem App Store entfernt, nachdem Apple von Dritten auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht wurde. Die Frage, wie die App die Eingangskontrolle bestanden hat und wie lange sie über den App Store verfügbar war, bleibt bislang unbeantwortet.

Die Leute, die bisher die Apps geprüft haben, wurden in die Cold Call Werbeabteilung versetzt, da Apple ja jetzt deutlich mehr Werbung anzeigen will. Wollt ihr alle nicht, dass Apple mehr Geld verdient?
Ich vertraue dem AppStore mittlerweile kaum noch. Bei fast jeder App frage ich mich mittlerweile, ob nicht vielleicht persönliche Daten, Kontakte, Fotos,… abgegriffen werden.
Die alte Leichtigkeit ist völlig verschwunden. Hab auch schon ewig nichts neues mehr installiert.
Man kann eine Firewall Littl…., installieren da sieht man den Datenstrom und kann ihn sperren oder alles sperren und dann freigeben
Wir sollten alle User aufrufen einen Tag mal keine Apps kaufen das wird auch Apple merken
Auf dem iPhone?
Das alles haben wir der EU zu verdanken. Der Store musste ja unbedingt geöffnet werden. Mit dem Geschwür am Hintern kann sich jetzt Apple rumplagen da will die EU ja nichts von wissen
Was hat die EU nun mit dem App-Store von Apple wieder zu tun? Apple selbst hat die App in den Store gelassen, nicht die EU.
Der Kommentar verfehlt den Punkt ziemlich deutlich. Die Apps kamen ganz normal durch den offiziellen App Store von Apple, also genau durch das System, das hier eigentlich verteidigt wird.
Die EU hat damit schlicht nichts zu tun. Es ging weder um alternative Stores noch um externe Quellen. Wenn man das vermischt, zeigt das eher, dass man den Artikel nicht wirklich verstanden hat.
Gerade solche Fälle belegen ja, dass Apples eigene Prüfung nicht so zuverlässig ist, wie oft behauptet wird, völlig unabhängig von irgendwelchen EU-Regeln.
Wenn man den Artikel nicht richtig liest oder nicht versteht, sollte man doch bitte das Kommentieren sein lassen. Das ist ja haarsträubend.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man solche Nachrichten liest und gleichzeitig in den Kommentaren das geschlossene System von Apple als Sicherheitsgarantie verteidigt. Gerade wenn es um die Öffnung durch die EU geht, wird immer mit „Sicherheit“ argumentiert. Aber solche Fälle zeigen doch ziemlich deutlich, dass die eigenen Kontrollen im App Store eben auch nicht zuverlässig funktionieren.
Es hat zu Beginn gut funktioniert. Da wurden aber auch deutlich weniger Apps angeboten. Mit der Fülle der Apps ist es aufwändiger geworden, jede einzelne zu prüfen. Trotzdem ist es Apples Aufgabe, das zu tun. Schließlich verdienen sie ja auch an fast jeder, der zahlreichen Apps. In den letzten Jahren sind sie dort weniger gründlich gewesen. Das schädigt den Ruf von Apple.
Aber umgekehrt gefragt: ist der Playstore sicherer?
Für knapp 1/3 des Umsatzes (nicht des Gewinns) kann man doch von Apple keine Eingangskontrolle im Store erwarten.