iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 44 023 Artikel

App Store erneut in der Kritik

Apple entfernt betrügerische Apps erneut erst nach externen Hinweisen

Artikel auf Mastodon teilen.
26 Kommentare 26

Apple muss sich weiterhin vorhalten lassen, dass seine App-Store-Kontrolle nicht so funktioniert, wie es gerne dargestellt wird. Erneut wurden zwei betrügerische Anwendungen erst nach Berichten von Medien und Sicherheitsforschern entfernt. Seriöse Entwickler berichten derweil weiterhin über nicht nachvollziehbare Ablehnungen und mangelhafte Kommunikationsmöglichkeiten bei Problemen.

Warnungen vor „Freecash“ bereits im Januar

Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes haben bereits im Januar darauf aufmerksam gemacht, dass es bei der zeitweise auf Platz zwei der App-Store-Charts für kostenlose Apps rangierenden Anwendung „Freecash“ nicht mit rechten Dingen zugehen könne. Vielmehr diene das Versprechen von leicht verdientem Geld als Lockmittel, um im großen Stil hochsensible Daten abzugreifen. Apples Kontrolleure haben sich dabei nicht mal an der Alterseinstufung „ab vier Jahren“ gestört.

Freecash App Ios App Store

Die App gehört zu dem in Berlin ansässigen Unternehmen Almedia und hatte damit geworben, Nutzern bis zu 35 Dollar pro Stunde für das Anschauen von Werbung zu bezahlen. Laut Malwarebytes waren diese Behauptungen jedoch so irreführend, dass die Werbung für „Freecash“ zum Teil schon im Januar von TikTok gesperrt wurde. Apple hat dagegen erst jetzt reagiert und die mit dem Slogan „Freecash – Geld verdienen“ im App Store beworbene App entfernt.

Gefälschte Ledger-App richtet finanziellen Schaden an

Das Angebot einer gefälschten Ledger-App hat einige Apple-Nutzer bares Geld gekostet. Ledger ist eine anerkannte und seriöse Hardware-Wallet für Krypto-Guthaben, die an eine Desktop-Anwendung namens „Ledger Live“ gekoppelt ist. Berichten zufolge wurde eine gefälschte Version von „Ledger Live“ über den App Store angeboten, mit deren Hilfe Besitzer von Krypto-Guthaben um mehrere Millionen Dollar betrogen worden sind.

Auch diese App wurde offenbar erst aus dem App Store entfernt, nachdem Apple von Dritten auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht wurde. Die Frage, wie die App die Eingangskontrolle bestanden hat und wie lange sie über den App Store verfügbar war, bleibt bislang unbeantwortet.

15. Apr. 2026 um 08:24 Uhr von chris Fehler gefunden?


    26 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Die Leute, die bisher die Apps geprüft haben, wurden in die Cold Call Werbeabteilung versetzt, da Apple ja jetzt deutlich mehr Werbung anzeigen will. Wollt ihr alle nicht, dass Apple mehr Geld verdient?

    • Das war aber schon immer so. Ich kann mich noch an eine Taschenlampenapp erinnern, die das iPhone zum Hotspot gemacht hat, lange bevor Apple das erfunden hat.
      Es sollte jedem klar sein, dass Apple nur einen automatischen Scan durchführt und von Hand prüft, ob die App nur die Zahlungsmethoden unterstützt, bei denen Apple mitverdient.

  • Ich vertraue dem AppStore mittlerweile kaum noch. Bei fast jeder App frage ich mich mittlerweile, ob nicht vielleicht persönliche Daten, Kontakte, Fotos,… abgegriffen werden.
    Die alte Leichtigkeit ist völlig verschwunden. Hab auch schon ewig nichts neues mehr installiert.

  • Man kann eine Firewall Littl…., installieren da sieht man den Datenstrom und kann ihn sperren oder alles sperren und dann freigeben
    Wir sollten alle User aufrufen einen Tag mal keine Apps kaufen das wird auch Apple merken

  • Das alles haben wir der EU zu verdanken. Der Store musste ja unbedingt geöffnet werden. Mit dem Geschwür am Hintern kann sich jetzt Apple rumplagen da will die EU ja nichts von wissen

    • Was hat die EU nun mit dem App-Store von Apple wieder zu tun? Apple selbst hat die App in den Store gelassen, nicht die EU.

    • Der Kommentar verfehlt den Punkt ziemlich deutlich. Die Apps kamen ganz normal durch den offiziellen App Store von Apple, also genau durch das System, das hier eigentlich verteidigt wird.

      Die EU hat damit schlicht nichts zu tun. Es ging weder um alternative Stores noch um externe Quellen. Wenn man das vermischt, zeigt das eher, dass man den Artikel nicht wirklich verstanden hat.

      Gerade solche Fälle belegen ja, dass Apples eigene Prüfung nicht so zuverlässig ist, wie oft behauptet wird, völlig unabhängig von irgendwelchen EU-Regeln.

    • Wenn man den Artikel nicht richtig liest oder nicht versteht, sollte man doch bitte das Kommentieren sein lassen. Das ist ja haarsträubend.

    • Setzen 6.
      zu Doof irgendwas zu verstehen, ich hoffe das Er/Sie/Es nicht auch noch/schon wahlberechtigt ist.

  • Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man solche Nachrichten liest und gleichzeitig in den Kommentaren das geschlossene System von Apple als Sicherheitsgarantie verteidigt. Gerade wenn es um die Öffnung durch die EU geht, wird immer mit „Sicherheit“ argumentiert. Aber solche Fälle zeigen doch ziemlich deutlich, dass die eigenen Kontrollen im App Store eben auch nicht zuverlässig funktionieren.

    • Es hat zu Beginn gut funktioniert. Da wurden aber auch deutlich weniger Apps angeboten. Mit der Fülle der Apps ist es aufwändiger geworden, jede einzelne zu prüfen. Trotzdem ist es Apples Aufgabe, das zu tun. Schließlich verdienen sie ja auch an fast jeder, der zahlreichen Apps. In den letzten Jahren sind sie dort weniger gründlich gewesen. Das schädigt den Ruf von Apple.

      Aber umgekehrt gefragt: ist der Playstore sicherer?

      • Umgekehrt gefragt bringt echt gar nichts. Es wird immer schlimmeres geben, das ist einfach kein Argument oder gar Rechtfertigung ..

      • Der Mechanismus war/ist immer der gleiche und es hat noch Nie funktioniert.

        Ich weiß nicht warum man so einfach auf (Apple) Propaganda rein fällt.

  • Für knapp 1/3 des Umsatzes (nicht des Gewinns) kann man doch von Apple keine Eingangskontrolle im Store erwarten.

  • Das ist dieser gierige Timi Apple Cook schuld. Weg mit dem… Seine Halbwertszeit ist längst überschritten!!!

  • Zwei Apps gehen durch… von Milliarden
    Apps insgesamt.

    Auch wenn es 100 betrügerische Apps wären, wäre es immer noch ein minimaler Anteil an dem, was bei Googles Store geladen werden kann.

    • Dafür das Apple ca. 1/3 des Geldes für die Prüfer hat im Vergleich zu dem, was die Softwareentwickler haben, sollte da weniger durchgehen.
      Auch beim anderen Artikel (Musk – ki) hat man ja ebenfalls erst nach externen Beschwerden angefangen zu reagieren.
      Kennen Sie offizielle Statistiken? Denn iFun berichtet sicherlich nicht über jeden Fall, der wieder aus dem Appstore genommen werden musste.

    • Mindestens drei Personen haben ein Vermögen verloren.

      Das wird vermutlich noch vor Gericht landen.

  • dafür hängen teilweise apps mit updates seit vier(!) wochen bei der freigabe?!

  • Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat auch einen hasserfüllten Spiel im App-Store veröffentlicht unter dem Deckmantel „Prävention gegen rechtsextremistische Radikalisierung“. Das Spiel „Wer ist Bilal?“ ist jedoch nur eine Volksverhetzung gegen die Religion Islam. Die Empörung der Muslime in den Social Media sind hoch, aber Innenminister Herbert Reul hält seine Präventionsarbeit als sehr gut.

    Das ist eben Deutschland 2026.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 44023 Artikel in den vergangenen 6846 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven